Rechtsprechung
   BGH, 01.02.2017 - XII ZB 601/15   

Volltextveröffentlichungen (12)

  • bundesgerichtshof.de PDF
  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 1684 BGB, § 1697a BGB, § 159 Abs 2 FamFG
    Umgangsrecht: Auf paritätisches Wechselmodell gerichtete Umgangsregelung

  • Deutsches Notarinstitut

    BGB §§ 1684, 1697a; FamFG §§ 26, 159
    Familiengerichtliche Anordnung des Wechselmodells

  • Jurion

    Gleichmäßige Betreuung des Kindes durch beide Eltern im Sinne eines paritätischen Wechselmodells als Ergebnis einer gerichtlichen Umgangsregelung; Voraussetzung einer bestehenden Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit der Eltern; Im konkreten Einzelfall festzustellendes Kindeswohl als entscheidneder Maßstab; Ablehnung des Wechselmodells durch einen Elternteil; Erhebliche Konfliktbelastung des Verhältnisses der Eltern; Umfassende Aufklärungspflicht des Familiengerichts im Umgangsverfahren betreffend die bestmögliche Umgangsform für das Kind

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Gleichmäßige Betreuung des Kindes durch beide Eltern im Sinne eines paritätischen Wechselmodells als Ergebnis einer gerichtlichen Umgangsregelung; Voraussetzung einer bestehenden Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit der Eltern; Im konkreten Einzelfall festzustellendes Kindeswohl als entscheidneder Maßstab; Ablehnung des Wechselmodells durch einen Elternteil; Erhebliche Konfliktbelastung des Verhältnisses der Eltern; Umfassende Aufklärungspflicht des Familiengerichts im Umgangsverfahren betreffend die bestmögliche Umgangsform für das Kind

  • rechtsportal.de

    BGB § 1684 ; BGB § 1697a; FamFG § 26 ; FamFG § 159
    Gleichmäßige Betreuung des Kindes durch beide Eltern im Sinne eines paritätischen Wechselmodells als Ergebnis einer gerichtlichen Umgangsregelung; Voraussetzung einer bestehenden Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit der Eltern; Im konkreten Einzelfall festzustellendes Kindeswohl als entscheidneder Maßstab; Ablehnung des Wechselmodells durch einen Elternteil; Erhebliche Konfliktbelastung des Verhältnisses der Eltern; Umfassende Aufklärungspflicht des Familiengerichts im Umgangsverfahren betreffend die bestmögliche Umgangsform für das Kind

  • datenbank.nwb.de

    Umgangsrecht: Auf paritätisches Wechselmodell gerichtete Umgangsregelung

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (51)

  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)

    Anordnung des Wechselmodells durch Umgangsregelung des Familiengerichts

  • beck-blog (Kurzinformation)

    Wechselmodell auch gegen den Willen eines Elternteils möglich

  • ferner-alsdorf.de (Kurzinformation)

    Anordnung des Wechselmodells durch Umgangsregelung des Familiengerichts

  • raheinemann.de (Kurzinformation)

    Anordnung des Wechselmodells als Umgangsregelung

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Paritätisches Wechselmodell - als Umgangsregelung des Familiengerichts

  • lto.de (Kurzinformation)

    Wechselmodell: Getrennte Eltern, geteilte Betreuung

  • anwaltonline.com (Kurzinformation)

    Familienrecht - Anordnung des Wechselmodells durch Umgangsregelung des Familiengerichts

  • archive.is (Pressebericht, 27.02.2017)

    "Wechselmodell": Getrennte Eltern, geteilte Betreuung

  • otto-schmidt.de (Kurzinformation)

    Familiengericht darf Wechselmodell als Umgangsregelung anordnen

  • mahnerfolg.de (Kurzmitteilung)

    Sorgerecht: BGH lässt Anordnung des "Wechselmodells" zu

  • famrz.de (Kurzinformation)

    Wechselmodell nicht ausgeschlossen

  • welt.de (Pressebericht, 05.03.2017)

    Streit um Scheidungskinder: Wütende Väter schöpfen neue Hoffnung

  • dresdner-fachanwaelte.de (Kurzinformation)

    Anordnung eines Wechselmodells gegen den Willen eines Elternteils

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Väter-Rechte gestärkt

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Wechselmodell

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Anordnung eines Wechselmodells durch das Familiengericht

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Anordnung des Wechselmodells gegen den Willen eines Elternteils ist möglich

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Gericht kann nun auch Wechselmodell anordnen

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Paritätisches Wechselmodell

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Familienrecht - Anordnung des Wechselmodells entgegen dem Willen eines Elternteils

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Anordnung des Wechselmodells gegen den Willen des anderen Elternteils

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Getrennte Eltern aber geteilte Betreuung - die gerichtliche Anordnung des Wechselmodells

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Wechselmodell für alle?

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Das Wechselmodell kann gerichtlich angeordnet werden

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Anordnung eines Wechselmodells gegen den Willen eines Elternteils

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Wechselmodell, Umgang und elterliche Sorge

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Getrennt lebende Eltern haben Anspruch auf die gleiche Zeit mit dem Kind - unter einer Voraussetzung

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Anordnung Wechselmodell ist möglich

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Erweiterte Umgangsregelung (Wechselmodell) auch gegen den Willen des anderen Elternteils möglich

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Die Voraussetzungen des Wechselmodells

  • haerlein.de (Kurzinformation)

    Hälftige Betreuung des Kindes durch beide Eltern kann nach der Trennung auf Antrag eines Elternteils angeordnet werden

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Wechselmodell, elterliche Sorge und Umgang

  • Jurion (Kurzinformation)

    Anordnung des Wechselmodells durch Umgangsregelung des Familiengerichts

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Wechselmodell nach Trennung und Scheidung

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Wechselmodell, elterliche Sorge und Umgang

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Das Recht auf gerichtliche Anordnung gleich langer Umgangszeiten des Kinds bei Mutter und Vater

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Wechselmodell per Beschluss?

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Das Wechselmodell im Familienrecht

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Das Wechselmodell

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Wechselmodell - wer bekommt die Kinder?

  • st-sozien.de (Kurzinformation)

    Wechselmodell auch gegen den Willen eines Elternteils

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Wechselmodell

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Umgangsrecht und Unterhalt für Kinder nach Trennung

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Wechselmodell - Eine Woche bei Mama, eine Woche bei Papa

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Sorgerecht, Umgang, Unterhalt - Wenn um das Kind gestritten wird

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Das Wechselmodell im Hinblick auf Aufenthaltsbestimmungsrecht und Umgang

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Umgangsrecht - Wann kann das Gericht ein Wechselmodell gegen den Willen eines Elternteils anordnen?

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Getrennt lebende Eltern haben Anspruch auf die gleiche Zeit mit dem Kind - allerdings nur unter einer Voraussetzung

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Wechselmodell

  • otto-schmidt.de (Kurzinformation)

    Wechselmodell - rotes Tuch oder Chance?

  • rofast.de (Kurzinformation)

    Wechselmodell auch gegen den Willen der Eltern möglich

Besprechungen u.ä. (3)

  • meyer-koering.de (Entscheidungsbesprechung, auf der Grundlage der Pressemitteilung)

    Neue Entscheidung zum Wechselmodell

  • Jurion (Entscheidungsbesprechung)

    Anordnung des Wechselmodells durch Umgangsregelung des Familiengerichts

  • Alpmann Schmidt | RÜ(Abo oder Einzelheftbestellung) (Fallmäßige Aufbereitung - für Studienzwecke)

    Anordnung des Wechselmodells durch Umgangsregelung des Familiengerichts

In Nachschlagewerken

Sonstiges (2)

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Elterliche Sorge - Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 01.02.2017" von RiOLG Dr. Alexander Schwonberg, original erschienen in: FamRZ 2017, 532 - 538.

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Das Wechselmodell als Umgangsregelung - eine überzeugende Lösung?" von RiKG Heike Hennemann, original erschienen in: NJW 2017, 1787 - 1790.

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BGHZ 214, 31
  • NJW 2017, 1815
  • MDR 2017, 401
  • FamRZ 2017, 532
  • Rpfleger 2017, 334
  • JR 2018, 328
  • JR 2018, 620
  • JR 2018, 621



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Wird zitiert von ... (23)  

  • OLG Frankfurt, 16.10.2018 - 1 UF 74/18

    Zum Anwendungsbereich § 1696 Abs. 1 BGB

    Eine gerichtliche Umgangsregelung, die zu einem paritätisch ausgestalteten Wechselmodell führt, kann nach hier vertretener Auffassung bei der gegenwärtigen Gesetzes- und Rechtslage nicht losgelöst von einer bereits bestehenden, rechtlichen Zuordnung des Aufenthaltsbestimmungsrechts getroffen werden (offen gelassen BGH Beschl. v. 1.2.2017 - XII ZB 601/15, Rn. 17 ff., 21; a.A.: KG Berlin v. 18.5.2018 - 3 UF 47/18 = NZFam 2018, 637, juris Rn. 36 = ZKJ 2018, 374 [KG Berlin 18.05.2018 - 3 UF 4/18] mit Anm. Dürbeck; ebfs. zum Verhältnis von Sorge- und Umgangsrecht insoweit OLG Brandenburg v. 14.6.2018 - 9 UF 96/17).

    Offen bleiben konnte in diesem Zusammenhang die im Schrifttum nach wie vor umstrittene Frage, ob nach der gegenwärtigen Gesetzeslage entsprechend der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs eine gerichtliche Umgangsregelung in einem Umgangsverfahren, die im Ergebnis zu einem paritätischen Wechselmodell führt, überhaupt möglich oder ob eine solche Regelung in einem Sorgerechtsverfahren zu treffen ist (BGH, Beschl. v. 1.2.2017 - XII ZB 601/15; KG Berlin v. 18.5.2018 - 3 UF 4/18 = NZFam 2018, 637 = juris Rn. 36 f.; OLG Frankfurt am Main vom 10.10.2017 - 1 UF 283/16; AG Konstanz v. 10.12.2015 - 6 F 126/14 = FamRZ 2016, 476; AG Heidelberg v. 19.8.2014 - 31 F 15/14, juris Rn. 52 ff.; Überblick bei Viefhues, jM 2018, 178: Die neue Rechtsprechung zum Wechselmodell und ihre Auswirkungen; Beschlüsse des 72. Deutschen Juristentags Leipzig 2018 - Gemeinsam getragene Elternverantwortung nach Trennung und Scheidung B. 5.b); Schumann, Gutachten B zum 72. Deutschen Juristentag Leipzig 2018, B 59 ff.; Keuter, Reformbedarf im Sorge-, Umgangs- und Unterhaltsrecht? FamRZ 2018, 1125; Hammer, Überlegungen zu einer grundlegenden Reform des Sorge- und Umgangsrechts, in: Das Wechselmodell - Reformbedarf im Kindschaftsrecht? Göttinger Juristische Schriften 2018, S. 97 ff.; Scheiwe, Reformbedarfe bei der Regelung der gemeinsamen Elternverantwortung, NZFam 2018, 830; Klein, Das Wechselmodell - Reformbedarf im Kindschaftsrecht, FF 2018, 134, 135; kritisch: Stellungnahme des Deutschen Familiengerichtstags e.V. vom 9.3.2017, FamRZ 2017, 584; Gottschalk/Heilmann, Anordnung eines paritätischen Wechselmodells gegen den Willen eines Elternteils? ZKJ 2017, S. 181 ff.; Hammer, Die gerichtliche Anordnung des Wechselmodells, FamRZ 2015, 1433 m.w.N.; Heilmann/Keuter, Praxiskommentar Kindschaftsrecht 2015, § 1671 Rn. 24; Heilmann/Gottschalk, Praxiskommentar Kindschaftsrecht 2015, § 1684 Rn. 11; Marchlewski, Das Wechselmodell zwischen § 1671 und § 1684 BGB, FF 2015, 98, 106; Stellungnahme der Kinderrechtekommission des DFGT, FamRZ 2014, 1157, 1161).

    Wie bei der gemeinsamen elterlichen Sorge setzt die Kindeswohldienlichkeit des paritätischen Wechselmodells in der Regel auch die Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit der Eltern voraus (BGH, Beschl. v. 1.2.2017 - XII ZB 601/15, Rn, 25; OLG Bremen v. 16.8.2018 - 4 UF 57/18).

    Im Ergebnis liegen hier die Voraussetzungen der Abänderung und der Anordnung eines Wechselmodells, wie sie vom Senat mit der Annahme des Maßstabs des § 1696 Abs. 1 S. 1 BGB sowie vom Bundesgerichtshof in der Entscheidung vom 1.2.2017 (BGH XII ZB 601/15) aufgestellt wurden, zurzeit nicht vor.

  • KG, 18.05.2018 - 3 UF 4/18

    Zulässigkeit einer gerichtlichen Änderung der Betreuungsaufteilung bei

    Daher ist es vom Gesetzeswortlaut auch umfasst, durch Festlegung der Umgangszeiten beider Eltern die Betreuung des Kindes anderweitig oder hälftig unter diesen aufzuteilen (BGH, Beschluss vom 1. Februar 2017 - XII ZB 601/15 -, juris Rn. 16 zum Wechselmodell unter Bezugnahme auf Hammer FamRZ 2015, 1433, 1438).

    Selbst wenn ein Streit über den Lebensmittelpunkt des Kindes regelmäßig im Rahmen eines Verfahrens über das Aufenthaltsbestimmungsrecht und nicht eines solchen über das Umgangsrecht auszutragen ist, spricht dies jedenfalls bei Bestehen des gemeinsamen Sorgerechts der Eltern nicht gegen die Anordnung eines anderweitigen Betreuungsmodells im Wege einer Umgangsregelung (zum Wechselmodell: BGH, Beschluss vom 1. Februar 2017 - XII ZB 601/15 -, juris Rn. 19; aA OLG Brandenburg FamRZ 2012, 1886 und Beschluss vom 15. Februar 2016 - 10 UF 213/14 - juris Rn. 28; Hammer FamRZ 2015, 1433, 1439 mwN).

    Die gesetzliche Regelung zum Sorgerecht schreibt bereits die Festlegung eines hauptsächlichen Aufenthalts des Kindes nicht vor (BGH, Beschluss vom 1. Februar 2017, a. a. O.).

    Die sich aus der umgangsrechtlichen Anordnung des Betreuungsmodells ergebenden sorgerechtlichen Folgen lassen sich im allgemeinen § 1687 BGB entnehmen (BGH, Beschluss vom 1. Februar 2017, a. a. O. Rn. 21).

    Als gewichtige Gesichtspunkte des Kindeswohls sind die Erziehungseignung der Eltern, die Bindungen des Kindes, die Prinzipien der Förderung und der Kontinuität sowie die Beachtung des Kindeswillens zu berücksichtigen (BGH, Beschluss vom 1. Februar 2017, a. a. O., Rn. 25).

    Denn das Kind wird durch vermehrte oder ausgedehnte Kontakte auch mit dem anderen Elternteil verstärkt mit dem elterlichen Streit konfrontiert und gerät durch den von den Eltern oftmals ausgeübten "Koalitionsdruck" in Loyalitätskonflikte (vgl. BGH, Beschluss vom 1. Februar 2017 - XII ZB 601/15 -, juris).

  • KG, 03.03.2017 - 13 WF 39/17

    Elterliche Sorge: Pflicht zur Ausstattung des Kindes mit Kleidung und

    Aber das ändert nichts daran, dass es bis zur Grenze eines paritätischen Wechselmodells, in dem beide Elternteile für den Barunterhalt des Kindes einzustehen haben (vgl. BGH, Beschluss vom 1. Februar 2017 - XII ZB 601/15 [bislang erst bei juris veröffentlicht; dort Rz. 19]; BGH, Beschluss vom 11. Januar 2017 - XII ZB 565/15, [bislang erst bei juris veröffentlicht; dort LS 1]) dem betreuenden Elternteil obliegt, das Kind zum Umgang mit Kleidung und Wechselwäsche auszustatten: Denn die Bekleidung des Kindes ist ein Bestandteil seines Unterhaltsanspruchs.
  • BVerfG, 22.01.2018 - 1 BvR 2616/17

    Keine gesetzgeberische Pflicht zur Einräumung eines paritätischen Umgangsrechts

    Dass der Bundesgerichtshof zwischenzeitlich festgestellt hat, dass ein paritätisches Wechselmodell in Gestalt einer Umgangsregelung je nach den Umständen des Einzelfalls - vor allem nach Maßgabe des Kindeswohls - auch gegen den Willen eines Elternteils angeordnet werden kann (vgl. BGH, Beschluss vom 1. Februar 2017 - XII ZB 601/15 -, Rn. 24 ff., juris), steht hierzu nicht im Widerspruch (vgl. bereits BVerfG, a.a.O., Rn. 21).
  • BGH, 31.10.2018 - XII ZB 411/18

    Statthaftigkeit eines an das Rechtsbeschwerdegericht gerichteten Antrags auf

    Weil sämtliche im Gesetz aufgeführten Aspekte in Verfahren betreffend das Umgangsrecht einschlägig sind, ist eine Anhörung auch des noch nicht 14 Jahre alten Kindes nach der Rechtsprechung des Senats regelmäßig erforderlich (Senatsbeschluss BGHZ 214, 31 = FamRZ 2017, 532 Rn. 9).
  • OLG Stuttgart, 23.08.2017 - 18 UF 104/17

    Anordnung einer einem paritätischen Wechselmodell gleichkommenden Umgangsregelung

    Eine gerichtliche Umgangsregelung, die im Ergebnis zu einer gleichmäßigen Betreuung des Kindes durch beide Eltern im Sinne eines paritätischen Wechselmodells führt, kann im Einzelfall auch gegen den Willen eines Elternteils angeordnet werden (im Anschluss an BGH, Beschl. v. 01.02.2017, - XII ZB 601/15 - FamRZ 2017, 532 ).

    Daher ist es vom Gesetzeswortlaut auch umfasst, durch Festlegung der Umgangszeiten beider Eltern die Betreuung des Kindes hälftig unter ihnen aufzuteilen (BGH, Beschluss vom 01.02.2017, Az.: XII ZB 601/15, [...], RN 16).

  • KG, 13.04.2017 - 16 UF 8/17

    Umgangsregelung: Voraussetzungen für paritätisches Wechselmodell

    Liegt bereits - wie hier - eine gerichtliche Umgangsregelung vor, so ist eine abändernde Regelung nach § 1696 Abs. 1 BGB nur zu treffen, wenn dies aus triftigen, das Wohl des Kindes nachhaltig berührenden Gründen angezeigt ist (vgl. auch BGH, Beschluss vom 1.2.2017 - XII ZB 601/15 Rz. 11 bei juris).
  • OLG Brandenburg, 02.05.2017 - 10 UF 2/17

    Elterliche Sorge: Anordnung des Wechselmodells bei fehlender Kommunikations- und

    Es kann dahinstehen, ob und ggf. auf welchem Weg (etwa auch im Rahmen eines Sorgerechtsverfahrens) die gerichtliche Anordnung eines Wechselmodells auch gegen den Willen eines Elternteils möglich ist (vgl. dazu BGH, Beschluss vom 1.2.2017 - XII ZB 601/15, BeckRS 2017, 102353 Rn. 15).
  • OLG Frankfurt, 05.12.2018 - 4 UF 167/18

    Geteilte Betreuung und gemeinsames Aufenthaltsbestimmungsrecht

    Dann ist unter Berücksichtigung der anerkannten Kriterien des Kindeswohls, also der Erziehungseignung der Eltern und ihrer Fähigkeit zur Förderung des Kindes, der Bindungen und des Willens des Kindes sowie der Kontinuität der Lebens- und Erziehungsverhältnisse des Kindes, darüber zu entscheiden, welchem beider Elternteile das Aufenthaltsbestimmungsrecht zur alleinigen Ausübung zu übertragen ist (vgl. BGH, FamRZ 1990, 392; FamRZ 2010, 1060; FamRZ 2017, 532).

    Erweist sich unter Zugrundelegung vorstehender Kriterien eine geteilte Betreuung des Kindes durch beide Eltern als dem Kindeswohl am besten entsprechend, was wiederum eine ausreichende Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit beider Eltern voraussetzt, ist eine geteilte Betreuung durch geeignete gerichtliche Maßnahmen sicherzustellen, was jedenfalls im Rahmen einer gerichtlichen Umgangsregelung erfolgen kann (vgl. BGH, FamRZ 2017, 532).

    Für die Annahme einer entsprechenden, mit dem Wortlaut des § 1671 BGB nicht zu vereinbarenden Anordnungsbefugnis des Gerichts des ersten oder zweiten Rechtszugs im Sorgerechtsstreit besteht auch keine Notwendigkeit, weil § 1684 BGB das Gericht des ersten Rechtszugs zum Erlass entsprechender Anordnungen im Rahmen einer gerichtlichen Regelung des Umgangs ermächtigt, die anders als eine bloße Regelung des Sorgerechts auch nach § 89 FamFG vollstreckbar ist (vgl. BGH, FamRZ 2017, 532).

  • OLG Frankfurt, 10.10.2017 - 1 UF 283/16

    Alleinige Ausübung der Sorge im Falle gemeinsamen Sorgerechts getrennt lebender

    Der BGH hat mit Beschluss vom 01.02.2017 (FamRZ 2017, 532) entgegen einer verbreiteten und vom Senat im Vorverfahren .../14 vertretenen Meinung in Rechtsprechung und Lehre angenommen, dass das Gefüge der umgangsrechtlichen Vorschriften des BGB nicht vom Residenzmodell als vorausgesetztem Bezugspunkt ausgeht und die Anordnung eines paritätischen Wechselmodells zum einen im Wege einer Umgangsregelung und zum anderen prinzipiell gegen den ausdrücklichen Willen des anderen Elternteils erfolgen kann.

    Der Senat teilt die Auffassung des BGH, der zu Folge ein paritätisches Wechselmodell zwar prinzipiell auch gegen den Willen des anderen Elternteils durchgesetzt werden kann, dieses Betreuungsmodell aber wegen das damit einhergehenden erhöhten Abstimmungs- und Kooperationsbedarfs und der wegen der häufigeren Kontakte steigenden Gefahr eines Koalitionsdrucks nur dann in Betracht gezogen werden kann, wenn zwischen den Eltern eine ausreichende Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit besteht (BGH FamRZ 2017, 532).

  • OLG Brandenburg, 06.12.2018 - 9 UF 168/18
  • OLG Bremen, 16.08.2018 - 4 UF 57/18

    Anordnung eines paritätischen Wechselmodells bei fehlender Kooperations- und

  • OLG Brandenburg, 11.03.2019 - 9 UF 30/19
  • OLG Brandenburg, 21.02.2019 - 9 UF 227/18

    Voraussetzungen der Anordnung eines Wechselmodells in Umgangsverfahren

  • KG, 11.09.2018 - 13 UF 74/18

    Voraussetzungen der Abänderung einer von der Geburt des Kindes an praktizierten,

  • OLG Brandenburg, 11.10.2018 - 10 UF 125/18
  • OLG Frankfurt, 07.09.2017 - 1 WF 181/17

    Umgangssachen und Auskunftsanspruch als kostenrechtlich selbstständige Verfahren

  • KG, 24.04.2018 - 19 UF 71/17

    Gerichtliche Anordnung eines paritätischen Wechselmodells

  • OLG Brandenburg, 14.06.2018 - 9 UF 96/17

    Ablehnung der Übertragung des alleinigen Aufenthaltsbestimmungsrechts auf die

  • OLG Bamberg, 18.09.2017 - 2 UF 133/17

    Aufenthaltsbestimmungsrecht für die gemeinsamen Kinder der getrennt lebenden

  • OLG Hamm, 29.08.2017 - 11 UF 89/17

    Anordnung eines paritätischen Wechselmodells durch das Gericht

  • OLG Koblenz, 05.07.2018 - 13 UF 668/17

    1. Zur Übertragung der alleinigen elterlichen Sorge an einen Elternteil mit

  • KG, 13.09.2017 - 18 UF 15/17

    Gerichtliche Abänderung eines paritätischen Wechselmodells

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