Rechtsprechung
   BFH, 09.11.1993 - IX R 81/90   

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https://dejure.org/1993,462
BFH, 09.11.1993 - IX R 81/90 (https://dejure.org/1993,462)
BFH, Entscheidung vom 09.11.1993 - IX R 81/90 (https://dejure.org/1993,462)
BFH, Entscheidung vom 09. November 1993 - IX R 81/90 (https://dejure.org/1993,462)
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Volltextveröffentlichungen (6)

Kurzfassungen/Presse

  • datenbank.nwb.de (Kurzinformation)

    § 21 EStG
    Einkommensteuer; Kursverluste bei Fremdwährungsdarlehen

Papierfundstellen

  • BFHE 173, 97
  • WM 1994, 1713
  • BB 1994, 352
  • BB 1994, 420
  • DB 1994, 710
  • BStBl II 1994, 289
 
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Wird zitiert von ... (32)

  • FG Hamburg, 21.05.2015 - 2 K 197/14

    Kursverluste bei Fremdwährungsdarlehen

    Ein Werbungskostenabzug ist dagegen ausgeschlossen, wenn die Aufwendungen nicht durch die Einkünfteerzielungstätigkeit, sondern durch die private Vermögenssphäre veranlasst sind (vgl. BFH-Urteil vom 8. Dezember 1992 IX R 68/89, BStBl. II 1993, 434; vom 9. November 1993 IX R 81/90, BStBl. II 1994, 338; vom 22. September 2005 IX R 44/03, BFH/NV 2006, 279).

    Solange und soweit das Darlehen nicht zu tilgen ist, bedeutet die Verschlechterung des Wechselkurses des Euro gegenüber der ausländischen Währung keine Vermögensminderung, zumal sich der Kurs später auch wieder zu Gunsten des Steuerpflichtigen entwickeln kann (vgl. BFH-Urteil vom 9. November 1993 IX R 81/90, BStBl. II 1994, 338).

    Aber auch wechselkursbedingte höhere Tilgungen oder Sondertilgungen auf ein Fremdwährungsdarlehen stellen mangels Veranlassungszusammenhangs mit der Erzielung von Einkünften aus VuV keine Werbungskosten im Sinne von § 9 Abs. 1 EStG dar, sondern sind allein durch die private Vermögensphäre veranlasst (vgl. BFH-Urteile vom 9. November 1993 IX R 81/90, BStBl. II 1994, 338; vom 22. September 2005 IX R 44/03, BFH/NV 2006, 279; Mellinghoff in Kirchhof, EStG, 14. Aufl. 2015, § 21 EStG Rn. 62).

    Für Letzteres spricht der Umstand, dass sich der Wechselkurs während der Laufzeit des Darlehens - auch zu Gunsten des Darlehensnehmers - ändern kann und erst der Saldo der Tilgungsleistungen ergibt, ob tatsächlich ein Mehraufwand an Tilgung entstanden ist (so wohl auch BFH-Urteil vom 9. November 1993 IX R 81/90, BStBl. II 1994, 338).

    Der Begriff der Schuldzinsen ist zwar weit auszulegen (vgl. BFH-Urteile vom 29. Oktober 1985 IX R 56/82, BStBl. II 1986, 143; vom 7. November 1989 IX R 190/85, BStBl. II 1990, 460; vom 9. November 1993 IX R 81/90, BStBl. II 1994, 289; vom 22. September 2005 IX R 44/03, BFH/NV 2006, 279).

    Sie werden nicht für die Immobilie aufgewendet, sondern für die Kompensation von Wechselkursschwankungen im Rahmen der Tilgung des Darlehens (vgl. BFH-Urteile vom 9. November 1993 IX R 81/90, BStBl. II 1994, 338; vom 22. September 2005 IX R 44/03, BFH/NV 2006, 279; zu Anschaffungskosten bei Vereinbarung eines Kaufpreises in ausländischer Währung vgl. BFH-Urteil vom 16. Dezember 1977 III R 92/75, BFHE 124, 296, BStBl. II 1978, 233).

    Vermögensmehrungen, die sich aus wechselkursbedingten Reduzierungen der Darlehensverbindlichkeit ergeben, führen nicht zu Einkünften aus VuV (vgl. BFH-Urteil vom 9. November 1993 IX R 81/90, BStBl. II 1994, 338); sie sind nicht durch die Nutzungsüberlassung der Immobilie veranlasst (vgl. Mellinghoff in Kirchhof, EStG, 14. Aufl. 2015, § 21 EStG Rn. 48 m. w. N.).

    Dieser Unterschied ist im Dualismus der Einkunftsarten angelegt und verdeutlicht, dass eine Gleichbehandlung der streitgegenständlichen Aufwendungen mit der Einkünfteermittlung bei den Gewinneinkünften nicht angezeigt ist (vgl. BFH-Urteil vom 9. November 1993 IX R 81/90, BStBl. II 1994, 338).

  • BFH, 22.09.2005 - IX R 44/03

    Kursverlust bei Fremdwährungsdarlehen keine Werbungskosten

    Der Begriff der Schuldzinsen ist weit auszulegen (vgl. BFH-Urteile vom 29. Oktober 1985 IX R 56/82, BFHE 145, 52, BStBl II 1986, 143; vom 7. November 1989 IX R 190/85, BFHE 159, 439, BStBl II 1990, 460; vom 9. November 1993 IX R 81/90, BFHE 173, 97, BStBl II 1994, 289, unter 3.).

    Schuldzinsen sind danach alle Leistungen in Geld oder Geldeswert, die ein Schuldner für die Überlassung (Nutzung) von Kapital an den Gläubiger zu erbringen hat (vgl. BFH-Urteile vom 6. Juli 1973 VI R 379/70, BFHE 110, 336, BStBl II 1973, 868, und in BFHE 173, 97, BStBl II 1994, 289) und darüber hinaus alle Aufwendungen zur Erlangung oder Sicherung eines Kredits, d.h. Kosten, die bei wirtschaftlicher Betrachtung des Vorgangs als Vergütung für die Überlassung von Kapital angesehen werden können (BFH in BFHE 145, 52, 57, BStBl II 1986, 143, 146).

    Nimmt daher ein Steuerpflichtiger ein Darlehen in ausländischer Währung auf, das in gleicher Währung zurückzuzahlen ist, um damit den Erwerb eines Grundstücks oder die Beteiligung an einem solchen zu finanzieren, so sind diese Aufwendungen, die aus einer ungünstigen Entwicklung des Wechselkurses zwischen der DM und der ausländischen Währung resultieren, grundsätzlich nicht als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abziehbar (ständige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteile vom 9. Oktober 1979 VIII R 67/77, BFHE 129, 132, BStBl II 1980, 116; in BFHE 173, 97, BStBl II 1994, 289, unter 3.; FG des Saarlandes, Urteil vom 13. Dezember 1994 1 K 171/94, EFG 1995, 474, bestätigt durch BFH vom 16. Oktober 1996 VIII B 19/95, BFH/NV 1997, 489, unter 2.; von Bornhaupt, in: Kirchhof/Söhn/Mellinghoff, Einkommensteuergesetz, § 9 Rdnr. B 850, C 180, Stichwort: "Kursverluste"; Schmidt/ Drenseck, Einkommensteuergesetz, 24. Aufl., § 9 Rz. 93; a.A. Maly, Finanz-Rundschau --FR-- 1994, 457).

  • BFH, 04.03.2016 - IX B 85/15

    Vermietung und Verpachtung - Kursverluste bei Fremdwährungsdarlehen

    Der Bundesfinanzhof (BFH) hat bereits entschieden, dass Mehraufwendungen infolge von Kursverlusten bei Fremdwährungsdarlehen (Sondertilgungen) keine Schuldzinsen sind und deshalb nicht zu Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung führen (BFH-Urteile vom 9. November 1993 IX R 81/90, BFHE 173, 97, BStBl II 1994, 289, und vom 22. September 2005 IX R 44/03, BFH/NV 2006, 279).
  • BFH, 17.04.1997 - VIII R 47/95

    Wesentliche Beteiligung: Fehlgeschlagene Veräußerungskosten

    Der erkennende Senat sieht keinen Anlaß, von dieser gesetzgeberischen Wertung und der dargestellten Systematik sowie schließlich der ständigen Rechtsprechung in Fällen fehlgeschlagener Veräußerungskosten bei wesentlichen Beteiligungen abzuweichen (vgl. auch BFH-Urteile vom 23. April 1996 IX R 5/94, BFHE 180, 374, BStBl II 1996, 595, m.w.N. zur Vorfälligkeitsentschädigung; vom 25. April 1995 IX R 114/92, BFH/NV 1995, 966 zur Nichtabzugsfähigkeit von Schuldzinsen für ein Refinanzierungsdarlehen für die Zeit nach Aufgabe der Vermietungsabsicht oder -tätigkeit; ferner BFH-Beschluß vom 27. November 1995 VIII B 16/95, BFH/NV 1996, 406, 407, m.umf.N. zur Ablehnung nachträglicher Werbungskosten; BFH-Urteile vom 19. Januar 1993 VIII R 74/91, BFH/NV 1993, 714, 715, m.w.N. sowie vom 9. November 1993 IX R 81/90, BFHE 173, 97, BStBl II 1994, 289 betreffend Kursverluste bei Fremdwährungsdarlehen als nichtabzugsfähige Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung).
  • BFH, 20.04.1999 - VIII R 44/96

    EK-04-Ausschüttung bei wesentlicher Beteiligung

    Soweit der neue Gesellschafter die Beteiligung zu einem günstigen Preis erworben hat, der unter dem Betrag der Anschaffungskosten des Veräußerers und damit unter dem in der Gliederungsrechnung der Gesellschaft ausgewiesenen EK 04 liegt, erzielt er bei einer Ausschüttung der Gesellschaft aus dem EK 04 keinen Kapitalertrag, sondern eine nichtsteuerbare Mehrung seines Kapitalvermögens (zur Unterscheidung von Vermögensebene und Ertragsebene im System des EStG vgl. etwa BFH-Urteile vom 2. März 1993 VIII R 13/91, BFHE 171, 48, BStBl II 1993, 602, und vom 9. November 1993 IX R 81/90, BFHE 173, 97, BStBl II 1994, 289, jeweils m.w.N.).
  • BFH, 20.06.2000 - VIII R 37/99

    WK bei Kapitalvermögen; Darlehensvermittlungsgebühren

    Ebenso ist es ausgeschlossen, den Ausfall des Anspruchs auf Darlehensrückgewähr als Werbungskosten bei den Einkünften nach § 20 EStG zu berücksichtigen (BFH-Beschluss vom 1. September 1997 VIII B 105/96, BFH/NV 1998, 450; BFH-Urteil vom 9. November 1993 IX R 81/90, BFHE 173, 97, BStBl II 1994, 289).
  • BFH, 20.12.1994 - IX R 122/92

    Von einem Miteigentümer veruntreute Geldbeträge keine Werbungskosten bei den

    Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung bilden grundsätzlich alle Aufwendungen, bei denen objektiv ein wirtschaftlicher Zusammenhang mit der Vermietung und Verpachtung besteht und die subjektiv zur Förderung der Nutzungsüberlassung gemacht werden (ständige Rechtsprechung des Senats, vgl. Urteil vom 9. November 1993 IX 81/90, BFHE 173, 97, BStBl II 1994, 289).
  • BFH, 23.11.2016 - IX B 42/16

    Vermietung und Verpachtung - Kursverluste bei Fremdwährungsdarlehen

    Denn sie sind nicht durch die Nutzungsüberlassung der Immobilie veranlasst, sondern dadurch, dass die sich in ausländischer Währung zu tilgende Kreditverbindlichkeit --umgerechnet in Euro-- erhöht hat (vgl. zuletzt BFH-Beschluss vom 4. März 2016 IX B 85/15, BFH/NV 2016, 917; Mellinghoff in Kirchhof, EStG, 15. Aufl., § 21 Rz 62 Stichwort "Kursverluste"; vgl. auch für Streitjahre vor 2009 BFH-Urteile vom 9. November 1993 IX R 81/90, BFHE 173, 97, BStBl II 1994, 289, und vom 22. September 2005 IX R 44/03, BFH/NV 2006, 279).
  • BFH, 12.05.1995 - VI R 64/94

    Der Verlust einer GmbH-Beteiligung führt auch dann nicht zu Werbungskosten aus

    Ist aber ein möglicher Gewinn aus einer Wertsteigerung grundsätzlich nicht steuererhöhend zu erfassen, dann spricht dies dafür, auch umgekehrt einen eingetretenen Verlust nicht steuermindernd zu berücksichtigen (vgl. Grube in Steuerrecht, Verfassungsrecht, Finanzpolitik, Festschrift für Franz Klein, 913, 923; vgl. auch BFH-Urteil vom 9. November 1993 IX R 81/90, BFHE 173, 97, BStBl II 1994, 289).
  • BFH, 16.10.1996 - VIII B 19/95

    Schlüssige Darlegung des Verfahrensmangels der Verletzung des rechtlichen Gehörs

    Zwar habe sich der Bundesfinanzhof (BFH) im Urteil vom 9. November 1993 IX R 81/90 (BFHE 173, 97 [BFH 09.11.1993 - IX R 81/90], BStBl II 1994, 289) bereits mit der streitigen Frage befaßt.

    Der erkennende Senat hat wiederholt entschieden, daß der Wertverlust einer Darlehensforderung bei der Einkunftsart Kapitalvermögen nicht als Werbungskosten abgezogen werden kann (vgl. die Nachweise in BFHE 173, 97, 99 [BFH 09.11.1993 - IX R 81/90], BStBl II 1994, 289).

    In Übereinstimmung mit diesen Grundsätzen hat der IX. Senat des BFH den Werbungskostenabzug von Kursverlusten bei Fremdwährungsdarlehen im Rahmen der Einkunftsart Vermietung und Verpachtung abgelehnt (BFHE 173, 97 [BFH 09.11.1993 - IX R 81/90], BStBl II 1994, 289).

  • BFH, 17.08.2005 - IX R 27/03

    Nießbrauch: Aufwendungen für den Eigentumserwerb keine Werbungskosten

  • FG Münster, 26.09.2017 - 12 K 1832/16

    Vermietung und Verpachtung

  • BFH, 21.06.1994 - IX R 62/91

    Renovierungskosten zwischen Vermietung und Selbstnutzung einer Wohnung

  • FG Berlin, 16.06.2003 - 10 K 10609/01

    Kurssicherungsaufwendungen für Fremdwährungsdarlehen als Werbungskosten aus

  • FG Köln, 30.01.2019 - 7 K 2736/17

    Verluste aus Zins-Swap-Geschäften als Werbungskosten bei den

  • BFH, 31.07.2001 - IX R 15/98

    Einkommensteuer - Absetzungen für Abnutzung - Eigentumswohnung -

  • FG Münster, 24.01.2003 - 5 K 5576/99

    Begriff der Schuldzinsen in § 9a Nr. 2 Satz 2 EStG 1997

  • FG Berlin-Brandenburg, 22.10.2008 - 1 K 6139/05

    Wirtschaftlicher Zusammenhang eines Aktienerwerbs mit einem Arbeitsverhältnis -

  • FG Düsseldorf, 02.11.2010 - 6 K 13/08

    Anrechnung fiktiver brasilianischer Quellensteuer; Begriff der "Zinsen" i.S. des

  • FG Niedersachsen, 23.02.2011 - 9 K 45/08

    Werbungskostenabzug bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit beim Verlust

  • BFH, 14.01.2000 - VIII B 72/99

    Festgeldanlagen in Österreich - Zinseinnahmen - Einkünfte aus Kapitalvermögen -

  • FG München, 05.12.2002 - 10 K 1567/00

    Anschaffungskosten von Renten- und Kapitallebensversicherungen; Einkommensteuer

  • FG Berlin-Brandenburg, 18.11.2008 - 1 K 6139/05
  • FG Hamburg, 11.06.1996 - II 143/93

    Anspruch auf Berücksichtigung der erweiterten Kürzung für Grundstücksunternehmen;

  • FG Niedersachsen, 23.02.2000 - 9 K 382/96

    Verträge zwischen nahen Angehörigen

  • FG Hamburg, 17.11.1995 - III 165/94

    Abzug von Renovierungsaufwendungen als Werbungskosten bei den Einkünften aus

  • FG Baden-Württemberg, 19.06.2009 - 10 K 3254/08

    Vermögensverluste sind weder als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung

  • FG Hamburg, 06.12.2001 - VI 114/01

    Differenz zwischen Kurswert und Nennwert keine Werbungskosten

  • FG Saarland, 19.01.1999 - 1 K 133/97

    Wertverlust bei Fremdwährungsdarlehen und Erlass von Steuern; des Erlasses von

  • FG Berlin, 19.02.2001 - 9 K 9419/99

    Vermögensverluste bei sonstigen Einkünften aus Leistungen

  • FG Niedersachsen, 03.11.1998 - IX 347/93

    Verkaufsaufwendungen für ein vermietetes Grundstück

  • FG Baden-Württemberg, 07.09.1995 - 6 K 105/92

    Werbungskosten als Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der

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