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   BGH, 28.02.1985 - IX ZR 92/84   

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https://dejure.org/1985,509
BGH, 28.02.1985 - IX ZR 92/84 (https://dejure.org/1985,509)
BGH, Entscheidung vom 28.02.1985 - IX ZR 92/84 (https://dejure.org/1985,509)
BGH, Entscheidung vom 28. Februar 1985 - IX ZR 92/84 (https://dejure.org/1985,509)
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Volltextveröffentlichungen (4)

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer (Leitsatz)

    Geschäftsbedingungen - Internatsvertrag - Kündigung

Papierfundstellen

  • NJW 1985, 2585
  • MDR 1985, 668
  • WM 1985, 780
 
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Wird zitiert von ... (41)

  • BGH, 18.02.2016 - III ZR 126/15

    Regelungen in Allgemeinen Geschäftsbedingungen eines Kinderkrippenbetreibers

    Insoweit kann etwa auch die Vereinbarung einer Laufzeit von nur einem Jahr die Annahme eines dauernden Dienstverhältnisses rechtfertigen, wenn die Parteien von der Möglichkeit und Zweckmäßigkeit einer Verlängerung ausgehen (Senatsurteil vom 13. November 2014 aaO Rn. 20 mwN; BGH, Urteile vom 8. März 1984 - IX ZR 144/83, BGHZ 90, 280, 282; vom 28. Februar 1985 - IX ZR 92/84, NJW 1985, 2585 und vom 19. November 1992 - IX ZR 77/92, NJW-RR 1993, 374).

    Insofern ist ein Vertrag über die Betreuung eines Kleinkindes in einer Kinderkrippe nicht anders zu beurteilen als ein Internats- (s. dazu BGH, Urteil vom 28. Februar 1985 aaO) oder ein Privatschulvertrag (s. dazu Senatsurteil vom 17. Januar 2008 - III ZR 74/07, BGHZ 175, 102, 106 Rn. 13 mwN; vgl. auch BGH, Urteil vom 8. März 1984 aaO [betreffend einen Direktschulvertrag mit einer Dolmetscher- und Korrespondentenschule]).

    Dass ein Kleinkind nach Aufnahme in eine Kinderkrippe Unwohlsein und Schlafschwierigkeiten zeigt, ist in einer Eingewöhnungsphase - zumal an deren Beginn - verbreitet und fällt grundsätzlich in den Risikobereich der Eltern, vorliegend in den des Klägers (vgl. BGH, Urteile vom 24. Mai 1984 aaO und vom 28. Februar 1985 aaO S. 2585 f).

    Zwar kann es nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs erforderlich sein, dem Vertragspartner eines Schul- oder Internatsträgers ein vorfristiges Lösungsrecht einzuräumen, wenn sich herausstellt, dass der Schüler Schwierigkeiten hat, sich in den Schul- beziehungsweise Internatsbetrieb einzufügen; für solche Fälle hat der Bundesgerichtshof die Möglichkeit zugesprochen, das Vertragsverhältnis zum Ablauf des ersten Schulhalbjahres und zu jedem Schuljahresende zu kündigen (§§ 157, 242, 307 BGB; vgl. Senatsurteil vom 17. Januar 2008 aaO S. 109 Rn. 23; BGH, Urteil vom 28. Februar 1985 aaO S. 2587).

  • BGH, 15.07.2009 - VIII ZR 307/08

    Wirksamkeit eines formularmäßig vereinbarten zweijährigen Kündigungsverzichts in

    Formularmäßig fest vorgegebene Vertragslaufzeiten benachteiligen die andere Seite deshalb angesichts der besonderen Schutzwürdigkeit dieser Interessen und dem solchen Verträgen vertragstypisch anhaftenden Risiko einer geänderten beruflichen Orientierung unangemessen, wenn der Verwender seine eigenen Interessen an einer langfristigen Vertragsdauer einseitig durchsetzt und dem für ihn erkennbaren Interesse des Ausbildungswilligen, ohne gravierende Nachteile sein Berufsziel oder seine Ausbildungsstätte aufgeben zu können, nicht durch angemessene Vertragsgestaltung Rechnung trägt (BGHZ 120, 108, 120 f. ; vgl. ferner BGH, Urteil vom 28. Februar 1985 - IX ZR 92/84, WM 1985, 780, unter III 4 c cc, d).
  • OLG Saarbrücken, 23.12.2003 - 4 U 199/03

    Direktunterrichtsvertrag: Wirksamkeit eines Kündigungsausschlusses für die ersten

    a) Ein - grundsätzlich nicht abdingbares - Kündigungsrecht nach § 627 Abs. 1 BGB kommt nicht in Betracht, da der Vertrag mit einer abstrakten Institution und nicht mit konkreten Lehrern, zu denen die Beklagte ein besonderes Vertrauensverhältnisse hatte, abgeschlossen wurde (vgl. BGHZ 90, 280 (282); 120, 108 (111); BGH, NJW 1985, 2585; OLG Frankfurt, NJW 1981, 2760; OLG Celle, NJW-RR 1995, 1465 (1466); KG, Urt. v. 10.03.2003 - 12 U 106/01 (Bl. 153 (160) d. A.); Wolf/Horn/Lindacher-Wolf, aaO., § 9 AGBG, Rdnr. U5; Ulmer/Brandner/Hensen-Brandner, aaO., Anh. §§ 9 - 11 AGBG, Rdnr. 764a).

    Dies wird bei einem Dienstverhältnis von zwei Jahren allgemein anerkannt (vgl. BGH, NJW 1984, 1531; NJW 1985, 2585; NJW 1993, 326 (327); OLG Frankfurt, NJW 1981, 2760 f).

    Jedoch scheiden solche Gründe aus, die im Rahmen des dem Kündigenden vertraglichen zufallenden Risikos liegen (vgl. BGHZ 24, 91 (95); BGH, NJW 1985, 2585 (2586); OLG Karlsruhe, Urt. v. 12.02.1999 - 10 U 174/98 (Bl. 70 (74 f) d. A.)).

    Hierzu gehört auch die persönliche Eignung des Auszubildenden, die entsprechende Ausbildung zu absolvieren, etwa die Internatsfähigkeit eines Schülers oder die intellektuelle Leistungsfähigkeit (vgl. BGH, NJW 1984, 1531 (1532); NJW 1985, 2585 (2586); OLG Köln, Urt. v. 19.10.1990 - 20 U 63/90 (Bl. 102 (106) d. A.)).

    § 11 Nr. 12 Buchstabe a) AGBG stellt nur eine äußerste Schranke der Zulässigkeit von Laufzeitvereinbarungen dar, bedeutet aber nicht, dass kürzere Laufzeiten als zwei Jahre stets zulässig sind (vgl. BGH, NJW 1984, 1531 (1532); BGH, NJW 1985, 2585 (2586); NJW 1993, 326 (328); OLG Karlsruhe, NJW 1981, 1676; OLG Frankfurt, NJW 1981, 2760 (2761); OLG Köln, NJW 1983, 1002 (1003); OLG Hamm, MDR 2002, 750 f; Wolf/Horn/Lindacher-Wolf, aaO., § 9 AGBG, Rdnr. U6 § 11 Nr. 12 AGBG, Rdnr. 13; Ulmer/Brandner/Hensen-Brandner, aaO., Anh. §§ 9 - 11 AGBG, Rdnr. 764a).

    § 5 FernUSG ist weder direkt noch analog auf Direktunterrichtsverträge anwendbar (vgl. BGH, NJW 1984, 1531 (1532); NJW 1985, 2585 (2586); NJW 1993, 326 (328); OLG Hamm, MDR 2002, 750; Wolf/Horn/Lindacher-Wolf, aaO., § 9 AGBG, Rdnr. U6; Ulmer/Brandner/Hensen-Brandner, aaO., Anh. §§ 9 - 11 AGBG, Rdnr. 764).

    Auch scheiden die gesetzlichen Kündigungsregeln des § 621 BGB aus, da bei einem auf bestimmte Zeit oder bis zum Eintritt eines bestimmten Ereignisses geschlossenen Dienstverhältnis § 620 BGB anwendbar ist und nicht § 621 BGB (vgl. BGH, NJW 1985, 2585 (2586); NJW 1993, 326 (328); Heinbuch, NJW 1984, 1532 (1533)).

    Auch kann sich eine Kündigungsmöglichkeit auf Grund ergänzender Vertragsauslegung gemäß §§ 242, 157 BGB ergeben (vgl. BGH, NJW 1985, 2585 (2586); NJW 1993, 326 (329)).

    ddd) Bei der Angemessenheitsprüfung von Direktunterrichtsverträgen lässt sich demnach eine allgemeine Regel für angemessene Laufzeiten nicht festlegen, was u. a. aus der Nichtanwendbarkeit von § 5 FernUSG folgt (vgl. BGH, NJW 1984, 1531 (1532); NJW 1985, 2585 (2586)).

    Es sind vielmehr im Wege der Vertragsauslegung die gesamten Umstände des konkreten Falls zu würdigen (vgl. BGH, NJW 1984, 1531 (1532); NJW 1985, 2585 (2586)).

    Insbesondere sind die Besonderheiten des konkreten Vertragstyps angemessen zu berücksichtigen (vgl. BGH, NJW 1985, 2585 (2587 - Internatsschulvertrag / Tagesschulvertrag); OLG Frankfurt, NJW 1981, 2760 (2761); Ulmer/Brandner/Hensen-Brandner, AGB-Gesetz, 9. Auflage, Anh. §§ 9 - 11 AGBG, Rdnr. 764).

    Insbesondere ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass im Rahmen von Direktunterrichtsverträgen Unterrichtsleistungen erbracht werden, bei denen je nach Art der Veranstaltung und Zusammensetzung der Schülerkreise die typischen Interessen und berechtigten Schutzbedürfnisse stark unterschiedlich sind (vgl. BGH, NJW 1985, 2585 (2586); OLG Frankfurt, NJW 1981, 2760 (2761); Ulmer/Brandner/Hensen-Brandner, aaO., Anh. §§ 9 - 11 AGBG, Rdnr. 764).

    Allerdings kann die gesetzliche Wertung des § 5 FernUSG, obgleich dieser auf den Direktunterrichtsvertrag weder unmittelbar noch analog anwendbar ist (vgl. BGH, NJW 1984, 1531 (1532); NJW 1985, 2585 (2586); NJW 1993, 326 (328); Wolf/Horn/Lindacher-Wolf, aaO., § 9 AGBG, Rdnr. U6; Ulmer/Brandner/Hensen-Brandner, aaO., Anh. §§ 9 - 11 AGBG, Rdnr. 764), im Einzelfall bei der Auslegung des Begriffs der Angemessenheit in § 9 AGBG von Bedeutung sein, da er einen wesentlichen Grundgedanken für Unterrichtsverträge zum Ausdruck bringt und daher im Rahmen der Inhaltskontrolle gemäß § 9 AGBG als Richtlinie herangezogen werden kann (vgl. OLG Karlsruhe, NJW 1981, 1677; OLG Frankfurt, NJW 1981, 2760; LG Frankfurt, NJW 1985, 1717; Wolf/Horn/Lindacher-Wolf, aaO., § 9 AGBG, Rdnr. U6 und § 11 Nr. 12 AGBG, Rdnr. 13; Ulmer/Brandner/Hensen-Brandner, aaO., Anh. §§ 9 - 11 AGBG, Rdnr. 764; a. A. OLG Hamm, NJW 1982, 1053).

    So hat etwa der Bundesgerichtshof bei längerfristig angelegten Tagesschul- und Internatsverträgen die Richtlinie des § 5 Abs. 1 Satz 1 FernUSG nicht angewandt, da für diese Verträge eine Bindung auf ein Schuljahr nicht unangemessen sei (vgl. BGHZ 120, 108 (122); BGH, NJW 1984, 1531 (1532); NJW 1985, 2585 (2586); ebenso: OLG Celle, NJW-RR 1995, 1465 (1466 - neun Monate für Meisterkurs); Ulmer/Brandner/Hensen-Brandner, aaO., Anh. §§ 9 - 11 AGBG, Rdnr. 764b).

    Eine Laufzeit von einem Schuljahr liege deshalb im Interesse des Durchschnittsschülers, damit er sein Lernziel erreichen könne (vgl. BGH, NJW 1984, 1531 (1532); ähnlich BGH, NJW 1985, 2585 (2586); BGH, NJW 1993, 326 (329)).

    Jedoch müsse der Internatsvertrag entweder eine Probezeit vorsehen oder im ersten Jahr der Laufzeit ein zusätzliches ordentliches Kündigungsrecht auf das Ende des ersten Schulhalbjahres einräumen (vgl. BGH, NJW 1985, 2585 (2586); zustimmend: Wolf/Horn/Lindacher-Wolf, aaO., § 9 AGBG, Rdnr. U6 und § 11 Nr. 12 AGBG, Rdnr. 13; kritisch: Ulmer/Brandner/Hensen-Brandner, aaO., Anh. §§ 9 - 11 AGBG, Rdnr. 764b).

    Denn gerade im ersten Jahr (eines Internatsaufenthalts) könne sich auf Grund der Umstellung auf ganz neue Lebensumstände außerhalb des Elternhauses und des Erlebens eines Schulwechsel erweisen, dass der Schüler die neuen Anforderungen nicht bewältigen könne und daher nicht internatsfähig sei (vgl. BGH, NJW 1985, 2585 (2586)).

    Insoweit sei das erste Schulhalbjahr der richtige Zeitpunkt (vgl. BGH, NJW 1985, 2585 (2586)).

    Bei kurzer Laufzeit besteht die Gefahr des Absinkens der Teilnehmerzahl unter das wirtschaftlich notwendige Maß mit der Folge, dass die weitere Unterrichtung der unterrichtswilligen Teilnehmer erheblich erschwert, wenn nicht sogar unmöglich würde (vgl. BGH, NJW 1984, 1531 (1532); NJW 1985, 2585 (2586); BGH, NJW 1993, 326 (329); ebenso: OLG Frankfurt, NJW 1981, 2760 (2761); OLG Hamm, MDR 2002, 750 (751)).

    Daher ist es Sache des Internatsträgers, die Dauer der Bindung an den Vertrag festzulegen (vgl. BGH, NJW 1985, 2585 (2586); BGH, NJW 1993, 326 (329)).

    c) Die Folge der Unwirksamkeit der Klausel über die Vertragslaufzeit ist gemäß § 6 Abs. 2 AGBG, dass die gesetzlichen Vorschriften gelten (vgl. BGH, NJW 1985, 2585 (2587); OLG Frankfurt, NJW-RR 1987, 438; Wolf/Horn/Lindacher-Wolf, aaO., § 9 AGBG, Rdnr. U6 und § 11 Nr. 12 AGBG, Rdnr. 15), sofern nicht auf Grund ergänzender Vertragsauslegung (Rdnr. 156) entsprechend dem mutmaßlichen Parteiwillen eine andere Frist dem Vertragszweck eher entspricht (vgl. BGH, NJW 1982, 2309; NJW 1993, 326; Wolf/Horn/Lindacher-Wolf, aaO., § 9 AGBG, Rdnr. U6).

    Da es sich, wie oben gezeigt, vorliegend um ein auf bestimmte Zeit geschlossenes Dienstverhältnis handelt, ist jedoch § 620 BGB anwendbar und nicht § 621 BGB (vgl. BGH, NJW 1985, 2585 (2586); NJW 1993, 326 (328); NJW 1993, 326 (330); Heinbuch, NJW 1984, 1532 (1533); OLG Köln, Urt. v. 19.10.1990 - 20 U 63/90 (Bl. 102 (107 f d. A.)).

    In § 624 BGB geht auch das Gesetz davon aus, dass es nach der Interessenlage geboten sein kann, trotz rechtsgeschäftlich festgelegter Vertragsdauer ein ordentliches Kündigungsrecht zu gewähren (vgl. BGH, NJW 1985, 2585 (2586)).

    Dies entspricht auch dem in entsprechenden Unterrichtsverträgen allgemein Üblichen (ebenso: BGH, NJW 1985, 2585 (2586)).

    Daher stellen in einem solchen Fall nicht zwingend geltende gesetzliche Rechtsnormen, sondern die sich aus der - ebenfalls auf einer gesetzlichen Grundlage, nämlich §§ 242, 157 BGB, beruhenden - Vertragsauslegung ergebenden Kriterien die gemäß § 6 Abs. 2 AGBG anwendbare Rechtslage dar (vgl. BGHZ 90, 69 (75 f); BGH, BB 1983, 662 (663); BGH, NJW 1985, 2585 (2587)).

  • BGH, 17.01.2008 - III ZR 74/07

    Formularmäßige Vereinbarung der Beschränkung der Kündigung eines privaten

    Der zwischen den Parteien geschlossene Privatschulvertrag ist ein Dienstvertrag (vgl. BGH, Urteil vom 28. Februar 1985 - IX ZR 92/94 - NJW 1985, 2585; OLG Brandenburg NJW-RR 2006, 1487 f; OLG Dresden OLGReport 2003, 76, 77 m. Anm. Vogel, RdJB 2003, 137).
  • BGH, 04.11.1992 - VIII ZR 235/91

    Ordentliche Kündigung eines Ausbildungsvertrages mit formularmäßiger

    Bei einem auf zwei Jahre angelegten Ausbildungsvertrag ist das der Fall (BGHZ 90, 280, 282 = NJW 1984, 1531 m.Anm. Heinbuch; BGH, Urteil vom 28. Februar 1985 - IX ZR 92/84 = NJW 1985, 2585 unter 2; Staudinger/Neumann, BGB, 12. Aufl., § 627 Rdnr. 11).

    Andererseits hat er bei einem Internatsvertrag ohne Probezeit ein ordentliches Kündigungsrecht im ersten Schuljahr für den Schluß des ersten Halbjahres für erforderlich gehalten (Urteil vom 28. Februar 1985 - IX ZR 92/84 = WM 1985, 780 = NJW 1985, 2586 [BGH 28.02.1985 - IX ZR 92/84]).

    § 5 FernUSG, der eine unabdingbare Kündigungsmöglichkeit enthält, ist auf Direktunterichtsverträge der vorliegenden Art weder unmittelbar noch entsprechend anwendbar; das gleiche gilt hinsichtlich der in § 15 des Berufsbildungsgesetzes vom 14. August 1969 (BGBl. I 1112) vorgesehenen Kündigungsregelung (BGHZ 90, 280, 284 f und BGH, Urteil vom 28. Februar 1985 aaO. unter III 4 c cc).

    Über die gesetzlich geregelten Fälle hinaus ist in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes anerkannt, daß die besondere Eigenart eines Dienstvertrages und die typischen Interessen der Beteiligten gem. §§ 242, 157 BGB dazu führen können, dem Dienstberechtigten ein Recht zur Kündigung des für eine bestimmte Zeit geschlossenen Vertrages zuzugestehen (BGH, Urteil vom 28. Februar 1985 aaO. unter III 4 c aa und bb).

    Da es somit hinsichtlich des Zeitpunktes für die Ausübung des auch nach der Probezeit erforderliche ordentliche Kündigungsrechts an einer gesetzlichen oder vertraglichen Bestimmung fehlt, liegt eine Regelungslücke vor, die nach inzwischen gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes im Wege der ergänzenden Vertragsauslegung geschlossen werden kann (BGHZ 90, 69, 75 ff [BGH 01.02.1984 - VIII ZR 54/83]; 96, 18, 26; BGH, Urteile vom 12. Juli 1989 - VIII ZR 297/88 = WM 1989, 1729 unter III 1 a und vom 22. Januar 1992 - IV ZR 59/91 = NJW 1992, 1164, 1165 [BGH 22.01.1992 - IV ZR 59/91] - jeweils m.w.Nachw.; für einen Schul- und Internatsvertrag vgl. auch Urteil vom 28. Februar 1985 aaO. unter III 4 e).

  • BGH, 13.11.2014 - III ZR 101/14

    Fristlose Kündigung eines Vertrages über betriebsärztliche Leistungen

    Insoweit kann etwa auch die Vereinbarung einer Laufzeit von nur einem Jahr die Annahme eines dauernden Dienstverhältnisses rechtfertigen, wenn die Parteien von der Möglichkeit und Zweckmäßigkeit einer Verlängerung ausgehen (vgl. nur BGH, Urteile vom 31. März 1967 - VI ZR 288/64, BGHZ 47, 303, 307 f; vom 8. März 1984 - IX ZR 144/83, BGHZ 90, 280, 282; vom 28. Februar 1985 - IX ZR 92/84, NJW 1985, 2585 und vom 19. November 1992 - IX ZR 77/92, NJW-RR 1993, 374).
  • BGH, 07.06.2018 - III ZR 351/17

    Kinderkrippenbetreuungsvertrag: Wirksamkeit einer formularmäßigen Regelung über

    Diese Befristung korrespondiert mit dem Zweck einer Kinderkrippenbetreuung, bis zur Vollendung eines bestimmten Lebensjahres und dem damit verbundenen Übergang in eine weiterführende Einrichtung eine fortdauernde Betreuung des Kindes zu gewährleisten (vgl. zur Festlegung der Dauer des Vertragsverhältnisses nach dem Zweck der vereinbarten Dienste beim Internat- bzw. Privatschulvertrag: BGH, Urteil vom 28. Februar 1985 - IX ZR 92/84, NJW 1985, 2585, 2586 und Senatsurteil vom 17. Januar 2008 - III ZR 74/07, BGHZ 175, 102, 105 Rn. 11 mwN).

    Dementsprechend hat der Bundesgerichtshof formularvertragliche Regelungen über die Kündigung von Schulverträgen während des laufenden Schuljahres nicht an § 309 Nr. 9 Buchst. c BGB (bzw. § 11 Nr. 12 Buchst. c AGB-Gesetz a.F.), sondern an § 307 BGB (bzw. § 9 AGB-Gesetz a.F.) gemessen (BGH, Urteil vom 28. Februar 1985 aaO S. 2586 f und Senatsurteil vom 17. Januar 2008 aaO S. 106 ff Rn. 14 ff; in seinem Urteil vom 18. Februar 2016 [III ZR 126/15, BGHZ 209, 52] hat der erkennende Senat die Frage der Unwirksamkeit einer dem vorliegenden Fall vergleichbaren Kündigungsregelung nach § 309 Nr. 9 Buchst. c BGB ausdrücklich - als für die dortige Entscheidung nicht erheblich - offengelassen [aaO S. 65 Rn. 37]).

  • BGH, 22.01.1992 - IV ZR 59/91

    Rückgewähranspruch des Versicherers bei Rentenbezug des Versicherungsnehmers in

    Dieser Rechtsstandpunkt ist in der Folgezeit aufrechterhalten worden (vgl. z.B. BGH, Urteile vom 31. Oktober 1984 - VIII ZR 220/83 - NJW 1985, 621 unter 3; vom 28. Februar 1985 - IX ZR 92/84 - NJW 1985, 2585 unter 4 e; vom 12. Juli 1989 - VIII ZR 298/88 - NJW 1990, 115 [BGH 12.07.1989 - VIII ZR 297/88] unter III 1).
  • OLG Hamm, 28.02.2017 - 24 U 105/16

    Dienstvertrag; Kündigung; Höhere Dienste; feste Bezüge; Beratungsleistungen

    Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Urteil vom 18.02.2016, III ZR 126/15, BGHZ 209, 52 = NJW 2016, 1578, Rn. 26; vgl. auch BGH NJW-RR 2015, 126 Rn. 20; BGHZ 90, 280; NJW 1985, 2585; NJW-RR 1993, 374) ist für ein dauerndes Dienstverhältnis nicht notwendig, dass es auf unbestimmte Zeit eingegangen wird.

    Insoweit liegt eine Klarstellung gegenüber älteren Entscheidungen zu Internats- und Privatschulverträgen vor, bei denen eine derartige Prüfung nicht ausdrücklich vorgenommen worden ist (vgl. Urteil vom 17.01.2008 - III ZR 74/07, BGHZ 175, 102; Urteil vom 04.11.1992 - VIII ZR 235/91, BGHZ 120, 108; Urteil vom 28.02.1985 - IX ZR 92/84, NJW 1985, 2585) und bei denen der Eindruck entstehen könnte, dass es für das Merkmal der festen Bezüge ausreicht, wenn von vornherein festgelegte Beträge jeweils monatlich gezahlt werden, ohne dass es auf das Gewicht der regelmäßig zu zahlenden Vergütung ankäme.

  • LG Bielefeld, 09.04.2009 - 21 S 46/08
    Bei einem Unterrichtsvertrag handelt es sich um einen Dienstvertrag (vgl. BGH NJW 1985, 2585, 2585; NJW 1998, 748, 748).

    Insbesondere liegt darin keine Umgehung der in den speziellen Klauselverboten zum Ausdruck kommenden Regelungsabsicht des Gesetzgebers (BGH NJW 1984, 1531, 1532; NJW 1985, 2585, 2586; NJW 1993, 326, 328).

    § 5 FernUSG ist weder direkt noch analog anwendbar (BGH NJW 1984, 1531, 1532; NJW 1985, 2585, 2586).

    Die Kündigungsregelungen des § 621 BGB scheiden aus, da bei einem auf bestimmte Zeit oder bis zum Eintritt eines bestimmten Ereignisses geschlossenen Dienstverhältnis § 620 BGB anwendbar ist und nicht § 621 BGB (vgl. BGH NJW 1985, 2585, 2586; NJW 1993, 326, 328).

    Bei der Angemessenheitsprüfung von Direktunterrichtsverträgen sind demnach im Wege der Vertragsauslegung die gesamten Umstände des konkreten Falls zu würdigen, wobei insbesondere die Besonderheiten des konkreten Vertragstyps und widerstreitenden Interessen der am Direktunterrichtsvertrag beteiligten Vertragspartner angemessen zu berücksichtigen sind (BGH NJW 1985, 2585, 2587).

    Bei kurzer Laufzeit besteht die nicht abschätzbare Gefahr des schnellen Absinkens der Teilnehmerzahl unter das wirtschaftlich notwendige Maß mit der Folge, dass die weitere Unterrichtung der unterrichtswilligen Teilnehmer erheblich erschwert, wenn nicht sogar unmöglich würde (BGH NJW 1984, 1531, 1532; NJW 1985, 2585, 2586; NJW 1993, 326, 329; OLG Hamm MDR 2002, 750, 751).

  • BAG, 12.07.2006 - 5 AZR 277/06

    Annahmeverzug - Fristlose Kündigung bei Vertrauensstellung

  • OLG Frankfurt, 27.01.2011 - 15 U 84/10

    Wirksamkeit der Kündigung eines Internatsvertrages

  • OLG Frankfurt, 08.03.2007 - 3 U 180/06

    Privatschulvertrag: Inhaltskontrolle eines durch AGB vereinbarten

  • OLG Köln, 15.07.1997 - 15 U 189/96

    Anforderungen an eine Kündigung von Ausbildungsverträgen; Außerordentliches

  • BGH, 06.05.1997 - KZR 43/95

    "Solelieferung"; Wirksame Verpflichtung einer Gemeinde; Ausschluß Dritter vom

  • BGH, 29.04.1987 - VIII ZR 251/86

    Formularmäßige Vereinbarung der Laufzeit und der Kündigungsfrist des Abonnements

  • OLG Köln, 24.08.2012 - 19 U 78/12
  • BGH, 13.01.1993 - VIII ZR 112/92

    Keine "festen Bezüge" bei schwankenden Entgelten

  • OLG Köln, 02.05.2014 - 19 U 2/14

    Voraussetzungen der fristlosen Kündigung eines Schulvertrages

  • BGH, 19.11.1992 - IX ZR 77/92

    Kein dauerndes Dienstverhältnis mit festen Bezügen bei Pauschalvergütung nach

  • LG Mönchengladbach, 24.01.2008 - 10 O 245/07
  • BGH, 26.04.1995 - VIII ZR 124/94

    Vertraglicher Ausschluß der ordentlichen Kündigung eines

  • LG Aachen, 20.04.2012 - 9 O 318/11

    Anforderungen an die Möglichkeit zur halbjährlichen Kündigung eines privaten

  • OLG Karlsruhe, 24.08.2010 - 19 U 27/10

    Allgemeine Geschäftsbedingungen einer privaten Berufsfachschule: Wirksamkeit

  • LG Köln, 27.10.2009 - 2 O 241/09

    Anspruch eines Studenten auf Rückerstattung der geleisteten Studiengebühren wegen

  • KG, 23.05.1989 - 6 U 4736/88

    Unwirksamkeit der sofortigen Kündigung eines Ausbildungsvertrages;

  • OLG Stuttgart, 12.11.1991 - 6 U 86/91

    Unangemessene Benachteiligung bei 21-monatiger Bindung an den Ausbildungsvertrag

  • OLG Karlsruhe, 09.09.1988 - 10 U 62/88

    Verlängerungsklausel (Verlängerung um 18 Monate) in einem Vertrag eines Sport-

  • LAG Hamm, 25.10.2000 - 4 Sa 363/00

    Betriebsübergang: Keine Anwendbarkeit von § 613a auf ein freies Dienstverhältnis,

  • LG München I, 07.11.2017 - 13 S 8263/17

    Rückzahlung von Kinderbetreuungsgebühren

  • LG Berlin, 29.11.2007 - 5 O 72/07

    AGB im Bauvertrag: Mehrdeutigkeit einer Rücktrittsklausel; Rücktrittserklärung

  • AG Starnberg, 24.04.1991 - 6 C 165/91

    Ordentliche Kündbarkeit eines Ausbildungsvertrages zur Heilpraktikerin;

  • LG Gießen, 28.03.2012 - 1 S 251/11

    AGB eines Direktunterrichtungsvertrags: Kündigungsmöglichkeit bei einer

  • OLG Köln, 16.04.2012 - 11 U 206/11
  • OLG Naumburg, 21.07.1994 - 4 U 276/93

    Wegfall des Rechtsschutzbedürfnisses oderVerwirkung der Klagebefugnis bei

  • OLG Düsseldorf, 22.11.1990 - 18 U 191/90
  • AG Neuss, 17.07.2013 - 79 C 5650/12

    Zahlung von Studiengebühren durch Abschluss eines Studienvertrags an einer

  • OLG Karlsruhe, 22.04.1994 - 10 U 69/93
  • OLG Düsseldorf, 03.12.2009 - 10 U 43/09

    Ein dauerndes Dienstverhältnis i.S.d.§ 627 BGB erfordert keine Dienstleistung

  • LG Saarbrücken, 09.04.1990 - 13 BS 342/89
  • OLG München, 08.07.1986 - 13 U 4778/85
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