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   BFH, 24.03.1992 - VIII R 33/90   

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BFH, 24.03.1992 - VIII R 33/90 (https://dejure.org/1992,639)
BFH, Entscheidung vom 24.03.1992 - VIII R 33/90 (https://dejure.org/1992,639)
BFH, Entscheidung vom 24. März 1992 - VIII R 33/90 (https://dejure.org/1992,639)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • Simons & Moll-Simons

    AO 1977 §§ 171 Abs. 10, 173 Abs. 1, 175 Abs. 1 Nr. 1, 177, 181 Abs. 1, 184 Abs. 1 Satz 3, 185 bis 189; AO §§ 222, 387 Abs. 1 und 2; FGO §§ 40 Abs. 2, 96 Abs. 1 Satz 2; GewStG §§ 5 ... Satz 1, 14 a, 28 Abs. 1, 29 Abs. 1 Nr. 1, 31 Abs. 1 und 4, 34 Abs. 3; GG Art. 28 Abs. 2 Satz 2, 106 Abs. 6

  • Wolters Kluwer

    Zerlegungsbescheid - Zerlegungsverfahren

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)

    Besonderheiten des Zerlegungsverfahrens (§ 173 Abs. 1 AO (1977))

  • datenbank.nwb.de (Kurzinformation)

    §§ 173, 189 AO; § 28 GewStG
    Gewerbesteuer; Änderbarkeit von Zerlegungsbescheiden für die Gewerbesteuer

Papierfundstellen

  • BFHE 168, 350
  • NVwZ 1993, 512 (Ls.)
  • BB 1992, 1709
  • DB 1992, 2427
  • BStBl II 1992, 869
 
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Wird zitiert von ... (30)

  • BFH, 20.04.1999 - VIII R 13/97

    Klagebefugnis der Gemeinden im Zerlegungsverfahren

    Hinsichtlich des Erhöhungsbetrags können auch bei einer Änderung des Gewerbesteuer-Meßbetrags nach § 175 Abs. 1 Nr. 1 AO 1977 alle materiell-rechtlichen Fehler des Bescheids zugunsten wie zuungunsten der Gemeinden berichtigt werden (Fortführung des Senatsurteils vom 24. März 1992 VIII R 33/90, BFHE 168, 350, BStBl II 1992, 869).

    Das FA mußte aufgrund dieses Antrags prüfen, ob der Klägerin nach den materiell-rechtlichen Zerlegungsvorschriften (§§ 28 f. des Gewerbesteuergesetzes --GewStG--) statt des zugeteilten ein höherer Zerlegungsanteil zustand (BFH-Urteil vom 24. März 1992 VIII R 33/90, BFHE 168, 350, BStBl II 1992, 869, unter 1. der Gründe).

    Danach sind auf die Zerlegung grundsätzlich die allgemeinen Vorschriften über Verwaltungsakte (§§ 118 f. AO 1977) und über die Steuerfestsetzung (§§ 155 bis 168 AO 1977), aber auch diejenigen über die Aufhebung und Änderung von Steuerfestsetzungen anzuwenden (BFHE 168, 350, BStBl II 1992, 869, unter 2. a der Gründe; Urteil vom 27. März 1996 I R 83/94, BFHE 180, 227, BStBl II 1996, 509).

    In den das Zerlegungsverfahren regelnden Vorschriften der §§ 186 bis 190 AO 1977 ist nichts anderes bestimmt; insbesondere ist die in § 387 Abs. 2 der Reichsabgabenordnung (AO) enthaltende abweichende Regelung in die AO 1977 nicht übernommen worden (BFH-Urteil in BFHE 168, 350, BStBl II 1992, 869, unter 2. b bb und cc der Gründe).

    Das ist zwar auch bei der Anpassung eines Zerlegungsbescheids an einen Gewerbesteuer-Meßbescheid zu beachten (BFH-Urteil in BFHE 168, 350, BStBl II 1992, 869, unter 2. b aa der Gründe, m.w.N.).

    Insbesondere können innerhalb der Reichweite einer Änderung nach § 175 Abs. 1 Nr. 1 AO 1977 --wie allgemein bei Folgebescheiden (vgl. u.a. BFH-Urteil vom 18. Dezember 1991 X R 38/90, BFHE 167, 1, BStBl II 1992, 504, unter 3. b der Gründe; Tipke/Kruse, a.a.O., § 175 AO 1977 Tz. 6)-- auch bei einem Zerlegungs-Änderungsbescheid materiell-rechtliche Fehler zugunsten und zuungunsten des Steuerpflichtigen berichtigt werden (§ 177 AO 1977; Blümich/ Hofmeister, Einkommensteuergesetz, Körperschaftsteuergesetz, Gewerbesteuergesetz, § 28 GewStG Rz. 26; Klein, a.a.O., § 189 Anm. 1; Tipke/Kruse, a.a.O., § 188 AO 1977 Tz. 3; Seitrich, DStZ 1985, 401, 403; a.A. u.a. Schleswig-Holsteinisches FG in EFG 1990, 590; Boeker in Hübschmann/Hepp/Spitaler, Kommentar zur Abgabenordnung und Finanzgerichtsordnung, § 189 AO 1977 Rz. 14, 15; Kühn/Hofmann, Abgabenordnung, 17. Aufl., § 189 Anm. 5; offengelassen im BFH-Urteil in BFHE 168, 350, BStBl II 1992, 869, unter 2. b aa der Gründe).

    Soweit zur Begründung der gegenteiligen Ansicht auf § 189 Satz 2 AO 1977 verwiesen wird, nimmt der Senat auf sein Urteil in BFHE 168, 350, BStBl II 1992, 869 (unter 2. b cc der Gründe) Bezug; er hat dort näher ausgeführt, weshalb diese Vorschrift nur den Sonderfall der Änderung der Zerlegung bei nachträglicher Berücksichtigung von bisher übergangenen Steuerberechtigten erfaßt.

    Dieses Recht steht aber auch der Gemeinde mit dem höheren Hebesatz zu; da die einzelne Gemeinde von den Regelungen in einem Zerlegungsbescheid unmittelbar betroffen wird, kann bei Zerlegungen nicht allein auf den Steuerpflichtigen abgestellt werden (BFH-Urteil in BFHE 168, 350, BStBl II 1992, 869, unter 2. c ee der Gründe).

  • BFH, 24.06.2009 - IV R 55/06

    Anwendung des § 173 Abs 1 AO bei Personengesellschaften - Änderung einer

    Ebenfalls ist bei Zerlegungsbescheiden für die Gewerbesteuer auf den Zerlegungsanteil und nicht auf die --insgesamt-- eintretende steuerliche Wirkung bei dem Steuerpflichtigen bzw. dem Zerlegungsberechtigten abzustellen (BFH-Urteile vom 24. März 1992 VIII R 33/90, BFHE 168, 350, BStBl II 1992, 869, unter 2.c dd der Gründe; vom 12. Mai 1992 VIII R 45/90, BFH/NV 1993, 191, unter II.2.d bb der Gründe).
  • BFH, 27.04.1993 - VIII R 27/92

    Die Feststellungsfrist wird hinsichtlich aller Beteiligten bereits dadurch

    Sinngemäß bedeutet, daß die in Bezug genommenen Regelungen unter Beachtung der Besonderheiten des Feststellungsverfahrens zweckgerichtet anzuwenden sind (vgl. BFH-Urteile vom 24. März 1992 VIII R 33/90, BFHE 168, 350, BStBl II 1992, 869, 871; vom 4. April 1989 VIII R 265/84, BFHE 156, 371, BStBl II 1989, 593).

    Die Beiladung eröffnet die Möglichkeit, auch zu Lasten des Beigeladenen Folgeänderungen vorzunehmen (BFH-Urteil vom 28. Februar 1990 I R 156/86, BFHE 160, 123, BStBl II 1990, 696; BFHE 168, 350, BStBl II 1992, 869, 873).

  • BFH, 29.11.2007 - IV R 73/02

    Aktivierung eines Übernahmeverlustes - Bilanzaufstockung eines nach § 7 Abs. 1

    § 4 Abs. 6 Satz 3 UmwStG 1995 bringt hiermit zum Ausdruck, dass die in Bezug genommene und unmittelbar nicht einschlägige Vorschrift (§ 4 Abs. 3 UmwStG 1995) zweckgerichtet, d.h. unter Beachtung der den Übernahmeverlust kennzeichnenden Besonderheiten anzuwenden ist (vgl. zur Methodik auch BFH-Urteil vom 24. März 1992 VIII R 33/90, BFHE 168, 350, BStBl II 1992, 869, 871).
  • BFH, 07.09.2005 - VIII R 42/02

    GewSt: Zerlegung

    § 173 Abs. 1 AO 1977 ist gemäß §§ 184 Abs. 1 Satz 3, 185 AO 1977 auf Zerlegungsbescheide sinngemäß anzuwenden (Senatsurteil vom 24. März 1992 VIII R 33/90, BFHE 168, 350, BStBl II 1992, 869).

    Zum Schutz der Zerlegungsbeteiligten wird deshalb ein zeitlich gestaffelter, wachsender Bestandsschutz gewährleistet (Senatsurteil in BFHE 168, 350, BStBl II 1992, 869).

    Demgegenüber konnte der Steuergesetzgeber realitätsgerecht davon ausgehen, dass die im Regelfall weniger bedeutsamen betragsmäßigen Änderungen, die auf nachträglich bekannt werdenden Tatsachen oder Beweismitteln beruhen, ein Minus gegenüber der vollständigen Nichtberücksichtigung darstellen und regelmäßig auch nur einen geringeren Bestandsschutz erfordern (vgl. Senatsurteil in BFHE 168, 350, BStBl II 1992, 868, unter II.2.b cc).

  • BFH, 17.02.1993 - I R 19/92

    Gewerbesteuer - Organschaft - Zerlegung - Änderungsvertrag

    Deshalb soll innerhalb eines Jahres nach Bestandskraft des Steuermeßbescheids Klarheit bestehen, ob weitere Gemeinden und gegebenenfalls welche einen Anteil am einheitlichen Gewerbesteuermeßbetrag beanspruchen (vgl. BFH-Urteil vom 24. März 1992 VIII R 33/90, BFHE 168, 350, BStBl II 1992, 869).
  • BFH, 27.03.1996 - I R 83/94

    Nachprüfungsvorbehalt zum Zerlegungsbescheid ist allen am Zerlegungsverfahren

    Danach sind auf die Zerlegung grundsätzlich die allgemeinen Vorschriften über die Steuerfestsetzung (§§ 155 bis 168 AO 1977) und damit auch die für Steuerbescheide geltenden Vorschriften über Verwaltungsakte (§§ 118 ff. AO 1977) anwendbar (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 24. März 1992 VIII R 33/90, BFHE 168, 350, BStBl II 1992, 869 unter 2. a, m. w. N.).
  • BFH, 12.05.1992 - VIII R 45/90

    Beiladung einer Gemeinde im Zerlegungsverfahren - Zerlegung eines

    Der Senat hat in dem Urteil vom 24. März 1991 VIII R 33/90, BFHE 168, 350, BStBl II 1992, 869, die sinngemäße Anwendung des § 173 Abs. 1 AO 1977 i.V.m. §§ 184 Abs. 1 Satz 3, 185 AO 1977 auf Zerlegungsbescheide grundsätzlich bejaht.

    Ist jedoch - wie der Senat in seinem Urteil vom 24. März 1991 VIII R 33/90 ausgeführt hat - wegen der häufig gegenläufigen Auswirkungen nachträglich bekanntwerdender Tatsachen auf den Steuerpflichtigen einerseits und die Gemeinden andererseits § 173 AO 1977 nicht getrennt nach den Tatbeständen in Nr. 1 und Nr. 2 sachgerecht anwendbar, so scheidet auch die Möglichkeit aus, Ermittlungsmängel des FA als Hinderungsgrund für eine Änderung zu berücksichtigen und ggf. unter Abwägung der Pflichtenverstöße dem Steuerpflichtigen eine Berufung auf Treu und Glauben zu versagen, weil er seinerseits seinen Mitwirkungspflichten nicht in zumutbarem Umfang nachgekommen ist (vgl. dazu BFH-Urteil vom 20. Dezember 1988 VIII R 121/83, BFHE 156, 339, BStBl II 1989, 585 sub.II.6).

  • FG Münster, 26.03.2002 - 15 K 8454/98

    Änderung eines Gewerbesteuer-Zerlegungsbescheides

    § 173 AO wird nach bisheriger Rechtsprechung (BFH-Urteile vom 20. April 1999 VIII R 13/97, BFHE 188, 536, BStBl II 1999, 542; vom 24. März 1992 VIII R 33/90, BFHE 168, 350, BStBl II 1992, 869; vom 12. Mai 1992 VIII R 45/90, BFH/NV 1993, 191), der der Senat folgt, durch § 189 AO nicht verdrängt.

    Es wird insoweit auf das BFH-Urteil BFHE 168, 350, BStBl II 1992, 869 (2. b) cc) der Urteilsgründe) Bezug genommen.

    § 173 Abs. 1 Nr. 1 AO findet gemäß § 185 i.V.m. § 184 Abs. 1 Satz 3 AO auf Zerlegungsbescheide entsprechende Anwendung (BFH-Urteil, BFHE 168, 350, BStBl II 1992, 869).

  • BFH, 28.06.2000 - I R 84/98

    Änderung einer Gewerbesteuerzerlegung

    Die Frist des § 189 Satz 3 AO 1977 ist im Vergleich zur regulären Festsetzungsfrist kurz bemessen, da die nachträgliche Berücksichtigung eines Zerlegungsanspruchs in besonders schwerwiegender Weise auf den Steueranspruch anderer Steuerberechtigter einwirken kann und diese daher ein erhebliches Interesse an einem baldigen Bestandsschutz haben (s. BFH-Urteil vom 24. März 1992 VIII R 33/90, BFHE 168, 350, BStBl II 1992, 869).
  • FG Düsseldorf, 21.06.2006 - 2 K 5194/03

    Änderung; Gewinnfeststellungsbescheid; Neue Tatsachen; Feststellung;

  • FG Berlin-Brandenburg, 29.01.2008 - 6 K 6351/05

    Keine Einspruchserledigung durch bloßen Zeitablauf - Arbeitslohn als unbilliger

  • BFH, 08.11.2000 - I R 1/00

    Eintritt der Zerlegungssperre

  • FG Köln, 24.04.2002 - 12 K 1316/96

    Bekanntgabe der Prüfungsanordnung betreffend Personensteuern nach Vollbeendigung

  • BFH, 08.11.2000 - I R 2/00

    Betriebsstätte - Gewerbesteuererklärung - Niederlassung - Beginn der

  • BFH, 08.07.1998 - VIII B 74/97

    Änderung von bestandskräftigen Bescheiden - Nachträglich bekanntgewordene

  • BFH, 08.07.1998 - VII B 74/97

    Neue Tatsachen

  • FG Köln, 17.11.1999 - 7 K 498/99

    Bestandskraft des Gewerbesteuermeßbescheides unter dem Vorbehalt

  • FG Nürnberg, 08.07.2015 - 3 K 1729/13

    Einkünfte aus einer stillen Beteiligung gemäß § 20 Abs. 1 Nr. 4 EStG in Höhe der

  • FG Hessen, 20.02.2001 - 7 K 2042/00

    Voraussetzungen der groben Fahrlässigkeit; Änderung wegen neuer Tatsachen bei

  • BFH, 14.09.1994 - I R 60/93

    Notwendig zu beteiligende Personen am Zerlegungsverfahren -

  • FG Nürnberg, 28.10.2010 - 4 K 1962/08

    Beiladung des Gewerbesteuerpflichtigen zum Gewerbesteuerzerlegungsverfahren -

  • FG München, 10.06.1996 - 5 K 3865/89

    Beginn der vierjährigen Feststellungsfrist für die gesonderte und einheitliche

  • FG Münster, 14.08.2000 - 4 K 3886/98

    Zerlegungsbescheid - Zur Frage der Festsetzungsverjährung und der Bindungswirkung

  • FG Köln, 17.11.1999 - 7 K 407/98

    Voraussetzungen für eine Zerlegung nach dem Gewerbesteuergesetz; Voraussetzungen

  • FG Düsseldorf, 19.06.2020 - 3 K 2050/17

    Vorliegen einer einheitlichen, mehrgemeindlichen Betriebsstätte

  • FG Sachsen, 28.05.2002 - 6 K 1888/98

    M öglichkeit der nachträglichen Berücksichtigung "vergessener" Schuldzinsen

  • FG Köln, 17.11.1999 - 7 K 499/99

    Voraussetzungen für eine Zerlegung nach dem Gewerbesteuergesetz; Voraussetzungen

  • FG Düsseldorf, 19.06.2020 - 3 K 3151/17

    Änderung einer Gewerbesteuerzerlegung: Aufhebung des Vorbehalts der Nachprüfung

  • FG Sachsen-Anhalt, 28.05.2002 - 6 K 1888/98

    Vorbezugskosten nach § 10e Abs. 6 EStG : Keine nachträgliche Berücksichtigung

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