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   BFH, 19.07.2018 - IV R 10/17   

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https://dejure.org/2018,33088
BFH, 19.07.2018 - IV R 10/17 (https://dejure.org/2018,33088)
BFH, Entscheidung vom 19.07.2018 - IV R 10/17 (https://dejure.org/2018,33088)
BFH, Entscheidung vom 19. Juli 2018 - IV R 10/17 (https://dejure.org/2018,33088)
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Volltextveröffentlichungen (8)

  • IWW

    §§230 ff. HGB, §233 ... HGB, § 180 Abs. 3 der Abgabenordnung (AO), § 180 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 AO, § 233 des Handelsgesetzbuchs (HGB), § 180 AO, § 233 HGB, § 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung, § 60 Abs. 3 Satz 1 FGO, § 48 FGO, § 48 Abs. 1 Nr. 1 FGO, § 48 Abs. 1 Nr. 1 Alternative 2, Abs. 2 FGO, § 183 AO, § 48 Abs. 1 Nr. 1 Alternative 1 FGO, § 48 Abs. 2 FGO, § 48 Abs. 1 Nr. 2 FGO, § 123 Abs. 1 Satz 2 FGO, § 179 Abs. 1, Abs. 2 Satz 2, § 180 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a AO, § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 des Einkommensteuergesetzes, § 179 Abs. 2 Satz 2, § 716 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB), § 167 Abs. 3 HGB, § 166 HGB, § 164 HGB, § 118 Abs. 2 FGO, § 49 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a EStG, Art. 7, 10 DBA Österreich, § 50 Abs. 1 Satz 2 EStG, § 10d EStG, § 143 Abs. 2 FGO, § 90 Abs. 2 FGO

  • Bundesfinanzhof

    HGB § 230, HGB § 230 ff, HGB § 164, HGB § 167 Abs 3, BGB § 716 Abs 1, EStG § 15 Abs 1 S 1 Nr 2, FGO § 60 Abs 3
    Mitunternehmerinitiative eines atypisch still Beteiligten

  • Bundesfinanzhof

    Mitunternehmerinitiative eines atypisch still Beteiligten

Kurzfassungen/Presse

  • pwc.de (Kurzinformation)

    Mitunternehmerinitiative eines atypisch still Beteiligten

Sonstiges (2)

  • IWW (Verfahrensmitteilung)

    EStG § 15 Abs 1 S 1 Nr 2, EStG § 20 Abs 1 Nr 4, HGB § 233
    Stille Gesellschaft, Mitunternehmerinitiative, Kommanditist

  • juris(Abodienst) (Verfahrensmitteilung)

Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (8)

  • VGH Baden-Württemberg, 16.03.2021 - 6 S 452/20
    Die atypisch stille Gesellschaft ist selbständiges Subjekt der Gewinnermittlung, Gewinnerzielung und Einkünftequalifikation (vgl. BFH, Urteil vom 25.06.2014 - I R 24/13 -, juris Rn. 15 m.w.N.; Urteil vom 21.10.2015 - IV R 43/12 -, juris Rn. 24; Urteil vom 19.07.2018 - IV R 10/17 -, juris Rn. 27 m.w.N.; Urteil vom 07.11.2019 - IV R 9/18 -, juris Rn. 25; Bode, in: Blümich, EStG - KStG - GewStG, Stand: 07/2020, § 15 EStG Rn. 318).

    Denn auch eine atypisch stille Gesellschaft ist im Sinne des § 15 Abs. 1 Nr. 2 und Abs. 3 EStG gewerblich tätig (vgl. BFH, Urteil vom 25.06.2014 - I R 24/13 -, juris Rn. 15 m.w.N.; Urteil vom 19.07.2018 - IV R 10/17 -, juris Rn. 27; s. auch BFH, Urteil vom 06.12.1995 - I R 109/94 -, juris Rn. 10; Urteil vom 23.04.2009 - IV R 73/06 -, juris Rn. 24; Bode, in: Blümich, EStG - KStG - GewStG, Stand: 07/2020, § 15 EStG Rn. 318; Wacker, in: Schmidt, EStG, 39. Aufl. 2020, § 15 Rn. 169, 341; Neu, in: Prinz/Kahle, Beck'sches Handbuch der Personengesellschaften, 5. Aufl. 2020, § 15 Rn. 125; Schwaiger, in: Prinz/Winkeljohann, Beck'sches Handbuch der GmbH, 5. Aufl. 2014, § 7 Rn. 176).

  • BFH, 13.02.2019 - XI R 24/17

    Zur Mitunternehmerinitiative eines Kommanditisten als Voraussetzung der

    Dieses Risiko wird regelmäßig durch Beteiligung an Gewinn und Verlust sowie an den stillen Reserven des Anlagevermögens einschließlich eines Geschäftswerts vermittelt (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 19. Juli 2018 IV R 10/17, BFH/NV 2018, 1268, Rz 30, m.w.N.).

    Ausreichend ist allerdings schon die Möglichkeit zur Ausübung von Gesellschafterrechten, die wenigstens den Stimm-, Kontroll- und Widerspruchsrechten angenähert sind, die einem Kommanditisten nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) zustehen oder die den gesellschaftsrechtlichen Kontrollrechten nach § 716 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs entsprechen (vgl. z.B. BFH-Urteil in BFH/NV 2018, 1268, Rz 29, m.w.N.).

    Ob dies zutrifft, ist unter Berücksichtigung aller die rechtliche und wirtschaftliche Stellung einer Person insgesamt bestimmenden Umstände zu würdigen (ständige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Urteil in BFH/NV 2018, 1268, Rz 31, m.w.N.).

    dd) Geht es --wie hier-- um die Mitunternehmereigenschaft eines Kommanditisten, muss der Gesellschafter nach dem Gesellschaftsvertrag und der tatsächlichen Durchführung des Vertrags zumindest eine Stellung haben, die nicht wesentlich hinter derjenigen zurückbleibt, die handelsrechtlich das Bild des Kommanditisten bestimmt (vgl. z.B. BFH-Urteil in BFH/NV 2018, 1268, Rz 32, m.w.N.).

    Als Initiativrechte des Kommanditisten sieht das HGB insbesondere Stimm-, Kontroll- und Widerspruchsrechte vor (vgl. z.B. BFH-Urteil in BFH/NV 2018, 1268, Rz 33, m.w.N.).

    Daraus folgt, dass es sich bei diesen Voraussetzungen nicht um Mindestvoraussetzungen handelt, jenseits derer ein Kommanditist generell nicht mehr als Mitunternehmer angesehen werden kann (vgl. z.B. BFH-Urteil in BFH/NV 2018, 1268, Rz 34).

    aa) Die Mitunternehmerstellung eines Kommanditisten, dessen Risiko --wie hier-- dem handelsrechtlichen Bild eines Kommanditisten entspricht, scheidet nicht bereits deshalb aus, weil seine Initiativrechte nur in den Rechten als Gesellschafter in der Gesellschafterversammlung und den Kontrollrechten, die § 166 HGB dem Kommanditisten einräumt, bestehen (vgl. z.B. BFH-Urteil in BFH/NV 2018, 1268, Rz 35, m.w.N.).

    Auch ein Kommanditist, dessen Widerspruchsrecht nach § 164 HGB ausgeschlossen ist, kann --worauf die Revision zutreffend hinweist-- grundsätzlich noch Mitunternehmer sein, ohne dass sein Mitunternehmerrisiko über das beschriebene typische Risiko eines Kommanditisten hinaus erhöht sein müsste (vgl. z.B. BFH-Urteil in BFH/NV 2018, 1268, Rz 35).

    dd) Das Ergebnis, dass vorliegend die Kommanditisten als Mitunternehmer anzusehen sind, wird ferner durch das --von der Klägerin mit ihrer Revision in Bezug genommene-- BFH-Urteil in BFH/NV 2018, 1268 bestätigt.

  • BFH, 06.11.2019 - II R 34/16

    Schenkungsteuer: Begünstigung von Betriebsvermögen - Schenkung eines

    Kennzeichnend für den Mitunternehmer ist, dass er zusammen mit anderen Personen eine Mitunternehmerinitiative entfalten kann, ein Mitunternehmerrisiko trägt sowie die Absicht zur Gewinnerzielung hat (Beschluss des Großen Senats des BFH vom 25.06.1984 - GrS 4/82, BFHE 141, 405BStBl II 1984, 751, unter C.V.3.b, c bb; aufgenommen in ständiger Rechtsprechung durch alle Senate des BFH, vgl. etwa BFH-Urteile in BFHE 250, 197BStBl II 2015, 821, Rz 19, 20, m.w.N.; in BFH/NV 2016, 1565, Rz 23; vom 22.06.2017 - IV R 42/13, BFHE 259, 258, Rz 32; vom 19.07.2018 - IV R 10/17, BFH/NV 2018, 1268, Rz 28; vom 16.05.2018 - VI R 45/16, BFHE 261, 508, BStBl II 2019, 60, Rz 14; vom 20.09.2018 - IV R 39/11, BFHE 262, 393, BStBl II 2019, 131, Rz 22; vom 13.02.2019 - XI R 24/17, BFH/NV 2019, 597, Rz 20-25).

    Aus der Formel "nicht wesentlich zurückbleiben" folgt allerdings auch, dass das handelsrechtliche Bild des Kommanditisten keine Mindestvoraussetzung darstellt, jenseits derer ein Kommanditist generell nicht mehr als Mitunternehmer angesehen werden kann (BFH-Urteil in BFH/NV 2018, 1268, Rz 34).

    Der Ausschluss des Widerspruchsrechts nach § 164 HGB ist dann unschädlich (BFH-Urteile vom 10.11.1987 - VIII R 166/84, BFHE 152, 325, BStBl II 1989, 758, unter 2.b; vom 27.01.1994 - IV R 114/91, BFHE 174, 219, BStBl II 1994, 635, unter I.3.b; in BFH/NV 2018, 1268, Rz 35).

  • BFH, 28.11.2019 - IV R 54/16

    Abtretung einer Darlehensforderung als typisch stille Einlage

    Trägt ein stiller Gesellschafter ein dem Bild eines Kommanditisten entsprechendes Risiko, d.h. ist er neben einer Gewinnbeteiligung und einer auf seine Einlage beschränkten Verlustbeteiligung im Falle des Ausscheidens und der Liquidation an den stillen Reserven des Betriebsvermögens einschließlich des Zuwachses an dem Firmenwert beteiligt, so steht seiner Mitunternehmerstellung nicht von vornherein entgegen, dass seine Initiativrechte auf die des § 233 HGB beschränkt sind, die denen des § 166 HGB im Kern entsprechen (BFH-Urteil vom 19.07.2018 - IV R 10/17, Rz 36, m.w.N.).
  • FG Münster, 09.04.2019 - 2 K 2576/17

    Betriebsaufspaltung - erlittene Vermögensverluste im Zusammenhang mit einer

    Mitunternehmer in diesem Sinne ist auch, wer sich am Betrieb eines anderen als atypisch stiller Gesellschafter beteiligt (ständige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteil vom 19.7.2018, IV R 10/17, BFH/NV 2018, 1268, m.w.N.).

    Kennzeichnend für den Mitunternehmer i.S. des § 15 Abs. 1 Nr. 2 EStG ist, dass er zusammen mit anderen Personen eine Unternehmerinitiative (Mitunternehmerinitiative) entfalten kann und ein Unternehmerrisiko (Mitunternehmerrisiko) trägt (BFH- Beschluss vom 25.6.1984, GrS 4/82, BStBl II 1984, 751; BFH-Urteil vom 19.7.2018, IV R 10/17, DStR 2018, 2372).

    Ausreichend ist allerdings schon die Möglichkeit zur Ausübung von Gesellschafterrechten, die wenigstens den Stimm-, Kontroll- und Widerspruchsrechten angenähert sind, die einem Kommanditisten nach dem HGB zustehen oder die den gesellschaftsrechtlichen Kontrollrechten nach § 716 Abs. 1 BGB entsprechen (vgl. hierzu BFH-Beschluss vom 25.6.1984, GrS 4/82, BStBl II 1984, 751; BFH-Urteil vom 19.7.2018, IV R 10/17, BFH/NV 2018, 1268, m.w.N.).

    Dieses Risiko wird regelmäßig durch Beteiligung am Gewinn und Verlust sowie an den stillen Reserven des Anlagevermögens einschließlich eines Geschäftswerts vermittelt (vgl. hierzu BFH-Beschluss vom 25.6.1984, GrS 4/82, BStBl II 1984, 751; BFH-Urteil vom 19.7.2018, IV R 10/17, BFH/NV 2018, 1268, m.w.N.).

    Ob dies zutrifft, ist unter Berücksichtigung aller die rechtliche und wirtschaftliche Stellung einer Person insgesamt bestimmenden Umstände zu würdigen (ständige Rechtsprechung, z. B. BFH-Beschluss vom 25.6.1984, GrS 4/82, BStBl II 1984, 751; BFH-Urteil vom 19.7.2018, IV R 10/17, BFH/NV 2018, 1268, m.w.N.).

  • BFH, 08.11.2018 - IV R 38/16

    Freistellung von privater Verpflichtung als Abfindung

    Klagen nicht alle von mehreren nach § 48 FGO Klagebefugten, müssen deshalb die übrigen Klagebefugten mit Ausnahme solcher, die unter keinem denkbaren Gesichtspunkt von dem Ausgang des Rechtsstreits betroffen sind, zu dem Verfahren beigeladen werden (z.B. BFH-Urteil vom 19. Juli 2018 IV R 10/17, Rz 20).

    sind nicht klagebefugt, da sie unter keinem denkbaren Gesichtspunkt von dem Ausgang des vorliegenden Rechtsstreits betroffen sein können (§ 40 Abs. 2 FGO, z.B. BFH-Urteile vom 23. Januar 1997 IV R 36/95, BFHE 182, 533, BStBl II 1997, 498, unter 2., und vom 19. Juli 2018 IV R 10/17, Rz 20).

  • FG Münster, 10.01.2019 - 5 K 1612/17

    Feststellung der Mitunternehmerstellung hinsichtlich der Mitunternehmerschaft

    Kennzeichnend für den Mitunternehmer i.S. des § 15 Abs. 1 Nr. 2 EStG ist, dass er zusammen mit anderen Personen eine Unternehmerinitiative (Mitunternehmerinitiative) entfalten kann und ein Unternehmerrisiko (Mitunternehmerrisiko) trägt (BFH, Beschluss vom 25.06.1984, GrS 4/82, BStBl II 1984, 751; Urteil vom 19.07.2018, IV R 10/17, DStR 2018, 2372).

    Ausreichend ist allerdings schon die Möglichkeit zur Ausübung von Gesellschafterrechten, die wenigstens den Stimm-, Kontroll- und Widerspruchsrechten angenähert sind, die einem Kommanditisten nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) zustehen oder die den gesellschaftsrechtlichen Kontrollrechten nach § 716 Abs. 1 BGB entsprechen (vgl. hierzu BFH, Beschluss vom 25.06.1984, GrS 4/82, BStBl II 1984, 751; Urteil vom 19.07.2018, IV R 10/17, DStR 2018, 2372).

    Dieses Risiko wird regelmäßig durch Beteiligung am Gewinn und Verlust sowie an den stillen Reserven des Anlagevermögens einschließlich eines Geschäftswerts vermittelt (vgl. hierzu BFH, Beschluss vom 25.06.1984, GrS 4/82, BStBl II 1984, 751; Urteil vom 19.07.2018, IV R 10/17, DStR 2018, 2372).

  • BFH, 16.07.2020 - IV R 30/18

    Keine Hinzurechnung von Schuldzinsen aus Erwerb einer mitunternehmerischen

    Es sind deshalb Feststellungen dazu erforderlich, ob die Beteiligung der L-KG an der M-KG im Streitzeitraum die Voraussetzungen einer Mitunternehmerschaft erfüllt, insbesondere, ob Mitunternehmerrisiko und Mitunternehmerinitiative vorliegen (dazu näher BFH-Urteile vom 01.07.2010 - IV R 100/06, Rz 34; vom 13.07.2017 - IV R 41/14, BFHE 258, 459, BStBl II 2017, 1133, Rz 20; vom 19.07.2018 - IV R 10/17, Rz 36, und vom 28.11.2019 - IV R 54/16, BFHE 266, 250, Rz 42).
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