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   BGH, 10.07.1980 - III ZR 177/78   

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https://dejure.org/1980,1961
BGH, 10.07.1980 - III ZR 177/78 (https://dejure.org/1980,1961)
BGH, Entscheidung vom 10.07.1980 - III ZR 177/78 (https://dejure.org/1980,1961)
BGH, Entscheidung vom 10. Juli 1980 - III ZR 177/78 (https://dejure.org/1980,1961)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Sittenwidrigkeit eines Darlehensvertrages zur Finanzierung des Kaufs eines PKW - Auffälliges Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung - Bewusste Ausnutzung der schwächeren wirtschaftlichen Lage des Darlehensnehmers - Berücksichtigung von Bearbeitungsgebühr und Restschuldversicherung bei Ermittlung der Gesamtbelastung - Unangemessene Vertragsklauseln in Allgemeinen Geschäftsbedingungen - Fehlende Ausweisung des effektiven Jahreszinses im Kreditantragsformular - Mangelnde Einschätzbarkeit des Vertragsrisikos bei rechtsunkundigen und geschäftsungewandten Kreditbewerbern - Entfall der Bereicherung des Darlehensnehmers aufgrund von Gewährleistungsansprüchen und Schadensersatzansprüchen - Voraussetzungen eines Einstehen des Kreditgebers für das Verschulden des Verkäufers beim finanzierten Abzahlungskauf

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • NJW 1980, 2301
  • ZIP 1980, 755
  • MDR 1981, 31
  • WM 1980, 1111
  • DB 1980, 2031
 
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Wird zitiert von ... (16)

  • BGH, 21.04.2015 - XI ZR 234/14

    Erfüllungswirkung einer Zahlung an einen Betreuten

    Etwas anderes gilt nur, wenn der Anspruch gegen den Dritten praktisch wertlos ist (vgl. BGH, Urteile vom 29. Mai 1978 - II ZR 166/77, BGHZ 72, 9, 13 und vom 10. Juli 1980 - III ZR 177/78, WM 1980, 1111, 1113; OLG Frankfurt am Main, NJW-RR 1995, 1348).
  • OLG Schleswig, 28.04.2016 - 5 U 36/15

    Geschäftsunfähigkeit; Entreicherung; Informationspflichten des

    Deshalb lässt auch die vorgenannte Rechtsprechung Ausnahmen zu: Ist der Anspruch praktisch wertlos oder seine Realisierung nicht zumutbar und damit ohne eigentlichen Bereicherungswert, ist die Bereicherung entfallen (BGH, Urteil vom 10. Juli 1980 - III ZR 177/78 , [...] Rn. 27; OLG Frankfurt, Urteil vom 18. Mai 1995 - 1 U 53/94, [...] Rn. 7).
  • BGH, 12.03.1981 - III ZR 92/79

    Sittenwidriger Teilzahlungs- oder Ratenkreditvertrag

    Danach ist ein Darlehensvertrag, wie der Senat schon wiederholt entschieden hat (u.a. Urteil vom 9. November 1978 - III ZR 21/77 = NJW 1979, 805; zuletzt Urteil vom 10. Juli 1980 - III ZR 177/78 = NJW 1980, 2301, Jeweils m.w. Nachw.) nichtig, wenn zwischen den Leistungen des Darlehensgebers und den durch einseitige Vertragsgestaltung festgelegten Gegenleistungen des Darlehensnehmers ein auffälliges Mißverhältnis besteht und der Darlehensgeber die wirtschaftlich schwächere Lage des Darlehensnehmers, dessen Unterlegenheit, bei der Festlegung der Darlehensbedingungen bewußt zu seinem Vorteil ausnutzt.

    Für die nach den obigen Ausführungen (II 1) gebotene Prüfung, ob zwischen Leistung und Gegenleistung ein auffälliges Mißverhältnis besteht, stellt der Marktvergleich ein geeignetes Mittel dar; mit seiner Hilfe läßt sich das verkehrsübliche und wirtschaftlich noch tragbare Darlehensentgelt als Vergleichsmaßstab für den auf seine Sittenwidrigkeit zu untersuchenden Kreditvertrag ermitteln (Senatsurteile vom 10. Juli 1980 aaO; vom 17. April 1980 - III ZR 96/78 = NJW 1980, 2076 und vom 10. April 1980 - III ZR 59/79 = NJW 1980, 2074).

    Auch der erkennende Senat hat bereits die tatrichterliche Verwertung dieses statistischen Vergleichsmaterials gebilligt (vgl. Urteile vom 17. April 1980 a.a.O. und vom 10. Juli 1980 aaO).

    Höhere Zinsen und niedrigere Kreditkosten oder umgekehrt können für den Darlehensnehmer, je nach der sonstigen Vertragsgestaltung, im Ergebnis die gleiche finanzielle Belastung für einen gleichhohen Kredit begründen (vgl. Senatsurteile vom 10. Juli 1980 a.a.O. u. vom 10. April 1980 aaO, jeweils m.w. Nachw.).

  • BGH, 08.09.2016 - IX ZR 151/14

    Insolvenzanfechtung: Kenntnis des Anfechtungsgegners hinsichtlich der

    Insoweit ist revisionsrechtlich zu unterstellen, dass eine etwaige, als Masseverbindlichkeit im Sinne des § 55 Abs. 1 Nr. 3 InsO geltend zu machende Bereicherungsforderung des Beklagten mangels ausreichender Insolvenzmasse nicht berichtigt werden kann und somit wertlos ist (vgl. BGH, Urteil vom 10. Juli 1980 - III ZR 177/78, NJW 1980, 2301, 2303; vom 15. Oktober 1992 - IX ZR 43/92, NJW 1993, 648, 652; MünchKomm-InsO/Kirchhof, aaO Rn. 103).
  • BGH, 03.07.1985 - VIII ZR 102/84

    Haftung des Leasinggebers für unterlassene Hinweise des Lieferanten

    Die Hinweispflicht ergibt sich - ähnlich wie diejenige der Finanzierungsbanken beim finanzierten Abzahlungskauf hinsichtlich der aus der Trennung von Kauf- und Darlehensvertrag entstehenden Risiken (BGHZ 33, 293, 298; 47, 207, 210 [BGH 20.02.1967 - III ZR 134/65]; BGH Urteil vom 10. Juli 1980 - III ZR 177/78 = NJW 1980, 2301 = WM 1980, 1111 unter III 3) - aus dem typischen Dreiecksverhältnis beim Finanzierungsleasing.

    Insbesondere hat er im Bereich des finanzierten Abzahlungskaufs die Finanzierungsbank für haftbar erklärt, wenn der mit ihrem Willen (auch) den Darlehensvertrag vorbereitende Verkäufer schuldhaft vorvertragliche Pflichten gegenüber dem Darlehensnehmer (Käufer) verletzt hatte (BGHZ 33, 293, 299; 40, 65, 69; BGH Urteil vom 10. Juli 1980 aaO unter III 3 m. w. Nachw.).

    Auch beim Finanzierungsleasing ist also § 278 BGB auf schuldhafte Handlungen einer Hilfsperson im Zusammenhang mit Vertragsverhandlungen anzuwenden, wenn im konkreten Fall Pflichten gerade aus der übertragenen Aufgabe der Vertragsvorbereitung verletzt werden; eine ständige oder enge Verbindung zwischen Leasinggeber und Hilfsperson ist nicht erforderlich (ebenso für finanzierten Abzahlungskauf: BGH Urteil vom 10. Juli 1980 - III ZR 177/78 = NJW 1980, 2301 = WM 1980, 1111 unter III 3).

    Mit dieser den Leasingvertrag vorbereitenden Tätigkeit, die der Klägerin eigenes Handeln ersparte (BGH Urteil vom 10. Juli 1980 aaO), standen die oben (zu aa und bb) erörterte Unterlassung eines Hinweises an die Beklagte und die unterbliebene Übersendung der Rücktrittsvereinbarung nicht nur in äußerlichem, sondern in engem inneren Zusammenhang.

  • BGH, 30.06.1983 - III ZR 114/82

    Bestimmung der Sittenwidrigkeit eines Rechtsgeschäfts nach den im Zeitpunkt

    1979 - III ZR 119/77 = WM 1979, 270; vom 17. Mai 1979 - III ZR 118/77 = WM 1979, 1035; vom 21. Juni 1979 - III ZR 171/77 = WM 1979, 1209; vom 29. Juni 1979 - III ZR 156/77 = WM 1979, 966; vom 7. Febr. 1980 - III ZR 141/78 = WM 1980, 327; vom 10. April 1980 - III ZR 59/79 = WM 1980, 892; vom 17. April 1980 - III ZR 96/78 = WM 1980, 860; vom 10. Juli 1980 - III ZR 177/78 = NJW 1980, 2301 und vom 7. Mai 1981 - III ZR 2/79 -).
  • BGH, 20.02.1990 - XI ZR 195/88

    Berücksichtigung der Nichtigkeit eines Vorkredits im Rahmen einer Umschuldung

    Zwar hatte der Bundesgerichtshof in der Zeit von der Jahreswende 1978/79 (Urteil vom 9. November 1978 - III ZR 21/77 = WM 1979, 225) bis zum Sommer 1980 (zuletzt Urteile vom 10. April 1980 - III ZR 59/79 = WM 1980, 892; 17. April 1980 - III ZR 96/78 = WM 1980, 860; 10. Juli 1980 - III ZR 177/78 = WM 1980, 1111) vielfach bereits Ratenkreditverträge gemäß § 138 Abs. 1 BGB für nichtig erklärt, weil eine Gesamtwürdigung aller objektiven und subjektiven Vertragsumstände sie als sittenwidrig erscheinen ließ.
  • BGH, 07.05.1981 - III ZR 2/79

    Anspruch auf Zahlung rückständiger Beträge aus Kreditvertrag wegen Übernahme der

    Das Landgericht hat nicht, wie sachlichrechtlich geboten, einen "Marktvergleich" dahin angestellt, welche Zinssätze im September 1976 auf dem gesamten Markt für Ratenkredite in vergleichbarer Höhe für vergleichbare Laufzeiten verkehrsüblich waren (vgl. dazu die Senatsurteile vom 12. März 1981 a.a.O. und vom 10. Juli 1980 - III ZR 177/78 - NJW 1980, 2301 = WM 1980, 1111).

    Er erschwert es jedoch den Darlehensnehmern, ihre Belastung zuverlässig zu beurteilen, und fällt damit bei der Bewertung der (gesamten) Vertragsumstände ins Gewicht (Senatsurteile vom 9. November 1978 - III ZR 21/77 - WM 1979, 225; vom 29. Juni 1979 - III ZR 156/77 = WM 1979, 966; vom 10. Juli 1980 aaO).

    Bei dieser Vertragsgestaltung kann der gesamte Kreditvertrag sittenwidrig und daher nichtig sein (§ 138 Abs. 1 BGB; vgl. Senatsurteile vom 10. April 1980 - III ZR 59/79 = NJW 1980, 2074 - WM 1980, 892; vom 17. April 1980 - III ZR 96/78 = NJW 1980, 2076 - WM 1980, 860; vom 10. Juli 1980 - III ZR 177/78 = NJW 1980, 2301 = WM 1980, 1111).

  • OLG München, 30.07.1985 - 25 U 5507/84
    Je nach seiner Größe müssen mehr oder minder schwerwiegende, weitere Merkmale der Vertragsgestaltung hinzutreten, welche insgesamt zu einer unangemessenen und persönlich unerträglichen Belastung des Darlehensnehmers führen können, außerdem die genannten subjektiven Momente der Ausnutzung (BGH NJW 79, 808 = WM 79, 270; BGH NJW 80, 2076 m.krit.Anm. Loewe; BGH NJW 80, 2074; BGH NJW 80, 2301; BGH NJW 81, 1206 = BGHZ 80, 153; BGH NJW 82, 2433 = WM 82, 921;.

    Dies schließt nicht aus, daß bei Hinzutreten gravierender unangemessener Belastungen sonstiger Art im jeweiligen Vertragsfalle ein erheblich geringeres Mißverhältnis bereits ausreicht (vgl. BGH NJW 80, 2301: 70 %; OLG Frankfurt NJW 85, 116: 67, 64 %).

    Auch die gegebene Erhöhung um 78 % gegenüber dem Marktzins könnte deshalb im Zusammenhang solcher anderen gravierenden Belastungsumstände das Urteil der Sittenwidrigkeit rechtfertigen (vgl. BGH NJW 80, 2301; OLG Frankfurt WM 85, 116), nicht jedoch ohne solche weiteren Umstände unangemessener Belastung (vgl. OLG Hamm BB 83, 404).

  • BGH, 04.05.1993 - XI ZR 9/93

    Abschluss eines Ratenkreditvertrages - Sittenwidrigkeit von Darlehensverträgen -

    Denn damals war die jetzt gültige 100%-Marktzinsüberschreitungsformel der höchstrichterlichen Rechtsprechung noch nicht sicher erkennbar, und auch das Gewicht zu beanstandener Klauseln in den Kreditbedingungen stand noch nicht fest (im Anschluß an BGHZ 112, 54 [BGH 03.07.1990 - XI ZR 302/89] = NJW 1981, 30 = LM § 697 BGB Nr. 124, in Abgrenzung zu BGH, NJW 1979, 808 = LM § 138 (Bc) BGB Nr. 19; NJW 1980, 2301 = LM § 138 (Bc) BGB Nr. 30).

    Soweit das Berufungsgericht darauf hinweist, daß in den Jahren 1979/1980 in Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (Urteile vom 11. Januar 1979 - III ZR 119/77, NJW 1979, 808 und vom 10. Juli 1980 - III ZR 177/78, NJW 1980, 2301) die Sittenwidrigkeit von Ratenkreditverträgen auch unterhalb dieses Richtwerts bejaht worden ist, übersieht es, daß es sich jeweils um Kredite aus Hochzinsphasen handelte und die absolute Überschreitung des Marktzinses bei 12 Prozentpunkten und mehr lag.

  • BGH, 18.11.1982 - III ZR 61/81

    Nichtigkeit eines Kreditvertrages wegen Verstoßes gegen ein Gesetz - Nichtigkeit

  • BGH, 08.07.1982 - III ZR 35/81

    Sittenwidrigkeit eines Ratenkreditvertrages wegen der Höhe des effektiven

  • BGH, 12.03.1981 - III ZR 88/79
  • BGH, 27.02.1986 - III ZR 95/85

    Bestehen einer allgemeinen Pflicht der Bank, den Kreditnehmer über die

  • OLG München, 05.05.1994 - 32 U 1820/94

    Anwendbarkeit des HWiG auf vor dem 1.1.1991 geschlossenen Darlehensverträge

  • OLG Hamburg, 02.09.1988 - 11 U 107/88

    Örtliche Gerichtszuständigkeit bei einem Rechtsmittel auf einstweilige

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