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   BSG, 29.01.1986 - 9b RU 56/84   

Volltextveröffentlichungen (2)




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Wird zitiert von ... (20)  

  • BSG, 09.05.2006 - B 2 U 1/05 R  

    Gesetzliche Unfallversicherung - Arbeitsunfall - Verletztenrente - Kausalität -

    Denn auch psychische Reaktionen können rechtlich wesentlich durch ein Unfallereignis verursacht werden (vgl schon Reichsversicherungsamt, AN 1926, 480; BSG vom 18. Dezember 1962, BSGE 18, 173, 175 = SozR Nr. 61 zu § 542 RVO; BSG vom 29. Januar 1986 - 9b RU 56/84 - BSG vom 18. Dezember 1986, BSGE 61, 113 = SozR 2200 § 1252 Nr. 6; BSG vom 18. Januar 1990 - 8 RKnU 1/89 - vgl im Übrigen Schönberger/Mehrtens/Valentin, aaO, Kap 5.1, S 227 ff; ebenso zum sozialen Entschädigungsrecht BSGE 19, 275, 277 f = SozR Nr. 174 zu § 162 SGG).

    a) Voraussetzung für die Anerkennung von psychischen Gesundheitsstörungen als Unfallfolge und die Gewährung einer Verletztenrente aufgrund von ihnen ist zunächst die Feststellung der konkreten Gesundheitsstörungen, die bei dem Verletzten vorliegen und seine Erwerbsfähigkeit mindern (BSG Urteil vom 29. Januar 1986 - 9b RU 56/84; vgl BSG Urteil vom 19. August 2003 - B 2 U 50/02 R -).

    b) Für die im nächsten Schritt erforderliche Beurteilung des Ursachenzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und den festgestellten psychischen Gesundheitsstörungen gelten die obigen allgemeinen Grundsätze (so schon BSG vom 29. Januar 1986 - 9b RU 56/84).

    Daher schließt eine "abnorme seelische Bereitschaft" die Annahme einer psychischen Reaktion als Unfallfolge nicht aus (BSGE 18, 173, 176 = SozR Nr. 61 zu § 542 RVO; BSG vom 29. Januar 1986 - 9b RU 56/84 - BSG vom 5. August 1987 - 9b RU 36/86 - SozR 2200 § 581 Nr. 26; vgl zum sozialen Entschädigungsrecht BSGE 19, 275, 278 = SozR Nr. 174 zu § 162 SGG; zum Zivilrecht: BGHZ 132, 341, 345 f; BGHZ 137, 142, 145 f).

    Soweit diese Vorstellungen neben das als naturwissenschaftliche Ursache der bestehenden psychischen Gesundheitsstörungen anzusehende Unfallereignis treten, sind sie als konkurrierende Ursache zu würdigen und können nach dem oben Gesagten der Bejahung eines wesentlichen Ursachenzusammenhangs zwischen der versicherten Ursache Unfallereignis und den psychischen Gesundheitsstörungen entgegenstehen (BSGE 18, 173, 176 = SozR Nr. 61 zu § 542 RVO; BSG vom 29. Januar 1986 - 9b RU 56/84 - BSG vom 5. August 1987 - 9b RU 36/86 - SozR 2200 § 581 Nr. 26; vgl zum sozialen Entschädigungsrecht BSGE 19, 275, 278 = Nr. 174 zu § 162 SGG; zum Zivilrecht: BGHZ 137, 142, 148 ff).

  • BSG, 09.05.2006 - B 2 U 26/04 R  

    Anerkennung psychischer Gesundheitsstörungen als Unfallfolge

    Denn auch psychische Reaktionen können rechtlich wesentlich durch ein Unfallereignis verursacht werden (vgl schon Reichsversicherungsamt, AN 1926, 480; BSG Urteil vom 18. Dezember 1962, BSGE 18, 173, 175 = SozR Nr. 61 zu § 542 RVO; BSG Urteil vom 29. Januar 1986 - 9b RU 56/84 - BSG Urteil vom 18. Dezember 1986, BSGE 61, 113 = SozR 2200 § 1252 Nr. 6; BSG Urteil vom 18. Januar 1990 - 8 RKnU 1/89 = BSGE 66, 156 = SozR 3-2200 § 553 Nr. 1; vgl im Übrigen Schönberger/Mehrtens/Valentin, aaO, Kap 5.1, S 227 ff; ebenso zum sozialen Entschädigungsrecht BSGE 19, 275, 277 f = SozR Nr. 174 zu § 162 SGG).

    a) Voraussetzung für die Anerkennung von psychischen Gesundheitsstörungen als Unfallfolge und die Gewährung einer Verletztenrente aufgrund von ihnen ist zunächst die Feststellung der konkreten Gesundheitsstörungen, die bei dem Verletzten vorliegen und seine Erwerbsfähigkeit mindern (BSG Urteil vom 29. Januar 1986 - 9b RU 56/84; vgl BSG Urteil vom 19. August 2003 - B 2 U 50/02 R -).

    b) Für die im nächsten Schritt erforderliche Beurteilung des Ursachenzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und den festgestellten psychischen Gesundheitsstörungen gelten die obigen allgemeinen Grundsätze (so schon BSG Urteil vom 29. Januar 1986 - 9b RU 56/84).

    Daher schließt eine "abnorme seelische Bereitschaft" die Annahme einer psychischen Reaktion als Unfallfolge nicht aus (BSGE 18, 173, 176 = SozR Nr. 61 zu § 542 RVO; BSG Urteil vom 29. Januar 1986 - 9b RU 56/84 - BSG Urteil vom 5. August 1987 - 9b RU 36/86 - SozR 2200 § 581 Nr. 26; vgl zum sozialen Entschädigungsrecht BSGE 19, 275, 278 = SozR Nr. 174 zu § 162 SGG; zum Zivilrecht: BGHZ 132, 341, 345 f; BGHZ 137, 142, 145 f).

    Soweit diese Vorstellungen neben das als naturwissenschaftliche Ursache der bestehenden psychischen Gesundheitsstörungen anzusehende Unfallereignis treten, sind sie als konkurrierende Ursache zu würdigen und können nach dem oben Gesagten der Bejahung eines wesentlichen Ursachenzusammenhangs zwischen der versicherten Ursache Unfallereignis und den psychischen Gesundheitsstörungen entgegenstehen (BSGE 18, 173, 176 = SozR Nr. 61 zu § 542 RVO; BSG Urteil vom 29. Januar 1986 - 9b RU 56/84 - BSG Urteil vom 5. August 1987 - 9b RU 36/86 - SozR 2200 § 581 Nr. 26; vgl zum sozialen Entschädigungsrecht BSGE 19, 275, 278 = Nr. 174 zu § 162 SGG; zum Zivilrecht: BGHZ 137, 142, 148 ff).

  • SG Dresden, 11.11.2002 - S 7 U 120/99  

    Anspruch eines selbstständigen Versicherungsvertreters auf Gewährung von

    Nach inzwischen allgemeiner Ansicht sind auch psychische Erkrankungen als Unfallfolge anzuerkennen, wenn sie rechtlich wesentlich durch ein Unfallereignis verursacht worden sind (Urt. d. BSG v. 18. Dezember 1962 = BSGE 18, 173, 175 sowie v. 29. Januar 1986 - Az.: 9b RU 56/84; Schulin, Handbuch des Sozialversicherungsrechts, Band 2, Unfallversicherung, § 31, Rz. 26; Benz, NZS 2002, 8 ff, S. 10).

    Danach darf das Unfallereignis nicht schon deshalb als rechtlich wesentliche Ursache für die Entwicklung einer psychischen Störung ausgeschlossen werden, weil eine Anlage des Verletzten für die Entwicklung der psychischen Gesundheitsstörung mitursächlich geworden ist (Urt. d. BSG v. 18. Dezember 1962 = BSGE 18, 173, 176 sowie v. 29. Januar 1986 - Az.: 9b RU 56/84; Brackmann, a.a.O., Rz. 397 m.w.N.).

    Die psychische Gesundheitsstörung ist im Wesentlichen auf bewusste wunschbedingte Begehrensvorstellungen zurückzuführen (Urt. v. 18. Dezember 1962 - BSGE 18, 173, 176/177 sowie v. 29. Januar 1986 - 9b RU 56/84 und v. 5. August 1987 = SozR 2200 § 588 RVO Nr. 26, S. 85).

  • LSG Baden-Württemberg, 19.03.2007 - L 1 U 3064/04  

    Anerkennung einer Anpassungsstörung als mittelbare Unfallfolge in der

    Voraussetzung für die Anerkennung von psychischen Gesundheitsstörungen als Unfallfolge und die Gewährung einer Verletztenrente aufgrund von ihnen ist immer die Feststellung der konkreten Gesundheitsstörungen, die bei dem Verletzten vorliegen und seine Erwerbsfähigkeit mindern ( BSG Urteil vom 29. Januar 1986 - 9b RU 56/84 ; vgl BSG Urteil vom 19. August 2003 - B 2 U 50/02 R -).

    Denn auch psychische Reaktionen können rechtlich wesentlich durch ein Unfallereignis verursacht werden (vgl schon Reichsversicherungsamt, AN 1926, 480 ; BSG vom 18. Dezember 1962, BSGE 18, 173, 175 = SozR Nr. 61 zu § 542 RVO; BSG vom 29. Januar 1986 - 9b RU 56/84 - BSG vom 18. Dezember 1986, BSGE 61, 113 = SozR 2200 § 1252 Nr. 6; BSG vom 18. Januar 1990 - 8 RKnU 1/89 - vgl im Übrigen Schönberger/Mehrtens/Valentin, aaO, Kap 5.1 , S 227 ff; ebenso zum sozialen Entschädigungsrecht BSGE 19, 275, 277 f = SozR Nr. 174 zu § 162 SGG).

  • LSG Hessen, 26.09.2011 - L 6 U 166/08  

    Gesetzliche Unfallversicherung - Arbeitsunfall - mittelbare Unfallfolge -

    Voraussetzung für die Anerkennung von psychischen Gesundheitsstörungen als Unfallfolge und die hieraus resultierende Gewährung einer Verletztenrente ist zunächst die Feststellung der konkreten Gesundheitsstörungen, die bei dem Verletzten vorliegen und seine Erwerbsfähigkeit mindern (BSG, Urteil vom 29. Januar 1986, Az: 9b RU 56/84 sowie Urteil vom 19. August 2003, Az: B 2 U 50/02 R).
  • BSG, 31.01.1989 - 2 RU 17/88  
    Auch psychische Reaktionen können durch ein Unfallereignis "verursacht" worden, dh Unfallfolgen im Rechtssinne sein, es sei denn, sie beruhen im wesentlichen auf wunschbedingten Vorstellungen (BSGE 18, 173, 175 = SozR Nr. 61 zu § 542 RVO aF; BSG SozR 2200 § 581 Nr. 26; BSG Urteil vom 29. Januar 1986 - 9b RU 56/84 - Brackmann, Handbuch der Sozialversicherung, 11. Aufl, S 489 ff mvN; Ecker in Venzlaff, Psychiatrische Begutachtung, 1986, S 535 ff).

    Dazu hätte sich das LSG veranlaßt sehen müssen, zumal aus dem von ihm eingeholten Bericht der behandelnden Ärztin Dr. M. vom 9. Juli 1986 zu entnehmen ist, daß die Beschwerden (Schmerzsyndrome) seit dem Unfall vom 23. Februar 1981 bestehen sollen (s BSG Urteil vom 29. Januar 1986 aaO).

  • LSG Baden-Württemberg, 22.01.2015 - L 6 U 5221/12  

    Gesetzliche Unfallversicherung - Arbeitsunfall - psychische Unfallfolge -

    Voraussetzung für die Anerkennung von psychischen Gesundheitsstörungen als Unfallfolge und die Gewährung einer Verletztenrente aufgrund von ihnen ist zunächst die Feststellung der konkreten Gesundheitsstörungen, die bei dem Verletzten vorliegen und seine Erwerbsfähigkeit mindern (BSG, Urteil vom 29.01.1986 - 9b RU 56/84 - juris; Urteil vom 19.08.2003 - B 2 U 50/02 R - juris).
  • LSG Bayern, 27.08.2015 - L 8 U 64/10  

    1. Folgen eines Versicherungsfalls sind nur Gesundheitsschäden, nicht durch den

    Soweit diese Vorstellungen neben das als naturwissenschaftliche Ursache der bestehenden psychischen Gesundheitsstörungen anzusehende Unfallereignis treten, sind sie als konkurrierende Ursache zu würdigen und können nach dem oben Gesagten der Bejahung eines wesentlichen Ursachenzusammenhangs zwischen der versicherten Ursache Unfallereignis und den psychischen Gesundheitsstörungen entgegenstehen (BSGE 18, 173, 176 = SozR Nr. 61 zu § 542 RVO; Urteil des BSG vom 29. Januar 1986 - 9b RU 56/84; BSG vom 5.8. 1987 - 9b RU 36/86 - SozR 2200 § 581 Nr. 26; vgl. zum sozialen Entschädigungsrecht BSGE 19, 275, 278 = Nr. 174 zu § 162 SGG; zum Zivilrecht: BGHZ 137, 142, 148ff.).
  • LSG Berlin-Brandenburg, 26.08.2010 - L 2 U 614/08  

    Arbeitsunfall - Verletztenrente - posttraumatische Belastungsstörung - PTBS -

    Voraussetzung für die Anerkennung von psychischen Gesundheitsstörungen als Unfallfolge und die Gewährung einer Verletztenrente aufgrund von ihnen ist nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts zunächst die Feststellung der konkreten Gesundheitsstörungen, die bei dem Verletzten vorliegen und seine Erwerbsfähigkeit mindern (BSG Urteil vom 29. Januar 1986 - 9b RU 56/84, zitiert nach Juris; vgl. BSG Urteil vom 19. August 2003 - B 2 U 50/02 R, zitiert nach Juris).
  • LSG Baden-Württemberg, 18.03.2016 - L 8 U 5111/13  

    Gesetzliche Unfallversicherung - Berufskrankheit - mittelbare Gesundheitsstörung

    Voraussetzung für die Anerkennung von psychischen Gesundheitsstörungen als Folge einer BK ist nach der Rechtsprechung des BSG zunächst die Feststellung der konkreten Gesundheitsstörungen, die bei dem Verletzten vorliegen und seine Erwerbsfähigkeit mindern (BSG 29.01.1986 - 9b RU 56/84; vgl. BSG 19.08.2003 - B 2 U 50/02 R).
  • LSG Berlin-Brandenburg, 24.01.2013 - L 2 U 82/12  

    Unfallfolgen auf psychiatrischem Gebiet - Arbeitslosigkeit - Anpassungsstörung

  • LSG Berlin-Brandenburg, 25.04.2013 - L 2 U 162/12  

    Berufskrankheit - psychische Gesundheitsstörung - ängstlich-depressives Syndrom -

  • LSG Bayern, 29.08.2012 - L 17 U 85/10  

    Zu den Voraussetzungen der Anerkennung einer posttraumatischen Belastungsstörung

  • LSG Bayern, 30.04.2013 - L 18 U 508/10  

    Zum (fehlenden) Nachweis einer Segmentinstabilität nach Wirbelkörperbruch.

  • LSG Berlin-Brandenburg, 28.05.2015 - L 2 U 222/11  

    Schulunfall - konkurrierende Ursache - Schädel-Hirn-Trauma - (hirn-)organisches

  • LSG Berlin-Brandenburg, 09.10.2014 - L 2 U 94/11  

    Arbeitsunfall - psychische Gesundheitsstörungen - Angststörung -

  • LSG Berlin-Brandenburg, 23.09.2010 - L 31 U 515/08  

    Arbeitsunfall - Verletztenrente - Zugführer - Selbsttötung - Posttraumatische

  • LSG Bayern, 31.01.2007 - L 3 U 293/04  

    Anspruch auf Verletztenrente wegen einer psychischen Erkrankung als Folge eines

  • LSG Baden-Württemberg, 30.10.2013 - L 8 U 5111/13  
  • LSG Hessen, 26.09.2014 - L 9 U 223/09  
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