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   BGH, 10.11.1993 - XII ZR 127/92   

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BGH, 10.11.1993 - XII ZR 127/92 (https://dejure.org/1993,916)
BGH, Entscheidung vom 10.11.1993 - XII ZR 127/92 (https://dejure.org/1993,916)
BGH, Entscheidung vom 10. November 1993 - XII ZR 127/92 (https://dejure.org/1993,916)
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Volltextveröffentlichungen (5)

  • Deutsches Notarinstitut

    EGBGB Art. 15, 234 § 5; BGB §§ 1569 ff.

  • Wolters Kluwer

    Innerdeutsches Kollisionsrecht - Unterhalt - DDR-Bürger - Übersiedlung in BRD

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Unterhaltsansprüche des in der ehemaligen DDR zurückgebliebenen Ehegatten nach Übersiedlung des Unterhaltsverpflichteten in die Bundesrepublik.

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (2)

Papierfundstellen

  • BGHZ 124, 57
  • NJW 1994, 382
  • MDR 1994, 483
  • NJ 1994, 171
  • FamRZ 1994, 1022
  • FamRZ 1994, 160
 
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Wird zitiert von ... (19)

  • BSG, 10.12.2003 - B 5 RJ 50/02 R

    Geschiedenenwitwenrentenanspruch - Beitrittsgebiet - nachehelicher

    Das Urteil des BGH vom 10. November 1993 (NJW 1994, 382), wonach seit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Neuregelung des Internationalen Privatrechts (IPR-Neuregelungsgesetz vom 25. Juli 1986, BGBl 1, 1142) im Jahre 1986 im innerdeutschen Kollisionsrecht der alten Bundesländer der am 1. September 1986 in Kraft getretene Art. 18 Abs. 5 des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuch (EGBGB) analog anwendbar sei und abweichend vom letzten Personalstatut für den nachehelichen Unterhalt bei deutschen Staatsangehörigen das bundesdeutsche und nicht das im Beitrittsgebiet geltende Recht gelte, wenn der unterhaltspflichtige Ehegatte vor dem 3. Oktober 1990 aus der ehemaligen DDR in die Bundesrepublik Deutschland übergesiedelt sei, habe keine rentenrechtlichen Konsequenzen im Hinblick auf §§ 243, 243a SGB VI. Der BGH habe nur über Unterhaltsansprüche nach §§ 1569 ff Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) entschieden; diese Bestimmungen seien jedoch erst durch das Erste Gesetz zur Reform des Ehe- und Familienrechts vom 14. Juni 1976 (BGBl I, 1421 ) zum 1. Juli 1977 eingeführt worden.

    Diese Regelung ist nach der Rechtsprechung des BGH (Urteile vom 10. November 1993 - XII ZR 127/92 - BGHZ 124, 57, vom 8. Dezember 1993 - XII ZR 115/92 - FamRZ 1994, 824 und vom 2. Februar 1994 - XII ZR 191/92 - FamRZ 1994, 562, bestätigt durch Urteil vom 21. September 1994 - XII ZR 115/93 - FamRZ 1994, 1582) im innerdeutschen Kollisionsrecht analog anzuwenden.

    Doch hätte diese Auffassung unter der Geltung des IPR-Neuregelungsgesetzes zur Folge, dass die Anwendung des bundesdeutschen nachehelichen Unterhaltsrechts strengeren Anforderungen unterworfen wäre als dies nach § 18 Abs. 5 EGBGB im Verhältnis zum Ausland der Fall ist (so bereits BGH Urteil vom 10. November 1993 - XII ZR 127/92 - BGHZ 124, 57, 62).

  • BGH, 20.04.1994 - XII ZB 143/92

    Scheidungsfolgenstatut bei gewöhnlichem Aufenthalt beider Ehegatten in der

    Eine Übersiedlung der Ehefrau nach dem 3. Oktober 1990 in die alten Bundesländer würde keinen Wandel des Scheidungsfolgenstatuts mehr bewirken, da mit dem Wirksamwerden des Beitritts das Bedürfnis für einen solchen Wandel entfallen ist (allgem. M.; für das Unterhaltsstatut vgl. Senatsurteil vom 10. November 1993 - XII ZR 127/92 - FamRZ 1994, 160, 161 m.w.N.).

    Zwar wird mit dem Inkrafttreten des IPR-Neuregelungsgesetzes am 1. September 1986, ähnlich wie im Unterhaltsrecht (dazu Senatsurteil vom 10. November 1993 aaO), eine Modifizierung des innerdeutschen Kollisionsrechts auch für den Versorgungsausgleich in Betracht zu ziehen sein, und zwar im Sinne einer entsprechenden Anwendung des Art. 17 Abs. 3 EGBGB n.F. (vgl. etwa Palandt/Heldrich BGB 53. Aufl. Art. 17 EGBGB Rdn. 41 m.w.N.).

    Einen gewissen Ausgleich schaffen etwaige Ansprüche auf nachehelichen Unterhalt (dazu Senatsurteil vom 10. November 1993 aaO) und unter Umständen Ansprüche auf Hinterbliebenenversorgung (dazu vgl. MünchKomm/Maier Ergbd. aaO Rdn. 491).

  • BGH, 08.12.1993 - XII ZR 115/92

    Maßgeblichkeit bundesdeutschen Rechts für den Anspruch auf nachehelichen

    b) Wie der Senat in seinem Urteil vom 10. November 1993 (XII ZR 127/92 - zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen) im einzelnen dargelegt hat, ist seit dem Inkrafttreten des IPR-Neuregelungsgesetzes 1986 im innerdeutschen Kollisionsrecht der alten Bundesländer die Bestimmung des Art. 18 Abs. 5 EGBGB entsprechend heranzuziehen.

    Soweit die Klägerin danach einen Anspruch auf nachehelichen Unterhalt erworben hat, ist diese Rechtsposition nach dem Wirksamwerden des Beitritts erhalten geblieben (Senatsurteil vom 10. November 1993 aaO.).

  • BGH, 02.02.1994 - XII ZR 191/92

    Gerichtliche Abänderung einer in der ehemaligen DDR geschlossenen Einigung über

    Wie der Senat hierzu in dem Urteil vom 10. November 1993 (XII ZR 127/92, zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen) im einzelnen dargelegt hat, ist seit dem Inkrafttreten des IPR-NeuregelungsG 1986 im innerdeutschen Kollisionsrecht der alten Bundesländer die Bestimmung des Art. 18 Abs. 5 EGBGB entsprechend heranzuziehen.
  • BGH, 21.09.1994 - XII ZR 115/93

    Unterhaltsanspruch eines in der DDR geschiedenen Ehegatten

    b) Wie der Senat bereits wiederholt entschieden hat, ist seit dem Inkrafttreten des IPR-Neuregelungsgesetzes 1986 im innerdeutschen Kollisionsrecht der alten Bundesländer die Bestimmung des Art. 18 Abs. 5 EGBGB entsprechend anzuwenden mit der Folge, daß für den Anspruch auf nachehelichen Unterhalt das bundesdeutsche Recht maßgebend ist, wenn der Verpflichtete vor dem Wirksamwerden des Beitritts am 3. Oktober 1990 aus der ehemaligen DDR in die damalige Bundesrepublik Deutschland übergesiedelt ist, d.h. hier seinen gewöhnlichen Aufenthalt genommen hat (vgl. Urteile vom 10. November 1993 - XII ZR 127/92 - FamRZ 1994, 160, vom 8. Dezember 1993 - XII ZR 115/92 - FamRZ 1994, 824 und vom 2. Februar 1994 - XII ZR 191/92 - FamRZ 1994, 562; die Verfassungsbeschwerde gegen die letztere Entscheidung ist nicht angenommen worden, vgl. BVerfG, Beschluß vom 13. Juni 1994 - 1 BvR 647/94).

    Im Schrifttum wird dieser Rechtsprechung teils zugestimmt (vgl. Rolland/Hülsmann, Familienrecht Rdn. 64 vor §§ 1569 ff BGB; Brudermüller FamRZ 1994, 1023; Lohmann EWiR 1994, 141), teils ist sie auf Kritik gestoßen (vgl. Göppinger/Linke, Unterhaltsrecht 6. Aufl. Rdn. 3422; Dieckmann FamRZ 1994, 1073; Siehr IPRax 1994, 360).

  • BGH, 25.01.1995 - XII ZR 247/93

    Anpassung einer zu Zeiten der ehemaligen DDR aus Anlaß der Ehescheidung

    In welchen Fällen das Recht der DDR "bisheriges Recht" war, ist dabei nach dem innerdeutschen Kollisionsrecht zu beantworten, und zwar - im Interesse eines Entscheidungseinklanges - in der Ausprägung, die es in Anlehnung an das internationale Privatrecht der Art. 3 ff. EGBGB erfahren hat, lediglich mit dem Unterschied, daß in deutsch-deutschen Fällen nicht auf das Heimatrecht, sondern auf den gewöhnlichen Aufenthalt der Anknüpfungsperson abgestellt wird (Senat BGHZ 85, 16, 22 f.; 124, 57 f. mit Anmerkung Lohmann EWiR 1/94 zu Art. 18 EGBGB; Senatsurteile vom 23. September 1992 aaO. S. 44 und vom 2. Februar 1994 aaO. S. 563; BGHZ 124, 270 f. mit Anmerkung Thode JZ 1994, 472, 473 [BGH 01.12.1993 - IV ZR 261/92]; Brudermüller FamRZ 1994, 1022 f.).
  • OLG Karlsruhe, 27.12.1995 - 20 WF 15/95

    Voraussetzungen eines Auskunftsanspruchs zur Durchsetzung von

    Der BGH hat zwar in seinem Grundsatzurteil vom 10.11.1993 (FamRZ 1994, 160 = NJW 1994, 382 ) entschieden, dass nachehelicher Unterhalt gemäß den Vorschriften des BGB gefordert werden kann, wenn die Ehe vor dem Wirksamwerden des Beitritts (3.10.1990) durch ein Gericht der DDR geschieden worden und der unterhaltspflichtige Ehegatte vor diesem Zeitpunkt in die Bundesrepublik Deutschland übergesiedelt ist.

    In diesem - hier vorliegenden - Fall richtet sich der Unterhaltsanspruch also nicht nach dem für die Scheidung maßgeblichen DDR-Recht (vgl. § 29 FGB-DDR), sondern nach den §§ 1569 ff. BGB (ausführlich dazu Brudermüller, FamRZ 1994, 1022 ff. m.w.N. zur Streitfrage).

  • LSG Bayern, 15.02.2006 - L 13 R 4226/03

    Aufteilung der Witwenrente auf mehrere Berechtigte; Erstattung des

    Auf den dagegen erhobenen Widerspruch wies die Beklagte die jetzigen Prozessbevollmächtigten der Klägerin darauf hin, nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) in den Urteilen vom 10. November 1993, NJW 94, 382, 8. Dezember 1993, FamRZ 94, 824 und 2. Februar 1994, FamRZ 94, 562 sei bei Unterhaltsansprüchen für die Zeit nach dem 31. August 1986 in analoger Anwendung des am 1. September 1986 in Kraft getretenen Art. 18 Abs. 5 des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuch (EGBGB) das bundesdeutsche Ehegesetz (EheG) maßgebend, wenn - wie hier - bei deutschen Ehegatten der unterhaltspflichtige Ehegatte vor dem 3. Oktober 1990 ins Bundesgebiet übergesiedelt sei.

    Nach der Rechtsprechung des BGH (Urteil vom 10. November 1993, Az.: XII ZR 127/92) sei diese Vorschrift seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Neuregelung des internationalen Privatrechts am 31. August 1986 im innerdeutschen Kollisionsrecht analog anwendbar.

  • BGH, 01.02.1995 - XII ZR 2/94

    Bemessung des Unterhaltsanspruchs bei Verlegung des Wohnsitzes beider

    Das steht im Einklang mit der Rechtsprechung des Senats zum innerdeutschen Kollisionsrecht in vergleichbaren Fällen (Senatsurteile BGHZ 124, 57 ff. und vom 21. September 1994 - XII ZR 115/93 - FamRZ 1994, 1582 f.) und wird auch von der Revision nicht angegriffen.
  • OLG Zweibrücken, 28.02.2000 - 2 UF 235/99

    Versorgungsausgleich bei zu Zeiten der ehemaligen DDR geschlossenen Ehen

    Die Antragstellerin hat daher das Unterbleiben eines Versorgungsausgleichs hinzunehmen; einen gewissen Ausgleich schaffen etwaige Ansprüche auf nachehelichen Unterhalt (vgl. BGH FamRZ 1994, 160 m.w.N.) und unter Umständen Ansprüche auf Hinterbliebenenversorgung (vgl. MüKo-Mayer, Ergänzungsband zur 2. Aufl., Einigungsvertrag Rz. 491).
  • OLG Karlsruhe, 23.02.1995 - 2 UF 225/92

    Rechtswirkung des Verbundurteils wegen Kindesunterhalts des Kreisgerichts der

  • LSG Berlin-Brandenburg, 25.11.2010 - L 22 R 432/09

    Geschiedenenwitwenrente; Beitrittsgebiet

  • BSG, 30.09.1999 - B 8 KN 21/98 B

    Nichtanwendung deutschen Rechts zur Geschiedenenwitwenrente bei gewöhnlichem

  • LSG Thüringen, 20.08.2002 - L 2 RJ 437/01

    Anspruch auf Geschiedenenwitwenrente; Anwendbarkeit des § 243 Sozialgesetzbuch,

  • LSG Niedersachsen-Bremen, 26.08.2003 - L 2 RI 306/99

    Zuerkennung einer Geschiedenen-Witwenrente; Zahlung erst mit Ablauf des

  • OLG Karlsruhe, 25.04.1996 - 2 UF 235/93

    DDR - Flucht - Übersiedlung - Bundesrepublik - Einkommen - Härtefall

  • OLG München, 14.03.1995 - 16 WF 567/95

    Anwendbarkeit bundesdeutschen Rechts auf Unterhaltsansprüche von in der

  • OLG Hamburg, 03.11.1995 - 2 WF 94/95

    Unzulässigkeit des Auskunftsverlangens bei Fehlen eines Unterhaltsanspruchs

  • AG Berlin-Tempelhof/Kreuzberg, 24.04.1995 - 142 F 13832/92

    Nachehelicher Unterhalt; DDR-Ehe; Unterhaltsvereinbarung; Unterhalt nach

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