Rechtsprechung
   BSG, 20.08.2019 - B 2 U 35/17 R   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2019,25271
BSG, 20.08.2019 - B 2 U 35/17 R (https://dejure.org/2019,25271)
BSG, Entscheidung vom 20.08.2019 - B 2 U 35/17 R (https://dejure.org/2019,25271)
BSG, Entscheidung vom 20. August 2019 - B 2 U 35/17 R (https://dejure.org/2019,25271)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2019,25271) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.

Volltextveröffentlichungen (9)

  • rechtsprechung-im-internet.de

    Art 19 Abs 4 S 1 GG, § 121 Abs 1 SGB 7, § 123 Abs 1 SGB 7, § 136 Abs 3 Nr 1 SGB 7, § 183 Abs 5 SGB 7
    (Gesetzliche Unfallversicherung - Beitragserhebung gem § 183 SGB 7 - Unternehmen der Jagd gem § 123 Abs 1 SGB 7 - einheitliches Unternehmen - Teilanfechtung - Grundbeitrag - Anhörung - Grundsatz der realen Fehlerheilung - gesetzliche Funktionsnachfolge - Aufnahmebescheid - ...

  • rewis.io

    (Gesetzliche Unfallversicherung - Beitragserhebung gem § 183 SGB 7 - Unternehmen der Jagd gem § 123 Abs 1 SGB 7 - einheitliches Unternehmen - rechtswidriger Aufnahmebescheid: falsche Feststellung der Unternehmereigenschaft: jagdrechtlicher "Strohmann" - rechtswidrige Aufnahme ...

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
  • rechtsportal.de

    Rechtmäßigkeit der Beitragserhebung für Unternehmen der Jagden in der gesetzlichen Unfallversicherung

  • datenbank.nwb.de

    (Gesetzliche Unfallversicherung - Beitragserhebung gem § 183 SGB 7 - Unternehmen der Jagd gem § 123 Abs 1 SGB 7 - einheitliches Unternehmen - Teilanfechtung - Grundbeitrag - Anhörung - Grundsatz der realen Fehlerheilung - gesetzliche Funktionsnachfolge - Aufnahmebescheid - ...

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • Bundessozialgericht (Terminbericht)

    Dr. J. R. ./. Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau

    Unfallversicherung

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NZS 2019, 955
 
Sortierung



Kontextvorschau





Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ... (19)

  • BSG, 26.11.2019 - B 2 U 29/17 R

    Gesetzliche Unfallversicherung - landwirtschaftliches Unternehmen -

    Bei der Auslegung von Verfügungssätzen iS des § 31 SGB X ist vom Empfängerhorizont eines verständigen Beteiligten auszugehen, wobei alle Zusammenhänge zu berücksichtigen sind, die die Behörde nach ihrem wirklichen Willen (§ 133 BGB) erkennbar in ihre Entscheidung einbezogen hat (vgl BSG Urteile vom 20.8.2019 - B 2 U 35/17 R - SozR 4-2700 § 121 Nr. 2 RdNr 14, vom 3.4.2014 - B 2 U 25/12 R - BSGE 115, 256 = SozR 4-2700 § 136 Nr. 6, RdNr 15, vom 16.11.2005 - B 2 U 28/04 R - juris RdNr 13 und vom 28.6.1990 - 4 RA 57/89 - BSGE 67, 104, 110 f = SozR 3-1300 § 32 Nr. 2 S 11 f).

    Es kann deshalb dahinstehen, ob bereits in der Vergangenheit durch einen Bindungswirkung entfaltenden, bestandskräftigen Verwaltungsakt die Zuständigkeit der Beklagten bzw ihrer Rechtsvorgängerin für den Kläger bzw sein Unternehmen und die Eigenschaft des Klägers als Unternehmer eines landwirtschaftlichen Unternehmens festgestellt und sein Unternehmen veranlagt worden ist (vgl hierzu BSG Urteil vom 20.8.2019 - B 2 U 35/17 R - SozR 4-2700 § 121 Nr. 2) .

    Die Beklagte hat die erforderliche Anhörung (§ 24 Abs. 1 SGB X) jedenfalls im Widerspruchsverfahren wirksam gemäß § 41 Abs. 2 iVm Abs. 1 Nr. 3 SGB X nachgeholt (vgl dazu zuletzt BSG Urteil vom 20.8.2019 - B 2 U 35/17 R - SozR 4-2700 § 121 Nr. 2 mwN und insbesondere BSG Urteil vom 23.1.2018 - B 2 U 4/16 R - BSGE 125, 12 = SozR 4-2700 § 123 Nr. 3, RdNr 19) .

    Mit seiner Klage verfolgt er gegenüber der Beklagten keine Rechte als Versicherter der gesetzlichen Unfallversicherung, sondern wendete sich gegen die Erhebung von Beiträgen durch die Beklagte von ihm als Unternehmer iS der §§ 2 Abs. 1 Nr. 5 Buchst a, 123 Abs. 1 Nr. 1 SGB VII. Auch wenn er selbst als Unternehmer versichert ist, führt er damit diesen Rechtsstreit nicht in seiner Eigenschaft als Versicherter (vgl hierzu zB BSG Beschlüsse vom 3.1.2006 - B 2 U 367/05 B -, vom 14.7.2006 - B 2 U 98/06 B -, vom 5.3.2008 - B 2 U 353/07 B - LSV RdSchr V 32/2008 sowie Urteile vom 17.5.2011 - B 2 U 18/10 R - BSGE 108, 194 = SozR 4-2700 § 6 Nr. 2 und vom 20.8.2019 - B 2 U 35/17 R - SozR 4-2700 § 121 Nr. 2) .

  • BSG, 16.03.2021 - B 2 U 7/19 R

    Gesetzliche Unfallversicherung - Berufskrankheit gem BKV Anl 1 Nr 4115 -

    Denn Verwaltungsverfahren und gerichtliche Kontrolle stehen in einem funktionalen Zusammenhang, wie der Senat im anderen Zusammenhang bereits betont hat (BSG Urteil vom 20.8.2019 - B 2 U 35/17 R - SozR 4-2700 § 121 Nr. 2 RdNr 21 ff - "gestuftes Verwaltungsverfahren") .
  • BSG, 23.06.2020 - B 2 U 14/18 R

    Rechtmäßigkeit der Beitragserhebung für Unternehmen der Jagden in der

    Diese "Mitteilung" ist nicht nur die verbindliche Feststellung einer kraft Gesetzes bestehenden Zahlungspflicht, sondern zugleich ein an den Beitragspflichtigen gerichtetes vollstreckbares Zahlungsgebot ("Beitragsbescheid"; § 183 Abs. 5 Satz 2 SGB VII; vgl BSG Urteile vom 20.8.2019 - B 2 U 35/17 R - SozR 4-2700 § 121 Nr. 2 RdNr 9 und vom 23.1.2018 - B 2 U 4/16 R - BSGE 125, 120 = SozR 4-2700 § 123 Nr. 3, RdNr 15) .

    Obgleich diese Vorschriften ursprünglich durch eine landesunmittelbare Körperschaft des öffentlichen Rechts erlassen worden sind und deshalb Landesrecht waren, handelt es sich nunmehr um revisibles Bundesrecht iS des § 162 SGG (BSG Urteil vom 20.8.2019 - B 2 U 35/17 R - SozR 4-2700 § 121 Nr. 2 RdNr 28) .

    Mit Blick auf die Höhe des festzusetzenden Beitrags hat die Beklagte die - jedenfalls de lege lata erforderliche - Anhörung (§ 24 Abs. 1 SGB X) im Widerspruchsverfahren wirksam gemäß § 41 Abs. 2 iVm Abs. 1 Nr. 3 SGB X nachgeholt (vgl dazu zuletzt BSG Urteile vom 20.8.2019 - B 2 U 35/17 R - SozR 4-2700 § 121 Nr. 2 mwN und insbesondere vom 23.1.2018 - B 2 U 4/16 R - BSGE 125, 120 = SozR 4-2700 § 123 Nr. 3, RdNr 17) .

    Mit seiner Klage verfolgt er gegenüber der Beklagten keine Rechte als Versicherter der gesetzlichen Unfallversicherung, sondern wendet sich gegen die Erhebung von Beiträgen durch die Beklagte von ihm als (Mit-)Unternehmer iS der §§ 2 Abs. 1 Nr. 5 Buchst a, 123 Abs. 1 Nr. 5 SGB VII. Auch wenn er selbst als Unternehmer versichert ist, führt er damit diesen Rechtsstreit nicht in der Eigenschaft als Versicherter (s ausführlich BSG Urteil vom 26.11.2019 - B 2 U 29/17 R - SozR 4-2700 § 183 Nr. 3 RdNr 32; vgl hierzu zB BSG Beschlüsse vom 3.1.2006 - B 2 U 367/05 B - vom 14.7.2006 - B 2 U 98/06 B - vom 5.3.2008 - B 2 U 353/07 B - LSV RdSchr V 32/2008 sowie BSG Urteile vom 17.5.2011 - B 2 U 18/10 R - BSGE 108, 194 = SozR 4-2700 § 6 Nr. 2 und vom 20.8.2019 - B 2 U 35/17 R - SozR 4-2700 § 121 Nr. 2) .

  • LSG Bayern, 02.06.2022 - L 17 U 285/19

    Versicherungspflicht von Hobbyjägern in der gesetzlichen Unfallversicherung

    Das BVerfG (gemeint ist wohl das BSG) habe in seinem Urteil vom 20.08.2019 (B 2 U 35/17 R) betont, dass auf die tatsächlichen Verhältnisse abzustellen sei.

    Der dem Urteil des BSG vom 20.08.2019 (B 2 U 35/17) zugrundeliegende Sachverhalt weiche vom streitgegenständlichen Sachverhalt ab.

    Die Versicherungspflicht von Jagdunternehmern in der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft sei zwischenzeitlich vom BSG mit Urteil vom 20.08.2019 (B 2 U 35/17 R) nochmals bestätigt worden.

    Diese Rechtsauffassung habe das BSG mit seinem Beschluss vom 12.12.2019 (B 2 U 133/19 B) sowie mit seinem Urteil vom 20.08.2019 (B 2 U 35/17 R) nochmals bestätigt.

    Auch wenn er selbst als Unternehmer versichert ist, führt er deshalb diesen Rechtsstreit nicht in seiner Eigenschaft als Versicherter, sondern als landwirtschaftlicher Unternehmer (vgl. überzeugend BSG, Urteile vom 23.06.2020 - B 2 U 14/18 R, juris Rn. 36; vom 26.11.2019 (ausführlich) - B 2 U 29/17 R = SozR 4-2700 § 183 Nr. 3 Rn. 32; vom 20.08.2019 - B 2 U 35/17 R und vom 17.05.2011 - B 2 U 18/10 R = BSGE 108, 194 = SozR 4-2700 § 6 Nr. 2; BSG, Beschlüsse vom 12.12.2019 - B 2 U 133/19 B, juris Rn. 3; vom 05.03.2008 - B 2 U 353/07 B - LSV RdSchr V 32/2008; vom 03.01.2006 - B 2 U 367/05 und vom 14.07.2006 - B 2 U 98/06 B; a. A. LSG Sachsen-Anhalt, Urteil vom 21.06.2018 - L 6 U 562/17, juris Rn. 94).

    Mit Urteilen vom 20.08.2019 (B 2 U 35/17 R) und vom 10.08.2021 (B 2 U 15/20 R) hat das BSG die Versicherungspflicht von Jagdunternehmen in der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft bestätigt.

  • BSG, 16.03.2021 - B 2 U 17/19 R

    Sozialgerichtliches Verfahren - Unfallversicherung - Klage auf Feststellung des

    Denn Verwaltungsverfahren und gerichtliche Kontrolle stehen in einem funktionalen Zusammenhang, wie der Senat im anderen Zusammenhang bereits betont hat (BSG Urteil vom 20.8.2019 - B 2 U 35/17 R - SozR 4-2700 § 121 Nr. 2 RdNr 21 ff - "gestuftes Verwaltungsverfahren") .
  • BSG, 10.08.2021 - B 2 U 15/20 R

    Gesetzliche Unfallversicherung - Beitragspflicht - Jagdverband - Aufnahmebescheid

    Im Übrigen liegt ein Unternehmen jedenfalls dann vor, wenn materielle und immaterielle Mittel in einer organisatorischen, äußerlich abgrenzbaren Einheit planvoll für eine gewisse Dauer zusammengefasst werden, die unter einheitlicher Führung steht und ihrerseits einen bestimmten Zweck verfolgt (vgl BSG Urteile vom 20.8.2019 - B 2 U 35/17 R - SozR 4-2700 § 121 Nr. 2 und vom 30.3.2017 - B 2 U 10/15 R - BSGE 123, 35 = SozR 4-2700 § 130 Nr. 1; zum unfallversicherungsrechtlichen Unternehmensbegriff: Bereiter-Hahn/Mehrtens, GUV, Stand 07/21, § 121 Anm 3.1 mwN auf die Rspr) .

    Diese "Mitteilung" ist nicht nur die verbindliche Feststellung einer kraft Gesetzes bestehenden Zahlungspflicht, sondern erlaubt es zugleich, dem Beitragspflichtigen ein vollstreckbares Zahlungsgebot zu erteilen ("Beitragsbescheid"; § 183 Abs. 5 Satz 2 SGB VII; vgl BSG Urteile vom 23.6.2020 - B 2 U 14/18 R - juris RdNr 10, vom 20.8.2019 - B 2 U 35/17 R - SozR 4-2700 § 121 Nr. 2 RdNr 9 und vom 23.1.2018 - B 2 U 4/16 R - BSGE 125, 120 = SozR 4-2700 § 123 Nr. 3, RdNr 15) .

    Die im Erlasszeitpunkt notwendige Anhörung (§ 24 Abs. 1 SGB X; siehe jetzt aber § 183 Abs. 5 Satz 3 SGB VII, der mit Art. 7 Nr. 21a des Siebten Gesetzes zur Änderung des SGB IV und anderer Gesetze vom 12.6.2020, BGBl I 1248, mit Wirkung vom 1.7.2020 eingefügt worden ist) hat sie mit ihrem Aufklärungsschreiben vom 22.9.2016 im Widerspruchsverfahren gemäß § 41 Abs. 2 iVm Abs. 1 Nr. 3 SGB X wirksam nachgeholt (vgl dazu zuletzt BSG Urteile vom 23.6.2020 - B 2 U 14/18 R - juris RdNr 34, vom 20.8.2019 - B 2 U 35/17 R - SozR 4-2700 § 121 Nr. 2 mwN und insbesondere vom 23.1.2018 - B 2 U 4/16 R - BSGE 125, 120 = SozR 4-2700 § 123 Nr. 3, RdNr 17) , sodass der initiale Anhörungsfehler "unbeachtlich" (§ 41 Abs. 1 Nr. 3, Abs. 2 SGB X) geworden ist.

  • LSG Niedersachsen-Bremen, 19.11.2020 - L 14 U 8/20
    Da es sich bei diesen Berechnungsfaktoren jeweils um zahlenmäßig abgrenzbare Teilbeträge handelt, die einander nicht wechselseitig beeinflussen, durfte sich die Klägerin zum einen auf die Teilanfechtung des Umlagebeitrags und zum anderen auch auf die Veranlagung ihres Unternehmens zum Abschätztarif nach § 182 Abs. 5 Satz 1 Halbsatz 2 SGB VII i.V.m. §§ 40 Abs. 1, 41 Abs. 2 und 2 sowie Anlage 1 der Satzung beschränken und konnte die Bescheide im Übrigen, d.h. hinsichtlich des Grundbeitrags nach § 182 Abs. 2 Satz 4 SGB VII i.V.m. § 46 der Satzung sowie der Berechnung/Berücksichtigung der Beitragsberechnung nach der Übergangsvorschrift nach § 221b SGB VII i.V.m. § 49a der Satzung (Beitragsbescheid vom 27. August 2015), bestandskräftig (§ 77 SGG) werden lassen (siehe hierzu BSG, Urteil vom 20. August 2019 - Az.: B 2 U 35/17 R - Rn. 7, 8 m.w.N. - zitiert nach juris).

    Wegen des gestuften Beitragsverfahrens der gesetzlichen Unfallversicherung, welches auch in der landwirtschaftlichen Unfallversicherung gilt (Roßkopf in Lauterbach, § 185 SGB VII, Rn. 21a), werden die Zuständigkeit und Veranlagung dort im Regelfall nicht mehr geprüft, weil der Veranlagungsbescheid grundsätzlich für nachfolgende Streitigkeiten über Beitragsbescheide Bindungswirkung entfaltet (BSG, Urteil vom 23. Januar 2018 - Az.: B 2 U 4/16 R - Rn. 11 mit Verweis auf Mutschler - "Gestuftes Beitragsverfahren in der gesetzlichen Unfallversicherung" in WzS 2009, Seite 353, 355, 356 sowie BSG, Urteil vom 20. August 2019 - Az.: B 2 U 35/17 R - Rn. 18 - zitiert nach juris).

    Insofern würde hier das gestufte Beitragsverfahren in der landwirtschaftlichen Unfallversicherung lediglich aus der bescheidmäßigen Zuständigkeitsfeststellung und der eigentlichen bescheidmäßigen Beitragsfestsetzung bestehen (so im Ergebnis auch die Prüfung des BSG in seinem Urteil vom 20. August 2019 - Az.: B 2 U 35/17 R - Rn. 12, 13, 14 - für die Beitragserhebung gegenüber Inhabern einer Jagdgemeinschaft - zitiert nach juris).

    Diese "Mitteilung" ist keine bloße Bekanntgabe einer kraft Gesetzes bestehenden Zahlungspflicht, sondern ein an den Beitragspflichtigen gerichtetes vollstreckbares Zahlungsgebot ("Beitragsbescheid" - siehe BSG, Urteil vom 20. August 2019 - Az.: B 2 U 35/17 R - Rn. 9 m.w.N. - zitiert nach juris).

    Die Beklagte ist nunmehr die allein für alle landwirtschaftlichen Unternehmen im Bundesgebiet zuständige landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft im Sinne des § 123 Abs. 1 Nr. 1 SGB VII (vgl. § 2 Abs. 1 und 2, § 3 Abs. 1 ihrer Satzung vom 9. Januar 2013 - (Universalsukzession durch Verschmelzung bzw. Fusion - BSG, Urteil vom 20. August 2019 - Az.: B 2 U 35/17 R - Rn. 13 - zitiert nach juris).

    Es kann deshalb dahinstehen, ob bereits in der Vergangenheit durch einen Bindungswirkung entfaltenden, bestandskräftigen Verwaltungsakt die Zuständigkeit der Beklagten bzw. ihrer Rechtsvorgängerin für den Kläger bzw. sein Unternehmen und die Eigenschaft der Klägerin als Unternehmerin eines landwirtschaftlichen Unternehmens festgestellt und ihr Unternehmen veranlagt worden ist (vgl. hierzu BSG Urteil vom 20. August 2019 - Az.: B 2 U 35/17 R - Rn. 15 f. sowie BSG, Urteil vom 26. November 2019 - Az.: B 2 U 29/17 R - Rn. 13, 16 - zitiert jeweils nach juris).

  • LSG Niedersachsen-Bremen, 19.12.2019 - L 14 U 117/18
    Da es sich bei diesen Berechnungsfaktoren jeweils um zahlenmäßig abgrenzbare Teilbeträge handelt, die einander nicht wechselseitig beeinflussen, durfte sich die Klägerin zum einen auf die Teilanfechtung des Umlagebeitrags und zum anderen auch auf die Veranlagung ihres Unternehmens zum Abschätztarif nach § 182 Abs. 5 Satz 1 Halbsatz 2 SGB VII i.V.m. §§ 40 Abs. 1, 41 Abs. 2 und 2 sowie Anlage 1 der Satzung bzw. der Zuordnung einer Risikogruppe nach § 182 Abs. 2 Satz 2 SGB VII i.V.m. § 47 Abs. 1 bis 3 sowie der Anlage 2 der Satzung beschränken und konnte die Bescheide im Übrigen, d.h. hinsichtlich des Grundbeitrags nach § 182 Abs. 2 Satz 4 SGB VII i.V.m. § 46 der Satzung sowie die Berechnung/Berücksichtigung einer Härtefallregelung nach § 221b SGB VII i.V.m. § 49a der Satzung, bestandskräftig (§ 77 SGG) werden lassen (siehe hierzu BSG, Urteil vom 20. August 2019 - Az.: B 2 U 35/17 R - Rn. 7, 8 m.w.N. - zitiert nach juris).

    Diese "Mitteilung" ist keine bloße Bekanntgabe einer kraft Gesetzes bestehenden Zahlungspflicht, sondern ein an den Beitragspflichtigen gerichtetes vollstreckbares Zahlungsgebot ("Beitragsbescheid" - siehe BSG, Urteil vom 20. August 2019 - Az.: B 2 U 35/17 R - Rn. 9 m.w.N. - zitiert nach juris).

    Damit bindet der Verwaltungsakt über die Feststellung der behördlichen Zuständigkeit im Grundlagenbescheid die Beteiligten in der Sache, weil die Klägerin diesen durch Nichteinlegung des gegebenen Rechtsbehelfs (Widerspruch) unanfechtbar werden ließ (§ 77 Halbsatz 1 SGG - siehe hierzu auch BSG, Urteil vom 20. August 2019 - Az.: B 2 U 35/17 R - Rn. 13 m.w.N. - zitiert nach juris).

    Insofern würde hier das gestufte Beitragsverfahren in der landwirtschaftlichen Unfallversicherung lediglich aus der bescheidmäßigen Zuständigkeits-feststellung und der eigentlichen bescheidmäßigen Beitragsfestsetzung bestehen (so im Ergebnis auch die Prüfung des BSG in seinem Urteil vom 20. August 2019 - Az.: B 2 U 35/17 R - Rn. 12, 13, 14 - für die Beitragserhebung gegenüber Inhabern einer Jagdgemeinschaft - zitiert nach juris).

  • LSG Nordrhein-Westfalen, 31.08.2022 - L 4 U 78/22

    Rechtmäßigkeit von Zuständigkeits-, Veranlagungs- und Beitragsvorschussbescheiden

    Hierzu zählen wegen des gestuften Beitragsverfahrens in der gesetzlichen Unfallversicherung, welches das Gesetz in § 136 Abs. 1 Satz 1, § 183 Abs. 5 Satz 1 SGB VII vorschreibt (vgl. dazu BSG, Urteile vom 20.08.2019 - B 2 U 35/17 R -, juris, Rn. 18 und vom 23.01.2018 - B 2 U 4/16 R -, juris, Rn. 11, m.w.N.; Thüringer LSG, Urteil vom 09.07.2020 - L 1 U 766/18 -, juris, Rn. 18), auch die Zuständigkeitsbescheide vom 23.02.2021.
  • LSG Hessen, 22.02.2022 - L 3 U 146/19

    Gesetzliche Unfallversicherung

    Bei der Auslegung von Verfügungssätzen im Sinne des § 31 Sozialgesetzbuch Zehntes Buch - Sozialverwaltungsverfahren und Sozialdatenschutz (SGB X) ist vom Empfängerhorizont eines verständigen Beteiligten auszugehen, wobei alle Zusammenhänge zu berücksichtigen sind, die die Behörde nach ihrem wirklichen Willen (§ 133 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)) erkennbar in ihre Entscheidung einbezogen hat (vgl. BSG, Urteile vom 20. August 2019 - B 2 U 35/17 R - juris, 3. April 2014 - B 2 U 25/12 R - juris, 16. November 2005 - B 2 U 28/04 R - juris und vom 28. Juni 1990 - 4 RA 57/89 - juris).
  • BSG, 13.05.2020 - B 6 KA 27/19 B

    Wahlanfechtungsklage gegen die Ordnungsgemäßheit der Wahl zur

  • LSG Baden-Württemberg, 04.01.2022 - L 5 R 3758/20

    Korrektur eines Bescheides eines Trägers der gesetzlichen Rentenversicherung nach

  • LSG Hessen, 28.01.2022 - L 9 U 175/18

    Sozialversicherung

  • LSG Thüringen, 24.03.2022 - L 1 SV 994/19

    Dienstbeschädigungsausgleich für ehemalige Volkspolizisten der DDR - kein

  • BSG, 01.06.2021 - B 12 R 6/21 B

    Auswirkung verbeschiedener Selbständigkeit des Gesellschafter-Geschäftsführers

  • SG Gotha, 16.05.2019 - S 4 VE 409/18
  • BSG, 21.01.2020 - B 12 KR 60/19 B

    Höhe von Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung in der

  • BSG, 12.12.2019 - B 2 U 180/19 B
  • LSG Niedersachsen-Bremen, 21.12.2020 - L 14 U 142/17
Haben Sie eine Ergänzung? Oder haben Sie einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns.
Sie können auswählen (Maus oder Pfeiltasten):
(Liste aufgrund Ihrer bisherigen Eingabe)
Komplette Übersicht