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   BGH, 10.01.1972 - III ZR 202/66   

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https://dejure.org/1972,2334
BGH, 10.01.1972 - III ZR 202/66 (https://dejure.org/1972,2334)
BGH, Entscheidung vom 10.01.1972 - III ZR 202/66 (https://dejure.org/1972,2334)
BGH, Entscheidung vom 10. Januar 1972 - III ZR 202/66 (https://dejure.org/1972,2334)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Klage gegen die Bundesbahn auf Schadensersatz wegen Verdienstausfall und Schmerzensgeld - Verhinderung der Beförderung zum Amtmann durch eine Amtspflichtverletzung - Verletzung des Persönlichkeitsrechts - Ungünstige dienstliche Beurteilung eines Beamten durch einen ...

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • MDR 1972, 305
  • GRUR 1972, 383
  • VersR 1972, 368
  • DVBl 1972, 180
  • DB 1972, 281
  • DÖV 1972, 206
 
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Wird zitiert von ... (9)

  • AG Brandenburg, 26.05.2016 - 34 C 40/15

    Strafanzeige, falsche Verdächtigung, Erstattung Verteidigerkosten, Schmerzensgeld

    Nach der herrschenden Rechtsprechung können zwar durch schuldhafte Pflichtverletzungen verursachte Beeinträchtigungen des Persönlichkeitsrechts auch einen Anspruch auf Geldentschädigung in Form von Schmerzensgeld begründen (BGH, Urteil vom 23.10.2003, Az.: III ZR 9/03, u.a. in: NJW 2003, Seiten 3693 ff.; BGH, NJW 1994, Seiten 1950 ff.; BGH, NJW 1981, Seite 675; BGH, VersR 1972, Seiten 368 f.).

    Ein solcher Anspruch kommt allerdings nur dann in Betracht, wenn es sich um einen schwerwiegenden Eingriff in das Persönlichkeitsrecht handelt (BGH, Urteil vom 23.10.2003, Az.: III ZR 9/03, u.a. in: NJW 2003, Seiten 3693 ff.; BGH, NJW 1994, Seiten 1950 ff.; BGH, NJW 1981, Seite 675; BGH, VersR 1972, Seiten 368 f.).

    Schwere Verletzungen des Persönlichkeitsrechts sind in der Rechtsprechung nämlich vor allem dann angenommen worden, wenn durch Veröffentlichung in der Presse die Allgemeinheit oder wenigstens ein weiter, nicht abgegrenzter Personenkreis von dem verletzenden Tatbestand Kenntnis erhalten hat (BGH, Urteil vom 23.10.2003, Az.: III ZR 9/03, u.a. in: NJW 2003, Seiten 3693 ff.; BGH, NJW 1981, Seiten 675 ff.; BGH, VersR 1972, Seite 368; OLG München, Urteil vom 06.06.2013, Az.: 24 U 4364/12, u.a. in: BeckRS 2014, Nr.: 10350) oder wenn eine Untersuchungs- bzw. Zwangs-Haft angeordnet und verhängt wurde (BGH, Urteil vom 23.10.2003, Az.: III ZR 9/03, u.a. in: NJW 2003, Seiten 3693 ff.; OLG Hamm, Beschluss vom 24.05.2013, Az.: 9 U 197/12, u.a. in: BeckRS 2014, Nr.: 10896; OLG Frankfurt/Main, VersR 2008, Seite 649; OLG München, NJW-RR 1994, Seite 724) bzw. bei Einrichtung und Aufrechterhaltung eines "virtuellen Prangers" im Internet (OLG Celle, NJW-RR 2008, Seite 1262) oder wegen des Verlustes des Arbeitsplatzes und der Mietwohnung (LAG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 14.08.2014, Az.: 5 Sa 160/14, u.a. in: "juris") bzw. wegen der Behinderung der Ausübung von Umgangskontakten mit den Kindern durch Falschangaben des anderen Ehepartners gegenüber der Polizei (LG Essen, FamRZ 2008, Seiten 2032 f.).

  • BGH, 23.10.2003 - III ZR 9/03

    Zu Ansprüchen wegen amtspflichtwidriger Maßnahmen von Staatsanwaltschaft und

    a) Nach der Rechtsprechung des Senats können durch schuldhafte Amtspflichtsverletzungen verursachte Beeinträchtigungen des Persönlichkeitsrechts einen Anspruch auf Geldentschädigung begründen (BGHZ 78, 274, 280; Urteil vom 10. Januar 1972 - III ZR 202/66 - VersR 1972, 368, 369; Urteil vom 17. März 1994 - III ZR 15/93 - NJW 1994, 1950, 1952; Staudinger/Wurm, § 839 Rn. 246).

    Ein solcher Anspruch kommt allerdings nur in Betracht, wenn es sich um einen schwerwiegenden Eingriff in das Persönlichkeitsrecht handelt und die Beeinträchtigung des Betroffenen nicht in anderer Weise befriedigend ausgeglichen werden kann (Senatsurteile BGHZ 78, 274, 280; vom 10. Januar 1972, aaO S. 369; vom 17. März 1994, aaO S. 1952 m.w.N.).

    Schwere Verletzungen sind in der Rechtsprechung des Senats vor allem dann angenommen worden, wenn durch Veröffentlichung in der Presse die Allgemeinheit oder wenigstens ein weiter, nicht abgegrenzter Personenkreis von dem verletzenden Tatbestand Kenntnis erhalten hat (z.B. Urteile vom 10. Januar 1972 - III ZR 202/66 - VersR 1972, 368, 368; vom 25. September 1980 - III ZR 74/78 - NJW 1981, 675, 676 ff).

  • LG Frankfurt/Main, 04.08.2011 - 4 O 521/05

    Amtshaftungsanspruch wegen Verletzung der Menschenwürde durch Androhung von

    In der Rechtsprechung sind schwere Verletzungen, die grundsätzlich das Zusprechen einer Entschädigung erfordern, bislang u.a. dann angenommen worden, wenn durch Veröffentlichung in der Presse die Allgemeinheit oder wenigstens ein weiterer, nicht abgegrenzter Personenkreis von dem verletzenden Tatbestand Kenntnis erhalten hat (z.B. Caroline-Urteile, u.a. BGH, NJW 1996, 985 f., weiter BGH, Urt.v. 10.1.1972, Az.: III ZR 202/66; Urt.v. 25.9.1980, Az.: III ZR 74/78), wenn Häftlinge in menschenunwürdiger Art und Weise untergebracht waren (z.B. BGH, NJW 2005, 58 ff.), aber auch bei Eingriff in das Persönlichkeitsrecht durch Einsatz technischer Mittel zur Datenerhebung in oder aus Wohnungen über einen langen Zeitraum und in das Grundrecht der persönlichen Freiheit durch Untersuchungshaft (BGH, Urt.v. 23.10.2003, Az.: III ZR 9/03).
  • BGH, 25.09.1980 - III ZR 74/78

    Ordentlicher Rechtsweg

    Ein Amtshaftungsanspruch wegen einer Verletzung des Persönlichkeitsrechts kann auch die Zahlung einer Entschädigung in Geld für immaterielle Nachteile zum Inhalt haben (Senatsurteile VersR 1972, 368, 369 = BGH Warn 1972 Nr. 3; LM § 839 (D) BGB Nr. 27 = DVBl 1977, 183, 184).
  • OLG Frankfurt, 13.07.2006 - 1 U 239/05

    Amtshaftung wegen eines rechtswidrigen Abberufungs-Aufforderungsbescheides des

    Denn die in ständiger Rechtsprechung des BGH (vgl. etwa VersR 1972, 368, 369; MDR 1977, 206 f. [juris-Rn. 27]; BGHZ 78, 274, 280; 132, 13, 27) anerkannten Voraussetzungen für eine Geldentschädigung - ein schweres Verschulden des Schädigers und das Fehlen einer anderweitigen, ausreichenden Wiedergutmachung - liegen im Streitfall nicht vor; verfassungsrechtlich besteht kein zwingendes "Junktim" zwischen einer Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts und einer Geldentschädigung (vgl. BVerfG NJW 2006, 1580, 1581 [Rn. 17]).
  • BGH, 23.09.1976 - III ZR 121/74
    Eine Verletzung der beamtenrechtlichen Fürsorgepflicht vermag für sich allein einen Anspruch auf Ersatz immateriellen Schadens nicht zu begründen (Senatsurteil VersR 1972, 368, 369 = BGHWarn 1972 Nr. 3; BVerwGE 20, 199)# Daher kann auf sich be.

    Ein Amtshaftungsanspruch nach Art. GG» § 839 BGB kann die Zahlung einer Entschädigung in Geld für nicht vermögensrechtliche Schäden zum Inhalt haben (vgl. Senatsurteil VersR 1972, 368» 369 = BGHWarn 1972 Nr. 3), Wie der erkennen de Senat aaO in Übereinstimmung mit der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (vgl. zuletzt das Urteil BGHZ 66, 182 m. w. Nachw.) ausgeführt hat, ist eine Geldentschädigung jedoch nur zu gewähren, wenn das Persönlichkeitsrecht in schwerer Weise schuldhaft verletzt worden ist und die erlittene Beeinträchtigung sich nicht in anderer Weise befriedigend ausgleichen läßt.

  • OLG Stuttgart, 25.11.2014 - 4 W 83/14

    Rechtswegeröffnung: Schadensersatzanspruch eines Kirchenbeamten gegen seinen

    Schließlich ist - wie das Landgericht zutreffend ausgeführt hat (S. 3 unter b)) - auch allgemein anerkannt, dass die Verletzung der beamtenrechtlichen Fürsorgepflicht durch den Dienstherrn Amtshaftungsansprüche des Beamten auslösen kann, also die Erfüllung der Fürsorgepflicht zu den drittschützenden Amtspflichten zählt (neben den vom Landgericht angeführten Entscheidungen etwa BGH NJW 1957, 298; BGH VersR 1972, 368 Rn. 54 in Juris - dort als st. Rspr. bezeichnet; BayObLG BayVBl 2000, 442 Rn. 6 in Juris; Senat, Urteil vom 27.11.2013, 4 U 105/13, ebenda; Staudinger-Wöstmann, a.a.O., Rnrn. 96 und 732; Stein / Itzel / Schwall, Praxishandbuch des Amts- und Staatshaftungsrechts, 2. Aufl., Rn. 739).
  • BVerwG, 30.04.1974 - II B 34.73

    Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision gegen ein Urteil des

    Die Beschwerde hat zu § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO zunächst geltend gemacht, zur Klärung einer grundsätzlichen Rechtsfrage gebe die das Berufungsurteil tragende, auch vom Bundesverwaltungsgericht vertretene Auffassung Anlaß, der Beamte könne grundsätzlich nicht beanspruchen, daß die ihn in seinem Dienstverhältnis betreffenden Vorgänge aus den Personalakten entfernt werden, und zwar auch dann nicht, wenn sie rechtsfehlerhaft zu den Personalakten gelangt sein sollten; denn diese Auffassung stehe im Widerspruch zu der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Urteil vom 10. Januar 1972 - III ZR 202/66 - [JZ 1972, 320] und Urteil vom 27. April 1961 - II ZR 209/59 - [JVBl. 1961, 279]), des Bundesarbeitsgerichts (Urteil vom 25. Februar 1959 - 4 AZR 549/57 - [AP § 611 - Fürsorgepflicht Nr. 6]), des Oberverwaltungsgerichts für die Länder Niedersachsen und Schleswig-Holstein (Urteil vom 15. November 1963 - V OVG A 92/61 - [ZBR 1964, 146]) sowie des Bundesdienstgerichts für Richter (in AZ Ri ZR 10/68), und es sei deshalb erforderlich, daß das Bundesverwaltungsgericht seine Rechtsprechung überprüfe.
  • BGH, 05.05.1977 - III ZR 108/75

    Schadensersatz wegen falscher Anwendung von Prüfungsbestimmungen -

    Es entspricht ständiger Rechtsprechung, daß in der Verletzung beamtenrechtlicher Fürsorgepflichten (hier: § 31 SoldatenG) auch eine Amtspflichtverletzung liegen kann (BGHZ 29, 310, 313 - insoweit in BGHZ 43, 178, 184 nicht aufgegeben; Urteil des Senats vom 10. Januar 1972 - III ZR 202/66 - DVBl 1972, 180; BVerwGE 13, 17 und in DRiZ 1966, 183, 186; Eyermann/Fröhler VwGO 6. Aufl. § 40 Rdn. 85; Scherer SoldatenG 5. Aufl. § 31 Rdn. 12).
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