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   BFH, 09.12.1999 - III R 37/97   

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https://dejure.org/1999,444
BFH, 09.12.1999 - III R 37/97 (https://dejure.org/1999,444)
BFH, Entscheidung vom 09.12.1999 - III R 37/97 (https://dejure.org/1999,444)
BFH, Entscheidung vom 09. Dezember 1999 - III R 37/97 (https://dejure.org/1999,444)
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Volltextveröffentlichungen (5)

  • Simons & Moll-Simons

    AO 1977 § 122 Abs. 2 Nr. 1, § 366 Satz 2; FGO § 56 Abs. 1

  • Judicialis
  • Wolters Kluwer

    Rechtsanwalt - Vereinbarungen mit dem Postzusteller bei Nichtbesetzung des Büros - Zugang innerhalb der Drei-Tages-Frist

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Bekanntgabefiktion bei Prozessbevollmächtigten

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • datenbank.nwb.de (Leitsatz)

    Abgabenordnung; Vereinbarung über Postauslieferung - Zugangsvermutung des § 122 Abs. 2 AO

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BFHE 190, 292
  • NJW 2000, 1742
  • NVwZ-RR 2000, 736 (Ls.)
  • BB 2000, 603
  • DB 2000, 959
  • BStBl II 2000, 175
 
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Wird zitiert von ... (52)

  • BFH, 14.10.2003 - IX R 68/98

    Bekanntgabe: Verlängerung der Dreitagesfrist

    So brauchen, wenn § 108 Abs. 3 AO 1977 angewandt wird, die Finanzämter, Finanzgerichte und auch die steuerberatenden Berufe sich nicht mit der Frage zu befassen, auf welche Weise die Zugangsvermutung für Sonnabende sowie Sonn- und gesetzliche Feiertage erschüttert werden kann, z.B. wenn Absprachen mit dem Postboten bestehen, die Post erst am Montag statt am Sonnabend zu bringen (vgl. BFH-Urteile in BFH/NV 1997, 828; vom 9. Dezember 1999 III R 37/97, BFHE 190, 292, BStBl II 2000, 175), wenn die Post antragsgemäß beim Postamt zur Abholung bereitgehalten wird (BFH-Urteil in BFH/NV 1997, 90), wann ein Postfach üblicherweise geleert zu werden pflegt (BFH-Beschluss vom 18. Dezember 1998 X B 147/98, BFH/NV 1999, 745) und ob ein Anwalt oder Steuerberater sich an Sonnabenden persönlich zur Post begeben und seine Post aus dem Postfach abholen muss, wenn sein Kanzleipersonal aufgrund der Fünftagewoche nicht verfügbar ist (BFH-Beschluss in BFH/NV 1999, 286).

    Der erkennende Senat weicht mit seiner Auffassung von Entscheidungen des II. Senats (Urteil in BFHE 146, 27, BStBl II 1986, 462), des III. Senats (Urteil in BFHE 190, 292, BStBl II 2000, 175), des IV. Senats (Beschluss in BFH/NV 1999, 286), des X. Senats (Urteil in BFH/NV 1997, 90; Beschluss in BFH/NV 1999, 745) und des XI. Senats (Beschluss vom 22. April 1996 XI B 2/96, BFH/NV 1996, 727) ab.

  • BFH, 17.09.2002 - IX R 68/98

    Bekanntgabefiktion: Verlängerung des Dreitageszeitraumes

    Dem hat sich die nachfolgende Rechtsprechung angeschlossen (BFH-Urteile vom 13. März 1991 I R 38/90, nicht veröffentlicht --n.v.--; vom 13. März 1991 I R 39/90, BFH/NV 1992, 146; vom 13. März 1991 I R 40/90, n.v.; Beschluss vom 22. April 1996 XI B 2/96, BFH/NV 1996, 727; Urteile vom 26. Juni 1996 X R 97/95, BFH/NV 1997, 90; vom 17. Juni 1997 IX R 79/95, BFH/NV 1997, 828; Beschlüsse vom 12. August 1998 IV B 145/97, BFH/NV 1999, 286; vom 18. Dezember 1998 X B 147/98, BFH/NV 1999, 745; vom 30. Juni 1999 IX B 53/99, BFH/NV 1999, 1620; Urteil vom 9. Dezember 1999 III R 37/97, BFHE 190, 292, BStBl II 2000, 175; ebenso Bundessozialgericht --BSG--, Urteil vom 19. März 1957 10 RV 609/56, BSGE 5, 53, --zu § 4 Abs. 1 VwZG--; offen gelassen indes im Urteil vom 6. Dezember 1996 13 RJ 19/96, BSGE 79, 293; dem BFH folgend ferner Verwaltungsgerichtshof (VGH) München, Beschluss vom 23. Juli 1990 Gr.S. 1/90-19 B 88.185, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 1991, 1250; VGH Mannheim, Beschluss vom 19. Dezember 1991 3 S 2492/91, Neue Zeitschrift für Verwaltungsrecht --NVwZ-- 1992, 799; Oberverwaltungsgericht --OVG-- Münster, Beschluss vom 7. März 2001 19 A 4216/99, NVwZ 2001, 1171).

    So brauchen, wenn § 108 Abs. 3 AO 1977 angewandt wird, die Finanzämter, Finanzgerichte und auch die steuerberatenden Berufe sich nicht mit der Frage zu befassen, auf welche Weise die Zugangsvermutung für Sonnabende sowie Sonn- und Feiertage erschüttert werden kann, z.B. wenn Absprachen mit dem Postboten bestehen, die Post erst am Montag statt am Sonnabend zu bringen (vgl. BFH-Urteile in BFH/NV 1997, 828; in BFHE 190, 292, BStBl II 2000, 175), wenn die Post antragsgemäß beim Postamt zur Abholung bereitgehalten wird (BFH-Urteil in BFH/NV 1997, 90), wann ein Postfach üblicherweise geleert zu werden pflegt (Beschluss in BFH/NV 1999, 745) und ob ein Anwalt oder Steuerberater sich an Sonnabenden persönlich zur Post begeben und seine Post aus dem Postfach abholen muss, wenn sein Kanzleipersonal aufgrund der Fünftagewoche nicht verfügbar ist (Beschluss in BFH/NV 1999, 286).

    Bestreitet der Empfänger, den Verwaltungsakt innerhalb der Dreitagesfrist erhalten zu haben, so hat er substantiiert Tatsachen vorzutragen, die schlüssig auf einen späteren Zugang hindeuten und deshalb Zweifel an der Zugangsvermutung begründen (BFH-Urteile in BFH/NV 1997, 828; in BFHE 190, 292, BStBl II 2000, 175).

    Der erkennende Senat weicht mit seiner Auffassung von Entscheidungen des II. Senats (Urteil in BFHE 146, 27, BStBl II 1986, 462), des III. Senats (Urteil in BFHE 190, 292, BStBl II 2000, 175), des IV. Senats (Beschluss in BFH/NV 1999, 286), des X. Senats (Urteil in BFH/NV 1997, 90; Beschluss in BFH/NV 1999, 745) und des XI. Senats (Beschluss in BFH/NV 1996, 727) ab.

  • BSG, 04.06.2014 - B 14 AS 2/13 R

    Sozialrechtliches Verwaltungsverfahren - Grundsicherung für Arbeitsuchende -

    Weitere Voraussetzung für eine Bekanntgabe ist, dass das von der Regelung betroffene Mitglied der Bedarfsgemeinschaft die Möglichkeit der Kenntnisnahme dadurch erlangt hat, dass der Verwaltungsakt so in seinen Machtbereich gelangt ist, dass es von dem Schriftstück Kenntnis nehmen und diese Kenntnisnahme nach den allgemeinen Gepflogenheiten auch von ihm erwartet werden kann (so bereits Bundesverwaltungsgericht , Urteil vom 11.5.1960 - V C 320.58 -, BVerwGE 10, 293; Fortführung in Beschluss vom 22.2.1994 - 4 B 212/93 - vgl auch Bundesfinanzhof , Urteil vom 9.12.1999 - III R 37/97 -, BFHE 190, 292; s dazu Engelmann in von Wulffen/Schütze, SGB X, 8. Aufl 2014, § 37 RdNr 4 ff mwN).
  • BFH, 11.07.2017 - IX R 41/15

    Bekanntgabe eines Verwaltungsakts im Ausland - Übermittlung mittels einfachen

    b) Bestreitet der Steuerpflichtige im Falle der Übermittlung eines Verwaltungsakts im Inland nicht den Zugang überhaupt, sondern den Erhalt des Bescheids innerhalb des insoweit maßgeblichen Zeitraums des § 122 Abs. 2 Nr. 1 AO, hat er substantiiert Tatsachen vorzutragen, die schlüssig auf einen späteren Zugang hindeuten und deshalb Zweifel an der Zugangsvermutung begründen (BFH-Urteil vom 9. Dezember 1999 III R 37/97, BFHE 190, 292, BStBl II 2000, 175; BFH-Beschluss vom 18. April 2013 X B 47/12, BFH/NV 2013, 1218).

    Es genügt, dass das Schriftstück derart in den Machtbereich des Empfängers (Inhaltsadressaten) gelangt ist, dass dieser unter Ausschluss unbefugter Dritter von dem Schriftstück Kenntnis nehmen und diese Kenntnisnahme nach den allgemeinen Gepflogenheiten von ihm erwartet werden kann (BFH-Beschluss vom 27. Februar 1998 IX B 29/96, BFH/NV 1998, 1064; BFH-Urteil in BFHE 190, 292, BStBl II 2000, 175, m.w.N.).

    Diese Voraussetzungen sind regelmäßig erfüllt, wenn die Sendung entsprechend den postalischen Vorschriften zugestellt wurde (BFH-Urteile vom 14. August 1975 IV R 150/71, BFHE 119, 201, BStBl II 1976, 764; in BFHE 190, 292, BStBl II 2000, 175, m.w.N., und in BFHE 211, 392, BStBl II 2006, 219).

    Sie können sich daher nicht auf einen verspäteten Zugang berufen, wenn die ihn verursachenden Umstände ihrer Verantwortungs- bzw. Risikosphäre zuzurechnen sind (vgl. auch BFH-Urteile vom 4. März 1977 VI R 242/74, BFHE 121, 389, BStBl II 1977, 523, und in BFHE 190, 292, BStBl II 2000, 175).

    Eine Fristversäumung ist nur dann als entschuldigt anzusehen, wenn sie durch die äußerste, den Umständen des Falles angemessene und vernünftigerweise zu erwartende Sorgfalt nicht verhindert werden konnte (z.B. BFH-Urteil in BFHE 190, 292, BStBl II 2000, 175).

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 07.03.2001 - 19 A 4216/99

    Dreitagesfiktion bei Einlegung ins Postfach

    BFH, Urteil vom 9. Dezember 1999 - III R 37/97 -, NJW 2000, 1742 (1742), und 5. März 1986 - II R 5/84 -, BayVBl. 1986, 413 (414); VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 19. Dezember 1991 - 3 S 2492/91 -, NVwZ 1992, 799 (800); BayVGH, Beschluss vom 23. Juli 1990 - Gr. S. 1/90 - 19 B 88.185 -, NJW 1991, 1250 (1250 f.); OVG NRW, Beschluss vom 8. September 1981 - 16 B 796/81 -, NVwZ 1982, 564 (564); Engelhardt/App, a.a.O., § 4 VwZG, Anm. 4 (S. 180); Schoch/Schmidt-Aßmann/ Pietzner, VwGO, Stand: Januar 2000, § 56 Rdnr. 44; Kopp, VwVfG, 7. Aufl., 2000, § 41 Rdnr. 53, jeweils m. w. N.; offen gelassen für den Fristbeginn an einem Sonntag: BVerwG, Urteil vom 27. Mai 1983 - 7 C 79.81 -, NJW 1983, 2344 (2345).

    vgl. nur BFH, Urteile vom 9. Dezember 1999 - III R 37/97 -, a.a.O., und vom 27. Februar 1998 - IX B 29/96 -, NVwZ-RR 1999, 104 (105); OVG NRW, Urteil vom 28. März 1995 - 15 A 3217/94 -, NVwZ-RR 1995; Kopp, a.a.O., § 41 Rdnr. 54, jeweils m. w. N.

    So BVerwG, Beschluss vom 3. Juli 1961 - VIII B 48.60 -, DVBl. 1961, 827 (827), und Urteil vom 11. Mai 1960 - V C 320.85 -, NJW 1960, 1587; BFH, Urteil vom 9. Dezember 1999 - III R 37/97 -, a.a.O., m. w. N.; BSG, Urteil vom 2. September 1977 - 12 R Ar 46/76 -, MDR 1978, 83; Hess. VGH, Urteil vom 11. Januar 1968 - V OE 123.67 -, NJW 1968, 1979 (1980); Redeker/von Oertzen, VwGO, 13. Aufl., 2000, § 70 Rdnr. 4; Eyermann/Fröhler, VwGO, 10. Aufl., 1998, § 70 Rdnr. 6; Knack/Hennecke, a.a.O., § 41 Anm. 5.2.1; offen gelassen: BAG, Urteil vom 24. Oktober 1985 - 2 AZR 521/84 -, NJW 1986, 1373 (1374); unklar: BFH, Beschluss vom 12. August 1998 - 4 B 145/97 -.

    BFH, Urteile vom 9. Dezember 1999 - III R 37/97 -, a.a.O., (1742 f.), und 12. August 1998 - IV B 145/95 -, jeweils m. w. N.

  • BFH, 09.11.2005 - I R 111/04

    Bekanntgabe eines Steuerbescheids

    Es genügt vielmehr, dass nach den allgemeinen Gepflogenheiten von ihm eine Kenntnisnahme erwartet werden kann (BFH-Urteil vom 9. Dezember 1999 III R 37/97, BFHE 190, 292, BStBl II 2000, 175, m.w.N.).

    Das wiederum ist regelmäßig anzunehmen, wenn die Sendung entsprechend den postalischen Vorschriften zugestellt wurde (BFH-Urteile in BFHE 190, 292, BStBl II 2000, 175; vom 13. Oktober 1994 IV R 100/93, BFHE 176, 510, BStBl II 1995, 484, m.w.N.), wofür ein Einwurf in den Briefkasten des Empfängers ausreicht (BFH-Urteil vom 5. Dezember 1974 V R 111/74, BFHE 114, 176, BStBl II 1975, 286).

  • FG Bremen, 03.09.2003 - 4 K 220/03

    Widerlegung der Drei-Tage-Zugangsfiktion eines per einfachen Brief versandten

    Bei Zusendung eines Steuerbescheides durch einfachen Brief gilt die Bekanntgabe innerhalb des Geltungsbereiches der Abgabenordnung nach § 122 Abs. 2 Nr. 1 AO 1977 als bewirkt mit dem dritten Tag nach Aufgabe zur Post, es sei denn, dass die Entscheidung nicht oder zu einem späteren Zeitpunkt zugegangen ist (vgl. BFH-Urteil vom 9. Dezember 1999, III R 37/97, BFHE 190, 292 , BStBl. II 2000, 175, BFH/NV 2000, 626 ; so auch die Rechtsmittelbelehrung in den angefochtenen Bescheiden des Beklagten).

    Diese Voraussetzungen sind regelmäßig erfüllt, wenn die Sendung entsprechend den postalischen Vorschriften zugestellt worden ist (vgl. BFH-Urteil vom 9. Dezember 1999, III R 37/97, BFHE 190, 292 , BStBl II 2000, 175 , BFH/NV 2000, 626 ).

    Nach § 122 Abs. 2, 2. Halbsatz AO 1977 hat die Behörde im Zweifel den Zugang des Verwaltungsaktes und den Zeitpunkt des Zuganges nachzuweisen (BFH-Urteile vom 9. Dezember 1999, III R 37/97, BFHE 190, 292 , BStBl II 2000, 175 , BFH/NV 2000, 626 , vom 17. Juni 1997 IX R 79/95, BFH/NV 1997, 828, und 8. Februar 1996 III R 127/93, BFH/NV 1996, 850, m.w.N.).

    Im Ergebnis verbleibt es daher bei § 122 Abs. 2, 2. Halbsatz AO 1977 , wonach die Behörde im Zweifel den Zugang des Verwaltungsaktes und den Zeitpunkt des Zuganges nachzuweisen hat und Unklarheiten in dieser Frage zu Ihren Lasten gehen (BFH-Urteile vom 9. Dezember 1999, III R 37/97, BFHE 190, 292 , BStBl II 2000, 175 , BFH/NV 2000, 626 , vom 17. Juni 1997, IX R 79/95, BFH/NV 1997, 828, und 8. Februar 1996, III R 127/93, BFH/NV 1996, 850, m.w.N.).

  • LSG Niedersachsen-Bremen, 10.12.2015 - L 13 AS 34/12

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - Vermögensberücksichtigung - selbstgenutztes

    Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) kann nach den allgemeinen Gepflogenheiten von einem Rechtsanwalt auch an Samstagen die Entgegennahme von Postsendungen erwartet werden, da dieser nach der Art seiner Geschäfte regelmäßig mit dem Eingang fristgebundener Erklärungen rechnen müsse (Urteil vom 9. Dezember 1999 - III R 37/97 - Rn. 21); dementsprechend kann von ihm nach einer Entscheidung des OVG Nordrhein-Westfalen auch erwartet werden, dass er an Samstagen sein Postfach leert (Beschluss vom 7. März 2001 - 19 A 4316/99; zweifelnd insoweit Ellenberger in: Palandt, BGB, 72. Aufl. 2013, § 130 Rn. 6).
  • FG Bremen, 18.08.2005 - 4 K 220/03
    Bei Zusendung eines Steuerbescheides durch einfachen Brief gilt die Bekanntgabe innerhalb des Geltungsbereiches der Abgabenordnung nach § 122 Abs. 2 Nr. 1 AO 1977 als bewirkt mit dem dritten Tag nach Aufgabe zur Post, es sei denn, dass die Entscheidung nicht oder zu einem späteren Zeitpunkt zugegangen ist (vgl. BFH-Urteil vom 9. Dezember 1999, III R 37/97 , BFHE 190, 292, BStBl. II 2000, 175, BFH/NV 2000, 626; so auch die Rechtsmittelbelehrung in den angefochtenen Bescheiden des Beklagten).

    Diese Voraussetzungen sind regelmäßig erfüllt, wenn die Sendung entsprechend den postalischen Vorschriften zugestellt worden ist (vgl. BFH-Urteil vom 9. Dezember 1999, III R 37/97 , BFHE 190, 292, BStBl II 2000, 175, [BFH 09.12.1999 - III R 37/97] BFH/NV 2000, 626).

    Nach § 122 Abs. 2, 2. Halbsatz AO 1977 hat die Behörde im Zweifel den Zugang des Verwaltungsaktes und den Zeitpunkt des Zuganges nachzuweisen ( BFH-Urteile vom 9. Dezember 1999, III R 37/97 , BFHE 190, 292, BStBl II 2000, 175, [BFH 09.12.1999 - III R 37/97] BFH/NV 2000, 626, vom 17. Juni 1997 IX R 79/95 , BFH/NV 1997, 828, und 8. Februar 1996 III R 127/93 , BFH/NV 1996, 850, m.w.N.).

    Im Ergebnis verbleibt es daher bei § 122 Abs. 2, 2. Halbsatz AO 1977 , wonach die Behörde im Zweifel den Zugang des Verwaltungsaktes und den Zeitpunkt des Zuganges nachzuweisen hat und Unklarheiten in dieser Frage zu Ihren Lasten gehen ( BFH-Urteile vom 9. Dezember 1999, III R 37/97 , BFHE 190, 292, BStBl II 2000, 175, [BFH 09.12.1999 - III R 37/97] BFH/NV 2000, 626, vom 17. Juni 1997, IX R 79/95 , BFH/NV 1997, 828, und 8. Februar 1996, III R 127/93 , BFH/NV 1996, 850, m.w.N.).

  • FG München, 20.01.2011 - 14 K 1595/10

    Verspätete Klageerhebung

    Bei Zusendung einer Einspruchsentscheidung durch einfachen Brief (§ 366 Satz 2 i.V.m. § 122 Abs. 2 AO) gilt die Bekanntgabe innerhalb des Geltungsbereiches der Abgabenordnung nach § 122 Abs. 2 Nr. 1 AO mit dem dritten Tag nach Aufgabe zur Post als bewirkt, es sei denn, dass die Entscheidung nicht oder zu einem späteren Zeitpunkt zugegangen ist (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 9. Dezember 1999 III R 37/97, BStBl. II 2000, 175).

    Diese Voraussetzungen sind regelmäßig erfüllt, wenn die Sendung entsprechend den postalischen Vorschriften zugestellt worden ist (vgl. BFH-Urteil vom 9. Dezember 1999 III R 37/97, BStBl II 2000, 175).

    Im Übrigen kann er sich auch nicht auf solche Umstände berufen, die zwar zu einer Verzögerung der Kenntnisnahme geführt haben, die jedoch seiner Verantwortungs- und Risikosphäre zuzurechnen sind (vgl. BFH-Urteil vom 9. Dezember 1999 III R 37/97, BStBl II 2000, 175).

  • BFH, 22.08.2006 - I R 24/05

    Voraussetzungen für Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei urlaubsbedingter

  • FG Hamburg, 25.01.2001 - II 33/00

    Voraussetzungen der Widerlegbarkeit der Zugangsfiktion des § 122 Abs. 2 Nr. 1

  • FG Bremen, 25.10.2006 - 4 K 83/04

    Beginn der Klagefrist bei einer per einfachen Brief versandten, unvollständigen

  • BFH, 27.11.2002 - X R 17/01

    Zugang der Einspruchsentscheidung; Richtigkeit des Postaufgabedatums

  • BFH, 20.02.2001 - IX R 48/98

    Wiedereinsetzung in den vorigen Stand - Anfechtung - Rechtsirrtum -

  • FG Köln, 26.03.2015 - 11 K 1429/14

    Bekanntgabe von Bescheiden an die gemeinsame Adresse von Eheleuten

  • BFH, 21.12.2001 - VIII B 132/00

    Fehlerhafte Beurteilung der Beweislast; Verfahrensmangel

  • FG Köln, 15.11.2017 - 9 K 1016/14

    Keine Anwendung der ertragsteuerlichen Zuflussfiktion beim beherrschenden

  • BFH, 28.04.2010 - VIII R 8/08

    Benennung eines inländischen Zustellungsbevollmächtigten bei Auslandsaufenthalt

  • FG München, 12.10.2009 - 14 K 2499/09

    Vollstreckungsmaßnahmen des Finanzamts: verspätet erhobene Klage unzulässig

  • FG Berlin, 15.08.2002 - 1 K 1294/00

    Versäumnis der Klagefrist, wenn rechtzeitige Zustellung der

  • BFH, 25.10.2018 - V B 37/18

    Legitimation bei Akteneinsicht und in der mündlichen Verhandlung; Bekanntgabe bei

  • OVG Mecklenburg-Vorpommern, 24.03.2015 - 1 L 313/11

    Festsetzung von Beiträgen; Streit um Zugang eines Heranziehungsbescheides;

  • BFH, 11.03.2004 - VII R 13/03

    Bekanntgabe - Dreitagesfrist nach § 122 Abs. 2 Nr. 1 AO

  • FG Niedersachsen, 09.09.2014 - 12 K 121/14

    Zur Zugangsfiktion des § 122 Abs. 2 Nr. 2 AO bei Übermittlung eines

  • BFH, 30.11.2011 - VI B 22/11

    Ausnahmen vom Vertretungszwang - Verfassungsmäßigkeit des § 62 Abs. 4 FGO -

  • FG Niedersachsen, 10.11.2009 - 14 K 113/09

    Drei-Tage-Frist nach § 122 Abs. 2 Nr. 1 AO; Drei-Tage-Frist; Bekanntgabefiktion;

  • FG Berlin, 15.08.2002 - 1 K 1293/00

    Verspätete Klageerhebung - Zugang der Einspruchsentscheidung

  • FG Saarland, 28.11.2000 - 1 K 132/00

    Zugangsfiktion bei Geschäfts- und Postfachanschrift (§§ 47 Abs. 1, 54 Abs. 2, 222

  • BFH, 27.06.2002 - III B 29/02

    Verfahrensmangel; nicht ordnungsgemäße Ladung

  • FG Saarland, 05.04.2001 - 1 K 119/00

    Zugang eines Steuerverwaltungsaktes außerhalb der Dreitagefiktion /

  • FG Baden-Württemberg, 19.07.2000 - 2 K 185/99

    Drei-Tages-Zugangsvermutung bei Einsortierung einer Einspruchsentscheidung in das

  • FG München, 25.07.2001 - 6 K 2067/99

    Beginn der Klagefrist und Zugangsfiktion des § 1222 Abs. 2 AO

  • BFH, 14.05.2003 - XI R 37/99

    Antragsfrist nach § 68 Satz 2 FGO a.F.

  • LSG Berlin-Brandenburg, 16.12.2010 - L 21 R 614/08

    Aufhebung eines Vormerkungsbescheides für die Zukunft; Umdeutung eines

  • FG Hessen, 26.09.2000 - 8 K 5486/97
  • FG Baden-Württemberg, 27.02.2013 - 2 K 3274/11

    Postlaufzeiten bei Weiterleitungsfällen

  • BFH, 23.08.2001 - XI B 118/00

    Zulässigkeit der Beschwerde - Darlegung der grundsätzlichen Bedeutung -

  • FG Hamburg, 27.11.2014 - 2 K 108/14

    Wirkungszeitpunkt des Verböserungshinweises nach § 367 Abs. 2 Satz 2 AO -

  • FG Köln, 23.08.2000 - 5 K 4463/98

    Erschütterung der Zugangsvermutung bei Bekanntgabe durch die Post

  • FG Münster, 24.06.2003 - 2 K 4635/02

    Gewinnzuschlag bei unterjähriger Auflösung der Ansparabschreibung

  • FG Baden-Württemberg, 19.12.2001 - 2 K 191/00

    Nachweis des Zugangs eines schriftlichen Verwaltungsakts; Wiedereinsetzung bei

  • FG München, 26.04.2001 - 13 K 3202/98

    Wahrung der Festsetzungsfrist durch rechtzeitiges Versenden eines vorläufigen

  • FG Nürnberg, 27.02.2007 - II 283/06

    Berechnung der Klagefrist des § 47 Abs. 1 Finanzgerichtsordnung (FGO) unter

  • FG Hamburg, 01.11.2016 - 6 K 122/16

    Abgabenordnung: Bekanntgabe von Verwaltungsakten

  • FG Thüringen, 06.03.2002 - I 417/01

    Zugangsvermutung des § 122 Abs.2 Nr. 1 AO; Ende des Drei-Tages-Zeitraums an einem

  • FG München, 17.12.2001 - 13 K 2525/01

    Bekanntgabe von Bescheiden bei Lagerung von Postsendungen; gesonderter und

  • VGH Bayern, 01.07.2004 - 4 CS 04.1074

    Widerspruchsfrist; Zustellung; Postzustellungsurkunde; Abrede; Vereinbarung;

  • FG Baden-Württemberg, 29.06.2001 - 3 K 14/00

    Nachweis des verspäteten Zugangs einer Einspruchsentscheidung

  • FG Nürnberg, 09.11.2000 - IV 126/00

    Zweifel an der Vermutung des Zugangs innerhalb des Dreitageszeitraums

  • FG München, 08.09.2003 - 13 S 3041/03

    Keine Prozesskostenhilfe bei unzulässiger Klage; Bewilligung von

  • FG Saarland, 14.11.2001 - 1 K 4/99

    Zugangsfiktion des § 122 Abs. 2 AO bei Einlegung in ein Postfach

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