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   BGH, 01.07.2020 - VIII ZR 323/18   

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https://dejure.org/2020,19985
BGH, 01.07.2020 - VIII ZR 323/18 (https://dejure.org/2020,19985)
BGH, Entscheidung vom 01.07.2020 - VIII ZR 323/18 (https://dejure.org/2020,19985)
BGH, Entscheidung vom 01. Juli 2020 - VIII ZR 323/18 (https://dejure.org/2020,19985)
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Volltextveröffentlichungen (10)

  • IWW
  • rewis.io

    Teilurteil gegen einen von mehreren Streitgenossen; Fortsetzung des Mietverhältnisses nach Widerspruch gegen eine ordentliche Kündigung bei Vorliegen von Gründen für eine außerordentliche Kündigung; Folgen der fristgerechten Schonfristzahlung

  • degruyter.com(kostenpflichtig, erste Seite frei)
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    ZPO § 301 ; BGB § 574 Abs. 1 S. 1
    Revision gegen eine abgewiesene Räumungsklage in Bezug auf Wohnraum; Erlass eines unzulässigen Teilurteils wegen der Gefahr einander widersprechender Entscheidungen; Unzulässiges Teilurteil gegen einen von mehreren einfachen Streitgenossen; Ausschluss des ...

  • datenbank.nwb.de

    Teilurteil gegen einen von mehreren Streitgenossen; Fortsetzung des Mietverhältnisses nach Widerspruch gegen eine ordentliche Kündigung bei Vorliegen von Gründen für eine außerordentliche Kündigung; Folgen der fristgerechten Schonfristzahlung

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Außerordentliche Kündigung wäre möglich: Kein Widerspruch gegen ordentliche Kündigung - auch nach Schonfristzahlung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (6)

  • Daryai & Kuo - Rechtsanwälte (Kurzinformation)

    Kein Härtewiderspruch nach Schonfristzahlung

  • anwaltonline.com(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Kurzinformation)

    Folgen der fristgerechten Schonfristzahlung

  • Wolters Kluwer (Kurzinformation)

    Ausschluss eines Anspruchs des Mieters auf Fortsetzung des Mietverhältnisses

  • promietrecht.de (Kurzinformation)

    Gründe reichen für fristlose Kündigung der Wohnung - kein Widerspruch

  • promietrecht.de (Kurzinformation)

    Kündigung: Gründe reichen für fristlose Kündigung - keine Fortsetzung

  • haufe.de (Kurzinformation)

    Härteeinwand trägt trotz Schonfristzahlung nicht, wenn fristlose Kündigung möglich

Besprechungen u.ä. (2)

  • anwaltverein.de (Entscheidungsbesprechung)

    Teilurteil gegen Streitgenossen i.d.R. unzulässig

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Kein Härteeinwand trotz Schonfristzahlung! (IMR 2020, 357)

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW-RR 2020, 956
  • MDR 2020, 1238
  • NZM 2020, 834
  • FamRZ 2020, 1660
 
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Wird zitiert von ... (7)

  • BGH, 13.10.2021 - VIII ZR 91/20

    Ausgleich des Mietrückstands innerhalb der Schonfrist bei ordentlicher Kündigung

    Ein innerhalb der Schonfrist des § 569 Abs. 3 Nr. 2 Satz 1 BGB erfolgter Ausgleich des Mietrückstands beziehungsweise eine entsprechende Verpflichtung einer öffentlichen Stelle hat lediglich Folgen für die auf § 543 Abs. 1, 2 Satz 1 Nr. 3 BGB gestützte fristlose, nicht jedoch für eine aufgrund desselben Mietrückstands hilfsweise auf § 573 Abs. 1, 2 Nr. 1 BGB gestützte ordentliche Kündigung (Bestätigung der Senatsurteile vom 16. Februar 2005 - VIII ZR 6/04, WuM 2005, 250 unter II 2 a-d; vom 11. Januar 2006 - VIII ZR 364/04, NJW 2006, 1585 Rn. 20; vom 25. Oktober 2006 - VIII ZR 102/06, NJW 2007, 428 Rn. 11; vom 28. November 2007 - VIII ZR 145/07, NJW 2008, 508 Rn. 19; vom 10. Oktober 2012 - VIII ZR 107/12, BGHZ 195, 64 Rn. 28; vom 1. Juli 2015 - VIII ZR 278/13, NJW 2015, 2650 Rn. 22; vom 1. Juli 2020 - VIII ZR 323/18, WuM 2020, 499 Rn. 25, 33; Senatsbeschlüsse vom 6. Oktober 2015 - VIII ZR 321/14, WuM 2016, 225 Rn. 6 und vom 20. Juli 2016 - VIII ZR 238/15, WuM 2016, 682 Rn. 8).

    Vielmehr erfasst eine solche Schonfristzahlung nur die auf den Zahlungsverzug nach § 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3, § 569 Abs. 3 Nr. 1 BGB gestützte fristlose, nicht jedoch eine aufgrund desselben Mietrückstands hilfsweise auf § 573 Abs. 1, 2 Nr. 1 BGB (nicht unerhebliche schuldhafte Pflichtverletzung) gestützte ordentliche Kündigung (vgl. Senatsurteile vom 16. Februar 2005 - VIII ZR 6/04, WuM 2005, 250 unter II 2 a-d; vom 11. Januar 2006 - VIII ZR 364/04, NJW 2006, 1585 Rn. 20; vom 25. Oktober 2006 - VIII ZR 102/06, NJW 2007, 428 Rn. 11; vom 28. November 2007 - VIII ZR 145/07, NJW 2008, 508 Rn. 19; vom 10. Oktober 2012 - VIII ZR 107/12, aaO Rn. 28; vom 1. Juli 2015 - VIII ZR 278/13, NJW 2015, 2650 Rn. 22; vom 1. Juli 2020 - VIII ZR 323/18, WuM 2020, 499 Rn. 25, 33; Senatsbeschlüsse vom 6. Oktober 2015 - VIII ZR 321/14, WuM 2016, 225 Rn. 6; vom 20. Juli 2016 - VIII ZR 238/15, WuM 2016, 682 Rn. 8; ebenso BVerfG, WuM 2017, 516 Rn. 18).

    Erfolgt eine nachträgliche Befriedigung des Vermieters oder wird eine behördliche Verpflichtungserklärung abgegeben, gilt daher allein die durch die wirksam erklärte fristlose Kündigung wegen Zahlungsverzugs (§ 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 BGB) bewirkte Beendigung des Mietverhältnisses rückwirkend als nicht eingetreten (vgl. zur Wirkung Senatsurteile vom 19. September 2018 - VIII ZR 231/17, BGHZ 220, 1 Rn. 24 und VIII ZR 261/17, WuM 2018, 758 Rn. 32; vom 1. Juli 2020 - VIII ZR 323/18, WuM 2020, 499 Rn. 28).

    aa) Denn die Schonfristzahlung dient der Vermeidung von Obdachlosigkeit des Mieters (vgl. Senatsurteile vom 16. Februar 2005 - VIII ZR 6/04, WuM 2005, 250 unter II 2 d aa; vom 10. Oktober 2012 - VIII ZR 107/12, BGHZ 195, 64 Rn. 28; vom 1. Juli 2020 - VIII ZR 323/18, WuM 2020, 499 Rn. 33; BT-Drucks. 14/4553, S. 64; BT-Drucks. 16/5214, S. 3).

  • BGH, 07.04.2021 - VIII ZR 49/19

    Strei über das Wesen einer "öffentlich zugänglichen Versteigerung" bei einer

    Einer solchen teleologischen Reduktion steht aber bereits entgegen, dass es an der hierfür erforderlichen verdeckten Regelungslücke im Sinne einer - vom Standpunkt des Gesetzes und der ihm zugrundeliegenden Regelungsabsicht aus zu beurteilenden - planwidrigen Unvollständigkeit des Gesetzes (siehe hierzu BGH, Urteile vom 1. Juli 2020 - VIII ZR 323/18, NJW-RR 2020, 956 Rn. 31 mwN; vom 30. September 2014 - XI ZR 168/13, BGHZ 202, 302 Rn. 13) fehlt.
  • BGH, 05.10.2022 - VIII ZR 307/21

    Folgen für die auf § 543 Abs. 1 , 2 S. 1 Nr. 3 BGB gestützte fristlose Kündigung

    Im Hinblick auf die seitens des Berufungsgerichts in der mündlichen Verhandlung erteilten Hinweise zu künftigen "umfangreiche(n) Prüfungen und mögliche(n) Beweisaufnahmen zu den Voraussetzungen von § 574 BGB" weist der Senat vorsorglich darauf hin, dass die fristgerechte Schonfristzahlung nichts daran ändert, dass nach § 574 Abs. 1 Satz 2 BGB ein Fortsetzungsanspruch bei Vorliegen eines zur fristlosen Kündigung berechtigenden Zahlungsverzugs nicht besteht (vgl. Senatsurteil vom 1. Juli 2020 - VIII ZR 323/18, NJW-RR 2020, 956 Rn. 28 ff.).
  • OLG Celle, 04.11.2021 - 7 U 4/21

    Anwendbarkeit von § 852 BGB nach dem Erwerb eines vom sog. Dieselskandal

    Das Gesetz muss, gemessen an seiner eigenen Regelungsabsicht, unvollständig sein (vgl. BGH, Urteil vom 1. Juli 2020 - VIII ZR 323/18, juris Rn. 31 mwN).
  • OLG Celle, 18.11.2021 - 8 U 123/21

    Zum Umfang des Versicherungsschutzes in einer Betriebsschließungsversicherung bei

    Wenn dementsprechend auch nur die theoretische Möglichkeit besteht, dass zwei einander widersprechende Urteile ergehen, hat ein Teilurteil zu unterbleiben (vgl. BGH, Urteil vom 1. Juli 2020 - VIII ZR 323/18).
  • BGH, 23.02.2022 - XII ZB 38/21

    Auskunftserteilung als Anspruch eines Ehegatten über das Vermögen zum Zeitpunkt

    bb) Der Teilbeschluss des Amtsgerichts war nach § 113 Abs. 1 Satz 2 FamFG iVm § 301 ZPO wegen der dadurch begründeten Gefahr widersprüchlicher Entscheidungen (vgl. BGH Urteil vom 1. Juli 2020 - VIII ZR 323/18 - NJW-RR 2020, 956 Rn. 18 ff.) unzulässig.
  • LAG Rheinland-Pfalz, 24.11.2020 - 6 Sa 317/19

    Betriebsbedingte Kündigung wegen Betriebsstilllegung durch den Insolvenzverwalter

    Eine solche Gefahr sich widersprechender Entscheidungen besteht bei einer Mehrheit selbständiger prozessualer Ansprüche etwa dann, wenn zwischen den prozessual selbständigen Ansprüchen eine materiell-rechtliche Verzahnung besteht; hierzu kann es auch bei Klagen gegen mehrere Personen (subjektive Klagehäufung) kommen (BGH 01. Juli 2020 - VIII ZR 323/18 - Rn. 19, mwN, zitiert nach juris).

    Ein Teilurteil über die Klage gegen einen von mehreren einfachen Streitgenossen ist daher in der Regel unzulässig, wenn die Möglichkeit besteht, dass es in demselben Rechtsstreit, auch im Instanzenzug, zu einander widersprechenden Entscheidungen kommt (BGH 01. Juli 2020 - VIII ZR 323/18 - Rn. 20, aaO, 21. November 2017 - VI ZR 436/16 - Rn. 7, zitiert nach juris).

    Eine Teilentscheidung ist aber nur zulässig, wenn sie unabhängig von der Entscheidung über den restlichen Verfahrensgegenstand ist; dies ist etwa dann der Fall, wenn das Teilurteil nur auf Gründen beruht, die ausschließlich einen der Streitgenossen berühren (BGH 01. Juli 2020 - VIII ZR 323/18 - Rn. 20, 21. November 2017 - VI ZR 436/16 - Rn. 7, jeweils aaO, 20. Dezember 2016 - VI ZR 395/15 - Rn. 7, zitiert nach juris).

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