Rechtsprechung
   BGH, 23.01.2003 - 4 StR 267/02   

Volltextveröffentlichungen (8)

  • HRR Strafrecht

    § 32 StGB; § 33 StGB; § 261 StPO
    Notwehrexzess (Notwehrlage; Beweiswürdigung hinsichtlich der Annahme eines Putativnotwehrexzesses); Notwehrhandlung (Einschränkung bei Provokation; Gebotenheit; Verteidigungswille; Gesamtbetrachtung bei zeitlich aufeinanderfolgenden, wechselseitigen Angriffen)

  • openjur.de
  • bundesgerichtshof.de PDF
  • Judicialis
  • Jurion

    Voraussetzungen des Notwehrexzesses nach § 33 Strafgesetzbuch (StGB) - Bestehen einer Notwehrlage - Zeitlich aufeinanderfolgende, wechselseitige Angriffe der Beteiligten - Gesamtbetrachtung unter Einschluss des der Tathandlung vorausgegangenen Geschehens - Eingriff in das durch Art. 1 Abs. 1, 2 Abs. 1 Grundgesetz (GG) geschützte Persönlichkeitsrecht - Schutz der Privatsphäre - Recht am eigenen Bild - Rechtfertigung der Trutzwehr - Äußere Gefährlichkeit des abzuwehrenden Verhaltens - Freispruch bei Putativnothilfeexzess - Beweiswürdigung hinsichtlich des Irrtums über die Nothilfelage - Überschreitung der Grenzen der erforderlichen Nothilfehandlung aus Verwirrung - Berücksichtigung aller im Urteil festgestellten und für den Vorsatz wesentlichen Umstände - Würdigung des Vorstellungsbildes des Angeklagten - Putativnothilfe entsprechend §§ 32, 16 Abs. 1 S. 1 Strafgesetzbuch (StGB) - Erforderlicher Verteidigungswillen bei "Hassgefühlen und Wutgefühlen"

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    StGB § 32 Abs. 1 § 33
    Notwehr bei wechselseitigen Angriffen; Notwehrexzess und Putativnotwehrexzess

  • datenbank.nwb.de
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • NStZ 2003, 599



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Wird zitiert von ... (9)  

  • BGH, 27.10.2015 - 3 StR 199/15

    Keine Rechtfertigung oder Entschuldigung bei Tötung eines flüchtenden Räubers

    Voraussetzung ist das Bestehen einer objektiv gegebenen Notwehrlage; auf Fälle der sogenannten Putativnotwehr, also unter anderem in einer irrtümlich angenommenen Notwehrlage (vgl. Fischer aaO, § 32 Rn. 51 mwN), ist die Vorschrift des § 33 StGB nicht anwendbar (st. Rspr.; s. etwa BGH, Urteile vom 24. Oktober 2001 - 3 StR 272/01, NStZ 2002, 141; vom 18. April 2002 - 3 StR 503/01, NStZ-RR 2002, 203, 204; vom 23. Januar 2003 - 4 StR 267/02, NStZ 2003, 599, 600, jeweils mwN; Beschluss vom 1. März 2011 - 3 StR 450/10, NStZ 2011, 630; s. auch LK/Zieschang aaO, § 33 Rn. 24 ff.; MüKo-StGB/Erb aaO, § 33 Rn. 18; Beck-OK StGB/Heuchemer, § 33 Rn. 13; Motsch, Der straflose Notwehrexzess, 2003, S. 39).
  • BGH, 25.04.2013 - 4 StR 551/12

    Vorwürfe im Zuge einer politisch motivierten Auseinandersetzung auf einem

    Eine Entschuldigung wegen einer Überschreitung der Grenzen der Notwehr nach § 33 StGB setzt voraus, dass der Täter in einer objektiv gegebenen Notwehrlage (§ 32 Abs. 2 StGB) bei der Angriffsabwehr die Grenzen des Erforderlichen aus Verwirrung, Furcht oder Schrecken überschritten hat (vgl. BGH, Urteil vom 31. Januar 2003 - 4 StR 267/02, NStZ 2003, 599, 600 mwN).
  • OLG Köln, 12.04.2018 - 15 U 112/17

    Unterlassungsansprüche einer prominenten Persönlichkeit hinsichtlich der

    Dieses ist zwar grundsätzlich als notwehrfähiges Rechtsgut zum Schutz des Rechts am eigenen Bild anerkannt (mit Nuancen im Detail BGH v. 23.01.2003 - 4 StR 267/02, NStZ 2003, 599 Tz. 5; OLG Hamburg v. 04.04.2012 - 3 -14/12, AfP 2012, 392; OLG Düsseldorf v. 15.10.1993 - 2 Ss 175/93 - 65/93 II - 2 Ws 214/93, NJW 1994, 1971; OLG Karlsruhe v. 01.10.1981 - 1 Ss 200/81, NStZ 1982, 123; LG Frankfurt/Oder v. 25.06.2013 - 16 S 251/12, NJW-RR 2014, 159; von Strobl-Albeg , in: Wenzel, Das Recht der Wort- und Bildberichterstattung, 5. Aufl. 2003, Kap 7 Rn. 37 ff.; Soehring , in Soehring/Hoene, PresseR, 5. Aufl. 2013, § 9 Rn 12 f.; MüKo-BGB/ Grothe , 5. Aufl. 2016, § 227 Rn. 7/9; Palandt/ Ellenberger , BGB, 77. Aufl. 2018, § 227 Rn. 3; Perron , in: Schönke/Schröder, StGB, 29. Aufl. 2014, § 32 Rn. 5a; für Lösung über § 229 - 231 BGB aber Helle , a.a.O., S. 87 f.).
  • BGH, 25.01.2017 - 1 StR 588/16

    Notwehr (Gegenwärtigkeit des Angriffs); Putativnotwehrexzess

    Einen Putativnotwehrexzess (vgl. BGH, Urteil vom 23. Januar 2003 - 4 StR 267/02, NStZ 2003, 599 f.), auf den § 33 StGB ohnehin keine Anwendung fände (BGH aaO), hat das Landgericht ebenfalls rechtsfehlerfrei nicht zugrunde gelegt.
  • BGH, 26.06.2018 - 1 StR 208/18

    Notwehr (Einschränkung des Notwehrrechts bei Provokation des Angriffs:

    Bei zeitlich aufeinanderfolgenden, wechselseitigen Angriffen der Beteiligten bedarf es zur Prüfung der Notwehrlage einer Gesamtbetrachtung unter Einschluss des der Tathandlung vorausgegangenen Geschehens; derjenige kann sich nicht auf ein Notwehrrecht berufen, der zuvor einen anderen rechtswidrig angegriffen hat, so dass dieser seinerseits aus Notwehr handelt (vgl. BGH, Urteile vom 23. Januar 2003 - 4 StR 267/02, NStZ 2003, 599, 600; vom 22. November 2000 - 3 StR 331/00, NStZ 2001, 143, 144 und vom 26. Oktober 1993 - 5 StR 493/93, BGHSt 39, 374, 376 f.).
  • OLG Köln, 26.04.2018 - 15 U 120/17

    Zulässigkeit der Bildberichterstattung über die Auseinandersetzung eines

    Dieses ist zwar grundsätzlich als notwehrfähiges Rechtsgut zum Schutz des Rechts am eigenen Bild anerkannt (mit Nuancen im Detail BGH v. 23.01.2003 - 4 StR 267/02, NStZ 2003, 599 Tz. 5; OLG Hamburg v. 04.04.2012 - 3 -14/12, AfP 2012, 392; OLG Düsseldorf v. 15.10.1993 - 2 Ss 175/93 - 65/93 II - 2 Ws 214/93, NJW 1994, 1971; OLG Karlsruhe v. 01.10.1981 - 1 Ss 200/81, NStZ 1982, 123; LG Frankfurt/Oder v. 25.06.2013 - 16 S 251/12, NJW-RR 2014, 159; von Strobl-Albeg , in: Wenzel, Das Recht der Wort- und Bildberichterstattung, 5. Aufl. 2003, Kap 7 Rn. 37 ff.; Soehring , in Soehring/Hoene, PresseR, 5. Aufl. 2013, § 9 Rn 12 f.; MüKo-BGB/ Grothe , 5. Aufl. 2016, § 227 Rn. 7/9; Palandt/ Ellenberger , BGB, 77. Aufl. 2018, § 227 Rn. 3; Perron , in: Schönke/Schröder, StGB, 29. Aufl. 2014, § 32 Rn. 5a; für Lösung über § 229 - 231 BGB aber Helle , a.a.O., S. 87 f.).
  • OLG Köln, 12.04.2018 - 15 U 110/17

    Unterlassungsansprüche wegen unrichtiger Presseberichterstattung

    Dieses ist zwar grundsätzlich als notwehrfähiges Rechtsgut zum Schutz des Rechts am eigenen Bild anerkannt (mit Nuancen im Detail BGH v. 23.01.2003 - 4 StR 267/02, NStZ 2003, 599 Tz. 5; OLG Hamburg v. 04.04.2012 - 3 -14/12, AfP 2012, 392; OLG Düsseldorf v. 15.10.1993 - 2 Ss 175/93 - 65/93 II - 2 Ws 214/93, NJW 1994, 1971; OLG Karlsruhe v. 01.10.1981 - 1 Ss 200/81, NStZ 1982, 123; LG Frankfurt/Oder v. 25.06.2013 - 16 S 251/12, NJW-RR 2014, 159; von Strobl-Albeg , in: Wenzel, Das Recht der Wort- und Bildberichterstattung, 5. Aufl. 2003, Kap 7 Rn. 37 ff.; Soehring , in Soehring/Hoene, PresseR, 5. Aufl. 2013, § 9 Rn 12 f.; MüKo-BGB/ Grothe , 5. Aufl. 2016, § 227 Rn. 7/9; Palandt/ Ellenberger , BGB, 77. Aufl. 2018, § 227 Rn. 3; Perron , in: Schönke/Schröder, StGB, 29. Aufl. 2014, § 32 Rn. 5a; für Lösung über § 229 - 231 BGB aber Helle , a.a.O., S. 87 f.).
  • LG Düsseldorf, 29.11.2012 - 7 Ks 25/12

    Versuchter Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung im

    Die darauf gegen den sich berechtigt wehrenden Zeugen M. K. folgenden Attacken des Angeklagten und seiner Tatgenossen sind schon deshalb nicht gerechtfertigt, weil Notwehr gegen Notwehr nicht zulässig ist (vgl. BGH in NStZ 2003, 599, 600).

    Außerdem begründet § 33 StGB Straffreiheit nur für denjenigen, der als rechtswidrig angegriffener in Überschreitung seiner Notwehrbefugnisse den Angreifer aus Verwirrung, Furcht oder Schrecken verletzt oder gar tötet, setzte mithin das Bestehen einer für den Angeklagten hier nicht gegebenen Notwehrlage voraus (vgl. BGH in NStZ 2003, 599, 600).

  • OLG Hamm, 25.10.2012 - 2 Ausl 73/12

    Auslieferung in die Türkei zur Strafvollstreckung; Verstoß gegen den Grundsatz

    Ein solcher Irrtum ist als Erlaubnistatbestandsirrtum anzusehen, der entsprechend § 16 Abs. 1 S. 1 StGB eine Bestrafung wegen Vorsatzes auschließt (vgl. BGH, Urteil vom 23.01.2003 - 4 StR 267/02 - zitiert nach juris; Fischer, StGB, 59. Aufl. § 32 Rdnr. 51 m. w.N.), so dass der Verfolgte nach deutschem Recht nicht wegen vorsätzlicher Tötung seines Bruders bestraft werden könnte.
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