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   BFH, 14.07.1987 - VII R 72/83   

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https://dejure.org/1987,1196
BFH, 14.07.1987 - VII R 72/83 (https://dejure.org/1987,1196)
BFH, Entscheidung vom 14.07.1987 - VII R 72/83 (https://dejure.org/1987,1196)
BFH, Entscheidung vom 14. Juli 1987 - VII R 72/83 (https://dejure.org/1987,1196)
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Volltextveröffentlichungen (5)

  • Simons & Moll-Simons

    AO 1977 § 218 Abs. 2 Satz 2; ZPO § 829 Abs. 1, § 835 Abs. 1

  • Wolters Kluwer

    Pfändungs- und Überweisungsbeschluß - Erstattungsanspruch - Verfahren - Abrechnungsbescheid - Wirksamkeit

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
  • datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)

    Bei Streit über einen durch Pfändungs- und Überweisungsbeschluß zuerkannten Erstattungsanspruch kann durch Abrechnungsbescheid entschieden werden

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • BFHE 150, 392
  • NJW 1988, 1998
  • BB 1988, 128
  • BStBl II 1987, 802
 
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Wird zitiert von ... (10)

  • BFH, 12.08.1999 - VII R 92/98

    Abrechnungsbescheid über Säumniszuschläge

    Maßgebend für die Entscheidung über die Frage, ob eine Streitigkeit wegen der Verwirklichung eines Anspruches aus dem Steuerschuldverhältnis i.S. des § 218 Abs. 2 Satz 1 i.V.m. Abs. 1 Satz 1 AO 1977 vorliegt, ist nach dieser Vorschrift die Natur des geltend gemachten Anspruchs (vgl. Senatsurteil vom 14. Juli 1987 VII R 72/83, BFHE 150, 392, BStBl II 1987, 802, 803).

    Stellt der Steuerpflichtige in einem solchen Fall jedoch einen entsprechenden Antrag, so hat i.d.R. eine Entscheidung durch Abrechnungsbescheid zu erfolgen (vgl. Schmieszek, a.a.O., § 218 AO 1977 Rz. 7; BFH-Urteile in BFH/NV 1991, 569, 571; vom 26. November 1997 I R 110/97, BFH/NV 1998, 581; in BFHE 150, 392, BStBl II 1987, 802, und in BFHE 147, 1, 3, BStBl II 1986, 702).

  • BFH, 07.08.1990 - VII R 120/89

    Bestimmte Äußerung des Finanzamtes als Abrechnungsbescheid - Bindung an die

    Die Klägerin macht einen öffentlich-rechtlichen Vergütungs- oder Erstattungsanspruch i. S. des § 37 AO 1977 geltend (vgl. auch Senatsurteile in BFHE 150, 396, BStBl II 1987, 863, und BFHE 150, 392, BStBl II 1987, 802).

    Zutreffend ist das FG davon ausgegangen, daß das FA über diese Streitigkeit durch Bescheid nach § 218 Abs. 2 AO 1977 (Abrechnungsbescheid) entscheiden kann (BFHE 150, 392, BStBl II 1987, 802) und auf Antrag des Betroffenen in Fällen wie dem vorliegenden auch entscheiden muß (BFHE 147, 1, 3, BStBl II 1986, 702).

    Von dieser Auffassung ist der Senat in seinem Urteil in BFHE 150, 392, BStBl II 1987, 802 ausdrücklich abgewichen.

  • BFH, 29.02.2000 - VII R 109/98

    Kein Veranlagungswahlrecht für Pfändungsgläubiger

    So wird in Bezug auf dieses Steuerschuldverhältnis durch die Pfändung und Überweisung weder die Stellung des Drittschuldners verändert, noch die des Steuerpflichtigen; denn der Vollstreckungsschuldner bleibt Inhaber und damit Gläubiger der Forderung; das Schuldverhältnis bleibt mithin ein steuerrechtliches Schuldverhältnis (BFH-Urteil vom 14. Juli 1987 VII R 72/83, BFHE 150, 392, BStBl II 1987, 802).
  • OVG Niedersachsen, 25.09.2008 - 8 LC 90/07

    Unwirksamkeit eines Blankettbeschlusses wegen fehlender Bestimmtheit; hier: wegen

    Über diese Frage ist nach der für den Beklagten maßgebenden Alterssicherungsordnung kein gesonderter Verwaltungsakt zu erlassen (anders für den Geltungsbereich der Abgabenordnung: BFH, Urt. v. 14.7.1987 - VII R 72/83 -, BFHE 150, 392 ff.).

    Jedenfalls gehört zu der zulässigen (vgl. Baumbach/Lauterbach, ZPO, Kommentar, § 829, Rn. 73, m. w. N.) und im verwaltungsgerichtlichen Verfahren gemäß § 86 Abs. 1 VwGO von Amts wegen gebotenen Prüfung der Wirksamkeit des Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses die Kontrolle, ob der Beschluss als hoheitlicher Vollstreckungsakt den Umfang der Pfändung und Überweisung hinreichend klar bestimmt (vgl. BFH, Urt. v. 14.7.1987, a. a. O.; Stöber, a. a. O., Rn. 8, 22 f.; Brehm, in: Stein/Jonas, ZPO, Kommentar, § 829, Rn. 108, jeweils m. w. N.).

  • BFH, 19.03.1998 - VII B 175/97

    Ernstliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der angefochtenen Pfändungs- und

    Für den Drittschuldner bleiben sämtliche materiell-rechtlichen Einwendungen gegen das Bestehen und die Höhe der gepfändeten Forderung sowie gegen seine Zahlungsverpflichtung erhalten (BFH-Urteil vom 14. Juli 1987 VII R 72/83, BFHE 150, 392, BStBl II 1987, 802).

    Der Drittschuldner hat sie daher dann geltend zu machen, wenn die Vollstreckungsbehörde zur Verwirklichung der Ansprüche aus der Pfändungs- und Einziehungsverfügung von ihm Zahlung verlangt (vgl. BFHE 150, 392, BStBl II 1987, 802, und BFHE 141, 482, BStBl II 1984, 740, 741; Klein/Brockmeyer, a.a.O., § 309 Anm. 9).

  • FG Baden-Württemberg, 20.10.2004 - 13 K 68/01

    Zur Wirksamkeit der Zustellung eines Pfändungsbeschlusses und

    Zu Recht hat die Finanzkasse des Finanzamts ... über den entstandenen Streit darüber, ob auf Grund des Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses ein Zahlungsanspruch des Klägers besteht und ob der Pfändungs- und Überweisungsbeschluss dem Beklagten wirksam zugestellt wurde, durch Abrechnungsbescheid gemäß § 218 Abs. 2 AO entschieden (vgl. BFH-Urteile vom 14. Juli 1987 VII R 72/83, BFHE 150, 392, BStBl II 1987, 802; vom 30. November 1999 VII R 97/98, BFH/NV 2000, 412; vom 12. Juli 2001 VII R 19, 20/00, BFHE 195, 516, BStBl II 2002, 67).
  • FG Münster, 19.02.1999 - 11 K 7566/97
    Nach ständiger Rechtsprechung des BFH entscheidet das Finanzamt bei einem Streit über die Wirksamkeit eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses durch einen Abrechnungsbescheid im Sinne des § 218 Abs. 2 AO , da es sich trotz der gem. § 46 Abs. 1 AO möglichen Pfändung von Steuererstattungs- und Steuervergütungsansprüchen um eine Streitigkeit hinsichtlich eines öffentlich-rechtlichen Vergütungs- oder Erstattungsanspruchs im Sinne des § 37 AO handelt ( BFH-Urteile vom 07. August 1990 VII R 120/89 , BFH/NV 1991, 569; vom 01. Juni 1989 V R 1/84 , BFHE 157, 32, BStBl. II 1990, 35; vom 14. Juli 1987 VII R 72/83 , BFHE 150, 392, BStBl. II 1987, 802).

    Inhalt des Abrechnungsbescheides kann danach auch die Entscheidung darüber sein, ob der streitige Pfändungs- und Überweisungsbeschluß den inhaltlichen Anforderungen hinsichtlich der hinreichenden Bestimmtheit der Bezeichnung der gepfändeten Forderung entspricht, ohne daß das FA insoweit auf den Zivilrechtsweg als vorrangige gerichtliche Instanz verwiesen werden könnte (BFH, BFHE 150, 392, [BFH 14.07.1987 - VII R 72/83] BStBl. II 1987.802).

    Diese Überprüfung kann der Bekl. im Rahmen der Überprüfung der Wirksamkeit des Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses als Grundlage des von ihm zu erteilenden Abrechnungsbescheides über die von den Kl. geltend gemachten Erstattungsansprüche vornehmen, ohne auf ein vorgehendes Zivilverfahren angewiesen zu sein (BFH, BFHE 150, 392, [BFH 14.07.1987 - VII R 72/83] BStBl. II 1987, 802).

  • BFH, 30.11.1999 - VII R 97/98

    Leistungsklage auf Auszahlung gepfändeter Steuererstattungsansprüche

    Der erkennende Senat hat wiederholt entschieden, daß das FA über eine Streitigkeit, die einen durch Pfändungs- und Überweisungsbeschluß zuerkannten Steuererstattungsanspruch betrifft, durch Abrechnungsbescheid zu entscheiden hat (Urteile vom 14. Juli 1987 VII R 72/83, BFHE 150, 392, BStBl II 1987, 802, und vom 7. August 1990 VII R 120/89, BFH/NV 1991, 569, 570; ebenso: Alber in Hübschmann/Hepp/Spitaler, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, 10. Aufl., § 218 AO 1977 Rz. 92; Schmieszek in Beermann, Steuerliches Verfahrensrecht, § 218 AO 1977 Rz. 26).
  • FG Rheinland-Pfalz, 13.01.2000 - 6 K 2185/97

    1. Bezeichnung

    Denn bei einem Streit über die Wirksamkeit eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses entscheidet die Finanzbehörde in der Regel durch Abrechnungsbescheid, da es sich auch im Verhältnis zum Pfändungsgläubiger um eine Streitigkeit hinsichtlich eines öffentlich-rechtlichen Vergütungsanspruches handelt (BFH-Urteile vom 7. August 1990 VII R 120/89, BFH/NV 1991, 569; vom 1. Juni 1989 V R 1/84, BStBl II 1990, 35; vom 14. Juli 1987 VII R 72/83, BStBl II 1987, 802 ).

    Inhalt des Abrechnungsbescheides ist danach die Entscheidung darüber, ob der streitige Pfändungs- und Überweisungsbeschluss den inhaltlichen Anforderungen hinsichtlich der hinreichenden Bestimmtheit der Bezeichnung der gepfändeten Forderung entspricht, ohne dass das Finanzamt insoweit auf den Zivilrechtsweg als vorrangige gerichtliche Instanz verwiesen werden könnte (BFH, BStBl II 1987, 802 ).

  • FG Niedersachsen, 13.03.2002 - 2 K 89/97

    Kindergelderstattungsanspruch eines Sozialleistungsträgers: Finanzrechtsweg -

    Einem Pfändungsgläubiger gegenüber ist jedoch bei Streitigkeiten über die Verwirklichung von Ansprüchen aus dem Steuerschuldverhältnis auch als Drittem ein Abrechnungsbescheid zu erteilen (BFH-Urteile vom 14. Juli 1987, VII R 72/83, BStBl. II 1987, 802; vom 7. August 1990, VII R 120/89, BFH/NV 1991, 569 und vom 30. November 1999, VII R 97/98, BFH/NV 2000, 412).
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