Rechtsprechung
   BGH, 09.07.2015 - I ZR 46/12   

Volltextveröffentlichungen (15)

  • lexetius.com

    UrhG § 15 Abs. 2 und 3

  • IWW

    §§ 15, ... 19a UrhG, § 15 UrhG, § 19a UrhG, § 97 Abs. 2 UrhG, § 97a Abs. 1 Satz 2 UrhG, § 15 Abs. 2 UrhG, § 2 Abs. 1 Nr. 6, Abs. 2 UrhG, Art. 3 Abs. 1 der Richtlinie 2001/29/EG, § 15 Abs. 2 Satz 1 UrhG, § 15 Abs. 2 Satz 2 UrhG, § 19 UrhG, § 20 UrhG, § 21 UrhG, § 22 UrhG, Richtlinie 2001/29/EG, Art. 8 Abs. 2 der Richtlinie 92/100/EWG, Art. 3 Abs. 3 der Richtlinie 2001/29/EG, § 91a ZPO, § 520 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 ZPO, § 563 Abs. 1 ZPO, § 563 Abs. 3 ZPO, Art. 267 Abs. 3 AEUV, § 148 ZPO, Art. 267 AEUV

  • openjur.de
  • bundesgerichtshof.de PDF

    Die Realität II

  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 2 Abs 1 Nr 6 UrhG, § 2 Abs 2 UrhG, § 15 Abs 2 UrhG, § 15 Abs 3 UrhG, Art 3 Abs 1 EGRL 29/2001
    Urheberrechtsverletzung im Internet: Öffentliche Wiedergabe eines auf einer Website öffentlich zugänglichen, geschützten Videofilms bei Einbettung in eine andere Website mittels eines Links unter Verwendung der Framing-Technik - Die Realität II

  • JurPC

    Die Realität II

  • aufrecht.de

    Die Realität II

  • Jurion

    Einbettung eines auf einer Internetseite mit Zustimmung des Urheberrechtsinhabers für alle Internetnutzer frei zugänglichen Werkes in eine eigene Internetseite im Wege des "Framing"; Wiedergabe fremder Werke auf der eigenen Internetseite in Form eines in dieser Seite aufscheinenden Rahmens ("Frames")

  • debier datenbank

    Die Realität II

    Art. 267 Abs. 3 AEUV

  • online-und-recht.de

    Framing ist idR. keine Urheberrechtsverletzung: Die Realität II

  • kanzlei.biz

    "Framing" ist nicht zwangsläufig urheberrechtswidrig

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Einbettung eines auf einer Internetseite mit Zustimmung des Urheberrechtsinhabers für alle Internetnutzer frei zugänglichen Werkes in eine eigene Internetseite im Wege des "Framing"; Wiedergabe fremder Werke auf der eigenen Internetseite in Form eines in dieser Seite aufscheinenden Rahmens ("Frames")

  • wrp (Wettbewerb in Recht und Praxis)(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Die Realität II

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (45)

  • lhr-law.de (Kurzinformation)

    Framing nur bei legaler Quelle - Die zweite Realität der Bundesrichter

  • wbs-law.de (Kurzinformation)

    Einbinden eines YouTube-Videos kann eine Urheberrechtsverletzung darstellen!

  • damm-legal.de (Kurzinformation)

    Framing ist nicht urheberrechtswidrig

  • beckmannundnorda.de (Kurzinformation)

    Einbettung urheberrechtlich geschützter Inhalte per Framing zulässig, wenn diese mit Zustimmung des Rechteinhabers auf einer Drittplattform für alle Internetnutzer veröffentlicht wurden

  • raheinemann.de (Kurzinformation)

    Framing verstößt nicht zwingend gegen Urheberrecht

  • ra-skwar.de (Pressemitteilung)

    Framing - Zulässigkeit

  • urheberrecht.org (Kurzinformation)

    Urheberrechtliche Zulässigkeit des »Framing«

  • anwaltskanzlei-online.de (Kurzinformation)

    Neue rechtliche Risiken für das Framing

  • faz.net (Pressemeldung, 09.07.2015)

    Unter Vorbehalt: Einbinden fremder Internetvideos erlaubt

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Framing fremder Internetseiten

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Framing fremder Videos auf der eigenen Internetseite

  • Jurion (Kurzinformation)

    Keine öffentliche Wiedergabe durch "Framing" bei frei zugänglichen Werken

  • Jurion (Kurzinformation)

    Urheberrechtliche Zulässigkeit des "Framing"

  • ip-rechtsberater.de (Kurzinformation)

    "Framing" verletzt nicht zwangsläufig das Urheberrecht

  • otto-schmidt.de (Kurzinformation)

    "Framing" verletzt nicht zwangsläufig das Urheberrecht

  • mahnerfolg.de (Kurzmitteilung)

    Einbettung eines auf "YouTube" zugänglichen Videofilms

  • nwb.de (Kurzmitteilung)

    Zulässigkeit des "Framing"

  • ipweblog.de (Kurzinformation)

    Die Realität II

  • anwalt.de (Kurzinformation und -anmerkung)

    Framing

  • anwaltauskunft.de (Kurzinformation)

    Einbinden von YouTube-Videos: Was ist erlaubt?

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Framing - Inhalte mit Zustimmung ins Netz gelangt?

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Zulässigkeit des Framing

  • rechtambild.de (Kurzinformation)

    Urheberrechtsverletzung bei Framing

  • dr-bahr.com (Kurzinformation)

    Zur urheberrechtlichen Zulässigkeit des "Framing"

  • wvr-law.de (Kurzinformation)

    Urheberrecht: Einbetten freigegebener Youtube-Videos erlaubt

  • kvlegal.de (Kurzinformation)

    Framing kein Verstoß gegen das Urheberrecht

  • raschlegal.de (Kurzinformation)

    Framing von illegalen Videos unzulässig

  • kvlegal.de (Pressemitteilung)

    Framing kein Verstoß gegen das Urheberrecht - Die Realität II

  • rechtsanwalts-kanzlei-wolfratshausen.de (Kurzinformation)

    Framing fremder Videos unzulässig, wenn diese ohne Zustimmung des Rechteinhabers bei YouTube & Co. eingestellt worden sind

  • haerlein.de (Kurzinformation)

    Fremde Inhalte auf eigene Website einbetten?

  • onlinehaendler-news.de (Kurzinformation)

    Auch bei "Framing" kann eine Urheberrechtsverletzung vorliegen

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Verletzung des Urheberrechts beim Framing

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Keine Urheberrechtsverletzung durch "Framing"

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Zulässigkeit von Framing bestätigt

  • juraforum.de (Kurzinformation)

    Framing von Videos auf eigener Homepage bedingt erlaubt

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Framing grundsätzlich keine Urheberrechtsverletzung

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Youtube: Framing als Urheberrechtsverletzung?

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Verletzung des Urheberrechts beim Framing

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Urheberrecht: Risiken beim Kopieren und Einbetten von fremden Videos


  • Vor Ergehen der Entscheidung:


  • wbs-law.de (Kurzinformation zum Verfahren - vor Ergehen der Entscheidung)

    Framing

  • tagesschau.de (Pressebericht zum Verfahren - vor Ergehen der Entscheidung, 09.07.2015)

    Framing: Verletzt ein Link das Urheberrecht?

  • anwalt24.de (Kurzinformation zum Verfahren - vor Ergehen der Entscheidung)

    Framing von You Tube-Videos ggf. verboten!

Besprechungen u.ä. (6)

  • mueller-roessner.net (Entscheidungsbesprechung, auf der Grundlage der Pressemitteilung)

    Überraschende Entscheidung zum Framing - es kommt auf die Erlaubnis des Rechtsinhabers an

  • lto.de (Entscheidungsbesprechung, auf der Grundlage der Pressemitteilung)

    BGH lässt Framing nur bei legaler Quelle zu - Die zweite Realität der Bundesrichter

  • Jurion (Entscheidungsbesprechung)

    Begriff der öffentliche Wiedergabe eines geschützten Werks

  • anwalt.de (Kurzinformation und -anmerkung)

    Framing

  • raschlegal.de (Kurzanmerkung)

    Framing kein Verstoß gegen das Urheberrecht"?

  • noerr.com (Entscheidungsbesprechung)

    Digital Media - Embedding, Framing und Linking

Sonstiges (5)

  • new-media-law.net (Sitzungsbericht und Äußerung von Verfahrensbeteiligten)

    Bestwater Terminsbericht

  • Jurion (Literaturhinweis: Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Kurznachricht zu "Anbieten fremder geschützter Inhalte im Internet" von Prof. Helmut Haberstumpf, original erschienen in: GRUR 2016, 763 - 771.

  • Jurion (Literaturhinweis: Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Kurznachricht zu "Urheberrecht - Anmerkung zum Urteil des BGH vom 09.07.2015" von Prof. Dr. Michael Grünberger, LL.M., original erschienen in: JZ 2016, 313 - 320.

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Framing zulässig oder unzulässig?" von RA Christian Galetzka, original erschienen in: K&R 2016, 150 - 152.

  • Jurion (Literaturhinweis: Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Kurznachricht zu "Das Ende der Links: Framing und Hyperlinks auf rechtswidrige Inhalte als eigenständige Veröffentlichung?" von Prof. Dr. Gerals Spindler, original erschienen in: GRUR 2016, 157 - 160.

Papierfundstellen

  • NJW 2016, 2273
  • MDR 2016, 105
  • GRUR 2016, 171
  • MMR 2016, 190
  • K&R 2016, 109
  • ZUM 2016, 365
  • afp 2016, 59



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Wird zitiert von ... (15)  

  • BGH, 27.04.2017 - I ZR 247/15  

    AIDA-Kussmund - Die Panoramafreiheit erstreckt sich auch auf nicht ortsfeste

    Er hat damit diesen Teil des Werkes den Internetnutzern von Orten und zu Zeiten ihrer Wahl zugänglich gemacht (vgl. BGH, Beschluss vom 16. Mai 2013 - I ZR 46/12, GRUR 2013, 818 Rn. 8 = WRP 2013, 1047 - Die Realität I; Urteil vom 9. Juli 2015 - I ZR 46/12, GRUR 2016, 171 Rn. 13 = WRP 2016, 224 - Die Realität II).
  • BGH, 05.11.2015 - I ZR 91/11  

    Werbung für den Erwerb eines Werkes greift in das Urheberrecht ein

    Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Richtlinie 2001/29/EG das Verbreitungsrecht vollständig harmonisiert und die Mitgliedstaaten das dadurch begründete Schutzniveau daher weder unterschreiten noch überschreiten dürfen (vgl. BGH, Urteil vom 22. Januar 2009 - I ZR 247/03, GRUR 2009, 840 Rn. 19 f. = WRP 2009, 1127 - Le-Corbusier-Möbel II, mwN; zum Recht der öffentlichen Wiedergabe vgl. EuGH, Urteil vom 13. Februar 2014 - C-466/12, GRUR 2014, 360 Rn. 33 bis 41 - Svensson/Retriever Sverige; BGH, Urteil vom 9. Juli 2015 - I ZR 46/12, GRUR 2016, 171 Rn. 17 = WRP 2016, 224 - Die Realität II).
  • OLG München, 25.08.2016 - 6 U 1092/11  

    Die Realität III

    Mit Urteil vom 09. Juli 2015 (GRUR 2016, 171 - Die Realität II) hat der Bundesgerichtshof das Berufungsurteil vom 16. Februar 2012 aufgehoben soweit der Senat hinsichtlich der Ansprüche auf Zahlung von Schadenersatz und Freistellung von Abmahnkosten zum Nachteil der Klägerin erkannt hatte, und die Sache zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Revisionsverfahrens, an das Berufungsgericht zurückverwiesen.

    Dass das beanstandete Verhalten der Beklagten das klägerische Ausschließlichkeitsrecht der öffentlichen Zugänglichmachung nach §§ 15 Abs. 2 Nr. 2, 19a UrhG nicht berührt, hat der Senat in seiner Entscheidung vom 16. Februar 2012 - mit Billigung des Bundesgerichtshofes (vgl. GRUR 2016, 171 Tz. 12 ff. - Die Realität II; GRUR 2013, 8178 Tz. 8 f. - Die Realität I) - befunden.

    Voraussetzung für die Verletzung eines in § 15 Abs. 2 UrhG unbenannten Rechts der öffentlichen Wiedergabe eines Werks in unkörperlicher Form ist (neben einer "Handlung der Wiedergabe", vgl. EuGH GRUR 2014, 360 Tz. 20 - Svensson u. a./Retriever Sverige, als welche die Bereitstellung von anklickbaren Links zu geschützten Werken auf fremden Websites zu qualifizieren ist, vgl. BGH GRUR 2016, 171 Tz. 23 - Die Realität II), dass die Wiedergabe gegenüber einer "neuen" Öffentlichkeit (d. h. einer unbestimmten Zahl potentieller Adressaten und "recht vielen Personen", vgl. EuGH GRUR 2013, 500 Tz. 32 - ITV Broadcasting/TCV; EuGH GRUR 2014, 360 Tz. 21 - Svensson u. a./Retriever Sverige) erfolgt, nämlich für ein Publikum, welches der Rechtsinhaber, als er die ursprüngliche öffentliche Wiedergabe erlaubte, nicht im Blick hatte (BGH GRUR 2016, 171 Tz. 26 - Die Realität II).

    Dies ist stets der Fall, wenn sich die (nachfolgende) Wiedergabe (hier: das "framende" Linking) eines anderen technischen Verfahrens bedient, d. h. eines Verfahrens, welches sich von demjenigen der ursprünglichen Wiedergabe (hier: öffentliches Zugänglichmachen auf der Plattform "...") unterscheidet (BGH GRUR 2016, 171 Tz. 26 - Die Realität II; EuGH GRUR 2014, 1196 Tz. 14 -BestWater International/Mebes u. a.).

    Einen solchen Fall entnimmt der Bundesgerichtshof (GRUR 2016, 171 Tz. 31 - Die Realität II) der Vorabentscheidung des EuGH in dieser Sache (GRUR 2014, 1196 Tz. 14 f. - BestWater International/Mebes u. a.) -vorbehaltlich einer künftigen abschließenden Klärung der Frage - für die Konstellation, dass der Link auf ein im Internet ohne Zustimmung des Berechtigten eingestelltes Werk führt, dieses Werk mithin der Öffentlichkeit bereits anfänglich ohne Zustimmung des Rechtsinhabers zugänglich gemacht worden ist.

    Die von der Klägerin verfochtene Beweislastumkehr lässt sich weder dem Revisionsurteil des Bundesgerichtshofes noch der Vorlageentscheidung des EuGH entnehmen, wenn dort übereinstimmend ausgeführt ist, dass "die Einbettung eines auf einer Website öffentlich zugänglich gemachten geschützten Werkes in eine andere Website mittels eines Links unter Verwendung der Framing-Technik ... allein keine öffentliche Wiedergabe iSv Art. 3 I RL 2001/29/EG darstellt, soweit das betreffende Werk weder für ein neues Publikum noch nach einem speziellen technischen Verfahren wiedergegeben wird, das sich von demjenigen der ursprünglichen Wiedergabe unterscheidet" (so EuGH GRUR 2014, 1196 Tz. 19 - BestWater International/Mebes u. a.; BGH GRUR 2016, 171 Tz. 27 - Die Realität II, Unterstreichung hinzugefügt).

  • BGH, 17.12.2015 - I ZR 21/14  

    Keine Urhebervergütung für das bloße Bereitstellen von Fernsehgeräten in

    aa) Die Vorschrift des § 15 Abs. 2 UrhG enthält keine abschließende, sondern eine beispielhafte ("insbesondere") Aufzählung der dem Urheber vorbehaltenen Verwertungsrechte und lässt daher die Anerkennung unbenannter Verwertungsrechte der öffentlichen Wiedergabe zu (vgl. BGH, Urteil vom 9. Juli 2015 - I ZR 46/12, GRUR 2016, 171 Rn. 16 = WRP 2016, 224 - Die Realität II, mwN).

    Soweit Art. 3 Abs. 1 der Richtlinie 2001/29/EG weitergehende Rechte als die in § 15 Abs. 2 Satz 2 UrhG benannten Rechte der öffentlichen Wiedergabe verlangt, ist daher in richtlinienkonformer Auslegung des § 15 Abs. 2 UrhG ein unbenanntes Recht der öffentlichen Wiedergabe anzunehmen (BGH, GRUR 2016, 171 Rn. 17 - Die Realität II).

  • BGH, 23.02.2017 - I ZR 267/15  

    Richtlinie 2001/29/EG Art. 3 Abs. 1

    Dabei ist zu berücksichtigen, dass Art. 3 Abs. 1 der Richtlinie 2001/29/EG diese Rechte in seinem Anwendungsbereich vollständig harmonisiert und die Mitgliedstaaten das durch diese Vorschrift begründete Schutzniveau daher weder unterschreiten noch überschreiten dürfen (vgl. EuGH, Urteil vom 13. Februar 2014 - C-466/12, GRUR 2014, 360 Rn. 33 bis 41 = WRP 2014, 414 - Svensson/Retriever Sverige; BGH, Urteil vom 9. Juli 2015 - I ZR 46/12, GRUR 2016, 171 Rn. 17 = WRP 2016, 224 - Die Realität II).

    In diesen Fällen entscheidet allein der Inhaber der fremden Internetseite darüber, ob das auf seiner Internetseite bereitgehaltene Werk für die Öffentlichkeit zugänglich bleibt; wird das Werk nach dem Setzen des Links von der fremden Internetseite entfernt, geht der Link ins Leere (vgl. BGH, Urteil vom 17. Juli 2003 - I ZR 259/00, BGHZ 156, 1, 14 - Paperboy; Urteil vom 29. April 2010 - I ZR 39/08, GRUR 2011, 56 Rn. 24 = WRP 2011, 88 - Session-ID; Beschluss vom 16. Mai 2013 - I ZR 46/12, GRUR 2013, 818 Rn. 9 = WRP 2013, 1047 - Die Realität I; BGH, GRUR 2016, 171 Rn. 14 - Die Realität II).

    Ferner stünde die Annahme, ein Werk, das mit Zustimmung des Rechtsinhabers auf einer Internetseite für alle Internetnutzer frei zugänglich ist, dürfe ohne Zustimmung des Rechtsinhabers auch auf anderen Internetseiten eingestellt und für alle Internetnutzer öffentlich zugänglich gemacht werden, nicht mit dem in Art. 3 Abs. 3 der Richtlinie 2001/29/EG niedergelegten Grundsatz in Einklang, wonach sich die in Art. 3 Abs. 1 und 2 dieser Richtlinie bezeichneten Rechte der öffentlichen Wiedergabe und der öffentlichen Zugänglichmachung nicht mit den in deren Art. 3 genannten Handlungen der öffentlichen Wiedergabe oder der öffentlichen Zugänglichmachung erschöpfen (vgl. BGH, GRUR 2016, 171 Rn. 35 - Die Realität II; vgl. auch EuGH, GRUR 2013, 500 Rn. 23 - ITV Broadcasting/TVC).

    Dürfte ein Werk, das mit Zustimmung des Rechtsinhabers auf einer Internetseite für alle Internetnutzer frei zugänglich ist, ohne Zustimmung des Rechtsinhabers auch auf anderen Internetseiten eingestellt und öffentlich zugänglich gemacht werden, wäre dem Urheber weitgehend die Möglichkeit genommen, die wirtschaftliche Verwertung seines Werkes zu steuern und eine angemessene Beteiligung an der wirtschaftlichen Nutzung seines Werkes sicherzustellen (vgl. BGH, GRUR 2016, 171 Rn. 35 - Die Realität II).

  • LG Hamburg, 13.06.2017 - 310 O 117/17  

    Haftung für Links: Nachforschungen können unzumutbar sein

    Soweit Art. 3 I RL 2001/29/EG weitergehende Rechte als die in § 15 II 2 UrhG benannten Rechte der öffentlichen Wiedergabe verlangt, ist daher in richtlinienkonformer Auslegung des § 15 Abs. 11 UrhG ein unbenanntes Recht der öffentlichen Wiedergabe anzunehmen (BGH, GRUR 2016, 171, 172 Tz. 17 - Die Realität II).
  • OLG München, 28.01.2016 - 29 U 2798/15  

    Keine Täter- oder Teilnehmerhaftung eines Videoclip-Plattformbetreibers

    Enthält die Berufungsbegründung zumindest zu einem Streitpunkt eine diesen Anforderungen genügende Begründung, ist die Berufung insgesamt zulässig, wenn die bezeichneten Umstände geeignet sind, der angegriffenen Entscheidung insgesamt die Grundlage zu entziehen (vgl. BGH GRUR 2016, 171 - Die Realität II Tz. 40 m. w. N.).
  • BGH, 19.01.2017 - I ZR 242/15  

    East Side Gallery - Urheberrechtsschutz: Fotografieren eines Werkes an

    Ferner hat die Beklagte die Fotografie und damit das Gemälde im Sinne von § 19a UrhG öffentlich zugänglich gemacht, indem sie die Fotografie auf ihrer Internetseite den Internetnutzern von Orten und zu Zeiten ihrer Wahl zugänglich gemacht hat (vgl. BGH, Beschluss vom 16. Mai 2013 - I ZR 46/12, GRUR 2013, 818 Rn. 8 = WRP 2013, 1047 - Die Realität I; Urteil vom 9. Juli 2015 - I ZR 46/12, GRUR 2016, 171 Rn. 13 = WRP 2016, 224 - Die Realität II).
  • BGH, 05.11.2015 - I ZR 76/11  

    Werbung für geschütztes Werk bzw. Vervielfältigungsstücke

    Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Richtlinie 2001/29/EG das Verbreitungsrecht vollständig harmonisiert und die Mitgliedstaaten das dadurch begründete Schutzniveau daher weder unterschreiten noch überschreiten dürfen (vgl. BGH, Urteil vom 22. Januar 2009 - I ZR 247/03, GRUR 2009, 840 Rn. 19 f. = WRP 2009, 1127 - Le-Corbusier-Möbel II, mwN; zum Recht der öffentlichen Wiedergabe nach Art. 3 Abs. 1 der Richtlinie 2001/29/EG vgl. EuGH, Urteil vom 13. Februar 2014 - C-466/12, GRUR 2014, 360 Rn. 33 bis 41 - Svensson/Retriever Sverige; BGH, Urteil vom 9. Juli 2015 - I ZR 46/12, GRUR 2016, 171 Rn. 17 = WRP 2016, 224 - Die Realität II).
  • LG Hamburg, 17.06.2016 - 308 O 161/13  

    Urheberrechtsverletzung: Inlandsbezug eines Internetblogs mit fremdsprachigen

    Da § 19a UrhG, dessen Verletzung die Klägerin geltend macht, Art. 3 Abs. 1 der Richtlinie 2001/29/EG umsetzt und die Richtlinie das Recht der öffentlichen Wiedergabe vollständig harmonisiert (vgl. nur BGH GRUR 2016, 171 Rn. 17 - Die Realität II), ist auch die Frage, ob eine an einem bestimmten Ort vorgenommene Handlung in den räumlichen Anwendungsbereich fällt, letztlich eine Frage des Unionsrechts.
  • OLG München, 14.07.2016 - 29 U 953/16  

    Zugänglichmachung kleiner Textausschnitte aus Online-Zeitung - Kein Vollgas

  • OLG München, 10.03.2016 - 29 U 4077/15  

    Öffentliche Zugänglichmachung auf Handelsplattform - Angebot mit

  • OLG Dresden, 22.11.2016 - 14 U 530/16  
  • BGH, 23.02.2017 - I ZR 92/16  

    Urheberrechtsschutz: Präsentation eines Produkts auf einer Messe im Inland als

  • LG München I, 31.05.2016 - 33 O 6198/14  

    Störerhaftung eines Sharehosting-Dienstes

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