Rechtsprechung
   BGH, 11.10.2016 - XI ZR 482/15   

Volltextveröffentlichungen (11)

  • lexetius.com

    BGB § 495 Abs. 1 (Fassung bis zum 10. Juni 2010); BGB § ... 357 Abs. 1 Satz 1 (Fassung bis zum 12. Juni 2014), § 351 Satz 1, § 139 BGB-InfoV § 14 Abs. 1 und 3 (Fassung bis zum 10. Juni 2010); BGB-InfoV Anlage 2 (zu § 14 Abs. 1 und 3) (Fassung bis zum 7. Dezember 2004)

  • IWW

    § 495 Abs. 1 BGB, Art. ... 229 § 9 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2, § 22 Abs. 2, §§ 32, 38 Abs. 1 Satz 1 EGBGB, § 361a Abs. 2 Satz 1 BGB, § 357 Abs. 1 Satz 1 BGB, § 356 BGB, § 351 BGB, § 351 Satz 1, § 441 Abs. 2, §§ 472, 638 Abs. 2 BGB, §§ 425, 429 Abs. 3 BGB, § 351 Satz 1 BGB, § 356 Satz 2 BGB, § 355 Abs. 1 Satz 2 BGB, § 242 BGB, § 351 Satz 2 BGB, §§ 422 ff. BGB, § 139 BGB, § 355 Abs. 2 Satz 1 BGB, § 14 Abs. 1, 3 BGB-InfoV, § 14 Abs. 1 BGB-InfoV, § 14 Abs. 3 BGB-InfoV, Art. 245 EGBGB, § 346 Abs. 1 BGB, § 488 Abs. 1 Satz 2 BGB, § 562 Abs. 1 ZPO, § 563 Abs. 1 Satz 1 ZPO, Art. 229 § 22 Abs. 2, § 32 Abs. 1, § 38 Abs. 1 EGBGB, § 492 Abs. 1a Satz 2 Halbsatz 1 BGB, § 497 Abs. 1 Satz 2 BGB

  • bundesgerichtshof.de PDF
  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 139 BGB, § 351 S 1 BGB, § 357 Abs 1 S 1 BGB, § 495 Abs 1 BGB, § 14 Abs 1 BGB-InfoV

  • Jurion
  • Betriebs-Berater

    Mehrere Verbraucher als Darlehensnehmer eines Verbraucherdarlehensvertrags - Widerrufsbefugnis jedes einzelnen Verbrauchers

  • WM Zeitschrift für Wirtschafts- und Bankrecht(Abodienst; oder: Einzelerwerb Volltext 11,50 €)

    Zum Widerrufsrecht des einzelnen Darlehensnehmers, wenn mehrere Verbraucher einen Verbraucherdarlehensvertrag schließen; zur Verwirkung des Widerrufsrechts bei vorzeitig einvernehmlich beendeten Verbraucherdarlehensverträgen

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB § 139; BGB § 357 Abs. 1 S. 1; BGB § 495 Abs. 1
    Selbstständiger Widerruf einer auf den Abschluss eines Darlehensvertrags gerichteten Willenserklärung bei mehreren Darlehensnehmern

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Zum Widerruf eines Verbraucherdarlehensvertrags bei mehreren Darlehensnehmern

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (7)

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Darlehen erfolgreich widerrufen: Darlehenswiderruf weiterhin aussichtsreich!

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Sparkasse Siegen zahlt Teil der Vorfälligkeitsentschädigung zurück

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Aufhebungsvertrag steht Darlehenswiderruf nicht im Weg

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Darlehenswiderruf

Besprechungen u.ä. (3)

  • juris.de (Entscheidungsbesprechung)

    Widerruf eines bereits vorzeitig abgelösten Verbraucherdarlehensvertrages (jurisPR-BKR 1/2017 Anm. 1)

  • WuB Entscheidungsanmerkungen zum Wirtschafts- und Bankrecht(Abodienst; oder: Einzelerwerb 11,50 €) (Entscheidungsbesprechung)

    Widerrufsbelehrung bei mehreren Darlehensnehmern; Verzicht; Verwirkung

  • fc-heidelberg.de PDF, S. 4 (Entscheidungsbesprechung)

    Mehrere Darlehensnehmer/Gesetzlichkeitsfiktion/Verwirkung

Papierfundstellen

  • (Für BGHZ vorgesehen)
  • NJW 2017, 243
  • ZIP 2016, 2306
  • MDR 2017, 222
  • WM 2016, 2295



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Wird zitiert von ... (63)  

  • BGH, 21.02.2017 - XI ZR 467/15  

    Verbraucherdarlehen - Feststellungsklage im Widerrufsfall unzulässig

    (d) Schließlich gaben die Hinweise der Beklagten zum Widerrufsrecht mehrerer Darlehensnehmer und den Folgen des Widerrufs nur eines Darlehensnehmers die Rechtslage korrekt wieder (Senatsurteil vom 11. Oktober 2016 - XI ZR 482/15, WM 2016, 2295 Rn. 13 ff., zur Veröffentlichung bestimmt in BGHZ).
  • BGH, 21.02.2017 - XI ZR 185/16  

    Kündigungsrecht einer Bausparkasse zehn Jahre nach Zuteilungsreife bejaht

    Ein Recht ist verwirkt, wenn sich der Schuldner wegen der Untätigkeit seines Gläubigers über einen gewissen Zeitraum hin bei objektiver Beurteilung darauf einrichten darf und eingerichtet hat, dieser werde sein Recht nicht mehr geltend machen, so dass die verspätete Geltendmachung gegen Treu und Glauben verstößt (vgl. nur Senatsurteile vom 12. Juli 2016 - XI ZR 501/15, WM 2016, 1835 Rn. 40 mwN, zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen, und vom 11. Oktober 2016 - XI ZR 482/15, WM 2016, 2295 Rn. 30 mwN, zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen).
  • BGH, 21.02.2017 - XI ZR 272/16  

    Kündigungsrecht einer Bausparkasse zehn Jahre nach Zuteilungsreife bejaht

    Ein Recht ist verwirkt, wenn sich der Schuldner wegen der Untätigkeit seines Gläubigers über einen gewissen Zeitraum hin bei objektiver Beurteilung darauf einrichten darf und eingerichtet hat, dieser werde sein Recht nicht mehr geltend machen, so dass die verspätete Geltendmachung gegen Treu und Glauben verstößt (vgl. nur Senatsurteile vom 12. Juli 2016 - XI ZR 501/15, WM 2016, 1835 Rn. 40 mwN, zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen, und vom 11. Oktober 2016 - XI ZR 482/15, WM 2016, 2295 Rn. 30 mwN, zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen).
  • BGH, 21.02.2017 - XI ZR 381/16  

    Zur Wirksamkeit einer Widerrufsbelehrung bei einem Präsenzgeschäft

    Die von der Beklagten vorformulierte Widerrufsbelehrung genügte, was der Senat selbst bestimmen kann (Senatsurteile vom 6. Dezember 2011 - XI ZR 401/10, WM 2012, 262 Rn. 22 f., vom 12. Juli 2016 - XI ZR 564/15, WM 2016, 1930 Rn. 15, zur Veröffentlichung bestimmt in BGHZ, und vom 11. Oktober 2016 - XI ZR 482/15, WM 2016, 2295 Rn. 12, zur Veröffentlichung bestimmt in BGHZ), bei den Angaben zu den Voraussetzungen des Fristbeginns nicht den gesetzlichen Vorgaben und war damit ohne Rücksicht auf die konkreten Umstände ihrer Erteilung unwirksam.

    Entscheidend ist nur, ob die Belehrung durch ihre missverständliche Fassung objektiv geeignet ist, den Verbraucher von der Ausübung seines Widerrufsrechts abzuhalten (vgl. Senatsurteile vom 23. Juni 2009 - XI ZR 156/08, WM 2009, 1497 Rn. 25, vom 12. Juli 2016 - XI ZR 564/15, WM 2016, 1930 Rn. 26 und vom 11. Oktober 2016 - XI ZR 482/15, WM 2016, 2295 Rn. 23; BGH, Urteil vom 29. Juli 2015 - IV ZR 94/14, NJW 2015, 3582 Rn. 12).

    Gleiches gilt, wenn die Parteien den Vertrag vor Ausübung des Widerrufsrechts einvernehmlich beendet haben, ohne sich zugleich über das Widerrufsrecht zu vergleichen (Senatsurteil vom 11. Oktober 2016 - XI ZR 482/15, WM 2016, 2295 Rn. 28 mwN).

    Der Senat verweist sie daher zur neuen Verhandlung und Entscheidung an das Berufungsgericht zurück (§ 563 Abs. 1 Satz 1 ZPO), das nach Maßgabe der Senatsurteile vom 12. Juli 2016 (XI ZR 501/15, WM 2016, 1835 Rn. 41 und XI ZR 564/15, WM 2016, 1930 Rn. 33 ff.) und vom 11. Oktober 2016 (XI ZR 482/15, WM 2016, 2295 Rn. 30 f.) zu § 242 BGB weitere Feststellungen zu treffen haben wird.

  • BGH, 24.01.2017 - XI ZR 183/15  

    Immobilienkredite: So kommen Sie aus teuren Kreditverträgen raus

    bb) Überdies gaben die - nur in der Widerrufsbelehrung zum Darlehensvertrag Nr.          vor die Unterschriftszeile der Darlehensnehmer gesetzten - Hinweise der Beklagten zum Widerrufsrecht mehrerer Darlehensnehmer und - unter der Unterschriftszeile - zu den Folgen des Widerrufs nur eines Darlehensnehmers die Rechtslage korrekt wieder (Senatsurteil vom 11. Oktober 2016 - XI ZR 482/15, WM 2016, 2295 Rn. 13 ff., zur Veröffentlichung bestimmt in BGHZ).

    cc) Indessen belehrte die Beklagte die Kläger, was der Senat nach den Grundsätzen der objektiven Auslegung selbst bestimmen kann (Senatsurteile vom 12. Juli 2016 - XI ZR 564/15, WM 2016, 1930 Rn. 15 und vom 11. Oktober 2016 - XI ZR 482/15, WM 2016, 2295 Rn. 12), undeutlich über die Rechtsfolgen des Widerrufs.

    Entscheidend ist nur, ob die Belehrung durch ihre missverständliche Fassung objektiv geeignet ist, den Verbraucher von der Ausübung seines Widerrufsrechts abzuhalten (Senatsurteile vom 12. Juli 2016 - XI ZR 564/15, WM 2016, 1930 Rn. 26 und vom 11. Oktober 2016 - XI ZR 482/15, WM 2016, 2295 Rn. 23).

  • BGH, 16.05.2017 - XI ZR 586/15  

    Zur Zulässigkeit einer negativen Feststellungsklage in Widerrufsfällen

    Auch mit der nach Erlass des Berufungsurteils ergangenen Rechtsprechung des Senats (vgl. Senatsurteile vom 12. Juli 2016 - XI ZR 501/15, WM 2016, 1835 Rn. 39 ff., zur Veröffentlichung bestimmt in BGHZ, und - XI ZR 564/15, WM 2016, 1930 Rn. 34 ff. sowie vom 11. Oktober 2016 - XI ZR 482/15, WM 2016, 2295 Rn. 30) in Einklang stehen schließlich die Überlegungen, die das Berufungsgericht dazu veranlasst haben, den Widerruf des Klägers nicht an § 242 BGB scheitern zu lassen.
  • BGH, 14.03.2017 - XI ZR 442/16  

    Widerruf eines Verbraucherdarlehensvertrags; Umwandlung des

    Das Berufungsgericht hat die rechtlichen Maßgaben verkannt, unter denen nach den Senatsurteilen vom 12. Juli 2016 (XI ZR 501/15, WM 2016, 1835 Rn. 38 ff. und XI ZR 564/15, WM 2016, 1930 Rn. 33 ff., zur Veröffentlichung bestimmt in BGHZ) sowie vom 11. Oktober 2016 (XI ZR 482/15, WM 2016, 2295 Rn. 29 ff., zur Veröffentlichung bestimmt in BGHZ) die Verwirkung des Widerrufsrechts steht.

    c) Schließlich hat das Berufungsgericht in Übereinstimmung mit der Senatsrechtsprechung (vgl. Senatsurteil vom 11. Oktober 2016 - XI ZR 482/15, WM 2016, 2295 Rn. 28) erkannt, dass die auf Abschluss eines Darlehensvertrags gerichtete Willenserklärung auch noch nach dessen vorzeitiger Beendigung widerrufen werden kann.

    Wie der Senat mit Urteilen vom 12. Juli 2016 (XI ZR 501/15, WM 2016, 1835 Rn. 41) und vom 11. Oktober 2016 (XI ZR 482/15, WM 2016, 2295 Rn. 30) ausgeführt hat, ist bei beendeten Verträgen bei der Bewertung, ob der Verbraucher das Widerrufsrecht verwirkt hat, mit zu berücksichtigen, ob die Parteien auf Wunsch des Verbrauchers den Darlehensvertrag einverständlich beendet haben.

  • OLG Stuttgart, 24.01.2017 - 6 U 96/16  

    Verwirkung des Widerrufsrechts eines zuvor beendeten

    Der Zusatz ist auch inhaltlich nicht zu beanstanden, weil er die Rechtslage zutreffend wiedergibt (BGH v. 11.10.2016 - XI ZR 482/15; OLG Stuttgart v. 27.9.2016 - 6 U 46/16).

    Kombiniert der Darlehensgeber in seiner Belehrung über verbundene Verträge den allgemein geltenden Hinweis zum Vorliegen einer wirtschaftlichen Einheit mit der Information über die besonderen Kriterien des Verbunds beim finanzierten Erwerb eines Grundstücks oder eines grundstücksgleichen Rechts, stellt dies einen Eingriff in die Musterbelehrung dar, der die Schutzwirkung gemäß § 14 Abs. 1 BGB-InfoV entfallen lässt (BGH v. 11.10.2016 - XI ZR 482/15 Rn. 27).

    Die Beendigung des Vertragsverhältnisses und die beiderseits vollständige Leistungserbringung lässt das Widerrufsrecht des Darlehensnehmers nicht entfallen (BGH v. 11.10.2016 - XI ZR 482/15 Rn. 28; v. 24.11.2009 - XI ZR 260/08; v. 7.5.14 - IV ZR 76/11; v. 29.7.15 - IV ZR 384/14, Rn. 30).

    Das Widerrufsrecht ist verwirkt, wenn sich der Schuldner wegen der Untätigkeit seines Gläubigers über einen gewissen Zeitraum hin bei objektiver Beurteilung darauf einrichten darf und eingerichtet hat, dieser werde sein Recht nicht mehr geltend machen, so dass die verspätete Geltendmachung gegen Treu und Glauben verstößt (BGH v. 11.10.2016 - XI ZR 482/15; v. 12.7.2016 - XI ZR 501/15 Rn. 40; v. 12.7.2016 - XI ZR 564/15 Rn. 37).

    (1) Dem Einwand der Verwirkung steht allerdings nicht entgegen, dass die Beklagte es unterlassen hat, dem Kläger nach Ablösung des Darlehens eine Nachbelehrung zu erteilen, denn eine solche war nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs nach Vertragsbeendigung nicht mehr sinnvoll möglich (BGH v. 11.10.2016 XI ZR 482/15 Rn. 30; v. 12.7.2016 - XI ZR 501/15 Rn. 41) und konnte deshalb von der Beklagten nicht mehr erwartet werden.

    Das gilt in besonderem Maße, wenn die Beendigung des Darlehensvertrages auf einen Wunsch des Verbrauchers zurückgeht (BGH v. 12.7.2016 - XI ZR 501/15 Rn. 41; v. 11.10.2016 XI ZR 482/15 Rn. 30), sodass bei der gebotenen tatrichterlichen Würdigung der für das Umstandsmoment erheblichen Gesichtspunkte die vorzeitige Beendigung des Darlehensvertrages und die Tatsache, dass diese auf Wunsch des Darlehensnehmers erfolgt ist, in die Betrachtung miteinzubeziehen sind.

    Zur Annahme der Verwirkung müssen sich aus dem Sachverhalt besondere, auf dem Verhalten des Berechtigten beruhende Umstände ergeben, die das Vertrauen des Verpflichteten rechtfertigen, der Berechtigte werde sein Recht nicht mehr geltend machen (BGH v. 11.10.2016 - XI ZR 482/15; v. 12.7.2016 - XI ZR 501/15 Rn. 40; v. 12.7.2016 - XI ZR 564/15 Rn. 37).

    Das Aufhebungsentgelt ist in Erfüllung einer sich aus den Darlehensvertrag ergebenden Verpflichtung erbracht und deshalb nach Widerruf des Darlehensvertrages als empfangene Leistung nach §§ 357 Abs. 1 S. 1, 346 Abs. 1 BGB zur erstatten (BGH v. 11.10.2016 - XI ZR 482/15 Rn. 32).

  • BGH, 24.01.2017 - XI ZR 66/16  

    Deutlichkeit einer Widerrufsbelehrung

    b) Eines Hinweises darauf, bei einer Mehrheit von Darlehensnehmern könne jeder für sich seine auf Abschluss des Darlehensvertrags gerichtete Willenserklärung widerrufen, bedurfte es entgegen der Rechtsauffassung der Kläger nicht (Senatsurteil vom 11. Oktober 2016 - XI ZR 482/15, WM 2016, 2295 Rn. 13, zur Veröffentlichung bestimmt in BGHZ).
  • OLG Stuttgart, 18.04.2017 - 6 U 36/16  

    Immobilienkredit: Verwirkung des Widerrufsrechts nach einvernehmlicher

    Kombiniert der Darlehensgeber in seiner Belehrung über verbundene Verträge den allgemein geltenden Hinweis zum Vorliegen einer wirtschaftlichen Einheit mit der Information über die besonderen Kriterien des Verbunds beim finanzierten Erwerb eines Grundstücks oder eines grundstücksgleichen Rechts, stellt dies einen Eingriff in die Musterbelehrung dar, der die Schutzwirkung gemäß § 14 Abs. 1 BGB-InfoV entfallen lässt (BGH v. 11.10.2016 - XI ZR 482/15 Rn. 27).

    Die Beendigung des Vertragsverhältnisses und die beiderseits vollständige Leistungserbringung lässt das Widerrufsrecht des Darlehensnehmers nicht entfallen (BGH v. 11.10.2016 - XI ZR 482/15 Rn. 28; v. 24.11.2009 - XI ZR 260/08; v. 7.5.14 - IV ZR 76/11; v. 29.7.15 - IV ZR 384/14, Rn. 30).

    Das Widerrufsrecht ist verwirkt, wenn sich der Schuldner wegen der Untätigkeit seines Gläubigers über einen gewissen Zeitraum hin bei objektiver Beurteilung darauf einrichten darf und eingerichtet hat, dieser werde sein Recht nicht mehr geltend machen, so dass die verspätete Geltendmachung gegen Treu und Glauben verstößt (BGH v. 11.10.2016 - XI ZR 482/15; v. 12.7.2016 - XI ZR 501/15 Rn. 40; v. 12.7.2016 - XI ZR 564/15 Rn. 37).

    (1) Da nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs eine Nachbelehrung nach Vertragsbeendigung nicht mehr sinnvoll möglich ist (BGH v. 11.10.2016 XI ZR 482/15 Rn. 30; v. 12.7.2016 - XI ZR 501/15 Rn. 41), kann bei einem beendeten Darlehensvertrag das Vertrauen des Darlehensgebers auf ein Unterbleiben des Widerrufs schutzwürdig sein, auch wenn die von ihm erteilte Widerrufsbelehrung ursprünglich den gesetzlichen Vorschriften nicht entsprach.

    Das gilt in besonderem Maße, wenn die Beendigung des Darlehensvertrages auf einen Wunsch des Verbrauchers zurückgeht (BGH v. 12.7.2016 - XI ZR 501/15 Rn. 41; v. 11.10.2016 XI ZR 482/15 Rn. 30).

    Auch bei einem vorzeitig abgelösten Darlehen ist aber der vom Bundesgerichtshof formulierte Obersatz anzuwenden, wonach eine Verwirkung nur in Betracht kommt, wenn sich aus dem Sachverhalt besondere, auf dem Verhalten des Berechtigten beruhende Umstände ergeben, die das Vertrauen des Verpflichteten rechtfertigen, der Berechtigte werde sein Recht nicht mehr geltend machen (BGH v. 11.10.2016 - XI ZR 482/15; v. 12.7.2016 - XI ZR 501/15 Rn. 40; v. 12.7.2016 - XI ZR 564/15 Rn. 37).

    Das im Zuge der vorzeitigen einvernehmlichen Ablösung gezahlte Aufhebungsentgelt ist eine Leistung in Erfüllung einer sich aus dem Darlehensvertrag ergebenden Verpflichtung mit der Folge, dass es im Falle eines wirksamen Widerrufs der Darlehensverträge als empfangene Leistung nach § 357 Abs. 1 Satz 1 BGB a.F. in Verbindung mit § 346 Abs. 1 BGB zurückzugewähren ist (BGH v. 11.10.2016 - XI ZR 482/15, Rn. 33).

  • BGH, 25.04.2017 - XI ZR 108/16  

    Wirksamkeit eines erklärten Widerrufs einer auf Abschluss eines

  • OLG Stuttgart, 23.05.2017 - 6 U 192/16  

    Rückabwicklung eines Darlehensvertrages nach Widerruf durch den Darlehensnehmer

  • OLG Karlsruhe, 16.05.2017 - 17 U 81/16  

    Zulässigkeit einer Klage auf Feststellung der Umwandlung eines Darlehensvertrages

  • BGH, 09.05.2017 - XI ZR 314/15  

    Verbundene Verträge - unstreitig

  • OLG Schleswig, 23.02.2017 - 5 U 171/16  
  • OLG Brandenburg, 31.05.2017 - 4 U 188/15  
  • OLG Karlsruhe, 14.03.2017 - 17 U 204/15  

    Widerrufsbelehrung; Pflichtangaben; Immobiliardarlehensvertrag

  • OLG Frankfurt, 14.12.2016 - 19 U 13/16  

    Verwirkung des Wierrrufsrechts bei vorzeitig beendeten

  • OLG Brandenburg, 11.01.2017 - 4 U 110/15  
  • OLG Hamm, 12.04.2017 - 31 U 52/16  
  • BGH, 25.04.2017 - XI ZR 314/16  
  • BGH, 25.04.2017 - XI ZR 212/16  
  • OLG Düsseldorf, 01.02.2017 - 3 U 26/16  
  • OLG Brandenburg, 11.01.2017 - 4 U 144/15  

    Anforderungen an die Widerrufsbelehrung beim Abschluss eines

  • KG, 27.03.2017 - 8 U 87/16  

    Verwirkung des Widerrufsrechtes bei abgelöstem Darlehen

  • LG Köln, 29.12.2016 - 15 O 195/16  
  • OLG Hamm, 22.03.2017 - 31 U 26/17  

    Verwirkung des Widerrufsrechts beim Abschluss eines Verbraucherdarlehensvertrages

  • OLG Köln, 09.03.2017 - 13 U 422/16  
  • BGH, 14.03.2017 - XI ZR 160/16  

    Rechtsmissbräuchliche Ausübung des Widerrufsrechts durch den Versicherungsnehmer

  • OLG Brandenburg, 29.12.2016 - 4 U 89/15  
  • LG Dortmund, 02.12.2016 - 3 O 196/16  

    Rückzahlungsbegehren einer gezahlten Vorfälligkeitsentschädigung

  • KG, 20.02.2017 - 8 U 31/16  

    Darlehensvertrag widerrufen: Gesamter Darlehensbetrag ist zurückzuzahlen!

  • OLG Frankfurt, 21.12.2016 - 24 U 151/15  

    Widerrufsbelehrung zum Darlehensvertrag - Abweichung vom Muster in § 14 Abs. 1

  • LG Dortmund, 24.03.2017 - 3 O 78/16  

    Feststellungklage betreffend die Wirksamkeit des Widerrufs eines

  • OLG Brandenburg, 08.02.2017 - 4 U 190/15  

    Immobilienfinanzierung, fehlerhafte Widerrufsbelehrung, späte Ausübung des

  • OLG Zweibrücken, 16.12.2016 - 7 U 119/15  

    Widerruf eines Verbraucherdarlehensvertrags

  • LG Dortmund, 04.11.2016 - 3 O 166/16  

    Feststellung der Umwandlung eines Verbraucherdarlehensvertrages in ein

  • LG Köln, 08.06.2017 - 15 O 428/16  
  • OLG Karlsruhe, 28.03.2017 - 17 U 58/16  
  • OLG Köln, 27.03.2017 - 12 U 39/16  
  • OLG Brandenburg, 10.05.2017 - 4 U 70/16  
  • OLG Stuttgart, 31.01.2017 - 6 U 55/16  

    Verbraucherdarlehen; Widerrufsbelehrung; mehrere Darlehensnehmer

  • OLG Brandenburg, 04.01.2017 - 4 U 199/15  

    Anforderungen an die Widerrufsbelehrung beim Abschluss eines

  • OLG Köln, 15.02.2017 - 12 U 39/16  
  • OLG Hamm, 19.04.2017 - 31 U 26/17  

    Verwirkung des Widerrufsrechts beim Abschluss eines Verbraucherdarlehensvertrages

  • OLG Brandenburg, 11.01.2017 - 4 U 35/16  

    Umfang des vom Darlehensgeber herauszugebenden Nutzungsersatzes für empfangene

  • OLG Zweibrücken, 16.12.2016 - 7 U 133/15  

    Widerruf eines Darlehensvertrages

  • OLG Koblenz, 02.06.2017 - 8 U 617/16  
  • LG Dortmund, 10.02.2017 - 3 O 89/16  

    Rückabwicklung eines abgeschlossenen Verbraucherdarlehensvertrags aufgrund

  • OLG Düsseldorf, 16.12.2016 - 16 U 19/16  
  • OLG Köln, 08.02.2017 - 12 W 15/16  
  • LG Hamburg, 02.03.2017 - 319 O 53/16  
  • LG Köln, 09.03.2017 - 15 O 214/16  

    Inanspruchnahme der Bank auf Rückabwicklung widerrufener Darlehensverträge;

  • OLG Brandenburg, 14.12.2016 - 4 U 19/16  
  • OLG Köln, 07.12.2016 - 13 U 135/16  
  • OLG Köln, 03.03.2017 - 13 U 241/16  
  • LG Hamburg, 18.01.2017 - 335 O 244/15  
  • OLG Düsseldorf, 10.02.2017 - 7 U 153/15  
  • LG Dortmund, 25.11.2016 - 3 O 399/15  

    Widerruf von Verbraucherdarlehensverträgen; Rückzahlung von gezahlten

  • OLG Düsseldorf, 09.02.2017 - 6 U 80/16  
  • LG Aachen, 14.02.2017 - 10 O 311/16  

    Widerruf; Verbraucherdarlehensvertrag; Verwirkung

  • OLG Köln, 11.01.2017 - 13 U 135/16  
  • LG Bochum, 17.05.2017 - 5 O 11/17  
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