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   BGH, 09.04.2019 - VI ZR 533/16   

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https://dejure.org/2019,17645
BGH, 09.04.2019 - VI ZR 533/16 (https://dejure.org/2019,17645)
BGH, Entscheidung vom 09.04.2019 - VI ZR 533/16 (https://dejure.org/2019,17645)
BGH, Entscheidung vom 09. April 2019 - VI ZR 533/16 (https://dejure.org/2019,17645)
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Volltextveröffentlichungen (12)

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW-RR 2019, 1134
  • MDR 2019, 992
  • GRUR 2019, 866
  • VersR 2019, 1027
  • K&R 2019, 650
  • afp 2019, 333
 
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Wird zitiert von ... (9)

  • BGH, 18.06.2019 - VI ZR 80/18

    Entfallen der Wiederholungsgefahr und damit eines Anspruchs eines Betroffenen auf

    Eine Bedürfnisprüfung, ob eine Bebilderung veranlasst war, findet nicht statt (Senatsurteil vom 9. April 2019 - VI ZR 533/16 sub II. 2. a, zVb; vgl. auch Senatsurteil vom 7. Juni 2011 - VI ZR 108/10, BGHZ 190, 52 Rn. 20).
  • OLG Köln, 10.10.2019 - 15 U 39/19

    Traumreise ohne Traumschiffkapitän

    aa) Das Landgericht hat die abstrakten Grundsätze des sog. abgestuften Schutzkonzepts bei der Beurteilung der Zulässigkeit von Bildveröffentlichungen nach §§ 22 f. KUG zutreffend herausgearbeitet, worauf zur Meidung von unnötigen Wiederholungen Bezug genommen werden kann (vgl. zudem etwa BGH v. 31.05.2012 - I ZR 234/10, GRUR 2013, 196 Rn. 13, 22 f. sowie BGH v. 09.04.2019 - VI ZR 533/16, GRUR 2019, 866 Rn. 7 ff.; v. 18.06.2019 - VI ZR 80/18, BeckRS 2019, 16175 Rn. 30 ff.; v. 29.05.2018 - VI ZR 56/17, GRUR 2018, 964 Rn. 9 ff.).
  • LG Frankfurt/Main, 30.01.2020 - 3 O 90/19

    Zur Unzulässigkeit der Wiedergabe eines (Falsch-)Zitats in einem Sharepic

    Wo konkret die Grenze für das berechtigte Informationsinteresse der Öffentlichkeit an der aktuellen Berichterstattung zu ziehen ist, lässt sich nur unter Berücksichtigung der jeweiligen Umstände des Einzelfalls entscheiden (BGH GRUR 2019, 866 Rn. 12 - Eine Mutter für das Waisenkind; BGH GRUR 2009, 150 Rn. 14 - Karsten Speck).

    Der EGMR unterscheidet zwischen Politikern („politicians/personnes politiques“), sonstigen im öffentlichen Leben oder im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehenden Personen („public figures/personnes publiques“) und Privatpersonen („ordinary persons/personnes ordinaires“), wobei einer Berichterstattung über letztere engere Grenzen als in Bezug auf den Kreis sonstiger Personen des öffentlichen Lebens gezogen werde und der Schutz der Politiker am schwächsten sei (BGH GRUR 2019, 866 Rn. 14 - Eine Mutter für das Waisenkind m.w.N.).

  • OLG Dresden, 02.06.2020 - 4 U 51/20
    Demgegenüber ist es für die Zulässigkeit der Bildberichterstattung grundsätzlich ohne Belang, ob der Betroffene einen berechtigten Anlass für die Verbreitung seines Bildnisses gegeben hat, weil es den Medien grundsätzlich freisteht, im Rahmen einer zulässigen Berichterstattung Textberichte auch durch Bilder zu illustrieren (BGH, Urteil vom 9.4.2019, VI ZR 533/16 - juris; v. Pentz, AfP 2020, 93ff. (104)).

    Bei der Prüfung der Frage, ob und in welchem Ausmaß die Berichterstattung einen Beitrag zur öffentlichen Meinungsbildung leistet und welcher Informationswert ihr damit beizumessen ist, ist von erheblicher Bedeutung, welche Rolle dem Betroffenen in der Öffentlichkeit zukommt (st. Rspr., vgl. zu §§ 22, 23 KUG etwa BGH Urteil vom 09.04.2019 - VI ZR 533/16 juris).

  • BGH, 17.12.2019 - VI ZR 249/18

    Erkennbarmachung des Beschuldigten durch Wortberichterstattung über ein

    Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte unterscheidet zwischen Politikern ("politicians/personnes politiques"), sonstigen im öffentlichen Leben oder im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehenden Personen ("public figures/personnes publiques") und Privatpersonen ("ordinary persons/personnes ordinaires"), wobei einer Berichterstattung über letztere engere Grenzen als in Bezug auf den Kreis sonstiger Personen des öffentlichen Lebens gezogen sind und der Schutz der Politiker am schwächsten ist (vgl. Senatsurteil vom 9. April 2019 - VI ZR 533/16, NJW-RR 2019, 1134 Rn. 14 [Bild]; vgl. EGMR, GRUR 2012, 745 Tz. 110 [Bild]; EGMR, NJW 2015, 1501 Rn. 54 [Wort]).

    Eine Bedürfnisprüfung, ob eine Bebilderung veranlasst war, findet nicht statt (Senatsurteile vom 18. Juni 2019 - VI ZR 80/18, VersR 2019, 1225 Rn. 31; vom 9. April 2019 - VI ZR 533/16, NJW-RR 2019, 1134 Rn. 10).

  • BGH, 17.12.2019 - VI ZR 504/18

    Anspruch auf Unterlassung einer identifizierenden Bildberichterstattung über ein

    Eine Bedürfnisprüfung, ob eine Bebilderung veranlasst war, findet nicht statt (Senatsurteile vom 18. Juni 2019 - VI ZR 80/18, VersR 2019, 1225 Rn. 31; vom 9. April 2019 - VI ZR 533/16, AfP 2019, 333 Rn. 10).
  • OLG Köln, 21.11.2019 - 15 U 121/19

    Unterlassungsansprüche wegen Wortberichterstattungen

    Auch unterhaltende Beiträge, etwa über das Privat- und Alltagsleben prominenter Personen, nehmen grundsätzlich am Schutz des Art. 5 Abs. 1 GG teil (st. Rspr., zuletzt BGH v. 09.04.2019 - VI ZR 533/16, GRUR 2019, 866 Rn. 9 m.w.N.).

    Umgekehrt wiegt aber auch der Schutz der Persönlichkeit des Betroffenen umso schwerer, je geringer der Informationswert für die Allgemeinheit ist (st. Rspr., vgl. zuletzt zu §§ 22, 23 KUG etwa BGH v. 09.04.2019 - VI ZR 533/16, GRUR 2019, 866 Rn. 13 m.w.N.).

    Bei der Prüfung der Frage, ob und in welchem Ausmaß die Berichterstattung einen Beitrag zur öffentlichen Meinungsbildung leistet und welcher Informationswert ihr damit beizumessen ist, ist von erheblicher Bedeutung, welche Rolle dem Betroffenen in der Öffentlichkeit zukommt (st. Rspr., vgl. zu §§ 22, 23 KUG etwa BGH v. 09.04.2019 - VI ZR 533/16, GRUR 2019, 866 Rn. 14 m.w.N.).

  • OLG Frankfurt, 07.11.2019 - 16 U 231/18
    Das Landgericht hat zutreffend die rechtlichen Voraussetzungen der Zulässigkeit von Bildveröffentlichungen nach dem abgestuften Schutzkonzept der §§ 22, 23 KUG dargelegt (zuletzt dazu: BGH, Urteil vom 09. April 2019 - "Vormundschaft berühmte Schauspielertochter", VI ZR 533/16 = AfP 2019, S. 333 - 336).

    Es gehört dabei zum Kern der Presse- und Meinungsfreiheit, dass die Medien im Grundsatz nach ihren eigenen publizistischen Kriterien entscheiden können, was sie des öffentlichen Interesses für Wert halten und was nicht (BGH, Urteil vom 09. April 2019 - VI ZR 533/16 -, Rn. 9, juris, m.w.N umfangreichem Nachweis der Rechtsprechung, z.B. BGH, Urteil vom 29. Mai 2018 - VI ZR 56/17, und z.B. BVerfGE 120, 180, 197; BVerfGE 101, 361, 389).

    Aber auch derartige gesellschaftliche Veranstaltungen nehmen grundsätzlich an diesem Schutz der Pressefreiheit teil, ohne dass dieser von der Eigenart oder dem Niveau des jeweiligen Beitrags oder des Presseerzeugnisses abhängt (BGH, Urteil vom 09. April 2019 - VI ZR 533/16 m.w.N.) Dabei ist es allgemein anerkannt, dass gerade prominente Personen der Allgemeinheit Möglichkeiten der Orientierung bei eigenen Lebensentwürfen bieten können und dabei Leitbild- und Kontrastfunktionen erfüllen.

    Hinzu kommt, dass die Presse bei einem Wortbericht über ein zeitgeschichtliches Ereignis auch berechtigt ist, die an dem Ereignis beteiligten Personen dem Leser im Bild - und zwar in der Form eines kontextneutralen Fotos - vorzustellen, auch wenn die hierfür verwendete Aufnahme bei anderer Gelegenheit entstanden ist und das zeitgeschichtliche Ereignis selbst auf dem Foto nicht zum Ausdruck kommt, solange die Verwendung des Bildes in einem neuen Zusammenhang keine zusätzliche Beeinträchtigung des Persönlichkeitsrechts bewirkt (vgl. BGH, Urteil vom 9. April 2019, VI ZR 533/16, Rn 8 ff; BGH, Urteil vom 14. Mai 2002, VI ZR 220/01, Rn. 17; BVerfG, Beschluss vom 26. April 2001, 1 BvR 758/97 u.a., Rn. 39 und 40).

    Es wird dabei damit gerade kein privater Moment der Entspannung oder des Sich-Gehen-Lassens außerhalb der beruflichen Pflichten abgebildet, was ausnahmsweise eine Einschränkung der Zulässigkeit einer Veröffentlichung in der allgemeinen Öffentlichkeit aufgenommener Familienbilder rechtfertigen kann (vgl. dazu BGH, Urteil vom 09. April 2019 - VI ZR 533/16 -, Rn. 22, juris; mit Verweis auf die Urteile vom 1. Juli 2008 - VI ZR 243/06, VersR 2008, 1411 Rn. 24; vom 14. Oktober 2008 - VI ZR 272/06, NJW 2009, 754 Rn. 17; vom 6. Februar 2018 - VI ZR 76/17, VersR 2018, 554 Rn. 28 - "Christian Wulff").

  • LG Frankfurt/Main, 19.12.2019 - 3 O 4/19

    Zur Selbstöffnung der Privatsphäre bei einer Bildberichterstattung.

    Zu Recht weist die Klägerin darauf hin, dass der EGMR zwischen Politikern („politicians/personnes politiques“), sonstigen im öffentlichen Leben oder im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehenden Personen („public figures/personnes publiques“) und Privatpersonen („ordinary persons/personnes ordinaires“) unterscheidet, wobei einer Berichterstattung über letztere engere Grenzen als in Bezug auf den Kreis sonstiger Personen des öffentlichen Lebens gezogen werde und der Schutz der Politiker am schwächsten sei (vgl. BGH GRUR 2019, 866 Rn. 14 - Eine Mutter für das Waisenkind m.w.N.).

    Der BGH hatte in einem anderen Fall eine Betroffene, deren Prominenz ebenfalls hauptsächlich von ihren Familienmitgliedern ausging, als „relativ prominente Persönlichkeit“ eingestuft, nachdem sie jedenfalls dreimal bei öffentlichen Anlässen aufgetreten und über den Tod ihrer Eltern und ihre Adoption vielfach berichtet worden war (BGH GRUR 2019, 866 Rn. 20 - Ein Vormund für das Waisenkind).

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