Rechtsprechung
   BGH, 13.07.2010 - XI ZR 27/10   

Volltextveröffentlichungen (16)

  • bundesgerichtshof.de PDF
  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 195 BGB, § 199 Abs 1 BGB, § 284 Abs 1 S 1 BGB vom 30.03.2000, § 286 Abs 1 S 1 BGB vom 02.01.2002, § 497 Abs 3 S 3 BGB vom 23.07.2002
    Verjährungshemmung für den Anspruch einer Bank auf Rückzahlung eines Dispositionskredits: Verzugsbegründung durch Verbindung von Fälligstellung und Mahnung im Übergangsfall

  • Deutsches Notarinstitut PDF

    BGB (1. Mai 2000) § 284 Abs. 1 S. 1; BGB (1. Januar 2002) §§ 286 Abs. 1 S. 1, 497 Abs. 3 S. 3
    Verzugsbegründende Verbindung von Fälligstellung und Mahnung möglich

  • Jurion

    Möglickheit einer verzugsbegründendenden Verbindung von Fälligstellung eines Darlehens und einer Mahnung

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Zur Verjährung des Anspruchs auf Rückzahlung eines Dispositionskredits

  • nwb

    BGB § 284 Abs. 1 Satz 1 (1. Mai 2000), § 286 Abs. 1 Satz 1 (1. Jan... uar 2002), § 284 Abs. 1 Satz 1 (1. Mai 2000), § 286 Abs. 1 Satz 1 (1. Januar 2002), § 497 Abs. 3 Satz 3 (1. August 2002), § 286 Abs. 1 Satz 1 (1. Januar 2002), § 497 Abs. 3 Satz 3 (1. August 2002)

  • Deutsches Notarinstitut

    BGB (1. Mai 2000) § 284 Abs. 1 S. 1; BGB (1. Januar 2002) §§ 286 Abs. 1 S. 1, 497 Abs. 3 S. 3
    Verzugsbegründende Verbindung von Fälligstellung und Mahnung möglich

  • grundeigentum-verlag.de(Abodienst, Leitsatz frei)

    Darlehenskündigung und Mahnung in einem Schreiben; Verjährung; Kreditüberzahlung; Fälligkeit

  • WM Zeitschrift für Wirtschafts- und Bankrecht(Abodienst; oder: Einzelerwerb Volltext 11,50 €)

    Zur verzugsbegründenden Wirkung im Sinne von § 497 BGB a.F. durch ein Schreiben, das zugleich Fälligstellung und Mahnung enthält

  • FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Möglickheit einer verzugsbegründendenden Verbindung von Fälligstellung eines Darlehens und einer Mahnung

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Fälligstellung und Mahnung können verbunden werden

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (4)

  • zbb-online.com (Leitsatz)

    BGB § 497 Abs. 3 Satz 3 a. F., § 284 Abs. 1 Satz 1 a. F., § 286 Abs. 1 Satz 1
    Zur Verjährung des Anspruchs auf Rückzahlung eines Dispositionskredits

  • Verbraucherzentrale Bundesverband (Kurzinformation)

    Keine Verjährung bei verbundener Fälligstellung und Mahnung

  • Betriebs-Berater (Leitsatz)

    Verzugsbegründende Verbindung von Fälligstellung und Mahnung

  • Verbraucherzentrale Bundesverband (Kurzinformation)

    Keine Verjährung bei verbundener Fälligstellung und Mahnung -

Besprechungen u.ä. (2)

  • ewir-online.de(Leitsatz frei, Besprechungstext 3,90 €) (Entscheidungsbesprechung)

    BGB § 497 a. F., § 284 Abs. 1 Satz 1 a. F., § 286 Abs. 1 Satz 1; EGBGB Art. 229 § 6
    Zur Verjährung des Anspruchs auf Rückzahlung eines Dispositionskredits

  • WuB Entscheidungsanmerkungen zum Wirtschafts- und Bankrecht(Abodienst; oder: Einzelerwerb 11,50 €) (Entscheidungsbesprechung)

    Verjährung des Anspruchs auf Rückzahlung eines Verbraucherdarlehens bei Anwendung verschiedener Überleitungsvorschriften

Sonstiges

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 13.07.2010, Az.: XI ZR 27/10 (Verzug als Voraussetzung für die zehnjährige Verjährungshemmung im Verbraucherdarlehensvertrag (§ 497 Abs. 3 Satz 3 BGB))" von RA Arne Maier, original erschienen in: VuR 2011, 16 - 19.

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW 2010, 2940
  • ZIP 2010, 1635
  • MDR 2010, 1134
  • WM 2010, 1596
  • BB 2010, 1994



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Wird zitiert von ... (24)  

  • BGH, 21.02.2017 - XI ZR 467/15  

    Verbraucherdarlehen - Feststellungsklage im Widerrufsfall unzulässig

    Der Schuldnerverzug setzt einen vollwirksamen und fälligen Anspruch des Gläubigers gegen den Schuldner voraus (vgl. Palandt/Grüneberg, BGB, 76. Aufl., § 286 Rn. 8 ff.), auf den sich die - zumindest mit der die Fälligkeit des Anspruchs begründenden Handlung zu verbindende (Senatsurteil vom 13. Juli 2010 - XI ZR 27/10, WM 2010, 1596 Rn. 14) - Mahnung beziehen muss (BGH, Urteile vom 6. Mai 1981 - IVa ZR 170/80, BGHZ 80, 269, 276 f. und vom 1. Dezember 1961 - VI ZR 60/61, VRS 22, 169, 171).
  • BGH, 11.02.2014 - VI ZR 225/13  

    Schadensersatz nach Verkehrsunfall: Bestimmung der Höhe ersatzfähiger

    Es entspricht der ganz herrschenden Meinung in Rechtsprechung und Literatur, dass es zur Herbeiführung des Schuldnerverzuges einer Mahnung, des Gläubigers bedarf, die zwar grundsätzlich erst nach Fälligkeit wirksam erfolgen kann, jedoch ausnahmsweise mit der die Fälligkeit begründenden Handlung des Gläubigers verbunden werden darf (RGZ 50, 255, 261; BGHZ 174, 77, Tz, ,11; BGH, Urteile vom 14. Juli 1970, Az.: VIII ZR 12/69, WM 1970, 1141; vom 4. Juli 2001, Az.: VIII ZR 279/00, WM 2001, 2012, 2014; Urteil vom 13. Juli 2010, XI ZR 27/10, NJW 2010, 2940; Palandt/Grüneberg, BGB, 71. Aufl., § 286 Rn, 16).
  • OLG Dresden, 20.10.2016 - 8 U 1211/16  

    Verjährung von Darlehensrückzahlungsansprüchen

    Der vom Gesetzgeber mit den Regelungen des Verbraucherdarlehensrechts verfolgte Schuldnerschutz gebietet keine Auslegung von § 286 Abs. 1 Satz 1 BGB dahingehend, dass Fälligstellung und Mahnung nicht verzugsbegründend verbunden werden können; Schutzzweck der Norm ist lediglich, zu verhindern, dass allein zur Vermeidung des Verjährungseintritts die - mit Kosten verbundene - Titulierung betrieben wird (BGH, Urteil vom 13.7.2010 - XI ZR 27/10; Erman/ Saenger, BGB, 14. Auflage, § 497 Rn. 45).

    Weder dem Urteil des Bundesgerichtshofes vom 13.7.2010 - XI ZR 27/10 noch dem diesem vorhergehenden Urteil des Landgerichts Landshut vom 15.1.2010 - 12 S 1336/09 (beide juris) lassen sich Anhaltspunkte dafür entnehmen, dass im dort maßgeblichen Kündigungsschreiben eine weitergehende oder andere Formulierung als die Fälligstellung zur sofortigen Zahlung enthalten war.

    Schon die Prämisse, es entstünde durch die Kündigung ein anderer Anspruch als bisher, wird vom Senat nicht geteilt; vielmehr besteht auch nach der Kündigung der vertragliche Anspruch auf Darlehensrückzahlung (vgl. auch BGH, Urteil vom 13.7.2010 - XI ZR 27/10).

    Die beiden für die Entscheidung des Rechtsstreits maßgeblichen Fragen des Verzuges und der Wirkung bzw. Dauer der Hemmung gemäß § 497 Abs. 3 S. 3 BGB sind durch den Bundesgerichtshof entschieden (Urteile vom 13.7.2010 - XI ZR 27/10 [Verzug] und vom 5.4.2011 - XI ZR 201/09 [Hemmungswirkung], beide zitiert nach juris).

  • BGH, 05.04.2011 - XI ZR 201/09  

    Verbraucherdarlehensvertrag: Hemmung der Verjährung von Ansprüchen des

    Indes ist § 497 Abs. 3 Satz 3 BGB - als im materiellen Recht verortete, nichtsdestotrotz aber rein verjährungsrechtliche Regelung - gemäß dem für Vorschriften der Verjährung spezielleren Art. 229 § 6 EGBGB unabhängig davon anzuwenden, ob für Ansprüche aus einem Darlehensvertrag aus der Zeit vor dem 1. Januar 2003 gemäß Art. 229 § 5 Satz 2 EGBGB altes materielles Recht gilt (Senat, Urteil vom 13. Juli 2010 - XI ZR 27/10, WM 2010, 1596 Rn. 9 f.).
  • OLG Frankfurt, 19.11.2012 - 23 U 68/12  

    Zu den Anforderungen an eine Mahnung

    Zwar kann die Fälligstellung des Darlehens mit einer Mahnung verbunden sein (vgl. hierzu BGH-Urt. v. 13.7.2010, XI ZR 27/10, Rn. 13, zitiert nach Juris), jedoch ist dem genannten Schreiben der Antragsgegnerin eine solche Mahnung nicht zu entnehmen.
  • BGH, 08.04.2015 - IV ZR 161/14  

    Öffentlicher Glaube des Erbscheins: Geltung bei Rechtsgeschäften innerhalb der

    Voraussetzung hierfür ist grundsätzlich Fälligkeit (BGH, Urteil vom 13. Juli 2010 - XI ZR 27/10, NJW 2010, 2940 Rn. 8; Palandt/Ellenberger, BGB 74. Aufl. § 199 Rn. 3).
  • OLG Frankfurt, 13.05.2015 - 15 U 122/08  

    Begründung einer Bürgschaftsverpflichtung

    Diese Auffassung wird von der höchstrichterlichen Rechtsprechung ersichtlich nicht geteilt (vgl. BGH NJW 2010, 2940 [BGH 13.07.2010 - XI ZR 27/10] ; BGH, Beschluss vom 13.03.2007, XI ZR 263/06, [juris] im Nachgang zu OLGR Köln 2007, 180).

    Diese Einschränkung gilt insbesondere auch, wenn ein Darlehensgeber ein Kreditverhältnis vor dem 1.1.2003 außerordentlich gekündigt und den Kredit fällig gestellt hat (BGH NJW 2010, 2940 [BGH 13.07.2010 - XI ZR 27/10] [Rn. 8 f. in juris]).

    Dass es wegen der Darlehenskündigung im Jahr 2001 grundsätzlich bei der Anwendung des bis 31.12.2001 geltenden Schuldrechts bleibt (Art. 229 § 5 S. 1 EGBGB), ändert andererseits nichts daran, dass speziell für die Verjährung die Übergangsregelungen in Art. 229 § 6 EGBGB maßgebend sind und damit auf am 1.1.2002 noch nicht verjährte Ansprüche das seit diesem Tag geltende Verjährungsrecht anzuwenden ist (BGH NJW 2010, 2940 [BGH 13.07.2010 - XI ZR 27/10] [Rn. 10 in juris]).

    Mit § 497 Abs. 3 S. 3 BGB verfolgte der Gesetzgeber - wie gesagt - ausschließlich das Ziel, einem wegen der Verkürzung der regelmäßigen Verjährungsfrist befürchteten verstärkten Titulierungsinteresse der Gläubiger entgegenzuwirken und so schon in Verzug geratenen Schuldnern eine zusätzliche Belastung durch weitere Kosten zu ersparen (vgl. auch BGH NJW 2010, 2940 [BGH 13.07.2010 - XI ZR 27/10] [Rn. 16 in juris]).

  • BGH, 16.04.2014 - IV ZR 153/13  

    Gebäudeversicherung: Verjährung von Prämienansprüchen aus

    In anderen Entscheidungen hat er aber ohne weiteres Art. 229 § 6 EGBGB bei Dauerschuldverhältnissen angewandt (BGH, Urteile vom 19. Januar 2005 - VIII ZR 114/04, BGHZ 162, 30, 35; vom 6. Dezember 2007 - III ZR 146/07, NJW-RR 2008, 459 Rn. 12, je für Ansprüche aus einem Mietverhältnis; vom 13. Juli 2010 - XI ZR 27/10, WM 2010, 1596 Rn. 8, 10 für Ansprüche aus einem Kreditverhältnis).
  • OLG Hamm, 09.08.2017 - 31 W 10/17  
    Dabei handelt es sich indes um Ausnahmefälle (vgl. BGH NJW 2006, 3271 Rn. 10; BGH, Urteil vom 13.07.2010 - XI ZR 27/10, juris Rn. 14; OLG Saarbrücken, Urteil vom 17.04.2013 - 1 U 398/11, juris Rn. 43; Senat, Hinweisbeschluss vom 23.05.2016 - 31 U 41/16).

    Hier konnten und mussten die Beklagten das Kündigungsschreiben nach ihrem objektiven Empfängerhorizont (§§ 133, 157 BGB) nicht bereits als Mahnung verstehen; die erstmals erstellte Rechnung - selbst mit Zahlungsziel - gilt im Verkehr üblicherweise nicht als Mahnung, wenn sie keinen Hinweis auf den Verzugseintritt oder ähnliche Zusätze enthält (vgl. BGH, Urteil vom 25.10.2007 - III ZR 91/07, juris Rn. 11; BGH, Urteil vom 13.07.2010 - XI ZR 27/10, juris Rn. 18; OLG Saarbrücken, aaO; Senat, aaO).

  • OLG Braunschweig, 30.06.2016 - 9 U 26/15  

    Brandschutzschotten nicht fristgerecht eingebaut: Pächter kann kündigen!

    Eine Mahnung kann zwar grundsätzlich mit der die Fälligkeit begründenden Handlung verbunden werden (BGH, Urteil vom 13. Juli 2010 - XI ZR 27/10 -, Rn. 13).
  • OLG Düsseldorf, 27.05.2016 - 16 U 38/15  
  • LG Darmstadt, 25.06.2014 - 21 S 191/12  
  • LG Darmstadt, 17.04.2013 - 21 S 191/12  
  • OLG Naumburg, 23.12.2011 - 10 U 12/11  

    Stufenklage des Pflichtteilsberechtigten: Verzugseintritt für den

  • LAG Hessen, 17.03.2011 - 9 TaBV 59/10  

    Kostentragungspflicht - Zahlung von Rechtsanwaltsvergütung für die Beratung im

  • OLG Naumburg, 03.12.2015 - 1 W 44/15  

    Sachliche Zuständigkeit des Familiengerichts: Darlehensrückzahlungsansprüche bei

  • OLG München, 22.03.2013 - 25 U 3764/12  
  • OLG Brandenburg, 01.06.2011 - 7 U 105/10  

    Frachtführerhaftung nach CMR für den Verlust von Frachtgut bei Beschlagnahme der

  • OLG Stuttgart, 01.08.2016 - 10 U 136/15  

    Angebot per E-Mail angenommen: Sog. Disclaimer hilft nicht!

  • OLG Naumburg, 05.05.2015 - 12 W 92/14  

    Beschränkte Erbenhaftung: Sofortiges Anerkenntnis im Streitverfahren nach

  • OLG Hamm, 01.09.2014 - 17 U 30/12  

    Ansprüche des Auftraggebers wegen Mängeln von Architektenleistungen bei der

  • LG Mönchengladbach, 11.06.2013 - 3 O 296/10  

    Rückabwicklung eines Praxisübertragungsvertrages (Steuerberater)

  • OLG Brandenburg, 13.07.2011 - 4 U 158/10  

    Abschluss eines Kreditkartenvertrags durch einen Dritten und Genehmigung des

  • LG Wiesbaden, 26.08.2010 - 9 S 16/10  
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