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   BFH, 05.06.2007 - VII R 30/06   

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https://dejure.org/2007,5695
BFH, 05.06.2007 - VII R 30/06 (https://dejure.org/2007,5695)
BFH, Entscheidung vom 05.06.2007 - VII R 30/06 (https://dejure.org/2007,5695)
BFH, Entscheidung vom 05. Juni 2007 - VII R 30/06 (https://dejure.org/2007,5695)
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Wird zitiert von ... (9)

  • BFH, 11.11.2008 - VII R 19/08

    Haftung des GmbH-Geschäftsführers wegen Nichtabführung von Lohnsteuer -

    Dem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 5. Juni 2007 VII R 30/06 (BFH/NV 2008, 1) sei entgegen der Darstellung des Klägers zu entnehmen, dass die Kausalität der pflichtwidrigen Nichtabführung fällig gewordener Steuerbeträge für den Steuerschaden nicht durch nachträglich eingetretene Umstände beseitigt werden könne.

    Der Senat kann offenlassen, ob diese zivilrechtlichen Erwägungen --anders als jene zur Berücksichtigung eines hypothetischen Kausalverlaufs (vgl. Senatsurteile vom 5. Juni 2007 VII R 65/05, BFHE 217, 233, BStBl II 2008, 273; in BFH/NV 2008, 1; vom 19. September 2007 VII R 39/05, BFH/NV 2008, 18; vom 4. Dezember 2007 VII R 18/06, BFH/NV 2008, 521) oder zur Anwendung der Mitverschuldensregelung des § 254 des Bürgerlichen Gesetzbuchs --BGB-- (vgl. Senatsbeschlüsse vom 11. Mai 2000 VII B 217/99, BFH/NV 2000, 1442; vom 2. November 2001 VII B 75/01, BFH/NV 2002, 310)-- uneingeschränkt auf die steuerrechtliche Haftung nach § 69 AO übertragen werden können, weil sie auch im Zivilrecht nicht auf das Deliktsrecht beschränkt, sondern für Schadensersatzansprüche aller Art anerkannt sind (vgl. Palandt/ Heinrichs, Bürgerliches Gesetzbuch, 67. Aufl., Vorbem. v. § 249 Rz 63 f.; zur Steuerberaterhaftung BGH-Urteil vom 18. Januar 2007 IX ZR 122/04, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 2007, 701; zur Anwaltshaftung BGH-Urteil in BGHZ 174, 205).

  • FG Hamburg, 17.09.2008 - 8 K 9/08

    Prozessrecht, Finanzgerichtsordnung: Wegfall des Rechtsschutzbedürfnisses

    Im Erörterungstermin vom 27.03.2007 hat das Gericht entsprechend dem Antrag der Beteiligten beschlossen, das Verfahren bis zur Entscheidung des Bundesfinanzhofs im Revisionsverfahren VII R 30/06 ruhen zu lassen.

    Nachdem der Bundesfinanzhof in der Folgezeit sodann mit Urteil vom 05.06.2007 (VII R 30/06, BFH/NV 2008, 1) entschieden hat, dass, werden fällig gewordene Steuerbeträge pflichtwidrig nicht an das Finanzamt abgeführt, die Kausalität dieser Pflichtverletzung für einen dadurch beim Fiskus entstandenen Vermögensschaden nicht durch nachträglich eingetretene Umstände oder durch die Annahme eines hypothetischen Kausalverlaufs beseitigt werden, und dass die Haftung eines GmbH-Geschäftsführers nicht dadurch entfällt, dass der Steuerausfall unter Annahme einer hypothetischen, auf § 130 Abs. 1 InsO gestützten Anfechtung gedachter Steuerzahlungen durch den Insolvenzverwalter ebenfalls entstanden wäre, ist das Verfahren auf Antrag des beklagten Finanzamtes vom 15.01.2008 unter dem Aktenzeichen 8 K 9/09 fortgeführt worden.

    Mit Verfügung vom 19.03.2008 hat das Gericht dem Kläger bzw. seinem damaligen Prozessbevollmächtigten eine Kopie des Urteils des Bundesfinanzhofs vom 05.06.2007 (VII R 30/06) zugesandt mit der Bitte um Stellungnahme binnen 6 Wochen.

    Der Kläger hat auf die Aufforderung des Gerichts vom 19.03.2008, sich zu dem auch in diesem gerichtlichen Verfahren relevanten Urteil des Bundesfinanzhofs vom 05.06.2007 (VII R 30/06) zu äußern, nicht reagiert.

  • FG Hamburg, 22.04.2008 - 3 K 222/06

    Abgabenordnung: Haftung von Strohmann- und faktischem Geschäftsführer der GmbH

    Eine insolvenzrechtliche Anfechtbarkeit von Zahlungen innerhalb der Dreimonatsfrist gemäß § 130 Abs. 1 Insolvenzordnung (InsO) ist als hypothetischer Kausalverlauf ebenfalls bedeutungslos (vgl. BFH vom 4. Dezember 2007 VII R 18/06, BFH/NV 2008, 521; vom 4. Juli 2007 VII B 268/06, BFH/NV 2007, 2059; vom 5. Juni 2007 VII R 30/06, BFH/NV 2008, 1; VII R 65/05, BFHE 217, 233, BStBl II 2008, 273).
  • FG Münster, 23.06.2017 - 3 K 1537/14

    Der Haftungsbescheid gegen den Geschäftsführer wegen Lohnsteuern und die grobe

    Der Senat folgt insoweit der Rechtsprechung des BFH, dass hypothetische Kausalverläufe auf die Haftung nach § 69 AO keinen Einfluss haben (vgl. BFH, Urteil vom 05.06.2007 VII R 30/06, BFH/NV 2008, 1).
  • BFH, 22.04.2009 - VII B 225/08

    Haftung des Sequesters für nicht abgeführte Lohnsteuern - Keine Berücksichtigung

    Wie der Senat wiederholt entschieden hat, schließen die Funktion und der Schutzzweck des in § 69 AO normierten Haftungstatbestands die Berücksichtigung hypothetischer Kausalverläufe aus, so dass die Haftung nicht dadurch entfällt, dass der Steuerausfall unter Annahme einer hypothetischen, auf § 130 Abs. 1 InsO gestützten Anfechtung gedachter Steuerzahlungen durch den Insolvenzverwalter ebenfalls entstanden wäre (BFH-Entscheidungen vom 5. Juni 2007 VII R 65/05, BFHE 217, 233, BStBl II 2008, 273, und VII R 30/06, BFH/NV 2008, 1; vom 4. Juli 2007 VII B 268/06, BFH/NV 2007, 2059; vom 19. September 2007 VII R 39/05, BFH/NV 2008, 18, und vom 4. Dezember 2007 VII R 18/06, BFH/NV 2008, 521).
  • FG Baden-Württemberg, 05.02.2008 - 1 K 226/05

    Erhöhte Anforderung an die haftungsbegründende Kausalität bei erfolgter

    Der Senat sieht sich durch die Rechtsprechung des BFH, nach der eine hypothetische Anfechtbarkeit der Zahlung durch den Insolvenzverwalter bei Haftungsfragen nicht berücksichtigt werden darf (BFH Urteil vom 05.06.2007, VII R 30/06 BFH/NV 2008, 1), bestätigt.
  • FG Münster, 23.06.2017 - 3 K 1539/14
    Der Senat folgt insoweit der Rechtsprechung des BFH, dass hypothetische Kausalverläufe auf die Haftung nach § 69 AO keinen Einfluss haben (vgl. BFH, Urteil vom 05.06.2007 VII R 30/06, BFH/NV 2008, 1).
  • FG München, 15.12.2008 - 15 K 4118/07

    Geschäftsführerhaftung wegen Lohnsteuer bei geduldetem Überziehungskredit

    Die Frage nach der Zulässigkeit der Berücksichtigung eines solchen hypothetischen Kausalverlaufs hat der BFH mit der Begründung eindeutig verneint, dass die im Zivilrecht für die Kausalität geltenden Grundsätze sowie der zivilrechtliche Schadensersatzbegriff nicht uneingeschränkt auf das Abgabenrecht übertragbar seien (BFH-Urteile jeweils vom 5. Juni 2007 VII R 65/05, BStBl II 2008, 273 und VII R 30/06, BFH/NV 2008, 1 sowie vom 19. September 2007 VII R 39/05, BFH/NV 2008, 18).
  • FG Berlin-Brandenburg, 09.03.2011 - 9 K 9141/09

    Haftung für Säumniszuschläge zur Lohnsteuer nach Maßgabe der sog. Tilgungsquote

    Allerdings beschränkt sich hier die Haftung des Klägers - entgegen der Ansicht des Beklagten - nach ständiger Rechtsprechung des BFH auf den Betrag, der sich nach dem Grundsatz der anteiligen Tilgung ergibt (vgl. dazu nur BFH-Urteil vom 1. August 2000 VII R 110/99, Bundessteuerblatt - BStBl - II 2001, 271 sowie Loose, in: Tipke/Kruse, 16. Aufl., § 69 AO Rz. 36; Jatzke, in: Beermann, Steuerliches Verfahrensrecht, § 69 AO Rz. 64; Nacke, Die Haftung für Steuerschulden, 2. Aufl., Rz. 95; Rüsken, in: Klein, AO, 10. Aufl., § 69 Rz. 15; der Umstand, dass sich der BFH mit diesem Aspekt seiner bisherigen, eigenen Rechtsprechung trotz Entscheidungserheblichkeit in seinem Urteil vom 5. Juni 2007 VII R 30706, BFH/NV 2008, 1 ff. nicht auseinandergesetzt hat, vermag hieran nichts zu ändern, zumal die senatsangehörigen Richter am BFH Jatzke und Rüsken die vorgenannte Rechtsprechung a. a. O. als nach wie vor geltend darstellen).
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