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   BGH, 11.07.2012 - IV ZR 164/11   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2012,17713
BGH, 11.07.2012 - IV ZR 164/11 (https://dejure.org/2012,17713)
BGH, Entscheidung vom 11.07.2012 - IV ZR 164/11 (https://dejure.org/2012,17713)
BGH, Entscheidung vom 11. Juli 2012 - IV ZR 164/11 (https://dejure.org/2012,17713)
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Volltextveröffentlichungen (14)

  • bundesgerichtshof.de PDF
  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 133 BGB, § 157 BGB, § 278 BGB, § 307 Abs 1 S 2 BGB
    Anteilsgebundene Lebensversicherung: Auslegung des Versicherungsvertrages und der Policenbedingungen hinsichtlich der Erfüllungsansprüche; Umfang der Aufklärungspflicht des Versicherers; Zurechenbarkeit des Verhaltens der Vermittler im Rahmen der geschuldeten Aufklärung

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Erfüllungsansprüche bei einer anteilsgebundenen Lebensversicherung (Wealthmaster Noble") durch im Versicherungsschein vorbehaltslos vorgesehene regelmäßige Auszahlungen während der Laufzeit des Vertrages

  • WM Zeitschrift für Wirtschafts- und Bankrecht(Abodienst; oder: Einzelerwerb Volltext 11,50 €)

    Zu Erfüllungsansprüchen bei einer anteilsgebundenen Lebensversicherung ("Wealthmaster Noble"), wenn nach dem Versicherungsschein vorbehaltlos regelmäßige Auszahlungen während der Laufzeit des Vertrages vorgesehen sind und die in Bezug genommenen Policenbedingungen ...

  • rewis.io
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB §§ 133 C, 157 E, 278
    Erfüllungsansprüche bei einer anteilsgebundenen Lebensversicherung (Wealthmaster Noble") durch im Versicherungsschein vorbehaltslos vorgesehene regelmäßige Auszahlungen während der Laufzeit des Vertrages

  • rechtsportal.de

    Erfüllungsansprüche bei einer anteilsgebundenen Lebensversicherung (Wealthmaster Noble") durch im Versicherungsschein vorbehaltslos vorgesehene regelmäßige Auszahlungen während der Laufzeit des Vertrages

  • datenbank.nwb.de
  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Erfüllungsansprüche gegen Lebensversicherung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (37)

  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)

    Zu Schadensersatz- und Erfüllungsansprüchen gegen den englischen Lebensversicherer Clerical Medical

  • zip-online.de (Leitsatz)

    Aufklärungspflicht bei Abschluss einer kreditfinanzierten kapitalbildenden Lebensversicherung als Anlagegeschäft ("Wealthmaster Noble")

  • kanzleimitte.de (Kurzinformation)

    "Marktpreisanpassungen" der Clerical Medical Investment Group Limited (CMI) unwirksam - CMI Anleger sollten Ausschüttungsbeträge prüfen lassen

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    "Clerical Medical"

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Schadensersatz- und Erfüllungsansprüchen gegen den englischen Lebensversicherer Clerical Medical

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Entwicklung der Rechtsprechung gegen die englische Lebensversicherung Clerical Medical

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Anleger von Clerical Medical gestärkt

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Clerical Medical: Anleger hoffen auf ein Anspruch auf Schadensersatz

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Auch für Individualrente-Anleger: CMI zu Schadenersatz und Erfüllung des Entnahmeplans verurteilt

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Clerical Medical Anleger

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Zum Vorteil der Clerical Medical Anleger entschieden

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Clerical Medical Anleger bekommen Unterstützung

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Clerical Medical Anleger in ihren Rechten gestärkt

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Clerical Medical Anleger haben gute Chancen

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Clerical Medical

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Clerical Medical Rentenmodelle

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Clerical Medical: Weg für Ansprüche von CMI Anlegern wird frei gemacht

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Clerical Medical: Schadenersatzansprüche im Zusammenhang mit der Lex Konzept Rente

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    CMl zu Schadenersatz und Erfüllung des Entnahmeplans verurteilt - auch Smart In-Anleger (Rentenmodell) profitieren von Entscheidung

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    EuroPlan: Clerical Medical vom BGH zu Schadenersatz und Erfüllung des Entnahmeplans verurteilt

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Gute Aussichten für Clerical Medical Anleger

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Lebensversicherung Wealthmaster Noble: Englische Lebensversicherer Clerical Medical in die Pflicht genommen

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Clerical Medical Wealthmaster Noble

  • hahn-rechtsanwaelte.de (Kurzinformation)

    Britische Lebensversicherungen Schadensersatz

  • rofast.de (Kurzinformation)

    Aussagen von Strukturvertrieben müssen Versicherer sich zurechnen lassen

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Clerical Medical

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Ansprüche von Clerical Medical Anlegern

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Clerical Medical: Schadenersatzansprüche im Zusammenhang mit dem Smart In Rentenmodell

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Clerical Medical

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Clerical Medical: Auszahlungs- und Schadensersatzansprüche der Anleger festgestellt

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    CMI zu Schadenersatz verurteilt - rechtliche Möglichkeiten für Individualrente-Anleger

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Clerical Medical: Wealthmaster Noble: Fehlerhafte Aufklärung und Schadensersatz

  • juraforum.de (Kurzinformation)

    Clerical Medical Anleger können aufatmen

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Lex Konzept Rente: Schadensersatzansprüche - Clerical Medical

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Rechte von Lebensversicherungskunden gestärkt

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Clerical Medical Wealthmaster Noble

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Widerruf oder Vertragserfüllung bei Lebensversicherungen von Clerical Medical

Besprechungen u.ä. (2)

Sonstiges

  • wolterskluwer-online.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Clerical Medical - Neue Ansätze für die Transparenzkontrolle von AVB?" von RA Dr. Andreas Börner, original erschienen in: VersR 2012, 1471 - 1476.

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BGHZ 194, 39
  • NJW 2012, 3647
  • ZIP 2012, 1674 (Ls.)
  • MDR 2012, 1091
  • NJ 2013, 85
  • VersR 2012, 1237
  • WM 2012, 1582
 
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Wird zitiert von ... (105)

  • BGH, 08.10.2013 - XI ZR 401/12

    BGH erklärt Erbnachweisklausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen einer

    Insbesondere fehlte es danach an der notwendigen Festlegung der Voraussetzungen und des Umfangs des einseitigen Bestimmungsrechts (vgl. BGH, Urteile vom 11. Juni 1980 - VIII ZR 174/79, NJW 1980, 2518, 2519 zu einer Preiserhöhungsklausel, vom 26. November 1984 - VIII ZR 214/83, BGHZ 93, 29, 34 zum Leistungsbestimmungs- und -änderungsrecht, vom 19. Oktober 1999 - XI ZR 8/99, NJW 2000, 651, 652 zum Entgeltbestimmungsvorbehalt und vom 11. Juli 2012 - IV ZR 164/11, BGHZ 194, 39 Rn. 61 zur Marktpreisanpassung; vgl. auch BGH, Urteil vom 7. Oktober 1981 - VIII ZR 229/80, BGHZ 82, 21, 26).
  • LG Krefeld, 19.07.2017 - 7 O 147/16

    Abgasskandal: VW verurteilt

    Es entspricht gefestigter Rechtsprechung des BGH, dass die Verleitung zu einem Vertragsschluss selbst bei objektiver Äquivalenz von Leistung und Gegenleistung zum Schadensersatz in Form der Naturalrestitution gemäß § 249 Abs. 1 BGB verpflichtet, wenn ein getäuschter Kontrahent den Vertrag ohne das haftungsauslösende Verhalten nicht geschlossen hätte (BGH NJW 1998, 302, 304; BGH NJW-RR 2005, 611, 612; BGH NJW 2005, 1579, 1580; BGH NJW 2010, 2506f.; BGH VersR 2012, 1237 Rn. 64).

    Hierfür genügt nach Ansicht des BGH, dass die Leistung des anderen Vertragsteils, obwohl objektiv werthaltig, für die Zwecke des geschädigten Kontrahenten nicht voll brauchbar ist (BGH NJW 2005, 611, 612; BGH NJW 2005, 1579, 1580; BGH VersR 2012, 1237, Rn. 64; BGH NJW-RR 2014, 277, Rn. 18).

  • BGH, 06.07.2016 - IV ZR 44/15

    Krankentagegeldversicherung: Wirksamkeit einer Regelung über die Herabsetzung des

    Eine Klausel muss nicht nur in ihrer Formulierung für den durchschnittlichen Vertragspartner verständlich sein, sondern darüber hinaus die wirtschaftlichen Nachteile und Belastungen so weit erkennen lassen, wie dies nach den Umständen gefordert werden kann (Senatsurteile vom 11. Juli 2012 - IV ZR 164/11, BGHZ 194, 39 Rn. 40; vom 26. September 2007 - IV ZR 252/06, VersR 2007, 1690 Rn. 16; vom 23. Februar 2005 - IV ZR 273/03, BGHZ 162, 210, 213 f. unter II 2; vom 8. Oktober 1997 - IV ZR 220/96, BGHZ 136, 394, 401 unter 3 b).
  • OLG Stuttgart, 23.09.2015 - 9 U 31/15

    Sparvertrag: Bindung einer Sparkasse an die in einem Werbeflyer angebotenen

    Danach hat die Auslegung Allgemeiner Geschäftsbedingungen und damit auch der hier in Rede stehenden Vertragsbedingungen nach einem objektiv-generalisierenden Maßstab zu erfolgen, der am Willen und Interesse der beteiligten Verkehrskreise ausgerichtet sein muss, so dass es grundsätzlich auf das Verständnis der Sparkunden in ihrer Gesamtheit und nicht nur auf das Verständnis der am vorliegenden Verfahren beteiligten Parteien ankommt (vgl. statt aller BGH, Urteil vom 11. Juli 2012 - IV ZR 164/11 BGHR BGB § 307 Abs. Satz 1 Erbnachweisklausel 1).
  • OLG Stuttgart, 27.06.2013 - 7 U 148/12

    Lebensversicherungsvertrag: Beweislast für vom Wortsinn abweichendes

    Wenn der Versicherer den Policenbedingungen "Wealthmaster" eine Einschränkung des Leistungsversprechens entnehmen will, verstößt diese Fassung der AVB ebenso gegen das Transparenzgebot wie die Fassung in den Policenbedingungen "Wealthmaster Noble" (BGH, Urteil vom 11. Juli 2012, IV ZR 164/11).

    Auf die zutreffenden Gründe des Landgerichts und der höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den Zulässigkeitsvoraussetzungen für Feststellungsklagen hinsichtlich Erfüllungsansprüche bei vorliegenden Konstellationen wird Bezug genommen (BGH, Urteil vom 11.07.2012 - IV ZR 164/11, Rn. 24; BGHZ 83, 122, 125 f.; BGH NJW 1993, 2539, 2540 unter II 1; BGH NJW 2008, 69, 71, Rn. 22).

    Der Senat schließt sich auch insoweit der höchstrichterlichen Rechtsprechung an (BGH, Urteil vom 11.07.2012 - IV ZR 164/11, Rn. 25).

    Dies hindert seine Aktivlegitimation für die Feststellungsklage, wie sie hier geltend gemacht wird, jedoch nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung nicht (BGH, Urteil vom 11.07.2012 - IV ZR 164/11).

    3.3 Die Verpflichtung der Beklagten zur Vornahme von einschränkungslosen "regelmäßigen Auszahlungen" ist weder durch die "Policenbedingungen", auf die im Versicherungsschein auf Seite 1 (Anlage K 3) verwiesen wird, wenngleich offen bleibt, auf welche konkreten Policenbedingungen die Beklagte Bezug nimmt, noch durch die "Verbraucherinformationen" oder die "Poolinformationen" wirksam beschränkt oder an zusätzliche Voraussetzungen geknüpft worden (vgl. BGH, Urteil vom 11.07.2012 - IV ZR 164/11).

    Die Qualität Allgemeiner Geschäftsbedingungen kann ihr daher trotz des - zudem unwirksamen - Einbeziehungshinweises in den Policenbedingungen gem. § 305 Abs. 2 BGB nicht beigemessen werden (vgl. BGH, Urteil vom 11.7.2012, IV ZR 164/11 Rn. 33).

    3.3.2 Den "Policenbedingungen", insbesondere Nr. 9 der "Policenbedingungen", lässt sich nicht entnehmen, dass die beantragten und im Versicherungsschein wiedergegebenen Auszahlungen davon abhängig sein sollen, dass genügend Anteile mit einem ausreichenden Rücknahmewert zum vorgesehenen Auszahlungszeitpunkt vorhanden sind (vgl. BGH, Urteil vom 11.07.2012 - IV ZR 164/11).

    Dabei kommt es auf die Verständnismöglichkeit eines Versicherungsnehmers ohne versicherungsrechtliche Spezialkenntnisse und damit auch auf seine Interessen an (BGHZ 123, 83, 85; BGH, Urteil vom 11.07.2012 - IV ZR 164/11).

    Gemessen an diesen Grundsätzen kann nicht angenommen werden, dass die Regelungen unter Nr. 9.1 der "Policenbedingungen" auch auf solche Auszahlungen Anwendung finden sollen, die dem Versicherungsnehmer auf seinen Versicherungsantrag hin bereits im Versicherungsschein vorbehaltlos als zu erbringende Versicherungsleistung zugesagt sind (BGH, Urteil vom 11.07.2012 - IV ZR 164/11, Rn. 10, 37: zur inhaltsgleichen AGB-Klausel der "Wealthmaster Noble"-Bedingungen).

    Dagegen wird er, so die höchstrichterliche Rechtsprechung zu inhaltsgleichen Klauseln der Beklagten, die im Versicherungsantrag gestellten Auszahlungsanträge als durch die Aufnahme der entsprechenden Auszahlungen in den Versicherungsschein positiv beschieden ansehen (BGH, Urteil vom 11.07.2012 - IV ZR 164/11, Rn. 37).

    Im Übrigen wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen des Bundesgerichtshofs zu den inhaltlich identischen "Policenbedingungen" (dort "Wealthmaster Noble") Bezug genommen, die sich der Senat zu eigen macht (BGH, Urteil vom 11.07.2012 - IV ZR 164/11, Rn. 38).

    Dieses verlangt nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung vom Verwender Allgemeiner Geschäftsbedingungen, dass die Rechte und Pflichten des Vertragspartners möglichst klar und durchschaubar dargestellt sind und die Klauseln darüber hinaus die wirtschaftlichen Nachteile und Belastungen so weit erkennen lassen, wie dies nach den Umständen gefordert werden kann (BGH, Urteil vom 11.07.2012 - IV ZR 164/11; BGHZ 162, 210, 213 f.; BGHZ 136, 394, 401).

    Ein solcher fehlt hier wie auch im vom Bundesgerichtshof entschiedenen Fall (vgl. BGH, Urteil vom 11.07.2012 - IV ZR 164/11, Rn. 41).

    Ein eindeutiger Hinweis wäre nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung auch bei den hier zu bewertenden und inhalts-/wirkungsgleichen "Wealthmaster"- Policenbedingungen problemlos und "den Umständen nach" möglich gewesen (vgl. BGH, Urteil vom 11.07.2012 - IV ZR 164/11).

    Sowohl die Klauseln in den "Policenbedingungen" als auch die Hinweise in der "Verbraucherinformation" sind mit den "Policenbedingungen" der "Wealthmaster Noble" und der "Verbraucherinformation" im vom Bundesgerichtshof entschiedenen Sachverhalt (BGH, Urteil vom 11.07.2012 - IV ZR 164/11, Rn. 44) inhaltlich identisch.

    Der Kläger hatte deshalb, wie in vergleichbaren Fällen, keinen Anlass, den Inhalt des Prospekts ("LEX-Konzept-Rente") zur Beurteilung seiner Rechte und Pflichten aus dem Lebensversicherungsvertrag heranzuziehen (BGH, Urteil vom 11.07.2012 - IV ZR 164/11).

    Voraussetzung für die Feststellung eines abweichenden übereinstimmenden Vertragswillens ist, dass dem Kläger mit der erforderlichen Klarheit erläutert wurde, dass die im Versicherungsschein vorgesehenen "regelmäßigen Auszahlungen" nur gegen Rücknahme von Anteilen geleistet werden und der Kläger diese Erläuterungen verstanden und als Vertragsinhalt akzeptiert hat (vgl. BGH, Urteil vom 11.07.2012 - IV ZR 164/11, Rn. 46).

    Der Feststellungsanspruch und der darauf gerichtete Erfüllungsanspruch ist demnach nicht verjährt, [§ 12 Abs. 1 VVG a.F.,], §§ 214 Abs. 1, 199 Abs. 1, 195 BGB (vgl. BGH, Urteil vom 11.07.2012 - IV ZR 164/11, Rn. 48).

    Die Grundsatzfragen hat der Bundesgerichtshof eingehend, mehrfach und abschließend beantwortet (BGH, Urteil vom 11.07.2012 - IV ZR 164/11; BGH, Urteil vom 11.07.2012 - IV ZR 122/11; BGH, Urteil vom 11.07.2012 - IV ZR 151/11; BGH, Urteil vom 11.07.2012 - IV ZR 286/10; BGH, Urteil vom 11.07.2012 - IV ZR 271/10).

  • OLG Stuttgart, 08.04.2013 - 7 U 52/12

    "Wealthmaster"-Lebensversicherung: Darlegungs- und Beweislast für ein

    Wenn der Versicherer den Policenbedingungen "Wealthmaster" eine Einschränkung des Leistungsversprechens entnehmen will, verstößt diese Fassung der AVB ebenso gegen das Transparenzgebot wie die Fassung in den Policenbedingungen "Wealthmaster Noble" (BGH, Urteil vom 11. Juli 2012 - IV ZR 164/11).

    2.1 Nach der ständigen höchstrichterlichen Rechtsprechung kann ein Feststellungsantrag, wie hier, auch auf Feststellung eines Rechtsverhältnisses zwischen der beklagten Partei und einem Dritten, hier der Bank als Zessionarin, gerichtet sein, wenn dieses zugleich für die Rechtsbeziehungen der Parteien untereinander von Bedeutung ist und der Kläger an der alsbaldigen Klärung ein rechtliches Interesse hat (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juli 2012 - IV ZR 164/11, BGHZ 194, 39 Rn. 24).

    Gegen die Zulässigkeit eines entsprechenden Antrags des Klägers bestehen keine Bedenken (BGH, Urteil vom 11. Juli 2012 - IV ZR 164/11, Rn. 25).

    3.3 Die Verpflichtung der Beklagten zur Vornahme von einschränkungslosen "regelmäßigen Auszahlungen" ist weder durch die "Policenbedingungen" (Anlage B 1 zu GA II 110), auf die im Versicherungsschein auf Seite 1 (Anlage K 3 zu GA I 48) verwiesen wird, noch durch die "Verbraucherinformationen" wirksam beschränkt oder an zusätzliche Voraussetzungen geknüpft worden (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juli 2012 - IV ZR 164/11, aaO Rn. 30 ff.).

    Die Qualität Allgemeiner Geschäftsbedingungen kann ihr daher trotz des - zudem unwirksamen - Einbeziehungshinweises in den Policenbedingungen gem. § 305 Abs. 2 BGB nicht beigemessen werden (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juli 2012, IV ZR 164/11, aaO Rn. 33).

    Den "Policenbedingungen", insbesondere Nr. 9 der "Policenbedingungen", lässt sich nicht entnehmen, dass die beantragten und im Versicherungsschein wiedergegebenen Auszahlungen davon abhängig sein sollen, dass genügend Anteile mit einem ausreichenden Rücknahmewert zum vorgesehenen Auszahlungszeitpunkt vorhanden sind (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juli 2012 - IV ZR 164/11, aaO Rn. 33 ff. zu Nr. 3 der "Policenbedingungen Wealthmaster Noble").

    Dabei kommt es auf die Verständnismöglichkeit eines Versicherungsnehmers ohne versicherungsrechtliche Spezialkenntnisse und damit auch auf seine Interessen an (BGH, Urteil vom 11. Juli 2012 - IV ZR 164/11, aaO Rn. 34).

    Gemessen an diesen Grundsätzen kann nicht angenommen werden, dass die Regelungen unter Nr. 9.1 der "Policenbedingungen" auch auf solche Auszahlungen Anwendung finden sollen, die dem Versicherungsnehmer auf seinen Versicherungsantrag hin bereits im Versicherungsschein vorbehaltlos als zu erbringende Versicherungsleistung zugesagt sind (BGH, Urteil vom 11. Juli 2012 - IV ZR 164/11, aaO Rn. 10, 37 zur sinngleichen Klausel der "Wealthmaster Noble"-Bedingungen).

    Dagegen wird er, so die höchstrichterliche Rechtsprechung zu sinn- bzw. inhaltsgleichen Klauseln der Beklagten, die im Versicherungsantrag gestellten Auszahlungsanträge als durch die Aufnahme der entsprechenden Auszahlungen in den Versicherungsschein positiv beschieden ansehen (BGH, Urteil vom 11. Juli 2012 - IV ZR 164/11, Rn. 37).

    Im Übrigen wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen des Bundesgerichtshofs zu den inhaltlich identischen "Policenbedingungen" (dort "Wealthmaster Noble") Bezug genommen, die sich der Senat zu eigen macht (BGH, Urteil vom 11. Juli 2012 - IV ZR 164/11, aaO Rn. 38).

    Dieses verlangt nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung vom Verwender Allgemeiner Geschäftsbedingungen, dass die Rechte und Pflichten des Vertragspartners möglichst klar und durchschaubar dargestellt sind und die Klauseln darüber hinaus die wirtschaftlichen Nachteile und Belastungen so weit erkennen lassen, wie dies nach den Umständen gefordert werden kann (BGH, Urteil vom 11. Juli 2012 - IV ZR 164/11, aaO Rn. 38).

    Ein solcher fehlt hier ebenso wie in dem vom Bundesgerichtshof entschiedenen Fall (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juli 2012 - IV ZR 164/11, aaO Rn. 41).

    Ein eindeutiger Hinweis wäre nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung auch bei den hier zu bewertenden und sinn- bzw. inhaltsgleichen "Wealthmaster-Policenbedingungen" problemlos und "den Umständen nach" möglich gewesen (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juli 2012 - IV ZR 164/11, aaO Rn. 42).

    Die Hinweise in der "Verbraucherinformation" im vorliegenden Fall entsprechen der "Verbraucherinformation" in dem vom Bundesgerichtshof entschiedenen Sachverhalt (BGH, Urteil vom 11. Juli 2012 - IV ZR 164/11, Rn. 44).

    Der Kläger hatte deshalb, wie in vergleichbaren Fällen, keinen Anlass, den Inhalt seines "Prospekts" zur Lex-Konzept-Rente zur Beurteilung seiner Rechte und Pflichten aus dem Lebensversicherungsvertrag heranzuziehen (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juli 2012 - IV ZR 164/11, aaO Rn. 45 zum "Europlan").

    3.4.2.1 Voraussetzung für die Feststellung eines abweichenden übereinstimmenden Vertragswillens ist, dass dem Kläger mit der erforderlichen Klarheit erläutert wurde, dass die im Versicherungsschein vorgesehenen regelmäßigen Auszahlungen nur gegen Rücknahme von Anteilen geleistet werden und der Kläger diese Erläuterung verstanden und als Vertragsinhalt akzeptiert hat (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juli 2012 - IV ZR 164/11, aaO Rn. 46).

    Der Lauf der Verjährungsfrist von drei Jahren des § 195 BGB i.V.m. § 199 Abs. 1 BGB beginnt frühestens mit Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden, das heißt fällig geworden ist (BGH, Urteil vom 11. Juli 2011 - IV ZR 164/11, aaO Rn. 48).

    Die Grundsatzfragen hat der Bundesgerichtshof eingehend, mehrfach und abschließend beantwortet (BGH, Urteile vom 11. Juli 2012 - IV ZR 164/11, aaO; IV ZR 122/11; IV ZR 151/11; IV ZR 286/10; IV ZR 271/10).

  • BGH, 28.06.2017 - IV ZR 440/14

    Versicherungsvertrag: Wirksamkeit trotz unterlassener Pflichtmitteilungen des

    c) Der auf Rückabwicklung des Vertrages aufgrund einer Verletzung von Informationspflichten gerichtete Schadensersatzanspruch setzt einen Vermögensschaden voraus (Senatsurteil vom 11. Juli 2012 - IV ZR 164/11, BGHZ 194, 39 Rn. 64 m.w.N.).

    Ob er sich dabei auf die Vermutung aufklärungsgerechten Verhaltens (vgl. Senatsurteil vom 11. Juli 2012 - IV ZR 164/11, BGHZ 194, 39 Rn. 66) berufen kann, hängt vom Inhalt der verspätet mitgeteilten Vertragsbedingung oder Information ab, auf die der Versicherungsnehmer einen Schadensersatzanspruch stützen will (vgl. dazu Pohlmann in Looschelders/Pohlmann, VVG 3. Aufl. § 7 Rn. 61; PK-VVG/Ebers, 3. Aufl. § 7 Rn. 70).

  • BGH, 12.03.2014 - IV ZR 306/13

    Keine Belehrungspflicht des Versicherers bei Arglist des Versicherungsnehmers

    Übernimmt ein Vermittler mit Wissen und Wollen einer Vertragspartei Aufgaben, die typischerweise ihr obliegen, steht der Vermittler - unabhängig von seiner etwaigen Selbständigkeit und einer Tätigkeit auch für den Vertragspartner - in ihrem Lager, wird in ihrem Pflichtenkreis tätig und ist als ihre Hilfsperson zu betrachten (Senatsurteil vom 11. Juli 2012 - IV ZR 164/11, BGHZ 194, 39 Rn. 51; BGH, Urteil vom 14. November 2000 - XI ZR 336/99, VersR 2001, 188 unter II 2).
  • OLG Hamm, 07.08.2013 - 20 U 242/11

    Umfang der Beratungspflichten des Versicherers bei Abschluss einer

    Die Ausführungen des Bundesgerichtshofes zum objektiven Erklärungsinhalt (Urteil vom 11. Juni 2012, IV ZR 164/11, Tz. 29 ff) seien im konkreten Fall nicht stichhaltig.

    In diesem Zusammenhang muss er deshalb über alle Umstände verständlich und vollständig informieren, die für den Entschluss des Versicherungsnehmers von besonderer Bedeutung sind (BGH, Urteil vom 11.07.2012, IV ZR 151/11, juris Tz. 50; BGH, Urteil vom 11.07.2012, IV ZR 164/11, juris Tz. 53, jeweils m.w.N.).

    Das gilt insbesondere auch für die mit der jeweiligen Anlageform verbundenen Nachteile und Risiken (BGH, Urteil vom 11.07.2012, IV ZR 164/11, juris Tz. 53, ebenfalls m.w.N; KG Berlin, Urteil vom 13.04.2012, 6 U 52/11, juris Tz. 96 ff.).

    Anders als in dem vom Bundesgerichtshof am 11.07.2012 (IV ZR 164/11, juris Tz. 54) entschiedenen Fall kann vorliegend indes aus den übergebenen Unterlagen oder der Musterberechnung nicht der Schluss gezogen werden, dass die dort angegebene Rendite für die Lebensversicherung von 7, 8% zum damaligen Zeitpunkt (im November/Dezember 1998) unrealistisch war bzw. von der Beklagten selbst als unrealistisch eingeschätzt worden ist.

    In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes zu etwaigen Pflichtverletzungen beim Vertrieb unter anderem der Versicherungsprodukte der Klägerin vom Typ "Wealthmaster" ist festgestellt, dass unter anderem über die Funktionsweise und die Bedeutung des sogenannten Glättungsverfahrens aufgeklärt werden musste (siehe dazu etwa BGH, Urteil vom 11.07.2012, IV ZR 164/11, juris Tz. 56 f.).

    In der Entscheidung IV ZR 164/11 (juris, Tz. 58 f.) hat der BGH ausgeführt, dass eine Aufklärungspflichtverletzung auch dann gegeben ist, wenn keine ausreichende Aufklärung des Versicherungsnehmers über die poolübergreifende Reservenbildung erfolgt sei.

    Die von der Beklagten selbst beschriebene abgestufte Garantie zunächst der Reserven des einzelnen Pools und danach der Gesamtreserven aller Pools konnte - wie bereits der BGH in seinen Entscheidungen vom 11.07.2012 ausgeführt hat (IV ZR 164/11; IV ZR 286/10) durchaus abstrakt erklärt werden, ohne dass es (anders als die Beklagte meint) darauf angekommen wäre, ob dieser Mechanismus vor Abschluss des Vertrages bereits einmal benötigt wurde oder nicht.

    Durch den Abschluss des Lebensversicherungsvertrages ist dem Kläger ein Schaden entstanden, der in der Belastung mit dem für ihn nachteiligen Vertrag liegt (siehe dazu die Urteile des BGH vom 11.07.2012, IV ZR 164/11, juris Tz. 64, und IV ZR 151/11, juris Tz. 59).

    Für den Ursachenzusammenhang zwischen der fehlerhaften Aufklärung einerseits und der Anlageentscheidung andererseits, spricht eine tatsächliche Vermutung (siehe BGH, Urteile vom 11.07.2012, IV ZR 164/11, juris Tz. 68, und IV ZR 151/11, juris Tz. 61), die zu entkräften der Beklagten nicht gelungen ist.

    Der Bundesgerichtshof hat nämlich in diesem Zusammenhang gerade - wie oben geschildert - entschieden, dass eine tatsächliche Vermutung dafür spreche, dass der Anleger bei entsprechender Information und Aufklärung den betreffenden Vertrag nicht abgeschlossen haben würde (siehe BGH, Urteile vom 11.07.2012, IV ZR 164/11, juris Tz. 68, und IV ZR 151/11, juris Tz. 61).

    Bereits in der Klageerwiderung (dort auf Seite 23, Bl. 86 der Akte) hat die Beklagte, die nach der Rechtsprechung die Darlegungs- und Beweislast für die mangelnde Kausalität der Aufklärung trägt (BGH, Urteil vom 11.07.2012, IV ZR 164/11, juris Tz. 68), nämlich diese Kausalität bestritten, ohne jedoch für diese Widerlegung der tatsächlichen Vermutung Beweis anzutreten.

    Das ist hier gerade nicht der Fall, denn der Kläger verlangt so gestellt zu werden, als habe er den betreffenden Versicherungsvertrag mit der Beklagten gar nicht abgeschlossen (vgl. dazu auch BGH, Urteile vom 11.07.2012, IV ZR 151/11 juris Tz. 63; IV ZR 164/11 Tz. 68 und IV ZR 286/11, Tz. 30).

    Auch bei einer von ihm vorgenommenen Überprüfung der Policenbedingungen hätte er die Funktionsweise des Glättungsverfahrens sowie die zumindest teilweise einheitliche Reservenbildung der Fonds der Beklagten nicht erkennen können (vgl. dazu BGH, Urteil vom 11.07.2012, IV ZR 164/11, juris Tz. 71).

    Dies hat der BGH in einer weiteren Entscheidung vom selben Tage bekräftigt (IV ZR 164/11, juris Tz. 66).

  • OLG Naumburg, 28.11.2012 - 5 U 157/12

    Kapitalanlage: Schadensersatz wegen Abschluss eines Lebensversicherungsvertrages

    Steuert eine Versicherung zu einem als alternative Altersvorsorge angebotenen Anlagegeschäft eine Lebensversicherung mit Teilauszahlungsmöglichkeit bei, aus deren laufenden Auszahlungen die Zinsen eines endfälligen Darlehens beglichen werden sollen, welches wiederum über die Beteiligung an einem Investmentfonds zurückgeführt werden soll, haftet die Versicherung für das Verhalten der von ihr im Strukturvertrieb eingesetzten Vermittler und Berater nach § 278 BGB (Anschluss an BGH, Urt. v. 11. Juli 2007, IV ZR 164/11, Rn. 51, zitiert nach juris).

    Wird in der dem Strukturvertrieb von der Versicherung zur Verfügung gestellten "unverbindlichen Musterberechnung" eine Versicherungsrendite von 8, 5 % zugrunde gelegt, muss die Versicherung deutlich darauf hinweisen, wenn sie intern eine Wertentwicklung von lediglich 6 % als gerechtfertigt ansieht (Anschluss an BGH, Urt. v. 11. Juli 2007, IV ZR 164/11, Rn. 54, zitiert nach juris).

    Des Weiteren muss die Versicherung darüber informieren, dass der Umfang der Reservenbildung im Rahmen des "smoothing" ihrer Ermessensentscheidung unterliegt (Anschluss an BGH, Urt. v. 11. Juli 2007, IV ZR 164/11, Rn. 56 - 58) sowie über die poolübergreifende Reservenbildung und die damit verbundene Quersubventionierung zwischen den Pools aufklären (Anschluss an BGH, Urt. v. 11. Juli 2007, IV ZR 164/11, Rn. 59, 60).

    Der Kläger verlangt von der Beklagten Ersatz seines Vertrauensschadens im Zusammenhang mit dem Abschluss eines "W." Lebensversicherungsvertrages als Bestandteil des ihm zur Altervorsorge angebotenen Anlagemodells "E." (siehe hierzu BGH, Urt. v. 11. Juli 2012, IV ZR 164/11, Rn. 2, 3; Seiffert, r + s 2010, 177, 181 f).

    Das gilt insbesondere für die mit der angebotenen Beteiligungsform verbundenen Nachteile und Risiken (BGH, Urt. v. 11. Juli 2007, IV ZR 164/11, Rn. 53).5.

    Da die Beklagte ihre Lebensversicherung "W." unter Verzicht auf ein eigenes Vertriebssystem im Rahmen eines sog. Strukturvertriebes über rechtlich selbständige Vermittler, die ihrerseits Untervermittler eingesetzt haben, veräußert hat, ist ihr das Verhalten des Wirtschaftsberaters (vgl. Anlage B 11, S. 4) F. gem. § 278 BGB zuzurechnen (BGH, Urt. v. 11. Juli 2007, IV ZR 164/11, Rn. 51, zitiert nach juris).

    Die Rendite setzt sich aber aus dem garantierten Wertzuwachs und dem nicht garantierten Fälligkeitsbonus zusammen, so dass auch dieser Hinweis nichts über die Gesamthöhe der zu erwartenden Wertentwicklung aussagt (vgl. BGH, Urt. v. 11. Juli 2007, IV ZR 164/11, Rn. 54; OLG Karlsruhe, Urt. v. 02. August 2011, 2 U 173/10, Rn. 71, 72, zitiert nach juris; OLG Frankfurt, Urt. v. 30. November 2011, 7 U 100/10, Anlage K 55, S. 26 ff; KG, Urt. v. 13. April 2012, 6 U 52/11, Anlage K 64, S. 16).

    In den Policenbedingungen und den Verbraucherinformationen findet sich hierzu lediglich Nichtssagendes (BGH, Urt. v. 11. Juli 2007, IV ZR 164/11, Rn. 56 - 58; in diesem Sinn zuvor bereits OLG Stuttgart, Urt. v. 17 November 2011, 7 U 100/11, Anlage K 56, S. 14 f).

    42 e) Außerdem hätte der Kläger über die poolübergreifende Reservenbildung und die damit verbundene Quersubventionierung zwischen den Pools aufgeklärt werden müssen, was sich aus den Policenbedingungen nicht mit der erforderlichen Klarheit ergibt (BGH, Urt. v. 11. Juli 2007, IV ZR 164/11, Rn. 59, 60; OLG Stuttgart, Urt. v. 17. November 2011, 7 U 100/11, Anlage K 56, S. 19).

    Der Bundesgerichtshof hat nämlich nicht angenommen, dass die Beklagte den Einmalbeitrag eines Versicherungsnehmers separat anlegt und dessen Rendite dann an andere Kunden verteilt, sondern ist in Übereinstimmung mit dem diesbezüglichen Vortrag der Beklagten davon ausgegangen, dass die Beklagte zur Erfüllung der Garantieansprüche primär auf für die einzelnen Pools gebildeten Reserven und sekundär auf die Gesamtreserven im Lebensversicherungsfonds zurückgreift (BGH, Urt. v. 11. Juli 2007, IV ZR 164/11, Rn. 58).

    Der (Zeichnungs-) Schaden des Klägers besteht im Abschluss der Versicherung als Komponente des E. (BGH, Urt. v. 11. Juli 2007, IV ZR 164/11, Rn. 64, 65).

    Hierfür spricht eine tatsächliche Vermutung (BGH, Urt. v. 11. Juli 2007, IV ZR 164/11, Rn. 66).

    Das gilt auch, wenn die Aufklärungsfehler in denselben Schaden, z.B. den Erwerb einer Kapitalanlage münden (BGH, Urt. v. 11. Juli 2007, IV ZR 164/11, Rn. 71, zitiert nach juris).

  • OLG Düsseldorf, 28.04.2016 - 6 U 152/15

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  • BGH, 20.05.2015 - IV ZR 127/14

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  • BGH, 05.04.2017 - IV ZR 437/15

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  • OLG Stuttgart, 11.07.2013 - 7 U 95/12

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  • BGH, 01.07.2014 - XI ZR 247/12

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  • LG Ingolstadt, 15.05.2018 - 42 O 1199/17

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  • BGH, 08.04.2014 - XI ZR 341/12

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  • BGH, 16.05.2017 - XI ZR 430/16

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  • OLG Hamm, 13.03.2019 - 20 U 183/18

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  • BGH, 13.01.2016 - IV ZR 38/14

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  • OLG Stuttgart, 23.09.2015 - 9 U 48/15

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  • OLG Nürnberg, 27.06.2016 - 8 U 2633/14

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  • BGH, 24.03.2015 - XI ZR 278/14

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  • LG Münster, 03.05.2019 - 115 O 198/17
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  • LG Krefeld, 12.07.2017 - 7 O 159/16
  • BGH, 11.07.2012 - IV ZR 271/10

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  • BGH, 21.05.2019 - II ZR 340/18

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  • BGH, 26.03.2019 - XI ZR 372/18

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  • OLG Köln, 02.11.2012 - 20 U 47/12

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  • OLG Düsseldorf, 25.01.2017 - 14 U 65/15

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  • OLG Frankfurt, 05.07.2013 - 24 U 131/11

    Haftung der Lebensversicherung für unterlassene Aufklärung über Kapitalanlage;

  • BGH, 19.11.2019 - XI ZR 575/16

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  • LG Schweinfurt, 26.02.2020 - 24 O 618/19

    Berichterstattung, Minderung, Kommission, Nutzungsentschädigung, Schadensersatz,

  • OLG Frankfurt, 15.05.2014 - 12 U 112/11

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  • LG Düsseldorf, 08.07.2015 - 12 O 341/14

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  • OLG Jena, 22.12.2016 - 4 U 75/16

    Fondsgebundene Lebensversicherung, Rückabwicklung, Entreicherung

  • OLG Stuttgart, 24.11.2014 - 7 U 101/14

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  • OLG Frankfurt, 19.03.2015 - 7 U 134/13

    Aufklärungspflichten des Versicherers bei Anlageberatung durch Lebensversicherung

  • OLG Nürnberg, 28.10.2013 - 8 U 1254/13
  • BGH, 26.08.2013 - IV ZR 166/11

    Schadensersatz wegen der Verletzung vorvertraglicher Aufklärungspflichten im

  • OLG Frankfurt, 02.11.2012 - 7 U 199/11

    Aufklärungspflicht der Versicherungsgesellschaft über für den Anlageentschluss

  • OLG Frankfurt, 10.07.2013 - 7 U 217/11

    Notwendige Aufklärung des Versicherungsnehmers bei Abschluss einer

  • OLG Frankfurt, 19.03.2015 - 7 U 134/14

    Aufklärungspflichten des Versicherers bei Anlageberatung durch Lebensversicherung

  • BGH, 05.03.2014 - IV ZR 102/13

    Feststellungsinteresse bei fehlender Relevanz der Feststellungsfrage für einen

  • LG Ingolstadt, 25.03.2020 - 71 O 1897/19

    Schadensersatz, Schaden, Abgasskandal, Fahrzyklus, Dieselmotor

  • LG Darmstadt, 16.01.2018 - 10 O 571/16
  • OLG Bamberg, 16.07.2015 - 1 U 129/14

    Schadensersatz- und Erfüllungsansprüche gegen englischen Lebensversicherer

  • OLG Düsseldorf, 04.11.2019 - 24 U 1/19

    Pflichten des Vermittlers einer fondsgebundenen Rentenversicherung

  • OLG Köln, 24.07.2015 - 20 U 44/15

    Eintrittspflicht der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung eines

  • LG Ingolstadt, 28.02.2020 - 51 O 926/19

    Schadenersatz abzüglich Nutzungsentschädigung

  • OLG Hamm, 01.09.2016 - 6 U 185/15

    Rückabwicklung von Rentenversicherungsverträgen gegen Einmalbeitrag

  • KG, 30.01.2018 - 6 U 57/16

    Kapitallebensversicherung: Schadensersatzanspruch wegen der Verletzung

  • BGH, 26.08.2013 - IV ZR 167/11

    Schadensersatz wegen der Verletzung vorvertraglicher Aufklärungspflichten im

  • KG, 14.12.2018 - 6 U 27/17

    Rücktritt der privaten Krankenversicherung wegen Falschbeantwortung von

  • BGH, 28.05.2014 - IV ZR 420/12

    Schadensersatz wegen behaupteter Aufklärungspflichtverletzungen beim Abschluss

  • OLG Frankfurt, 04.09.2013 - 7 U 135/12

    Erfüllungs- und Schadenersatzansprüche bezüglich Kapitallebensversicherung aus

  • OLG Frankfurt, 03.12.2015 - 12 U 19/14

    Der Hinweis des Versicherers gemäß § 19 Abs. 5 VVG muss, um eine spätere

  • OLG Köln, 06.06.2014 - 20 U 48/13

    Beratungspflichten bei Abschluss einer fondsgebundenen Lebensversicherung

  • OLG Köln, 06.06.2014 - 20 U 210/13

    Rücktritt des privaten Krankheitskostenversicherers vom Vertrag wegen Verletzung

  • LG Saarbrücken, 16.04.2013 - 14 S 11/12
  • OLG Frankfurt, 08.01.2015 - 7 U 224/13

    Lebensversicherung: Pflicht des Versicherers zur Information über Nachteile des

  • LG Neuruppin, 17.02.2016 - 5 O 9/15

    Rückforderungen aus einem Darlehensvertrag, Wirksamkeit des Widerrufs, Vorliegen

  • LG Ingolstadt, 07.02.2020 - 63 O 1854/19

    Schadensersatz

  • LG Neuruppin, 20.02.2014 - 5 O 273/12

    Schadensersatz wegen fehlerhafter Anlageberatung

  • LG München I, 27.02.2015 - 29 O 24891/13

    Voraussetzungen des Anspruchs auf Schadensersatz wegen Falschberatung

  • OLG Stuttgart, 04.02.2015 - 3 U 126/13

    Haftung bei Kapitalanlageberatung: Verjährungshemmende Wirkung eines Güteantrags;

  • LG Düsseldorf, 05.02.2014 - 12 O 336/12

    Zulässigkeit des Ausschlusses von Rechtsschutzversicherungsleistungen bei

  • KG, 19.07.2013 - 6 U 180/11

    Bankenhaftung bei Kapitalanlageberatung: Darlegungs- und Beweislast des

  • OLG Köln, 17.11.2016 - 9 U 127/16

    Wirksamkeit der sogenannten Tresorklausel in der Hausratversicherung

  • OLG Celle, 02.10.2019 - 8 U 26/19
  • OLG München, 25.02.2016 - 6 U 2301/15

    Vereinbarkeit allgemeiner Geschäftsbedingungen eines Telekommunikationsanbieters

  • LG Duisburg, 07.02.2018 - 2 O 119/17
  • OLG Dresden, 14.01.2014 - 4 U 717/13

    Internationale Zuständigkeit der deutschen Gerichte für Klagen einer Bank aus

  • OLG Stuttgart, 05.07.2013 - 7 U 75/13

    Rechtsschutzversicherung: Darlegung der hinreichenden Erfolgsaussicht einer Klage

  • OLG Stuttgart, 20.09.2019 - 5 U 62/19

    Ansprüche auf Aufwendungsersatz aus Garantieverträgen

  • LG Hamburg, 21.02.2014 - 316 O 376/12

    Kapitalanlagevermittlung: Voraussetzungen des Abschlusses eines

  • LG Dortmund, 29.07.2016 - 3 O 429/15

    Schadensersatz wegen Prospektfehlern i.R.d. Beitritts zu einem Schiffsfonds;

  • OLG Köln, 23.03.2018 - 20 U 173/16

    Schadensersatzansprüche eines Kapitalanlegers nach dem sogenannten TKR-Konzept

  • OLG Köln, 26.10.2012 - 20 U 90/12

    Haftung eines Versicherers für fehlerhafte Beratung durch einen

  • LG Neuruppin, 24.09.2015 - 5 O 66/15

    Unwirksamkeit der AGB-Klausel über die Zahlung eines Bearbeitungsentgelts bei

  • LG Bonn, 23.10.2013 - 9 O 214/13

    Anspruch auf Zahlung des Differenzbetrags zwischen angesparten Beiträgen und dem

  • OLG Saarbrücken, 28.10.2016 - 5 U 50/15

    Schadensersatzansprüche des Versicherungsnehmers einer Lebensversicherung wegen

  • KG, 21.10.2014 - 6 U 34/14

    Rechtsschutzversicherung - Ausschlussklausel der Wahrnehmung rechtlicher

  • LG Hamburg, 03.06.2013 - 330 O 67/12

    Kapitalanlagerecht: Falschberatung durch einen Anlageberater hinsichtlich einer

  • LG Essen, 21.02.2018 - 18 O 127/17

    Schadensersatzanspruch wegen Pflichtverletzung durch fehlende Aufklärung über das

  • AG Hersbruck, 27.02.2017 - 5 C 1009/16

    Auszahlungsbetrag aus fundgebundener Kapital-Rentenversicherung ist

  • LG Heidelberg, 27.06.2013 - 2 O 443/09

    Kapitalanlagerecht: Fehlerhafte Beratung beim Abschluss einer

  • LG Siegen, 08.03.2019 - 2 O 211/18
  • LG Hamburg, 17.12.2014 - 332 S 51/13

    Fondsgebundener Rentenversicherungsvertrag nach dem Antragsmodell: Anforderungen

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