Rechtsprechung
   BGH, 12.04.1957 - I ZR 1/56   

Volltextveröffentlichungen (3)

Papierfundstellen

  • NJW 1957, 1317
  • GRUR 1957, 595
  • DB 1957, 653



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Wird zitiert von ... (22)  

  • BGH, 02.02.2012 - I ZR 162/09  

    Delcantos Hits

    a) Die Rechtsprechung hat zunächst für das Patentrecht und das Gebrauchsmusterrecht den Grundsatz aufgestellt, dass die Schutzunfähigkeit des Lizenzgegenstandes grundsätzlich weder die Rechtsverbindlichkeit des Lizenzvertrages noch die Pflicht zur Zahlung der vereinbarten Lizenzgebühren berührt (vgl. RGZ 86, 45, 53 ff. - Sprungfedermatratze; zum Patentrecht BGH, Urteil vom 12. April 1957 - I ZR 1/56, GRUR 1957, 595, 596 - Verwandlungstisch; Urteil vom 26. Juni 1969 - X ZR 52/66, GRUR 1969, 677, 678 - Rüben-Verladeeinrichtung; Urteil vom 25. Januar 1983 - X ZR 47/82, BGHZ 86, 330, 334 ff. - Brückenlegepanzer; Urteil vom 14. Mai 2002 - X ZR 144/00, GRUR 2002, 787, 789 - Abstreiferleiste; Urteil vom 5. Juli 2005 - X ZR 167/03, GRUR 2005, 935, 937 = WRP 2005, 1415 - Vergleichsempfehlung II; OLG Karlsruhe, GRUR-RR 2009, 121, 122; zum Gebrauchsmusterrecht Urteil vom 28. September 1976 - X ZR 22/75, GRUR 1977, 107, 109 - Werbespiegel; vgl. auch BGH, Urteil vom 17. Oktober 1968 - KZR 11/66, GRUR 1969, 409, 410 f. - Metallrahmen, mwN zur Rechtsprechung des Kartellsenats; vgl. ferner Benkard/Ullmann, PatG, 10. Aufl., § 15 Rn. 192 ff.; Busse/Keukenschrijver, PatG, 6. Aufl., § 15 PatG Rn. 120, jeweils mwN auch zur Rechtsprechung des Reichsgerichts).
  • BGH, 11.11.1959 - KZR 1/59  

    Kartellrechtliche Vorfragen. Zuständige Rechtsmittelinstanz

    Nach der Auffassung des Berufungsgerichts ist mit diesem Vorschlag in etwa das gemeint gewesen, was nach der in Rechtslehre und Rechtsprechung herrschenden Ansicht, für die auf BGH NJW 1957, 1317 Nr. 6 hingewiesen wird, für den Fall der nachträglichen Vernichtung eines in Lizenz vergebenen Patentes gilt, daß nämlich der Lizenznehmer dann das Vertragsverhältnis zwar für die Zukunft lösen kann, daß er aber, wenn er bis zur Nichtigerklärung eine tatsächliche Nutzungsmöglichkeit und eine günstige geschäftliche Stellung hatte, die er ohne den Lizenzvertrag nicht gehabt hätte, bis zur Nichtigerklärung zur Entrichtung der Lizenzgebühren verpflichtet bleibt.

    Denn nach dem Willen der Vertragspartner, wie ihn das Berufungsgericht festgestellt hat, soll, wenn sich herausstellt, daß die Beklagte nicht Alleineigentümerin der Rechte aus den Patentanmeldungen geworden ist, das nicht etwa wie ein anfänglicher Mangel im Recht behandelt werden, sondern wie ein nachträglicher Wegfall des Rechtes im Sinne des Urteils des Ersten Zivilsenats vom 12. April 1957 (NJW 1957, 1317 Nr. 6; vgl. für diese Fragen auch Reimer, a.a.O. § 9 Anm. 26 ff).

    Als die kraft Gesetzes eintretende Rechtsfolge ist nach den Ausführungen des Berufungsgerichts das gemeint gewesen, was nach dem Urteil des Ersten Zivilsenats in NJW 1957, 1317 Nr. 6 bei nachträglicher Vernichtung eines in Lizenz vergebenen Patentes rechtens ist.

  • BGH, 27.06.1991 - I ZR 7/90  

    Unmöglichkeit bei Nutzungsvertrag über nichtexistentes Urheberrecht

    Danach werden weder die Rechtsverbindlichkeit eines Lizenzvertrages noch die Pflicht zur Zahlung der vereinbarten Lizenzgebühren dadurch berührt, daß der Gegenstand des lizenzierten Schutzrechts nicht neu, fortschrittlich und erfinderisch ist (vgl. RGZ 86, 45, 53 ff. - Sprungfedermatratze; BGH, Urt. v. 12.4.1957 - I ZR 1/56, GRUR 1957, 595 - Verwandlungstisch; BGH, Urt. v. 26.6.1969 - X ZR 52/66, GRUR 1969, 677, 678 - Rüben-Verladeeinrichtung; BGH, Urt. v. 28.9.1976 - X ZR 22/75, GRUR 1977, 107, 109 - Werbespiegel; BGHZ 86, 330, 334 - Brückenlegepanzer; auch Ballhaus in RGRK, BGB, 12. Aufl., § 306 Rdn. - Benkard/Ullmann, PatG, 8. Aufl., § 15 Rdn. 92 ff.).
  • OLG Schleswig, 27.02.2014 - 5 U 127/12  

    Schadensersatz bei Verlust von Aktien: Wertverlust durch verzögerte Lieferung;

    Beim echten Vertrag zugunsten Dritter ist die Anfechtung gegenüber dem Vertragspartner und nicht gegenüber dem begünstigten Dritten zu erklären (BGH, Urt. v. 12.04.1957 - I ZR 1/56, LM PatG § 9 Nr. 8 a. E.; Palandt/Ellenberger, BGB 72. Aufl. § 143 Rn. 5).
  • BGH, 24.09.1957 - I ZR 128/56  

    Rechtsmittel

    Das dem ausschließlichen Lizenznehmer von der Rechtsprechung zugebilligte Recht, im Falle teilweiser Vernichtung des Patents unter Umständen die Lizenzgebühr zu mindern (vgl. Senatsurteil v. 12.IV.1957 - I ZR 1/56 - NJW 1957, 1317), gilt auch für die Fälle nachträglicher Patentbeschränkung gemäß § 36 a PatG.

    Der Senat hat in seiner Entscheidung vom 12. April 1957 - I ZR 1/56 - (NJW 1957, 1317) zu der Frage Stellung genommen, inwieweit nach Abschluß eines Lizenzvertrages eintretende, die Ausnutzung der Lizenz behindernde Umstände auf das von der Lizenznehmerin zu zahlende Entgelt von Einfluß sein können, und sich der Auffassung von Lindenmaier (GRUR 1955, 507 ff) angeschlossen, daß bei Lizenzverträgen Vorhandensein und Fortbestand des Patentes in der Regel als Grundlage des Geschäfts zu gelten haben und daß bei - auch teilweisem - Wegfall dieser Grundlagen die sich daraus ergebenden Folgen nach § 242 BGB zu beurteilen sind.

    Wie der Senat im Urteil vom 12. April 1957 (NJW 1957, 1317) ausgeführt hat, kann auch schon die offenbar oder wahrscheinlich gewordene Vernichtung eines Patentes unter Anwendung der Grundsätze von § 242 BGB zu einer Minderung oder einem Wegfall der Lizenzzahlungspflicht führen, wenn und soweit Wettbewerber in Erkenntnis der nur noch formalen Bedeutung des Patentschutzes nach dem Patent arbeiten.

  • BGH, 08.06.1962 - I ZR 6/61  
    Daß die Rechtsbeständigkeit der Patente des Klägers in der Vergangenheit nicht zu der von beiden Parteien als feststehend betrachteten Grundlage des Vergleichs gehörte, hat das Berufungsgericht ohne Rechtsirrtum damit begründet, daß der Kläger sich gerade auch unabhängig von dem Bestand eines Patentes auf eine Auswertungspflicht der Beklagten berufen und Schadensersatzansprüche deshalb geltend gemacht hatte; es hätte dem noch hinzugefügt werden können, daß der Lizenzvertrag vom 4. Dezember 1950 ausweislich seines § 7 ausdrücklich auch für den Fall der Nichterteilung eines Patentes geschlossen worden war, daß die Beklagte nach ihrer eigenen Darstellung im Schriftsatz vom 21. Mai 1958 bereits im Januar 1952 von der Einlegung von Einsprüchen gegen die deutsche Patentanmeldung erfahren hatte und schon deshalb die Rechtsbeständigkeit des Patentes Nr. 885 152 seitdem nicht mehr als unbestreitbar hatte ansehen können, und daß schließlich nach ständiger Rechtsprechung (vgl. BGH GRUR 1957, 595 - Verhandlungstisch -) durch die nachträgliche Vernichtung oder das nachträgliche Offenbarwerden der Vernichtbarkeit eines Patents ein darüber geschlossener Lizenzvertrag jedenfalls für die Vergangenheit in der Regel nicht berührt wird.
  • BGH, 22.12.1960 - II ZR 16/59  

    Der Begriff der unmöglichen Leistung - Behandlung der anfänglichen Unmöglichkeit

    In Anknüpfung an diese Rechtsprechung des Reichsgerichts hat auch der I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs in einem Urteil vom 12. April 1957 - I ZR 1/60 - (NJW 1957, 1317) ausgesprochen, der Lizenznehmer bleibe bis zur Nichtigkeitserklärung des Patents zur Entrichtung der Lizenzgebühren verpflichtet, da er bis dahin eine tatsächliche Nutzungsmöglichkeit und eine günstigere geschäftliche Stellung gehabt habe, die er ohne den Lizenzvertrag nicht gehabt hätte.

    Da auch keine Rede davon sein kann, daß ein nicht bestehendes Recht verkauft worden sei (§ 437 BGB), gibt der Fall keinen Anlaß zu einer Stellungnahme zu der Frage, ob beim Verkauf eines Rechts, dessen Entstehung rechtlich überhaupt unmöglich ist, § 306 BGB oder § 437 BGB anzuwenden ist (vgl. dazu RGZ 68, 292; 90, 240; BGH NJW 1957, 1317).

  • BGH, 13.12.1962 - I ZR 42/61  
    Der Hinweis der Revision auf die Rechtsprechung zum Lizenzvertragsrecht (BGH GRUR 1957, 595 f - Verwandlungstisch) geht fehl; denn die Erwägungen, aus denen bei einem Lizenzvertrag über ein später vernichtetes Schutzrecht das Vorliegen einer anfänglichen Unmöglichkeit zu verneinen ist, sind in der Hauptsache vertragsrechtlicher Natur und tragen nur dem Gesichtspunkt Rechnung, daß auch ein nichtiges Patent tatsächliche Vorteile gewähren kann; für die ganz andere Frage, ob einem für nichtig erklärten Patent noch die Wirkung eines absoluten Schutzhindernisses gegenüber einer jüngeren Anmeldung zukommt, können sie nicht herangezogen werden.
  • LG Düsseldorf, 12.08.2008 - 4b O 17/08  

    Einkaufswagen III

    Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (GRUR 1957, 595 - Verwandlungstisch; GRUR 2002, 787, 789 - Abstreiferleiste; GRUR, 2005, 935 - Vergleichsempfehlung II; im Ergebnis ebenso Benkard/Rogge, PatG, 10. Auflage, § 22 Rn 89; vgl. Bartenbach, Patentlizenz- und Know-How-Vertrag, 6. Auflage, Rz 1554 f.; vgl. Krasser, Patentrecht, 5. Auflage, § 41 V) b) 4), S. 975) ist ein Patentlizenzvertrag nicht mit Wirkung ex tunc nichtig, wenn das lizenzierte Patentrecht später wegfällt, insbesondere vernichtet wird, sondern als bis zum Zeitpunkt der Vernichtung als wirksam anzusehen.
  • BGH, 28.09.1976 - X ZR 22/75  

    Gebrauchsmusterlizenzvertrag über Blinkwerbespiegel - Folgen der

    Dies gilt sowohl für Patente, die aufgrund einer Prüfung erteilt worden sind (RGZ 101, 235, 238 - Hülsen; BGH GRUR 1969, 677, 678 - Rüben-Verladeeinrichtung) als auch für ungeprüfte Schutzrechte wie Patente, die ohne Prüfung aufgrund des 1. Überleitungsgesetzes erteilt worden waren (BGH GRUR 1957, 595, 596 - Verwandlungstisch; BGH GRUR 1958, 175, 177 - Wendemanschette) und Gebrauchsmuster (RGZ 86, 45, 53 - Sprungfedermatratze; Urteil des erkennenden Senats vom 5. Februar 1963 - Ia ZR 3/63 - Rückstrahler-Dreieck).
  • BGH, 29.10.1959 - VIII ZR 147/58  
  • BGH, 17.10.1968 - KZR 11/66  

    Abschluss eines Vertrages über eine Herstellungslizenz und eine Betriebslizenz -

  • BGH, 28.06.1957 - I ZR 229/55  

    Rechtsmittel

  • BGH, 25.11.1976 - X ZR 24/76  

    Vertraglich festgelegte Ausübungspflicht des Lizenznehmers untersteht dem

  • BGH, 22.05.1959 - I ZR 51/58  

    Rechtsmittel

  • LG Düsseldorf, 10.09.1991 - 4 O 264/90  

    Zahlung rückständiger Entgelte für die Benutzung eines Gebrauchsmusters; Gründung

  • BGH, 23.04.1963 - Ia ZR 121/63  

    Rechtsmittel

  • BGH, 14.01.1975 - X ZR 29/72  

    Teilweise anfängliche Unmöglichkeit - Ungestörte Benutzung eines

  • BGH, 24.01.1972 - VII ZR 85/70  

    Unmöglichkeit der Herstellung einer in qualitativer und funktioneller Hinsicht

  • BGH, 05.02.1963 - Ia ZR 3/63  

    Rechtsmittel

  • BGH, 05.12.1961 - I ZR 76/60  

    Rechtsmittel

  • BGH, 01.07.1960 - I ZR 55/59  

    Berechtigung zur Minderung einer vereinbarten Vergütung für die Überlassung eines

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