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   BGH, 02.03.2000 - IX ZR 328/98   

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BGH, 02.03.2000 - IX ZR 328/98 (https://dejure.org/2000,347)
BGH, Entscheidung vom 02.03.2000 - IX ZR 328/98 (https://dejure.org/2000,347)
BGH, Entscheidung vom 02. März 2000 - IX ZR 328/98 (https://dejure.org/2000,347)
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Einigung mit dem Konkursverwalter

§ 765 BGB, § 9 AGBG, 'Anlaßbürgschaft', keine formularmäßige Erweiterung auf andere Schulden;

§ 9 AGBG, Abbedingung von § 776 BGB durch AGB ist unzulässig, Verhältnis von § 9 AGBG zu § 242 BGB

Volltextveröffentlichungen (14)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • zbb-online.com (Leitsatz)

    BGB §§ 765, 776; AGBG § 9 Abs. 1
    Unwirksamkeit eines formularmäßigen Verzichts des Bürgen auf die Rechte aus § 776 BGB

  • datenbank.nwb.de (Kurzinformation)

    Bürgschaft; Aufgabe einer Sicherheit durch den Gläubiger

Besprechungen u.ä. (2)

Papierfundstellen

  • BGHZ 144, 52
  • NJW 2000, 1566
  • ZIP 2000, 656
  • MDR 2000, 841
  • FamRZ 2000, 739
  • WM 2000, 764
  • BB 2000, 1424
  • BB 2000, 895
  • DB 2000, 1020
  • ZfBR 2000, 407
 
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Wird zitiert von ... (22)

  • BGH, 14.10.2003 - XI ZR 121/02

    Zur Frage der Sittenwidrigkeit einer Arbeitnehmerbürgschaft

    Der Ausschluß des § 776 BGB verstößt ebenfalls gegen § 9 AGBG (BGHZ 144, 52, 55 ff.; BGH, Urteil vom 6. April 2000 - IX ZR 2/98, WM 2000, 1141, 1144).
  • BGH, 04.06.2013 - XI ZR 505/11

    Bürgschaftsvertrag: Erlöschen der Bürgschaft trotz Rückerwerb einer zunächst

    Der Bürge, der mit seinem gesamten Vermögen für die Erfüllung der Verpflichtungen aus der Bürgschaft einzustehen hat, soll vor einer Vereitelung seiner Rückgriffsrechte aus § 774 BGB geschützt werden, die eintreten würde, wenn der Gläubiger zu Lasten des Bürgen weitere für dieselbe Hauptschuld bestellte Sicherungsrechte einseitig aufgeben könnte (BGH, Urteil vom 2. März 2000 - IX ZR 328/98, BGHZ 144, 52, 57).

    aa) Die Rechtsprechung geht davon aus, dass der Bürge mit Aufgabe der weiteren Sicherheit durch den Gläubiger insoweit von seiner Verpflichtung befreit wird (vgl. BGH, Urteile vom 2. März 2000 - IX ZR 328/98, BGHZ 144, 52, 57 und vom 3. November 2005 - IX ZR 181/04, BGHZ 165, 28, 35).

  • BGH, 06.04.2000 - IX ZR 2/98

    Umfang einer Bürgschaftserklärung

    c) Zu den Folgen der Unwirksamkeit eines klauselmäßigen Verzichts des Bürgen auf die Rechte aus § 776 BGB (im Anschluß an BGH, Urt. v. 2. März 2000 - IX ZR 328/98, z.V.b. in BGHZ).

    Eine solche Formularklausel, in welcher der Bürge ohne gewichtige Gründe und ein überwiegendes Interesse des Gläubigers uneingeschränkt auf die Rechtsfolgen des § 776 BGB verzichtet, ist jedoch nach der neuen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs gemäß § 9 Abs. 2 Nr. 1 AGBG unwirksam (BGH, Urt. v. 2. März 2000 - IX ZR 328/98, Umdruck S. 14 ff, z.V.b. in BGHZ).

    Auch in einer solchen Verrechnung kann ein Aufgeben von Rechten im Sinne von § 776 BGB liegen (vgl. BGH, Urt. v. 17. Dezember 1959 - VII ZR 194/58, WM 1960, 371, 372; v. 2. März 2000 aaO).

    Fehlt es an beidem, gilt § 366 Abs. 2 BGB (vgl. BGH, Urt. v. 2. März 2000 aaO).

  • BGH, 26.04.2001 - IX ZR 337/98

    Überforderung des Bürgen

    Den formularmäßigen Verzicht jedenfalls auf die Rechte aus § 776 BGB hält der Senat nunmehr für unwirksam (Urt. v. 2. März 2000 - IX ZR 328/98, WM 2000, 764, 767 f., z.V.b. in BGHZ; v. 6. April 2000 - IX ZR 2/98, WM 2000, 1141, 1144).
  • BGH, 03.11.2005 - IX ZR 181/04

    Anrechnung des Mehrerlöses bei Übernahme eines Gegenstandes durch den

    Danach wird der Bürge, wenn der Gläubiger ein mit der Forderung verbundenes Vorzugsrecht - wozu auch das Sicherungseigentum zählt (BGHZ 78, 137, 143; 110, 41, 43; 144, 52, 54 f) - aufgibt, insoweit frei, als der Bürge aus diesem Recht nach § 774 BGB hätte Ersatz verlangen können.
  • OLG Saarbrücken, 22.02.2018 - 4 U 52/16

    Kreditsicherheit: Inanspruchnahme des Ausfallbürgen vor Beendigung des

    Eine vollständige Abbedingung der Vorschrift in Allgemeinen Geschäftsbedingungen wäre nach der Rechtsprechung ohnehin unwirksam (vgl. BGH, Urteil vom 2. März 2000 - IX ZR 328/98, NJW 2000, 1566); sie ist hier auch nicht erfolgt.

    Zu den Rechten im Sinne dieser Vorschrift sind nämlich - über die in ihrem Wortlaut erwähnten akzessorischen Rechte hinaus - auch selbständige Sicherungsrechte wie Sicherungsgrundschulden, Sicherungseigentum, Eigentumsvorbehalte oder Sicherungsabtretungen zu zählen, zu deren Übertragung auf den zahlenden Bürgen der Gläubiger in analoger Anwendung der §§ 774, 412, 401 BGB schuldrechtlich verpflichtet ist (BGH, Urteil vom 4. Juni 2013 - XI ZR 505/11, BGHZ 197, 335; Urteil vom 6. April 2000 - IX ZR 2/98, NJW 2000, 2580; Urteil vom 2. März 2000 - IX ZR 328/98, NJW 2000, 1566; Habersack, in: MünchKomm-BGB 6. Aufl., § 766 Rn. 10; E. Herrmann in: Erman, BGB, 14. Aufl. 2014, § 776 BGB, Rn. 5).

    Als Aufgabe eines Rechts ist es insbesondere anzusehen, wenn der Gläubiger das Sicherungsrecht entgegen der ursprünglichen Zweckabrede für eine andere als die verbürgte Forderung verwertet (BGH, Urteile vom 6. April 2000 und vom 2. März 2000, a.a.O.; OLG Stuttgart, WM 2002, 439; Habersack, in: MünchKomm-BGB, a.a.O., § 776 Rn. 10).

    Sollte der Sicherungszweck derjenigen Rechte, die - neben der Bürgschaft - zunächst allein die Hauptforderung absicherten, später durch Vereinbarung zwischen Klägerin und Hauptschuldner ohne wirksame Zustimmung des Beklagten auf andere Ansprüche der Klägerin ausgedehnt und der Verwertungserlös für diese nicht von der Bürgschaft abgedeckten Ansprüche verwendet worden sein, läge darin eine Aufgabe dieser Rechte im Sinne von § 776 BGB (BGH, Urteil vom 6. April 2000 - IX ZR 2/98, NJW 2000, 2580; Urteil vom 2. März 2000 - IX ZR 328/98, NJW 2000, 1566; vgl. BGH, Urt. v. 17. Dezember 1959 - VII ZR 194/58, WM 1960, 371).

    Vielmehr ist es der Entscheidung der Klägerin als Gläubigerin überlassen, auf welche Forderungen sie die Erlöse aus der Verwertung solcher Sicherheiten verrechnen will (BGH, Urteile vom 6. April 2000 und vom 2. März 2000, a.a.O.).

  • BGH, 25.10.2001 - IX ZR 185/00

    Formularmäßige Einschränkung der Rechte des Bürgen

    a) Der Senat hat mit Urteil vom 2. März 2000 (BGHZ 144, 52) - in Abweichung von der bisherigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs - entschieden, daß ein formularmäßiger genereller Verzicht auf die Rechte aus § 776 BGB nach § 9 AGBG unwirksam ist, weil er den Bürgen entgegen den Geboten von Treu und Glauben unangemessen benachteiligt.

    Ein solcher allgemeiner Ausschluß der dem Bürgen zustehenden Rechte kann allerdings rechtlich haltbar sein, sofern er sich lediglich auf Sicherheiten bezieht, die dem Kreditinstitut nicht aufgrund einer gesonderten Sicherungsvereinbarung, sondern schon nach dem Inhalt seiner Allgemeinen Geschäftsbedingungen zustehen (BGHZ 144, 52, 56).

  • OLG Bamberg, 17.11.2011 - 1 U 88/11

    Bürgschaft: Rechtswirkungen der Aufgabe einer Sicherheit durch den

    b) Eine für die Hauptforderung begebene (Sicherungs-)Grundschuld gehört zu den von der Norm erfassten Sicherungsrechten (allg. Meinung, vgl. z.B. BGH, NJW 2000, S. 1566 ff.; NJW 1994, S. 1796, 1798; MünchKomm-BGB/Habersack, aaO Rn. 6; Staudinger/Horn, aaO Rn. 10; Erman/Herrmann, aaO Rn. 2; PWW/Brödermann, aaO Rn. 5).
  • OLG München, 03.06.2014 - 9 U 3404/13

    Formularmäßiger Verzicht auf Einrede der Anfechtung: Sicherungsabrede unwirksam!

    Schließlich liegt eine unangemessene Benachteiligung auch im formularmäßigen, undifferenzierten Verzicht auf die Rechte des § 776 BGB (BGH, NJW 2000, 1566).
  • OLG Düsseldorf, 27.04.2012 - 16 U 34/11

    Anforderungen an die Bestimmtheit einer Bürgschaft auf erstes Anfordern;

    Eine Vertragsbestimmung, die dem Bürgen diese Möglichkeit allgemein nimmt, ist mit den Grundgedanken der gesetzlichen Regelungen nicht vereinbar (vgl. zum Vorstehenden: BGH, Urteil v. 2.3.2000 - IX ZR 328/98, NJW 2000, 1566, 1568 f.).
  • OLG Köln, 12.10.2016 - 11 U 3/16

    Wirksamkeit einer Gewährleistungsbürgschaft

  • BGH, 03.12.2002 - XI ZR 311/01

    Sittenwidrigkeit einer Bürgschaftsverpflichtung wegen Überforderung des Bürgen

  • OLG Stuttgart, 11.04.2001 - 9 U 215/00

    Bürgschaft - Aufgabe einer Sicherheit - Grundschuld - Sicherungszweck -

  • BGH, 04.10.2001 - IX ZR 174/99

    Aufgabe von Sicherungsrechten

  • OLG Hamm, 23.11.2009 - 31 U 323/06

    Unwirksamkeit einer Bürgschaftsverpflichtung wegen Übersicherung

  • OLG Celle, 30.12.2003 - 3 W 109/03

    Inanspruchnahme des bürgenden Ehegatten eines Kreditschuldners: Sittenwidrigkeit

  • OLG Köln, 22.01.2003 - 13 U 198/01

    Unwirksamkeit des formularmässigen Verzichts eines Bürgen auf die Rechte aus §

  • BGH, 27.05.2008 - XI ZR 220/07

    Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde betreffend das Erlöschen einer

  • BGH, 20.11.2001 - IX ZR 189/00

    Inanspruchnahme aus einer Bürgschaft bei Freigabe eines Pfandrechts am

  • OLG Naumburg, 24.08.2006 - 2 U 39/06

    Verrechnung von Erlösen aus der Verwertung von Sicherheiten zwischen Sparkassen

  • OLG Köln, 25.03.2002 - 13 W 4/02

    Begrenzung des Bürgenrisiko durch anderweitige Sicherheiten

  • OLG Köln, 21.11.2001 - 13 U 137/01
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