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   BVerfG, 05.05.2020 - 2 BvR 859/15, 2 BvR 1651/15, 2 BvR 2006/15, 2 BvR 980/16   

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https://dejure.org/2020,9160
BVerfG, 05.05.2020 - 2 BvR 859/15, 2 BvR 1651/15, 2 BvR 2006/15, 2 BvR 980/16 (https://dejure.org/2020,9160)
BVerfG, Entscheidung vom 05.05.2020 - 2 BvR 859/15, 2 BvR 1651/15, 2 BvR 2006/15, 2 BvR 980/16 (https://dejure.org/2020,9160)
BVerfG, Entscheidung vom 05. Mai 2020 - 2 BvR 859/15, 2 BvR 1651/15, 2 BvR 2006/15, 2 BvR 980/16 (https://dejure.org/2020,9160)
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Volltextveröffentlichungen (10)

  • openjur.de

    Artt. 20 Abs. 2, 20 Abs. 1, 38 Abs. 1 Satz 1, 79 Abs. 3 GG

  • Bundesverfassungsgericht

    Beschlüsse der EZB zum Staatsanleihekaufprogramm kompetenzwidrig

  • rechtsprechung-im-internet.de

    Art 20 Abs 1 GG, Art 20 Abs 2 GG, Art 23 Abs 1 S 2 GG, Art 38 Abs 1 S 1 GG, Art 79 Abs 3 GG
    Beschlüsse der EZB zum Ankauf von Anleihen des öffentlichen Sektors (PSPP) mangels Verhältnismäßigkeitsprüfung ultra vires - Überschreitung des Rechtsprechungsauftrags des EuGH (Art 19 Abs 1 S 2 AEUV) durch objektiv willkürliche Auslegung des Primärrechts bei Bestimmung ...

Kurzfassungen/Presse (11)

  • Bundesverfassungsgericht (Pressemitteilung)

    Beschlüsse der EZB zum Staatsanleihekaufprogramm kompetenzwidrig

  • beckmannundnorda.de (Kurzinformation)

    Beschlüsse der EZB zum Staatsanleihekaufprogramm (Public Sector Purchase Programme - PSPP) kompetenzwidrig

  • faz.net (Pressebericht, 06.05.2020)

    Was das Urteil zum EZB-Kaufprogramm bedeutet

  • tagesschau.de (Pressebericht, 05.05.2020)

    Urteil belastet die Finanzmärkte

  • tagesschau.de (Pressebericht, 05.05.2020)

    EZB-Anleihekaufprogramm teilweise verfassungswidrig

  • tagesschau.de (Pressebericht, 12.05.2020)

    Urteil mit fatalen Folgen?

  • lto.de (Kurzinformation)

    BVerfG auf Konfrontation mit dem EuGH: Anleihenkaufprogramm der EZB kompetenzwidrig

  • lto.de (Pressebericht, 05.05.2020)

    Nach dem EZB-Urteil des BVerfG: Scholz beschwichtigt, EZB plant, Kommission mahnt

  • gesellschaftsrechtskanzlei.com (Leitsatz/Kurzinformation)

    GG Art. 20, 38, 79
    Public Sector Purchase Programme - PSPP

  • juris.de (Pressemitteilung)

    Kauf von Staatsanleihen durch EZB teilweise verfassungswidrig

  • datev.de (Kurzinformation)

    Beschlüsse der EZB zum Staatsanleihekaufprogramm kompetenzwidrig

Besprechungen u.ä. (18)

  • verfassungsblog.de (Entscheidungsbesprechung)

    "Keine leichte Kost"

  • verfassungsblog.de (Entscheidungsbesprechung)

    Gut gemeint, nicht gut gemacht

  • verfassungsblog.de (Entscheidungsbesprechung)

    PSPP mit "PEPP"

  • verfassungsblog.de (Entscheidungsbesprechung)

    Auf dem Weg zum Richterfaustrecht?

  • faz.net (Pressekommentar, 06.05.2020)

    Das Ende einer bürgerfernen, selbstherrlichen EU

  • lto.de (Pressekommentar, 06.05.2020)

    Zur EZB-Entscheidung des BVerfG: Ein egozentrischer deutscher Kompromiss

  • lto.de (Entscheidungsbesprechung)

    EZB-Anleihenkauf und EuGH: Über die Schmerzgrenze hinaus

  • lto.de (Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    EU-Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland?: Der Widerspenstigen Zähmung

  • welt.de (Pressekommentar, 05.05.2020)

    Dieses Urteil rüttelt an der Allmacht der EZB

  • spiegel.de (Pressekommentar, 05.05.2020)

    Die seltsame Machtdemonstration der Verfassungsrichter

  • taz.de (Pressekommentar)

    Perfider Quatsch

  • d-kart.de (Entscheidungsbesprechung)

    Ultra vires?

  • spiegel.de (Pressekommentar, 12.05.2020)

    Warum das EZB-Urteil die EU stärkt, nicht schwächt

  • verlag-rolf-schmidt.de (Fallbesprechung - aus Ausbildungssicht)

    Verfassungsrecht: Anleihenkauf der EZB - Verstoß gegen das Prinzip der begrenzten Einzelermächtigung


  • Vor Ergehen der Entscheidung:


  • lto.de (Kurzaufsatz mit Bezug zum Verfahren - vor Ergehen der Entscheidung)

    Anleihenkaufprogramm der EZB vor dem BVerfG: Mühsamer Dialog mit Luxemburg

Sonstiges (11)

  • Bundesverfassungsgericht (Terminmitteilung)

    Mündliche Verhandlung in Sachen Anleihenkaufprogramm der EZB am Dienstag, 30. Juli 2019, um 15.00 Uhr, und Mittwoch, 31. Juli 2019, um 10.00 Uhr

  • Bundesverfassungsgericht (Terminmitteilung)

    Urteilsverkündung in Sachen Anleihenkaufprogramm der EZB am Dienstag, 24. März 2020, um 10.00 Uhr

  • zeit.de (Meldung mit Bezug zur Entscheidung, 11.05.2020)

    EZB will Anleihenkäufe trotz Urteil fortsetzen

  • lto.de (Meldung mit Bezug zur Entscheidung, 08.05.2020)

    EuGH antwortet auf das EZB-Urteil des BVerfG: Kein Kommentar, aber

  • lto.de (Pressebericht mit Bezug zur Entscheidung, 12.05.2020)

    Nach dem EZB-Urteil des BVerfG: Droht ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland?

  • lto.de (Meldung mit Bezug zur Entscheidung, 13.05.2020)

    BVR Huber verteidigt EZB-Urteil: "Das Vernünftigste wäre, den Ball flach zu halten"

  • lto.de (Meldung mit Bezug zur Entscheidung)

    Nach BVerfG-Urteil: Bundestag stellt sich hinter die EZB [ 29.06.2020 ]

  • Deutscher Bundestag PDF (Verfahrensmitteilung)
  • welt.de (Meldung mit Bezug zur Entscheidung, 09.05.2020)

    Von der Leyen erwägt, Verfahren gegen Deutschland einzuleiten

  • spiegel.de (Meldung mit Bezug zur Entscheidung, 15.05.2020)

    EZB will Urteil des Bundesverfassungsgerichts ignorieren

  • welt.de (Pressebericht mit Bezug zur Entscheidung, 16.06.2020)

    Im Zweifel untersteht die Bundesbank deutschem Recht

Papierfundstellen

  • NJW 2020, 1647
  • ZIP 2020, 966
  • NVwZ 2020, 857
  • WM 2020, 918
 
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Wird zitiert von ... (4)

  • BVerfG, 26.05.2020 - 2 BvR 43/16

    Verfassungsbeschwerde gegen Expanded Asset Purchase Programme (EAPP) der

    Maßnahmen von Organen, Einrichtungen und sonstigen Stellen der Europäischen Union sind somit nicht unmittelbarer Beschwerdegegenstand im Verfahren der Verfassungsbeschwerde (vgl. BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 30. Juli 2019 - 2 BvR 1685/14 u.a. -, Rn. 112; Urteil des Zweiten Senats vom 5. Mai 2020 - 2 BvR 859/15 u.a. -, Rn. 88, 93).

    Das ist der Fall, wenn sie entweder Grundlage von Handlungen deutscher Staatsorgane sind (vgl. BVerfGE 126, 286 ; 134, 366 ; 142, 123 ) oder aus der Integrationsverantwortung folgende Handlungs- und Unterlassungspflichten deutscher Verfassungsorgane auslösen (vgl. BVerfGE 134, 366 ; 135, 317 ; 142, 123 ; BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 30. Juli 2019 - 2 BvR 1685/14 u.a. -, Rn. 101; Urteil des Zweiten Senats vom 5. Mai 2020 - 2 BvR 859/15 u.a. -, Rn. 89).

    Insofern prüft das Bundesverfassungsgericht mittelbar auch Maßnahmen von Organen, Einrichtungen und sonstigen Stellen der Europäischen Union daraufhin, ob sie durch das auf der Grundlage von Art. 23 Abs. 1 Satz 2 GG gebilligte Integrationsprogramm gedeckt sind oder gegen die der Mitgliedschaft Deutschlands in der Europäischen Union durch das Grundgesetz sonst gezogenen Grenzen verstoßen (vgl. BVerfGE 73, 339 ; 102, 147 ; 118, 79 ; 123, 267 ; 126, 286 ; 134, 366 ; 140, 317 ; 142, 123 ; BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 30. Juli 2019 - 2 BvR 1685/14 u.a. -, Rn. 101; Urteil des Zweiten Senats vom 5. Mai 2020 - 2 BvR 859/15 u.a. -, Rn. 89).

    Rechtsakte des Sekundär- und Tertiärrechts der Europäischen Union sind danach tauglicher Gegenstand einer Verfassungsbeschwerde, soweit mit ihr eine Verletzung der Integrationsverantwortung deutscher Verfassungsorgane bei dem Zustandekommen und der Umsetzung dieser Rechtsakte beziehungsweise in der Folge durch das Unterlassen eines aktiven Hinwirkens auf die (Wieder-)Einhaltung des Integrationsprogramms geltend gemacht wird (vgl. BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 30. Juli 2019 - 2 BvR 1685/14 u.a. -, Rn. 102, 145; Urteil des Zweiten Senats vom 5. Mai 2020 - 2 BvR 859/15 u.a. -, Rn. 89).

    In Ansehung offensichtlicher und strukturell bedeutsamer Kompetenzüberschreitungen durch Maßnahmen von Organen, Einrichtungen und sonstigen Stellen der Europäischen Union haben sich Bundestag und Bundesregierung aktiv mit der Frage auseinanderzusetzen, wie die Kompetenzordnung wiederhergestellt werden kann, und eine positive Entscheidung darüber herbeizuführen, welche Wege dafür beschritten werden sollen (vgl. BVerfGE 134, 366 ; 142, 123 ; BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 30. Juli 2019 - 2 BvR 1685/14 u.a. -, Rn. 147; Urteil des Zweiten Senats vom 5. Mai 2020 - 2 BvR 859/15 u.a. -, Rn. 231).

    Das ist der Fall, wenn sich die Kompetenz - bei Anwendung allgemeiner methodischer Standards - unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt begründen lässt (vgl. BVerfGE 126, 286 ; 142, 123 ; BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 30. Juli 2019 - 2 BvR 1685/14 u.a. -, Rn. 151; Urteil des Zweiten Senats vom 5. Mai 2020 - 2 BvR 859/15 u.a. -, Rn. 112).

    Davon ist auszugehen, wenn die Inanspruchnahme der Kompetenz durch das Organ, die Einrichtung oder sonstige Stelle der Europäischen Union eine Vertragsänderung nach Art. 48 EUV oder die Inanspruchnahme einer Evolutivklausel erforderte (vgl. EuGH, Gutachten 2/94 vom 28. März 1996, EMRK-Beitritt, Slg. 1996, I-1783 ), für Deutschland also ein Tätigwerden des Gesetzgebers, sei es nach Art. 23 Abs. 1 Satz 2 GG, sei es nach Maßgabe des Integrationsverantwortungsgesetzes (vgl. BVerfGE 89, 155 ; 142, 123 ; BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 30. Juli 2019 - 2 BvR 1685/14 u.a. -, Rn. 153; Urteil des Zweiten Senats vom 5. Mai 2020 - 2 BvR 859/15 u.a. -, Rn. 110).

    Maßnahmen von Organen, Einrichtungen oder sonstigen Stellen der Europäischen Union können durch Art. 79 Abs. 3 GG (i.V.m. Art. 23 Abs. 1 Satz 3 GG) für unantastbar erklärte Grundsätze des Art. 20 GG insbesondere berühren, wenn sie die Gestaltungsmacht des Bundestages substantiell einschränken, etwa das Budgetrecht und seine haushaltspolitische Gesamtverantwortung nicht wahren, oder wenn sie die Unionsgewalt in einer Weise ausgestalten, die den durch Art. 79 Abs. 3 GG geschützten demokratischen Grundsätzen nicht mehr entspricht (vgl. BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 30. Juli 2019 - 2 BvR 1685/14 u.a. -, Rn. 155; vgl. auch BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 5. Mai 2020 - 2 BvR 859/15 u.a. -, Rn. 227 f.).

  • BVerfG, 16.07.2020 - 2 BvR 2211/18

    Nichtannahmebeschluss: Unzulässigkeit einer Verfassungsbeschwerde gegen

    Diese müssen offensichtlich und für die Kompetenzverteilung zwischen der Europäischen Union und den Mitgliedstaaten von struktureller Bedeutung sein (vgl. BVerfGE 142, 123 ; BVerfG, Beschluss des Zweiten Senats vom 13. Februar 2020 - 2 BvR 739/17 -, Rn. 96; Urteil des Zweiten Senats vom 30. Juli 2019 - 2 BvR 1685/14 u.a. -, Rn. 150 ff.; Urteil des Zweiten Senats vom 5. Mai 2020 - 2 BvR 859/15 u.a. -, Rn. 107, 110 ff.).

    a) Die Integrationsverantwortung verpflichtet die Verfassungsorgane, Mitwirkungs- und Umsetzungshandlungen an Ultra-vires-Akten von Organen, Einrichtungen und sonstigen Stellen der Europäischen Union zu unterlassen und aktiv auf die Einhaltung des Integrationsprogramms hinzuwirken (vgl. BVerfGE 134, 366 ; 142, 123 ; BVerfG, Beschluss des Zweiten Senats vom 13. Februar 2020 - 2 BvR 739/17 -, Rn. 136; Urteil des Zweiten Senats vom 30. Juli 2019 - 2 BvR 1685/14 u.a. -, Rn. 94, 141; Urteil des Zweiten Senats vom 5. Mai 2020 - 2 BvR 859/15 u.a. -, Rn. 106).

    Im Übrigen ergibt sich aus dem Vorbringen der Beschwerdeführer auch nicht, weshalb der politische Gestaltungsspielraum der Bundesregierung bei der Wahrnehmung ihrer Integrationsverantwortung (vgl. BVerfGE 142, 123 ; BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 30. Juli 2019 - 2 BvR 1685/14 u.a. -, Rn. 148; Urteil des Zweiten Senats vom 5. Mai 2020 - 2 BvR 859/15 u.a. -, Rn. 109) auf einen Verstoß nach Art. 7 Abs. 2 EUV reduziert sein sollte.

  • BVerfG, 15.06.2020 - 2 BvR 71/20

    Unzulässige Verfassungsbeschwerden gegen das Programm der EZB zum Ankauf von

    Nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts können Maßnahmen von Organen, Einrichtungen und sonstigen Institutionen der Europäischen Union nicht unmittelbar mit der Verfassungsbeschwerde angegriffen werden (vgl. BVerfGE 142, 123 ; BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 30. Juli 2019 - 2 BvR 1685/14 u.a. -, Rn. 112; Urteil des Zweiten Senats vom 5. Mai 2020 - 2 BvR 859/15 u.a. -, Rn. 93).

    Das ist der Fall, wenn sich die Kompetenz bei Anwendung allgemeiner methodischer Standards unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt begründen lässt (vgl. BVerfGE 126, 286 ; 142, 123 ; BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 30. Juli 2019 - 2 BvR 1685/14 u.a. -, Rn. 151; Urteil des Zweiten Senats vom 5. Mai 2020 - 2 BvR 859/15 u.a. -, Rn. 112).

    Davon ist auszugehen, wenn die Inanspruchnahme der Kompetenz durch das Organ, die Einrichtung oder sonstige Stelle der Europäischen Union eine Vertragsänderung nach Art. 48 EUV oder die Inanspruchnahme einer Evolutivklausel erforderte (vgl. EuGH, Gutachten 2/94 vom 28. März 1996, EMRK-Beitritt, Slg. 1996, I-1783 ), für Deutschland also ein Tätigwerden des Gesetzgebers, sei es nach Art. 23 Abs. 1 Satz 2 GG, sei es nach Maßgabe des Integrationsverantwortungsgesetzes (vgl. BVerfGE 89, 155 ; 142, 123 ; BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 30. Juli 2019 - 2 BvR 1685/14 u.a. -, Rn. 153; Urteil des Zweiten Senats vom 5. Mai 2020 - 2 BvR 859/15 u.a. -, Rn. 110).

    Maßnahmen von Organen, Einrichtungen oder sonstigen Stellen der Europäischen Union können durch Art. 79 Abs. 3 GG (i.V.m. Art. 23 Abs. 1 Satz 3 GG) für unantastbar erklärte Grundsätze des Art. 20 GG insbesondere berühren, wenn sie die Gestaltungsmacht des Bundestages substantiell einschränken, etwa das Budgetrecht und seine haushaltspolitische Gesamtverantwortung nicht wahren oder wenn sie die Unionsgewalt in einer Weise ausgestalten, die den durch Art. 79 Abs. 3 GG geschützten demokratischen Grundsätzen nicht mehr entspricht (vgl. BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 30. Juli 2019 - 2 BvR 1685/14 u.a. -, Rn. 155; vgl. auch BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 5. Mai 2020 - 2 BvR 859/15 u.a. -, Rn. 227 f.).

    Die Wirtschaftspolitik ist nach den Verträgen jedoch weit überwiegend den Mitgliedstaaten vorbehalten, während der Union hierbei lediglich unterstützende Befugnisse zukommen (vgl. BVerfGE 142, 123 ; 146, 216 <260 Rn. 65, 280 f. Rn. 108 f., 283 Rn. 113>; BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 5. Mai 2020 - 2 BvR 859/15 u.a. -, Rn. 120 f., 142, 162 ff.).

  • OVG Berlin-Brandenburg, 24.06.2020 - 4 N 14.20

    Beförderung; Vorsitzender Richter am Verwaltungsgericht; Erfordernis der

    Dieser Frage fehlt in ihrer Allgemeinheit die grundsätzliche Bedeutung, weil außer Zweifel steht, dass die Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten des Europarats, über deren Einhaltung der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte wacht, in Deutschland gilt (in der Fassung der Bekanntmachung vom 22. Oktober 2010, BGBl. II 2010, 1198, 1199) und zudem längst geklärt ist, dass Maßnahmen von Organen, Einrichtungen und sonstigen Stellen der Europäischen Union, wenn und soweit sie gelten, von den Gerichten der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union mit Anwendungsvorrang zu beachten sind (vgl. letztens BVerfG, Urteil vom 5. Mai 2020 - 2 BvR 859/15 u.a. - juris Rn. 234).
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