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   BFH, 03.12.1969 - II 162/65   

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https://dejure.org/1969,207
BFH, 03.12.1969 - II 162/65 (https://dejure.org/1969,207)
BFH, Entscheidung vom 03.12.1969 - II 162/65 (https://dejure.org/1969,207)
BFH, Entscheidung vom 03. Dezember 1969 - II 162/65 (https://dejure.org/1969,207)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • Wolters Kluwer

    Darlehnsgeber als Gesellschafter - Zeitpunkt der Hingabe - Voraussetzungen der Steuerpflicht - Gesellschafterstellung - Kleinstaktionäre - Kapitalzuführung - Forderungsstundung eines Gesellschafters - Finanzierungsplan - Vermögensaufstellung zum Stichtag - ...

  • datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • BFHE 98, 59
  • DB 1970, 1205
  • BStBl II 1970, 279
 
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Wird zitiert von ... (16)

  • BFH, 16.02.1971 - II R 16/67

    Gesellschafterverbürgte Bankdarlehn - Marktübliche Bedingungen - Geschäftsverkehr

    Es wurde dabei zum Teil lediglich auf die bloße Gesellschaftereigenschaft und nicht -- wie nach der jetzigen Rechtsprechung -- darauf abgestellt, ob der Gesellschafter als solcher wegen seiner Kapitalbeteiligung als Gesellschafter das Darlehen gewährt hat (BFH-Entscheidung II 162/65 vom 3. Dezember 1969, BFH 98, 59, BStBl II 1970, 279 und I 2b).

    Die neue Rechtsprechung ist zu beachten, die die Tragweite des § 3 KVStG neu abgegrenzt hat (BFH-Entscheidung II 162/65, a. a. O.).

    Die Neuabgrenzung der Tragweite des § 3 KVStG durch die Entscheidung II 162/65 hat zur Folge, daß die Befreiungsvorschrift des § 3 Abs. 4 Nr. 3 KVStG 1959 in den Fällen gegenstandslos wird, die nach der neuen Rechtsprechung im Gegensatz zur früheren Rechtsprechung nicht mehr den steuerpflichtigen Tatbestand erfüllen.

    Entscheidend ist auch in diesem Falle, ob der Gesellschafter als solcher die Finanzierung zur Förderung des Gesellschaftszwecks vornimmt und wegen seiner Beteiligung am Gesellschaftskapital noch weitere Eigenmittel in der Gesellschaft arbeiten lassen will, indem er das Entgelt hauptsächlich in den Gesellschaftsrechten oder gesellschaftsrechtlichen Vorteilen zu finden hofft (BFH-Entscheidung II 162/65, a. a. O., zu I 2b).

  • BFH, 10.05.1972 - II R 17/68

    Gesellschaftsteuer - Kapitalzuführung - Erträge der Gesellschaft -

    Der Wirkungsbereich einer gesetzlichen Vorschrift wird aber nicht nur durch Wortlaut und Wortsinn des Einzelsatzes bestimmt (vgl. BFH-Urteil II 162/65 vom 3. Dezember 1969, BFH 98, 59 [64], BStBl II 1970, 279), sondern auch durch dessen Sinnzusammenhang (Entscheidungen des BVerfG -- BVerfGE 10, 234 [244] --; 11, 126 [130]) und den diesem zu entnehmenden Gesetzeszweck (BFH-Urteile II 109/65 vom 28. April 1970, BFH 99, 250 [252 f.], BStBl II 1970, 600 und II 232/65 vom 9. Mai 1967, BFH 88, 572 [574], BStBl III 1967, 507).

    Zweck der Gesellschaftsteuer ist es, die von außen bewirkte Verstärkung der Kapitalkraft der Gesellschaft (vgl. die amtliche Begründung zum KVStG 1934, RStBl 1934, 1460 ff.), also die Eigenkapitalzuführung durch die Gesellschafter in allen ihren Formen zu erfassen (BFH-Urteil II 176/61 vom 8. November 1967, BFH 91, 172 [176], BStBl II 1968, 213); soweit der buchstäbliche Wortlaut der enumerierten Tatbestände darüber hinausreicht, ist er an diesem Zweck zu überprüfen (vgl. BFH-Urteil II 162/65 vom 3. Dezember 1969, BFH 98, 59 [64 f.], BStBl II 1970, 279).

    Damit entfallen jedenfalls für den hier maßgebenden Zeitpunkt die Folgerungen, welche aus dem Wortlaut des § 2 Nr. 1 KVStG 1934/1959 abgeleitet werden könnten, und ist der auch für die Auslegung maßgebende Zweck der Gesellschaftsteuer darin zu sehen, die Eigenkapitalzuführung -- bezüglich ihres Ersatzes vgl. BFH-Urteil II 162/65 vom 3. Dezember 1969 (BFH 98, 59 [65, 70], BStBl II 1970, 279) -- an Kapitalgesellschaften zur Besteuerung heranzuziehen.

  • BFH, 30.06.1970 - II R 68/67

    Kapitalgesellschaft - Kapitalbedarf - Kapitalausstattung - Lieferverträge -

    Der Senat hat in der Entscheidung II 162/65 vom 3. Dezember 1969 (BFH 98, 59, BStBl II 1970, 279) die Tragweite des § 3 Abs. 1 KVStG neu abgegrenzt und die frühere Rechtsprechung in Punkten aufgehoben, die für die Beurteilung des Streitfalles wesentlich sind.

    Wie der Senat in der Entscheidung II 162/65 näher ausgeführt hat, tritt Steuerpflicht nach § 3 Abs. 1 KVStG nicht ein, wenn die Darlehnsgewährung nicht durch die Gesellschafterstellung veranlaßt ist.

    § 3 Abs. 1 KVStG 1955 will nicht gewöhnliche Kreditgeschäfte erfassen; erforderlich ist vielmehr, daß der Gesellschafter als solcher das Darlehen zur Förderung des Gesellschaftszwecks -- also im Hinblick auf seine Stellung als Gesellschafter -- gewährt (BFH 98, 59, 64).

  • BFH, 05.10.1973 - VIII R 78/70

    Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung trotz bürgerlich-rechtlicher Übereignung

    Dabei darf, wie der BFH wiederholt entschieden hat, die wirtschaftliche Betrachtungsweise nicht dazu führen, ernstlich getroffene bürgerlich-rechtliche Vereinbarungen beiseite zu schieben, um an ihrer Stelle einen nicht verwirklichten, fingierten Sachverhalt zu setzen (vgl. BFH-Urteile vom 31. Mai 1972 I R 94/69, BFHE 106, 75, BStBl II 1972, 697, und vom 29. November 1966 I 216/64, BFHE 88, 370, BStBl III 1967, 392) oder einen fehlenden Besteuerungstatbestand zu ersetzen (vgl. BFH-Urteil vom 3. Dezember 1969 II 162/65, BFHE 98, 59, BStBl II 1970, 279).
  • BFH, 18.11.1971 - II 47/63

    Kapitalzuführung - Gesellschaftsteuer - Doppelte Heranziehung - Gewährung eines

    Diese Grundauffassung trifft zu (vgl. BFH-Urteile II 176/61 vom 8. November 1967, BFH 91, 172 [176], BStBl II 1968, 213; II 162/65 vom 3. Dezember 1969, BFH 98, 59 [64], BStBl II 1970, 279); inwieweit Ergebnis und Begründung der -- teilweise zu anderer Gesetzeslage ergangenen -- Entscheidungen im übrigen heute noch gefolgt werden könnte, kann dahingestellt bleiben.

    Denn die Besteuerung aus §§ 3, 8 Nr. 5 KVStG hat -- wie sich aus den Darlegungen des vorangehenden Abschnitts ergibt -- zur Folge, daß das von der Gesellschaft als Darlehen empfangene Geld (§ 607 Abs. 1 BGB), solange es noch nicht zurückbezahlt ist, wie Eigenkapital behandelt wird, im besonderen bei der Frage, ob eine spätere Darlehnsgewährung eine Eigenkapitalzuführung ersetzt (§ 3 Abs. 1 KVStG) oder nicht (BFH-Urteil II 268/60 U vom 22. Mai 1963, BFH 77, 176 [186], BStBl III 1963, 382 [385], das in diesem Punkte durch die seit dem BFH-Urteil II 162/65 vom 3. Dezember 1969, BFH 98, 59, BStBl II 1970, 279, veränderte Auslegung des § 3 KVStG nicht berührt wird).

  • BFH, 03.12.1969 - II R 2/68

    Gesetzeskraft einer Entscheidung - Vereinbarkeit mit GG - Gültigkeit der neuen

    Diese Aussage ist, wie auch der Österreichische Verfassungsgerichtshof annimmt, nicht gleichbedeutend mit der sogenannten goldenen Bilanzregel (im engeren Sinne), daß das Anlagevermögen durch Eigenkapital gedeckt sein müsse (Urteil des BFH II R 13/66 vom 21. Februar 1967, BFH 88, 349, BStBl III 1967, 397); von der Anknüpfung an diese Formel (Urteil II 195/58 U vom 24. Januar 1963, BFH 76, 585, BStBl III 1963, 213) ist der BFH in dem Urteil II 162/65 vom 3. Dezember 1969, BStBl II 1970, 279, abgerückt.

    Demnach ist es für die Entscheidung unerheblich, ob das Anlagevermögen der Klägerin durch Eigenkapital gedeckt ist oder nicht (vgl. dazu das oben erwähnte Urteil II 162/65 vom 3. Dezember 1969).

  • BFH, 10.11.1970 - II R 21/70

    Vereinbarkeit mit GG - Materielle verfassungsrechtliche Grundlage -

    Allerdings ist der BFH in der steuerrechtlichen Beurteilung der vom BVerfG für gültig erachteten Vorschrift zumindest insoweit frei, als dadurch nicht die materielle verfassungsrechtliche Grundlage der gesetzeskräftigen Entscheidungsformel berührt wird (vgl. Urteil II 162/65 vom 3. Dezember 1969, BFH 98, 59 [61, 67 ff.], BStBl II 1970, 279).
  • BFH, 11.02.1976 - II R 78/67

    Gesellschaftsverhältnis - Rechtsanspruch auf Leistung - Gesetzlicher

    In Ermangelung einer bürgerlichen Rechtspflicht zu Nachschüssen kann auch gesellschaftsteuerrechtlich eine solche nicht unterstellt werden (BFH-Urteil II R 94/70 ; vgl Urteil vom 3. Dezember 1969 II 162/65, BFHE 98, 59 (67), BStBl II 1970, 279).
  • BFH, 02.08.1974 - III R 97/73
    Deshalb hat der Senat z.B. auch im Urteil vom 10. Juni 1970 III R 63/67 (BFHE 100, 51) die Auffassung vertreten, daß die Beurteilung der Frage, ob ein Gesellschafterdarlehen im Sinne des § 3 Abs. 1 KVStG vorliegt und damit der Schuldnergewinn aus der Umstellung dieser Verbindlichkeit nach § 163 Abs. 3 Nr. 4 LAG außer Betracht zu lassen ist, sich nicht nach der früheren Rechtsprechung, sondern nach der Auffassung des II. Senats in den beiden Urteilen vom 3. Dezember 1969 II 162/65 (BFHE 98, 59, BStBl II 1970, 279) und II R 2/68 (BFHE 98, 81, BStBl II 1970, 289) richten müsse.
  • BFH, 27.11.1974 - II R 109/72

    Gegenseitige Forderungen - Gesellschaft - Laufende Geschäftsbeziehung - Zinsen -

    Gewährt er dagegen im Rahmen und aufgrund von Geschäftsbeziehungen der Gesellschaft wirtschaftliche Vergünstigungen, die branchenüblich sind und somit auch zwischen einander fremden -- nicht im Gesellschaftsverhältnis verbundenen -- Geschäftspartnern gewährt werden, so wird dadurch keine Gesellschaftsteuerpflicht ausgelöst (vgl. das Urteil vom 14. Januar 1969 II 221/65, BFHE 95, 117, BStBl II 1969, 321 und das zu § 3 KVStG 1955 ergangene Urteil vom 3. Dezember 1969, BFHE 98, 59, BStBl II 1970, 279).
  • BFH, 30.03.1971 - II B 3/71

    Darlehnsgewährung - Überschuldete Kapitalgesellschaft - Befriedigung aller

  • BFH, 15.07.1976 - II R 132/69

    Gesellschafter - Sicherheitsleistung - Kreditgeber der Gesellschaft -

  • BFH, 11.07.1973 - II R 148/72

    Verlustübernahme - Ergebnisübernahmevertrages - Übertragung des

  • BFH, 10.06.1970 - III R 63/67
  • BFH, 11.02.1976 - II R 76/67

    Gesellschaftsverhältnis - Rechtsanspruch auf Leistung - Gesetzlicher

  • BFH, 29.09.1971 - II R 115/68

    Verbürgte Darlehnsgewährung - Gesellschaftsteuer - Erlangung der Mittel -

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