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   BGH, 23.09.1993 - III ZR 139/92   

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https://dejure.org/1993,831
BGH, 23.09.1993 - III ZR 139/92 (https://dejure.org/1993,831)
BGH, Entscheidung vom 23.09.1993 - III ZR 139/92 (https://dejure.org/1993,831)
BGH, Entscheidung vom 23. September 1993 - III ZR 139/92 (https://dejure.org/1993,831)
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Volltextveröffentlichungen (4)

  • Jurion

    Amtshaftung - Bauaufsicht - Bauvorbescheid

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB § 839
    Drittschützende Amtspflicht gegenüber Erwerber bei Erteilung eines Bauvorbescheids

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • datenbank.nwb.de (Kurzinformation)

    Amtshaftung; geschützte Dritte bei rechtswidrigem Bauvorbescheid

Besprechungen u.ä.

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Amtshaftungsansprüche bei unrichtigem positiven Bauvorbescheid auch für Erwerber? (IBR 1994, 72)

Papierfundstellen

  • NJW 1994, 130
  • MDR 1993, 1180
  • NVwZ 1994, 309 (Ls.)
  • VersR 1994, 94
  • WM 1993, 2135
  • DB 1993, 2526
  • DÖV 1994, 837
  • BauR 1994, 349
  • ZfBR 1994, 103



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Wird zitiert von ... (16)  

  • BGH, 02.02.2017 - III ZR 41/16

    Amtshaftung: Schadenersatzanspruch wegen des Erwerbs eines Grundstücks im

    Denn zu dieser Einschätzung ist das Oberlandesgericht unter ausdrücklicher Bezugnahme auf Senatsentscheidungen gelangt, in denen eine Amtshaftung für unrichtige Bauvorbescheide bejaht wird (Senat, Urteile vom 30. Juni 1988 - III ZR 232/86, BGHZ 105, 52, 54 ff und vom 23. September 1993 - III ZR 139/92, NJW 1994, 130), ohne in diesem Zusammenhang weiteren Klärungs- und Entscheidungsbedarf durch den Bundesgerichtshof aufzuzeigen.

    Erlässt die Behörde einen gegen baurechtliche Vorschriften verstoßenden und damit rechtswidrigen positiven Bauvorbescheid, anstatt ihn wie geboten abzulehnen, verletzt sie ihre grundlegende, auch gegenüber dem Bauherrn bestehende Amtspflicht zu rechtmäßigem Verwaltungshandeln in gleicher Weise wie beim Erlass einer rechtswidrigen Baugenehmigung (vgl. Senat, Urteile vom 25. Januar 1973 - III ZR 256/68, BGHZ 60, 112, 117; vom 9. Dezember 1982, aaO; vom 20. November 1986 - III ZR 206/85, WM 1987, 568, 569 f; vom 30. Juni 1988, aaO; vom 6. Mai 1993 - III ZR 2/92, BGHZ 122, 317, 320; vom 23. September 1993 - III ZR 139/92, NJW 1994, 130 und vom 16. Januar 1997 - III ZR 117/95, BGHZ 134, 268, 276 f; BeckOGK/Dörr, BGB, § 839 Rn. 328 ff [Stand 1. Dezember 2016]; Palandt/Sprau, BGB, 76. Aufl. 2017, § 839 Rn. 102; zusammenfassend und mwN: Hennig, BauR 2003, 194 ff).

    Vielmehr darf er im Hinblick auf die Bindung der Behörde an Gesetz und Recht nach Art. 20 Abs. 3 GG grundsätzlich darauf vertrauen, dass der Bescheid rechtmäßig erlassen worden und damit verlängerungsfähig ist, solange ihm dessen Fehlerhaftigkeit unbekannt ist (vgl. Senat, Urteile vom 30. Juni 1988, aaO, S. 56 f; vom 6. Mai 1993, aaO, S. 322 und vom 23. September 1993, aaO, S. 131; Hennig, aaO, S. 200; allgemein zum Vertrauensschutz bei Erlass rechtswidriger Bauverwaltungsakte: Schlick, DVBl. 2007, 457, 463 ff und BauR 2008, 290, 297 f).

    Dies ändert jedoch nichts daran, dass der Bauwillige, solange er keine Kenntnis von der Rechtswidrigkeit des Vorbescheids hat, über dessen formelle Geltungsdauer hinaus auf der haftungsrechtlichen (Sekundär-)Ebene ein schutzwürdiges Vertrauen in dessen Rechtmäßigkeit und damit auch in dessen Verlängerungsfähigkeit genießt (Senat, Urteile vom 30. Juni 1988, aaO, S. 56 f und vom 23. September 1993, aaO).

  • BGH, 10.03.1994 - III ZR 9/93

    Schadensersatz für rechtswidrige Ablehnung einer Bauvoranfrage

    Diese Funktion kann auch darin bestehen, daß der Bescheid als öffentlich-rechtlicher Nachweis über die Baulandqualität dient (Senatsurteil vom 23. September 1993 - III ZR 139/92 = NJW 1994, 130).

    Im letzteren Falle dient der Vorbescheid als preisbildender Faktor auf dem Grundstücksmarkt (vgl. Senatsurteil vom 23. September 1993 aaO.).

  • BGH, 21.06.2001 - III ZR 313/99

    An Rindermastbetrieb heranrückende Wohnbebauung

    Dabei ist es unerheblich, daß die Kläger beim Erlaß des Vorbescheides noch nicht Eigentümer der Grundstücke waren; die gegenüber dem seinerzeitigen antragstellenden Grundstücksmiteigentümer wahrzunehmenden Amtspflichten galten auch zugunsten der Kläger als seiner Rechtsnachfolger (st. Rspr.; vgl. z.B. Senatsurteile BGHZ 122, 317, 321 f; vom 23. September 1993 - III ZR 139/92 = NJW 1994, 130, 131; vom 6. Juli 2000 - III ZR 340/98, für BGHZ 144, 394 vorgesehen = NJW 2000, 2996).
  • BGH, 06.07.2000 - III ZR 340/98

    Amtspflichtverletzung im Baugenehmigungsverfahren

    Die verletzte Amtspflicht bestand auch zu Gunsten der Klägerin als der Rechtsnachfolgerin der ursprünglichen Antragstellerin; die Klägerin war insoweit geschützter "Dritter" i.S. des § 839 Abs. 1 Satz 1 BGB (st. Rspr.; vgl. z.B. Senatsurteil BGHZ 122, 317, 321; Senatsurteil vom 23. September 1993 - III ZR 139/92 = NJW 1994, 130).
  • BGH, 05.05.1994 - III ZR 28/93

    Drittbezogenheit von Amtspflichten der Baugenehmigungsbehörde wegen Erteilung

    Bei Bauverwaltungsakten kann der Kreis der geschädigten Dritten unterschiedlich zu bestimmen sein, je nachdem ob es um die Erteilung oder um die Versagung des betreffenden Bescheides geht (vgl. etwa Senatsurteile vom 6. Mai 1993 - III ZR 2/92 - VersR 1993, 966, für BGHZ 122, 317 vorgesehen; vom 23. September 1993 - III ZR 139/92 - BGHR BGB § 839 Abs. 1 Satz 1 Bauvorbescheid 6; und vom 24. Februar 1994 - III ZR 6/93 -, für BGHR vorgesehen).

    Der Kläger war danach bezüglich der Auskunft, dem Grunde nach nicht anders als wenn ein förmlicher Bauvorbescheid vorgelegen hätte (vgl. Senatsurteile vom 6. Mai 1993 aaO. und vom 23. September 1993 aaO.), "Dritter" i.S.v. § 839 Abs. 1 Satz 1 BGB bzw. Betroffener der "Maßnahme" nach § 39 Abs. 1 Buchst. b OBG NW.

  • OLG Dresden, 05.03.2014 - 1 U 635/13

    Haftung der Baugenehmigungsbehörde wegen Erteilung einer rechtswidrigen, später

    Dazu zählen - in den Grenzen eines überschaubaren zeitlichen und sachlichen Zusammenhangs (BGH, Urt. v. 06.05.1993, Az: III ZR 2/92, NJW 1993, 2303 = BGHZ 122, 317, 322) - die Personen, die im berechtigten Vertrauen unmittelbar die Verwirklichung des Bauvorhabens in Anspruch nehmen wollen und zu diesem Zweck konkrete Aufwendungen für Planungen tätigen, z.B. der Rechtsnachfolger des Antragstellers oder ein künftiger Käufer, der im Vertrauen auf die Baugenehmigung das Grundstück erwirbt (BGH, Urt. v. 23.09.1993, Az: III ZR 139/92, NJW 1994, 130; BGH, Urt. v. 06.07.2000, Az: III ZR 340/98, BGHZ 144, 394, 396).

    Etwas Gegenteiliges ist auch nicht der vom Klägervertreter zitierten Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 23.09.1993 (BGH, Urt. v. 23.09.1993, Az: III ZR 139/92, Rn. 14, a.a.O.) zu entnehmen, vielmehr hat der Bundesgerichtshof dort lediglich für den Fall einer Veräußerung des Grundstückes entschieden, dass für einen Käufer ein positiver Bauvorbescheid eine hinreichende Verlässlichkeitsgrundlage sein kann, ein solcher Fall ist hier jedoch gerade nicht gegeben.

  • OLG Köln, 29.04.1994 - 19 U 201/93

    Verjährter Anspruch darf nicht eingeklagt werden - Rechtsanwalt; Regress;

    Er muß den Verjährungsbeginn prüfen und für die rechtzeitige Unterbrechung der Verjährung sorgen (BGH NJW 1994, 2741; 1992, 820) und für den Fall, dass die Forderung verjährt ist, hierauf vor Klageerhebung ausdrücklich hinweisen, weil eine verjährte Forderung grundsätzlich nicht durchsetzbar ist (BGH VersR 1994, 94 ff. [96]).
  • BGH, 24.02.1994 - III ZR 6/93

    Drittbezogenheit von Amtspflichten im Baugenehmigungsverfahren; Ansprüche des

    b) Bei Bauverwaltungsakten - Baugenehmigungen oder, wie hier, Bauvorbescheiden - kann der Kreis der geschädigten Dritten unterschiedlich zu bestimmen sein, je nachdem ob es um die Erteilung oder um die Versagung des betreffenden Bescheides geht (Senatsurteil vom 6. Mai 1993 - III ZR 2/92 - VersR 1993, 966, für BGHZ 122, 317 vorgesehen, m.w.N.; Senatsurteil vom 23. September 1993 - III ZR 139/92 - WM 1993, 2135, für BGHR vorgesehen).
  • BGH, 27.01.1994 - III ZR 97/92

    Amtspflichten der Baugenehmigungsbehörde

    Damit unterscheidet sich der vorliegende Fall zugleich in einem wesentlichen Punkt von demjenigen, der dem Senatsurteil vom 23. September 1993 (III ZR 139/92 - WM 1993, 2135) zugrunde lag.
  • OLG Dresden, 05.03.2004 - 6 U 419/03

    Schadensersatz bei unrechtmäßig erteilter Baugenehmigung?

    Es muss mithin eine besondere Beziehung zwischen der verletzten Amtspflicht und dem geschädigten "Dritten" bestehen (BGH, Urt. v. 23.09.1993, Az.: III ZR 139/92, NJW 1994, 130 m.w.N.).

    Dies gilt jedenfalls in den Grenzen eines überschaubaren zeitlichen Zusammenhangs - wie hier - (BGH, NJW 1994, 130; BGH, NJW 1994, 2087, 2088) und mithin für die Klägerin als Erwerberin des Grundstücks.

  • OLG Düsseldorf, 18.12.2002 - 18 U 88/02

    Schadensersatz bei drückendem Grundwasser

  • OLG Hamm, 19.04.1999 - 6 UF 205/98

    Aufhebung der gemeinsamen elterlichen Sorge; Berücksichtigung von

  • OLG Jena, 30.01.2008 - 4 U 552/06

    Amtspflichtwidrige Teilrücknahme einer wasserrechtlichen Ausnahmegenehmigung

  • OLG Koblenz, 23.05.2002 - 5 U 1620/01

    Ansprüche des Grundstückseigentümers gegenüber dem zivilrechtlich nicht

  • OLG Brandenburg, 21.11.2003 - 2 W 6/03

    Drittbezogenheit von Amtspflichten

  • OLG Karlsruhe, 11.05.2006 - 9 U 98/05

    Amtshaftung des Vermessungsamts gegenüber dem Grundstückskäufer bei falscher

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