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   BFH, 19.07.1994 - VIII R 75/91   

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BFH, 19.07.1994 - VIII R 75/91 (https://dejure.org/1994,805)
BFH, Entscheidung vom 19.07.1994 - VIII R 75/91 (https://dejure.org/1994,805)
BFH, Entscheidung vom 19. Juli 1994 - VIII R 75/91 (https://dejure.org/1994,805)
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Volltextveröffentlichungen (4)

  • Simons & Moll-Simons

    EStG §§ 5 Abs. 1, 7 Abs. 1 und 6, 6 Abs. 1 Nr. 5, 15 Abs. 1 Nr. 2; EStDV § 11 d Abs. 2

  • Wolters Kluwer

    Bodenschätze - Grundstück im Privatvermögen - Einlage in Betriebsvermögen - Zulässigkeit für AfS

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • datenbank.nwb.de (Kurzinformation)

    §§ 5, 6, 7, 15 EStG
    Einkommensteuer; Einlage eines Bodenschatzes in das Sonderbetriebsvermögen eines Kommanditisten

Papierfundstellen

  • BFHE 175, 90
  • BB 1994, 1824
  • DB 1994, 1957
  • BStBl II 1994, 846
 
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Wird zitiert von ... (11)

  • BFH, 15.04.2004 - III R 8/98

    Einlage eines Bodenschatzes und AfS

    Beim I. und VIII. Senat wird angefragt, ob sie an ihrer Auffassung festhalten, dass ein Steuerpflichtiger einen Bodenschatz, der sich in seinem Privatvermögen zu einem Wirtschaftsgut konkretisiert hat, nicht mit dem Teilwert in sein Betriebsvermögen einlegen und hiervon AfS vornehmen darf (Urteil vom 19. Juli 1994 VIII R 75/91, BFHE 175, 90, BStBl II 1994, 846; Beschluss vom 16. März 1994 I ER -S- 1/94, n.v.).

    Das FG ließ die Revision zu, da eine Divergenz vorliege zwischen dem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 19. Juli 1994 VIII R 75/91 (BFHE 175, 90, BStBl II 1994, 846) und dem zurückverweisenden Urteil des Senats in BFHE 173, 115, BStBl II 1994, 293.

    Der im Urteil in BFHE 175, 90, BStBl II 1994, 846 angeführte Differenzierungsgrund --Einlage mit oder ohne Grundstück-- überzeuge nicht.

    Vielmehr seien entsprechend den Ausführungen im BFH-Urteil in BFHE 175, 90, BStBl II 1994, 846 AfS auch bei Einlage des Grund und Bodens zusammen mit dem Bodenschatz AfS unzulässig.

    Nach dem Urteil des VIII. Senats des BFH in BFHE 175, 90, BStBl II 1994, 846 sind AfS nicht zulässig bei Bodenschätzen, die der Steuerpflichtige auf einem ihm gehörenden Grundstück entdeckt und in sein Betriebsvermögen eingelegt hat.

    Zwar hatte der III. Senat auf die Divergenzanfrage des VIII. Senats geantwortet, eine Abweichung von dem Urteil des III. Senats in BFHE 173, 115, BStBl II 1994, 293 liege nicht vor, weil --anders als im Fall des VIII. Senats-- der Bodenschatz (Kiesvorkommen) nicht isoliert, sondern zusammen mit dem Grund und Boden eingelegt worden sei (vgl. Urteil des VIII. Senats in BFHE 175, 90, BStBl II 1994, 846, unter 3. a.E.).

    Der Senat teilt nicht die Ansicht des VIII. Senats des BFH, die Grundsätze zur Konkretisierung des Bodenschatzes als selbständiges Wirtschaftsgut beruhten auf einer grundsätzlichen Entscheidung der Rechtsprechung, der Bodenschatz werde "bereits in der Person des Eigentümers ... über die Einräumung eines Nutzungsrechts vom Grund und Boden getrennt" (vgl. Urteil in BFHE 175, 90, BStBl II 1994, 846, unter 2. b bb aaa).

    Bodenschätze können grundsätzlich nur Gegenstand eines Kaufvertrages sein, wenn der Bodenschatz zusammen mit dem Grund und Boden veräußert wird oder wenn es sich um einen Vertrag über eine fest begrenzte Menge eines Bodenschatzes handelt (BFH-Urteile in BFHE 175, 90, BStBl II 1994, 846, und vom 6. Mai 2003 IX R 64/98, BFH/NV 2003, 1175, jew. m.w.N.).

    Besteht somit kein Grundsatz, dass die Ausbeutung eines Grundstücks nur in der Form eines Nutzungsrechts möglich ist, kann durch die Aktivierung eines materiellen Wirtschaftguts "Bodenschatz" und die Vornahme von AfS ein solcher Grundsatz auch nicht rückgängig gemacht werden (so aber BFH-Urteil in BFHE 175, 90, BStBl II 1994, 846, unter 2. b bb ccc a.E.).

    Mit der oben dargelegten Rechtsauffassung würde der Senat von dem Urteil des VIII. Senats des BFH in BFHE 175, 90, BStBl II 1994, 846, und von dem Beschluss des I. Senats, in dem er der Abweichung des VIII. Senats von dem Urteil in BFHE 150, 534, BStBl II 1987, 865 zugestimmt hat (Beschluss vom 16. März 1994 I ER -S- 1/94, n.v.), abweichen.

  • BFH, 16.12.2004 - III R 8/98

    Einlage eines Bodenschatzes in das Betriebsvermögen und AfS-Vorlage an den Großen

    Das FG ließ die Revision zu, da eine Divergenz vorliege zwischen dem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 19. Juli 1994 VIII R 75/91 (BFHE 175, 90, BStBl II 1994, 846) und dem zurückverweisenden Urteil des Senats in BFHE 173, 115, BStBl II 1994, 293.

    Der im Urteil in BFHE 175, 90, BStBl II 1994, 846 angeführte Differenzierungsgrund --Einlage mit oder ohne Grundstück-- überzeuge nicht.

    Vielmehr seien entsprechend den Ausführungen im BFH-Urteil in BFHE 175, 90, BStBl II 1994, 846 auch bei Einlage des Grund und Bodens zusammen mit dem Bodenschatz AfS unzulässig.

    Nach dem Urteil des VIII. Senats des BFH in BFHE 175, 90, BStBl II 1994, 846 sind AfS nicht zulässig bei Bodenschätzen, die der Steuerpflichtige auf einem ihm gehörenden Grundstück entdeckt und in sein Betriebsvermögen eingelegt hat.

    b) Der Senat teilt nicht die Ansicht des VIII. Senats des BFH, dass diese Grundsätze zur Konkretisierung des Bodenschatzes als selbständiges Wirtschaftsgut auf einer grundsätzlichen Entscheidung des Ertrag- und Vermögensteuerrechts und der Rechtsprechung beruhen, der Bodenschatz werde "bereits in der Person des Eigentümers ... über die Einräumung eines Nutzungsrechts vom Grund und Boden getrennt" (vgl. Urteil in BFHE 175, 90, BStBl II 1994, 846, unter 2. b bb aaa).

    Nur in Ausnahmefällen hat der BFH Ausbeuteverträge als Kaufverträge angesehen, wenn der Bodenschatz zusammen mit dem Grund und Boden veräußert wird oder wenn es sich um einen Vertrag über eine fest begrenzte Menge eines Bodenschatzes handelt (BFH-Urteile in BFHE 175, 90, BStBl II 1994, 846, und in BFH/NV 2003, 1175, jew. m.w.N.).

    (4) Besteht somit kein Grundsatz, dass die Ausbeutung eines Grundstücks nur in der Form eines Nutzungsrechts möglich ist, kann durch die Aktivierung eines materiellen Wirtschaftguts "Bodenschatz" und die Vornahme von AfS ein solcher Grundsatz auch nicht rückgängig gemacht werden (so aber BFH-Urteil in BFHE 175, 90, BStBl II 1994, 846, unter 2. b bb ccc a.E.).

    Zwar hatte der III. Senat auf die Divergenzanfrage des VIII. Senats geantwortet, eine Abweichung von dem Urteil des III. Senats in BFHE 173, 115, BStBl II 1994, 293 liege nicht vor, weil --anders als im Fall des VIII. Senats-- der Bodenschatz (Kiesvorkommen) nicht isoliert, sondern zusammen mit dem Grund und Boden eingelegt worden sei (vgl. Urteil des VIII. Senats in BFHE 175, 90, BStBl II 1994, 846, unter 3. a.E.).

    Mit der oben dargelegten Rechtsauffassung weicht der Senat von dem Urteil des VIII. Senats des BFH in BFHE 175, 90, BStBl II 1994, 846, und von dem Beschluss des I. Senats, in dem er der Abweichung des VIII. Senats von dem Urteil in BFHE 150, 534, BStBl II 1987, 865 zugestimmt hat (Beschluss vom 16. März 1994 I ER-S 1/94, n.v.), ab.

  • BFH, 04.12.2006 - GrS 1/05

    Einlage eines im Privatvermögen entdeckten Kiesvorkommens

    Das FG ließ die Revision zu, da sich zwischenzeitlich eine Divergenz des zurückverweisenden Urteils des III. Senats in BFHE 173, 115, BStBl II 1994, 293, zu dem Urteil des BFH vom 19. Juli 1994 VIII R 75/91 (BFHE 175, 90, BStBl II 1994, 846) ergeben habe.

    Mit der Revision trägt das FA vor, entsprechend den Ausführungen im BFH-Urteil in BFHE 175, 90, BStBl II 1994, 846, seien auch bei Einlage des Grund und Bodens zusammen mit dem Bodenschatz AfS unzulässig.

    Mit seiner Rechtsauffassung zur Einlage eines Bodenschatzes in das Betriebsvermögen weicht der III. Senat von dem Urteil des VIII. Senats in BFHE 175, 90, BStBl II 1994, 846, und von dem Beschluss des I. Senats vom 16. März 1994 I ER -S- 1/94, nicht veröffentlicht, ab.

    d) Die Finanzverwaltung hält unter Bezugnahme auf das Urteil des VIII. Senats des BFH in BFHE 175, 90, BStBl II 1994, 846, AfS nicht für zulässig (H 44a des Amtlichen Einkommensteuer-Handbuchs 2003 --EStH 2003--; H 7.5. EStH 2006).

  • BGH, 28.09.2000 - IX ZR 6/99

    Maßgeblicher Zeitpunkt für die Beurteilung der Rechtslage bei

    Zwar wurde nicht das Mineralvorkommen als Sache oder Grundstücksbestandteil, sondern die aus dem Eigentum fließende Berechtigung, den Bodenschatz auszubeuten, in das Betriebsvermögen eingelegt (vgl. BFHE 175, 90, 92).

    b) Allerdings vertritt der Bundesfinanzhof nunmehr in einem Urteil vom 19. Juli 1994 (BFHE 175, 90) die Auffassung, bei Bodenschätzen, die ein Steuerpflichtiger auf einem ihm gehörenden Grundstück im Privatvermögen entdeckt und sodann in sein Betriebsvermögen einlegt, seien AfS generell - also unabhängig von der rechtlichen Gestaltungsform, in der der Betrieb geführt wird - nicht zulässig.

  • BFH, 20.04.2005 - X R 53/04

    AfA-Bemessungsgrundlage im Fall der Einlage in das Betriebsvermögen innerhalb von

    Demgegenüber gilt im Falle der Einlage eines Wirtschaftsguts in das Betriebsvermögen als Anschaffungskosten i.S. von § 7 Abs. 1 Satz 1 EStG in der im Streitjahr geltenden Fassung der Wert, mit dem das Wirtschaftsgut bei der Einlage zu bewerten ist (vgl. BFH-Urteile vom 27. Januar 1994 IV R 101/92, BFHE 174, 224, BStBl II 1994, 638, und vom 19. Juli 1994 VIII R 75/91, BFHE 175, 90, BStBl II 1994, 846; zuletzt Beschluss vom 16. Dezember 2004 III R 8/98, BFH/NV 2005, 456).
  • FG München, 21.11.1997 - 8 K 578/94

    Einlage eines im Privatvermögen konkretisierten Bodenschatzes in Gewerbebetrieb;

    Wenn das FA auf das Urteil des BFH vom 19. Juli 1994 VIII R 75/91 (BStBl II 1994, 846) verweise, übersehe es, daß aus den Entscheidungsgründen ausdrücklich hervorgehe, daß den Urteilen unterschiedliche Sachverhalte zugrunde lägen.

    Unterstelle man, daß das Wirtschaftsgut Kiesvorkommen bereits im Privatvermögen entstanden sei, sei bei einer Einlage eine Unterscheidung in immaterielles Wirtschaftsgut bei isolierter Verwertung (BFH, BStBl II 1994, 846) und materielles Wirtschaftsgut bei Verwertung zusammen mit dem Bodenschatz führenden Grundstück (BFH, BStBl II 1994, 293) nicht gerechtfertigt.

    Das Urteil des BFH vom 19. Juli 1994 (BStBl II 1994, 846) bestätige im Ergebnis die Auffassung des Finanzgerichts im ersten Rechtsgang.

  • FG München, 06.11.2012 - 13 K 943/09

    Zuführung eines im Privatvermögen entdeckten Kiesvorkommens zum Betriebsvermögen

    Der Einlagewert betrage jedoch 0 DM (mit Verweis auf Bundesfinanzhof - BFH - Urteil vom 19. Juli 1994 VIII R 75/91, BFHE 175, 90, BStBl II 1994, S. 846).

    Das vom Finanzamt angeführte Urteil des BFH (BFH-Urteil vom 19. Juli 1994 VIII R 75/91, BFHE 175, 90, BStBl II 1994, S. 846) sei auf den vorliegenden Fall nicht anwendbar, da der Sachverhalt anders gelagert sei.

  • FG Niedersachsen, 19.09.1996 - II 553/93

    Kiesvorkommen als selbständiges Wirtschaftsgut des Privatvermögens ;

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  • FG München, 09.12.2008 - 13 K 2292/03

    Wassernutzungsrecht als immaterielles Wirtschaftsgut - Aktive Rechnungsabgrenzung

    Für den Bodenschatz hat der BFH ausgeführt, dass dieser als Wirtschaftsgut nicht schon mit seinem bloßen Vorhandensein oder seiner Entdeckung entsteht (ständige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Urteile vom 6. Dezember 1990 IV R 3/89, BStBl II 1991, 346; vom 26. Februar 1992 I R 53/90, BStBl II 1992, 738; vom 19. Juli 1994 VIII R 75/91, BStBl II 1994, 846 jeweils m.w.N.).
  • BFH, 19.01.2000 - X B 70/99

    Absetzung für Substanzverringerung auf Bodenschatz

    Auf die Entscheidung, ob Bodenschätze in einen neu gegründeten Betrieb eingelegt und von dem Einlagewert Absetzungen für Substanzverringerung (AfS) vorgenommen werden können (vgl. einerseits das Urteil des III. Senats des BFH vom 26. November 1993 III R 58/89, BFHE 173, 115, BStBl II 1994, 293, und andererseits das Urteil des VIII. Senats des BFH vom 19. Juli 1994 VIII R 75/91, BFHE 175, 90, BStBl II 1994, 846), käme es im Streitfall nur dann an, wenn der Bodenschatz bereits vor Beginn der gewerblichen Tätigkeit im Privatvermögen als selbständiges Wirtschaftsgut "greifbar" geworden wäre.
  • FG Niedersachsen, 11.11.1997 - VII 544/96

    Rechtmäßigkeit der Vornahme von Absetzungen für Substanzverringerung (AfS) auf

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