Rechtsprechung
   BGH, 21.11.1978 - VI ZR 227/77   

Volltextveröffentlichungen (3)

Kurzfassungen/Presse

  • Jurion (Leitsatz)

    Notar - Hinweispflicht - Grunderwerbsteuer

Papierfundstellen

  • MDR 1979, 301
  • DNotZ 1979, 228
  • VersR 1979, 185
  • WM 1979, 202
  • DB 1979, 445



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Wird zitiert von ... (15)  

  • BGH, 20.09.2007 - III ZR 33/07

    Belehrungspflichten des beurkundenden Notars hinsichtlich des Entstehens einer

    Hinsichtlich des Entstehens einer Umsatzsteuerpflicht trifft den Notar keine allgemeine Belehrungspflicht (BGH Urteil vom 20. April 1971 - VI ZR 225/69 - VersR 1971, 740; ablehnend für die Grunderwerbsteuerpflicht BGH Urteile vom 21. November 1978 - VI ZR 227/77 - DNotZ 1979, 228; vom 14. Mai 1992 - IX ZR 262/91 - NJW-RR 1992, 1178, 1180; RG JW 1932, 2855).
  • OLG Oldenburg, 12.06.2009 - 6 U 58/09

    Haftung des Notars: Schadensersatzpflicht bei fehlender Aufklärung über die

    Der Notar hat an sich nicht die Aufgabe eines Wirtschafts- und Steuerberaters (ständige Rechtsprechung des BGH in: VersR 1983, 181. VersR 2007, 1659. Entscheidung vom 21.11.1978, BeckRS 1978, 30376567. Huhn/von Schuckmann, BeurkG, 4. Aufl. 2003 § 17 Rz. 113).
  • BGH, 14.05.1992 - IX ZR 262/91

    Notarielle Beratungspflicht bei Kettenverkauf eines Grundstücks - Amtspflicht zur

    Die Pflicht nach § 19 BeurkG, auf das Erfordernis einer Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts (§ 22 GrEStG) hinzuweisen, bedeutet nicht, daß der Notar über den möglichen Anfall und die Höhe einer solchen Steuer oder steuersparende Gestaltungen zu unterrichten hätte (BGH, Urt. v. 21. November 1978 - VI ZR 227/77, WM 1979, 202, 203 f; v. 5. November 1982 - V ZR 217/81, WM 1983, 123; Senatsurt. v. 5. Februar 1985 - IX ZR 83/84, WM 1985, 523, 524).

    Eine dahingehende Belehrung kann dem Notar ausnahmsweise auch im Rahmen seiner allgemeinen Betreuungspflicht obliegen (BGH, Urt. v. 21. November 1978 - VI ZR 227/77, v. 5. November 1982 - V ZR 217/81 und Senatsurt. v. 5. Februar 1985 - IX ZR 83/84 aaO.).

  • OLG Hamm, 27.07.2012 - 11 U 74/11

    Pflicht des Notars zur Aufklärung und Belehrung über das Entstehen von

    § 8 ErbStDV stellt nach gefestigter Rechtsprechung, der der Senat folgt und der sich auch die Literatur überwiegend angeschlossen hat, zu den vorgenannten allgemeinen Grundsätzen eine Ausnahmeregelung dar, die eine Hinweispflicht ausdrücklich begründet (so bereits: BGH, Urteil vom 21.11.1978, VI ZR 227/77, zitiert nach juris Rn. 25; ebenso: BGH, Urteil vom 05.02.1989, IX ZR 83/84, zitiert nach juris Rn. 7 - jeweils zum früheren, mit § 8 ErbStDV inhaltlich identischen § 13 ErbStDV; ebenso: OLG Oldenburg, Urteil vom 12.06.2009, 6 U 58/09, zitiert nach juris Rn. 19 m.w.N.; OLG Schleswig, Urteil vom 06.05.2004, 11 U 103/02, zitiert nach juris Rn. 25 mit Verweis auf: OLG Schleswig, Urteil vom 31.10.2002, 11 U 70/01, S. 3; LG Aachen, VersR 1989, 50; Ganter, a.a.O., Rn. 1191; Armbrüster, in: Armbrüster/Preuss/Renner, BeurkG, 5. Aufl., § 17 Rn. 113; Frenz, in: Eylmann/Vaasen, BeurkG, 3. Aufl., § 17 Rn. 19 - jeweils zum früheren § 13 ErbStDV; Eggenstein, in: Zimmermann/Zimmermann, Die Amtshaftung des Notars, 3. Aufl., Rn. 555 m.w.N. - zu § 8 ErbStDV; vgl. auch: Meincke, ErbStG, 15. Aufl., § 36 Rn. 1).
  • BGH, 05.02.1985 - IX ZR 83/84

    Tatsachenermittlung eines Notars bei der Beurkundung eines

    Das Berufungsgericht geht zutreffend - und insoweit auch von der Revision nicht angegriffen - von dem in ständiger Rechtsprechung des Reichsgerichts und des Bundesgerichtshofs angenommenen Grundsatz aus, daß ein Notar nicht verpflichtet ist, den an notariellen Amtshandlungen beteiligten Personen steuerliche Belehrungen zu erteilen (RGZ 142, 424, 425 m. Nachw.;BGH, Urt. v. 26. März 1953 - III ZR 14/52 = DNotZ 1953, 492; Urt. v. 21. November 1978 = VI ZR 227/77 = LM BeurkG §§ 17, 19 Nr. 8 = DNotZ 1979, 228;Urt. v. 22. April 1980 - VI ZR 96/79 = LM BeurkG § 17 Nr. 13 = DNotZ 1980, 563;Urt. v. 2. Juni 1981 - VI ZR 148/79 = DNotZ 1981, 775;Urt. v. 5. November 1982 - V ZR 217/81 = JurBüro 1983 Sp. 546; vgl. auch Rohs, Die Geschäftsführung der Notare 8. Aufl. S. 260 mit Nachweisen; Reithmann/Röll/Geßele, Handbuch der notariellen Vertragsgestaltung 5. Aufl. Rdn. 222, 223; Arndt BNotO 2. Aufl. BeurkG § 19 Bern.

    Als Ausnahmevorschriften können solche Bestimmungen auch nicht eine Belehrungspflicht hinsichtlich anderer Steuertatbestände begründen (BGH, Urt. v. 21. November 1978 - VI ZR 227/77 aaO).

    Es entspricht darüber hinaus ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, daß ein Notar im Rahmen der allgemeinen Betreuungspflicht auch über steuerrechtliche Folgen des von ihm zu beurkundenden Vertrages aufzuklären oder den Beteiligten anheimzugeben hat, sich fachlich beraten zu lassen, wenn er aufgrund besonderer Umstände des Falles Anlaß zu der Vermutung haben muß, einem Beteiligten drohe ein Schaden, weil er sich der Gefahr des Entstehens einer besonderen Steuerpflicht nicht bewußt ist (BGH, Urt. v. 21. November 1978 - VI ZR 227/77 aaO;v. 22. April 1980 - VI ZR 96/79 aaO).

  • BGH, 05.02.1985 - IX ZR 248/83

    Zur Prüfungs- und Belehrungspflicht des Notars bezüglich des Eingreifens etwaiger

    Das Berufungsgericht geht zutreffend - und insoweit auch von der Revision nicht angegriffen - von dem in ständiger Rechtsprechung des Reichsgerichts und des Bundesgerichtshofs angenommenen Grundsatz aus, daß ein Notar nicht verpflichtet ist, den an notariellen Amtshandlungen beteiligten Personen steuerliche Belehrungen zu erteilen ( RGZ 142, 424, 425 m. Nachw.; BGH Urt. v. 26. März 1953 - III ZR 14/52 = DNotZ 1953, 492 ; Urt. v. 21. November 1978 = VI ZR 227/77 = LM BeurkG §§ 17, 19 Nr. 8 = DNotZ 1979, 228;.

    Als Ausnahmevorschriften können solche Bestimmungen auch nicht eine Belehrungspflicht hinsichtlich anderer Steuertatbestände begründen (BGH, Urt. v. 21. November 1978 - VI ZR 227/77 aaO).

    Es entspricht darüber hinaus ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, daß ein Notar im Rahmen der allgemeinen Betreuungspflicht auch über steuerrechtliche Folgen des von ihm zu beurkundenden Vertrages aufzuklären oder den Beteiligten anheimzugeben hat, sich fachlich beraten zu lassen, wenn er aufgrund besonderer Umstände des Falles Anlaß zu der Vermutung haben muß, einem Beteiligten drohe ein Schaden, weil er sich der Gefahr des Entstehens einer besonderen Steuerpflicht nicht bewußt ist (BGH, Urt. v. 21. November 1978 - VI ZR 227/77 aaO; v. 22. April 1980 - VI ZR 96/79 aaO).

  • LG München I, 20.05.1985 - 11 HKT 5359/85

    Sicherheitsbestellung bei Kapitalerhöhung einer Einmann-GmbH

    Das Berufungsgericht geht zutreffend - und insoweit auch von der Revision nicht angegriffen - von dem in ständiger Rechtsprechung des Reichsgerichts und des Bundesgerichtshofs angenommenen Grundsatz aus, daß ein Notar MittBayNot 1985 Heft 3 nicht verpflichtet ist, den an notariellen Amtshandlungen beteiligten Personen steuerliche Belehrungen zu erteilen ( RGZ 142, 424, 425 m. Nachw.; BGH Urt. v. 26. März 1953 - III ZR 14/52 = DNotZ 1953, 492 ; Urt. v. 21. November 1978 = VI ZR 227/77 = LM BeurkG §§ 17, 19 Nr. 8 = DNotZ 1979, 228;.

    Als Ausnahmevorschriften können solche Bestimmungen auch nicht eine Belehrungspflicht hinsichtlich anderer Steuertatbestände begründen (BGH, Urt. v. 21. November 1978 - VI ZR 227/77 aaO).

    Es entspricht darüber hinaus ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, daß ein Notar im Rahmen der allgemeinen Betreuungspflicht auch über steuerrechtliche Folgen des von ihm zu beurkundenden Vertrages aufzuklären oder den Beteiligten anheimzugeben hat, sich fachlich beraten zu lassen, wenn er aufgrund besonderer Umstände des Falles Anlaß zu der Vermutung haben muß, einem Beteiligten drohe ein Schaden, weil er sich der Gefahr des Entstehens einer besonderen Steuerpflicht nicht bewußt ist (BGH, Urt. v. 21. November 1978 - VI ZR 227/77 aaO; v. 22. April 1980 - VI ZR 96/79 aaO).

  • LG München I, 20.02.1980 - 23 O 3889/79

    Zur Frage, wann der Notar eine ihm treuhänderisch überlassene

    1. Zutreffend ist das Landgericht davon ausgegangen, daß der Notar grundsätzlich nicht verpflichtet ist, die Beteiligten über die steuerlichen Folgen zu beraten, die an das beurkundete Rechtsgeschäft geknüpft sind; der Notar hat nicht die Aufgaben eines Wirtschafts- oder Steuerberaters (BGH DNotZ 1979, 228 /231; VersR 1975, 951 ; Keidel-Kuntze-Winkler, Freiwillige Gerichtsbarkeit 11. Aufl. Teil B Beurkundungsgesetz § 17 Rdnr. 21; Jansen, FGG 2. Aufl. Beurkundungsgesetz § 19 Rdnr. 2; Daimer-Reithmann, Die Prüfungsund Belehrungspflicht des Notars 4. Aufl. Rdnr. 73; Haug, DNotZ 1972, 388 /478; Knur, DNotZ 1966, 707 ff.; teilweise abweichend: Kapp, BB 1974, 113 ff.).

    Das gilt nach herrschender Rechtsauffassung auch für die Fragen des Anfalles oder der Höhe der Grunderwerbsteuer (BGH DNotZ 1979, 228/231; OLG München DNotZ 1973.181; OLG Braunschweig DNotZ 1977, 492 /494).

    Ohne einen solchen Antrag würde sich in vielen Fällen nämlich nicht nur der Vollzug des Eigentumsübergangs im Grundbuch unnötig verzögern, sondern die Beteiligten würden möglicherweise - zumindest vorübergehend - mit einer offensichtlich vermeidbaren Steuer belastet und dadurch (nicht etwa durch einen unvermeidlichen Anfall dieser Steuer, die keinen Schaden darstellt, BGH DNotZ 1979, 228 /231) geschädigt werden.

  • BayObLG, 13.02.1980 - BReg. 3 Z 104/79

    Zur Formulierung eines Antrags auf Befreiung von der Grunderwerbsteuer

    1. Zutreffend ist das Landgericht davon ausgegangen, daß der Notar grundsätzlich nicht verpflichtet ist, die Beteiligten über die steuerlichen Folgen zu beraten, die an das beurkundete Rechtsgeschäft geknüpft sind; der Notar hat nicht die Aufgaben eines Wirtschafts- oder Steuerberaters (BGH DNotZ 1979, 228 /231; VersR 1975, 951 ; Keidel-Kuntze-Winkler, Freiwillige Gerichtsbarkeit 11. Aufl. Teil B Beurkundungsgesetz § 17 Rdnr. 21; Jansen, FGG 2. Aufl. Beurkundungsgesetz § 19 Rdnr. 2; Daimer-Reithmann, Die Prüfungsund Belehrungspflicht des Notars 4. Aufl. Rdnr. 73; Haug, DNotZ 1972, 388 /478; Knur, DNotZ 1966, 707 ff.; teilweise abweichend: Kapp, BB 1974, 113 ff.).

    Das gilt nach herrschender Rechtsauffassung auch für die Fragen des Anfalles oder der Höhe der Grunderwerbsteuer (BGH DNotZ 1979, 228/231; OLG München DNotZ 1973.181; OLG Braunschweig DNotZ 1977, 492 /494).

    Ohne einen solchen Antrag würde sich in vielen Fällen nämlich nicht nur der Vollzug des Eigentumsübergangs im Grundbuch unnötig verzögern, sondern die Beteiligten würden möglicherweise - zumindest vorübergehend - mit einer offensichtlich vermeidbaren Steuer belastet und dadurch (nicht etwa durch einen unvermeidlichen Anfall dieser Steuer, die keinen Schaden darstellt, BGH DNotZ 1979, 228 /231) geschädigt werden.

  • BGH, 22.04.1980 - VI ZR 96/79

    Zur Belehrungspflicht hinsichtlich der Grunderwerbsteuer

    Das Berufungsgericht geht allerdings zutreffend davon aus, daß weder durch § 17 Abs. 1 Satz 1 noch durch § 19 BeurkG Pflichten eines Notars begründet werden, bei der Beurkundung von Grundstückskaufverträgen die Beteiligten Über die Voraussetzungen der Entstehung einer Grunderwerbsteuerpflicht oder etwaige Steuerbefreiungstatbestände zu belehren oder zu beraten (Senatsurteil vom 21. November 1978 - VI ZR 227/77 = VersR 1979, 185, 186 f).

    Der Senat hat bereits im Urteil vom 21. November 1978 (VI ZR 227/77 = aaO) ausgeführt, unter Umständen könne es sogar erforderlich werden, daß ein Notar Hinweise auf eine möglicherweise entstehende Grunderwerbsteuer gibt.

  • BGH, 02.06.1981 - VI ZR 148/79

    Schadensersatz wegen falscher Rechtsauskunft durch einen Notar -

  • LG Münster, 25.10.2017 - 10 O 29/17

    Notarhaftung; Beratungspflicht, erweiterte; Steuerlicher Rechtsrat;

  • BGH, 05.11.1982 - V ZR 217/81

    Schadensersatz wegen falscher Beratung durch einen Notar - Umfang der

  • BGH, 18.09.1995 - NotZ 9/95

    Antrag auf Zulassung zum Notariat - Anwaltliche Vortätigkeit als

  • OLG München, 30.12.1980 - 19 U 1525/80

    Umfang der Pflicht des Notars, für den Vollzug einer Urkunde zu sorgen

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