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   BGH, 30.05.1960 - II ZR 207/58   

Volltextveröffentlichungen

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • NJW 1960, 1460
  • MDR 1960, 743



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Wird zitiert von ... (9)  

  • BGH, 18.10.2016 - XI ZR 145/14  

    Schadensersatzbegehren gegen eine Bank wegen eines unterbliebenen Hinweises auf

    Die Rechtskraft eines die Vollstreckungsgegenklage gegen eine vollstreckbare Urkunde abweisenden Urteils steht der Begründetheit einer Klage des Schuldners entgegen, die auf Tatsachen gestützt ist, die schon zur Zeit der letzten mündlichen Verhandlung im Vollstreckungsabwehrprozess vorgelegen haben, und die im Ergebnis einer Vollstreckung aus diesem Titel zuwider liefe (im Anschluss an BGH, Urteil vom 30. Mai 1960, II ZR 207/58, WM 1960, 807).

    Die Rechtskraft eines die Vollstreckungsabwehrklage gegen einen Titel abweisenden Endurteils steht der Geltendmachung eines Schadensersatzanspruchs durch den unterlegenen Schuldner in einem Folgeprozess entgegen, wenn damit, gestützt auf Gründe, die im Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung im Vollstreckungsabwehrverfahren bereits vorgelegen haben, die Vollstreckung dieses Titels unterbunden werden soll (vgl. BGH, Urteil vom 30. Mai 1960 - II ZR 207/58, WM 1960, 807, 808; vgl. auch Schöpflin, JR 2004, 508).

    Einer Partei, deren Klage auf Unzulässigkeit der Zwangsvollstreckung rechtskräftig abgewiesen worden ist, ist es deswegen - entsprechend den Rechtsgedanken der § 767 Abs. 2 ZPO und § 767 Abs. 3 ZPO - verwehrt, dieses Ergebnis im Wege eines Schadensersatzanspruchs zu korrigieren, den sie auf Umstände stützt, die schon zur Zeit der letzten mündlichen Verhandlung im Vollstreckungsabwehrverfahren vorgelegen haben (vgl. BGH, Urteil vom 30. Mai 1960 - II ZR 207/58, WM 1960, 807, 808).

    Deswegen muss es in beiden Konstellationen in gleicher Weise vermieden werden, einen bereits entschiedenen Streit um dieselbe Rechtsfolge in abgewandelter Form erneut auszutragen (vgl. dazu BGH, Urteil vom 30. Mai 1960 - II ZR 207/58, WM 1960, 807, 808).

    a) Mit rechtskräftiger Abweisung der Vollstreckungsgegenklage im Vorprozess steht die Zulässigkeit der Vollstreckung aus der vollstreckbaren Grundschuldurkunde vom 22. September 2005 bindend fest (vgl. dazu BGH, Urteil vom 30. Mai 1960 - II ZR 207/58, WM 1960, 807, 808).

  • BGH, 05.03.2009 - IX ZR 141/07  

    Zulässigkeit einer Klage auf Festellung des Erlöschens einer titulierten

    Die Vollstreckungsgegenklage ist eine rein prozessrechtliche Klage, deren Ziel die Beseitigung der Vollstreckbarkeit des Titels ist (ständige Rechtsprechung, z.B. RGZ 100, 98, 100; 158, 145, 149; 165, 374, 380; BGHZ 22, 54, 56; BGH, Urt. v. 30. Mai 1960 - II ZR 207/58, ZZP 1961, 187, 188 mit zust. Anm. Zeuner, ebenda S. 190 f; v. 19. Juni 1984 - IX ZR 89/83, MDR 1985, 138 f unter II 1 b bb; v. 3. Juni 1997 - XI ZR 133/96, WM 1997, 1280, 1281; v. 14. Juli 2008 - II ZR 132/07, WM 2008, 1806, 1807 Rn. 12; KG OLG-Rspr. 21, 88, 89; OLG Rostock OLG-NL 2003, 186, 187; OLG München WM 2008, 580).
  • BGH, 25.01.1960 - II ZR 22/59  

    Versäumung der Frist für die Berichtigung des Tatbestandes

    Hierzu bringt er außer den in der Sache II ZR 207/58 erhobenen Vorwürfen noch vor:.
  • BGH, 06.03.1985 - IVb ZR 76/83  

    Rechtskraftwirkung eines eine Unterhaltsklage abweisenden Prozeßurteils

    Die Rechtskraft hat die Bedeutung, daß unter den Parteien über das Bestehen oder Nichtbestehen der aus dem vorgetragenen Sachverhalt im Urteil hergeleiteten Rechtsfolge eine nochmalige Verhandlung und Entscheidung unzulässig ist, die erkannte Rechtsfolge also unangreifbar ist (vgl. BGH, Urteil vom 30. Mai 1960 - II ZR 207/58 - NJW 1960, 1460).
  • BGH, 19.06.1984 - IX ZR 89/83  

    Rechtskraft einer Entscheidung über eine Vollstreckungsgegenklage

    Bei einer Abweisung der Klage nach § 767 ZPO wird es somit lediglich abgelehnt, einem titulierten Anspruch durch Rechtsgestaltung die Vollstreckbarkeit zu nehmen (BGH Urteil vom 30. Mai 1960 - II ZR 207/58 = LM ZPO § 322 Nr. 27).
  • BGH, 13.03.1981 - V ZR 115/80  

    Rechtskraftwirkung eines eine Herausgabeklage abweisenden Urteils

    Diese Feststellung ist auch bindend, wenn in einem neuen Prozeß der Parteien die Entscheidung über einen anderen Anspruch von dem Bestehen oder Nichtbestehen des Herausgabeanspruchs abhängt (vgl. BGH, LM § 322 ZPO Nrn. 23 (= NJW 1958, 790), (= NJW 1960, 1460), 48 (= NJW 1965, 42) m. w. Nachw.; RGZ 50, 416 (417, 418); RG, Gruch 49, 673; JW 1910, 393 Nr. 13).
  • BGH, 21.05.1973 - II ZR 22/72  

    Beschränkung der Klagegründe nach § 767 Abs. 3 ZPO

    Allerdings ist im Schrifttum streitig, ob diese - aus § 767 Abs. 2 ZPO abzuleitende - Auffassung vom zeitlichen Umfang der Urteilsrechtskraft auch für den Fall des § 767 Abs. 3 ZPO gilt (so Planck, Civilprozeßrecht Bd. II S. 701 Fn. 30; Wieczorek, ZPO § 767 Anm. G IV b 1; vgl. auch BGH, Urt. T. 30.5.60 - II ZR 207/58 - LM ZPO § 322 Nr. 27 unter II) oder ob nicht hier - ähnlich wie bei § 274 Abs. 3 ZPO und wie überwiegend für § 616 ZPO vertreten (RGZ 126, 264; 158, 199, 202; Stein/Jonas/Schlosser, ZPO § 616 Anm. III 3; teilw. a. A. BGHZ 45, 329, 331 ff) - die Präklusion früher entstandener Tatsachen und Einwendungen nur bei schuldhafter Versäumung ihres Vorbringens eingreift (Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO § 767 Anm. 5; Mohrbutter, Handbuch des gesamten Vollstreckungs- und Insolvenzrechts S. 91 zu Fn. 120; St ein/Jonas/Münzberg, ZPO § 767 Anm. V; Schwab, Streitgegenstand S. 164; Habscheid, Streitgegenstand S. 301; Zeuner, ZZP 74, 192; Bötticher, JZ 1966, 616; Baumgärtel/Scherf, JR 1968, 368, 370).
  • OLG München, 29.10.2014 - 23 U 5018/13  

    Keine Hemmung der Verjährung bei fehlender Individualisierung der Mahnung

    Die Klägerin kann somit der Rechtskraft des ersten Urteils nicht dadurch entgehen, dass sie die in diesem für zulässig erklärte Vollstreckung zur Grundlage von Schadensersatzansprüchen aus demselben Sachverhalt macht (vgl. zu einer vergleichbaren Fallkonstellation BGH, Urteil vom 30.05.1960, II ZR 207/58, NJW 1960, 1460, zitiert nach juris Tz. 16/17).
  • OLG Schleswig, 29.01.2004 - 5 U 102/03  

    Präklusion von in einem Vollstreckungsabwehrverfahren unterlassenem Vorbringen

    Sofern nicht die Rechtskraft in Orientierung am Begriff des "Globalstreitgegenstandes" schlechthin auf auch nicht vorgetragene, aber objektiv vorhandene Sachverhaltselemente erstreckt werden soll (hierzu tendiert zu § 767 ZPO ein Teil der prozessrechtlichen Literatur, etwa Gilles, ZZP 83(1970), 61, 113; Gaul, ZZP 85 (1972), 251, 260 f.; ders., AcP 173 (1973), 323, 330; Münch, Vollstreckbare Urkunde und prozessualer Anspruch (1989), 340; MünchKommZPO-K. Schmidt, 2. Aufl., Rn. 98 zu § 767 ZPO), vermag daher in diesem Zusammenhang auch noch offen zu bleiben, ob und inwieweit dem eine Vollstreckungsabwehrklage abweisenden Urteil materielle Rechtskraft zukommen kann oder nicht (für Rechtskraftwirkung BGH NJW 1960, 1460, 1460 f. sowie - jedenfalls für den Fall einer eingewendeten Aufrechnung - BGHZ 48, 356, 358 f. - und Teile der prozessrechtlichen Literatur, a.a.O. sowie etwa Blomeyer, AcP 165 (1965), 481, 493 f.; a. A. BGH WM 1978, 439, 439 f.; BGH FamRZ 1984, 878, 879; BGH NJW 1992, 1899, 1900).
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