Rechtsprechung
   BVerfG, 14.07.1986 - 2 BvE 2/84, 2 BvR 442/84   

Parteispenden III

Art. 21, Art. 3 Abs. 1 GG, gleiche Teilhabe an der politischen Willensbildung, § 10b EStG, § 9 KStG, 'Chancenausgleich';

Einschätzungsprärogative des Gesetzgebers

Volltextveröffentlichungen (3)

  • DFR

    3. Parteispenden-Urteil

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Steuerliche Absetzbarkeit von Parteispenden

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • Jurion (Leitsatz)

    Chancenausgleich - Partei - Zahlung - Staatskasse

  • Jurion (Leitsatz)

    Chancenausgleich; Partei; Zahlung; Staatskasse

Papierfundstellen

  • BVerfGE 73, 40
  • NJW 1986, 2487
  • NJW 1986, 2494
  • NVwZ 1986, 1007 (Ls.)
  • DVBl 1986, 885
  • BB 1986, 1417
  • DB 1986, 1601
  • DÖV 1986, 832
  • BStBl II 1986, 684



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Wird zitiert von ... (110)  

  • BVerfG, 29.03.2017 - 2 BvL 6/11  

    Verlustabzug bei Kapitalgesellschaften nach § 8c Satz 1 KStG (jetzt § 8c Abs. 1

    Gerichte und Verwaltungsbehörden dürfen die Norm im Umfang der festgestellten Unvereinbarkeit nicht mehr anwenden, laufende Verfahren sind auszusetzen (BVerfGE 73, 40 ; 105, 73 ; 122, 210 ).
  • BVerfG, 25.07.2012 - 2 BvF 3/11  

    Landeslisten

    c) Der Gesetzgeber ist verpflichtet, eine die Gleichheit der Wahl berührende Norm des Wahlrechts zu überprüfen und gegebenenfalls zu ändern, wenn die verfassungsrechtliche Rechtfertigung dieser Norm durch neue Entwicklungen in Frage gestellt wird, etwa durch eine Änderung der vorausgesetzten tatsächlichen oder normativen Grundlagen oder dadurch, dass sich die beim Erlass der Norm hinsichtlich ihrer Auswirkungen angestellte Prognose als irrig erwiesen hat (vgl. BVerfGE 73, 40 ; 82, 322 ; 107, 286 ; 120, 82 ; BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 9. November 2011, a.a.O., S. 33 ).
  • BVerfG, 17.12.2014 - 1 BvL 21/12  

    Erbschaftsteuer

    Gerichte und Verwaltungsbehörden dürfen die Norm im Umfang der festgestellten Unvereinbarkeit nicht mehr anwenden, laufende Verfahren sind auszusetzen (vgl. BVerfGE 73, 40 ; 105, 73 ; 126, 400 ).
  • BVerfG, 09.04.1992 - 2 BvE 2/89  

    Parteienfinanzierung II

    Die Regelung des Chancenausgleichs in § 22 a Abs. 2 PartG ist nicht vereinbar mit dem aus Art. 21 Abs. 1 und Art. 3 Abs. 1 GG folgenden Recht der Parteien auf Chancengleichheit im politischen Wettbewerb (teilweise Abweichung von BVerfGE 73, 40).

    Die steuerliche Begünstigung von Parteispenden, die von Körperschaften geleistet werden, ist im Blick auf das Recht des Bürgers auf gleiche Teilhabe an der politischen Willensbildung durchgreifenden verfassungsrechtlichen Bedenken ausgesetzt (Abweichung von BVerfGE 73, 40).

    Die Novelle wurde wesentlich durch die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 14. Juli 1986 (BVerfGE 73, 40) veranlaßt, in der das Gericht die Bestimmungen über die steuerliche Abzugsfähigkeit von Ausgaben zur Förderung staatspolitischer Zwecke für teilweise verfassungswidrig erklärte.

    Der aus der Staatskasse an die Parteien gezahlte Chancenausgleich soll unter anderem die durch die Steuerbegünstigung bei Beiträgen und Spenden herbeigeführten Wettbewerbsverzerrungen zwischen den Parteien ausgleichen (vgl. BVerfGE 73, 40 [78, 89]).

    In seinem Urteil vom 14. Juni 1986 (BVerfGE 73, 40 [84]) habe das Bundesverfassungsgericht die Orientierung der Steuerbegünstigungsregelungen an einem bestimmten Vomhundertsatz der zu versteuernden Einkünfte mit dem Recht des Bürgers auf gleiche Teilhabe am politischen Prozeß für unvereinbar gehalten.

    Sie komme diesen Grundsätzen vielmehr näher als die frühere Regelung, die vom Bundesverfassungsgericht bereits als verfassungsgemäß gebilligt worden sei (vgl. BVerfGE 73, 40).

    Der Chancenausgleich führe im übrigen auch nicht zu einer übermäßigen Staatsfinanzierungsquote, da er nach § 18 Abs. 7 im Einklang mit der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (vgl. BVerfGE 73, 40 [87]) nicht dem Staatsanteil der Parteienfinanzierung zugeschlagen werde.

    Was schließlich die Frage betreffe, ob die in § 22 a Abs. 2 PartG unterstellte durchschnittliche Steuerersparnis von 40v.H. bei Spenden und Beiträgen an politische Parteien realitätsgerecht sei, habe eine gesonderte Überprüfung dieses Durchschnittssteuersatzes ungeachtet der dahingehenden Aufforderung in dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 14. Juli 1986 (BVerfGE 73, 40 [94]) bisher nicht stattgefunden.

    Denn die Sockelbetragsregelung ist von der Antragstellerin in zulässiger Weise zum Gegenstand des Organstreits gemacht worden, und der für den verfassungsrechtlichen Status der Parteien wesentliche Grundsatz der Staatsfreiheit gewährt ihr auch ein im Organstreit rügefähiges Recht (vgl. BVerfGE 73, 40 [66, 84 ff.]).

    Politisches Programm und Verhalten der Staatsorgane wirken auf die Willensbildung des Volkes ein und sind selbst Gegenstand seiner Meinungsbildung (vgl. BVerfGE 20, 56 [114]; 44, 125 [139f.]; 73, 40 [85] in. w. N.).

    Der Senat hat weder die Pauschalierung der Wahlkampfkosten noch deren abschlagsweise Zahlung verfassungsrechtlich beanstandet (vgl. BVerfGE 24, 300 [335 ff.]; 73, 40 [96]).

    Die Wahlkampfkostenerstattung hat sich nach Umfang und Funktion zu einer teilweisen Basisfinanzierung der Parteien entwickelt (vgl. BVerfGE 73, 40 [116] - Abweichende Meinung des Richters Böckenförde).

    Er untersagt unbeschadet der für den politischen Prozeß in der freiheitlichen Demokratie kennzeichnenden Verschränkung der Willensbildung des Volkes mit der Willensbildung in den Staatsorganen - eine Einflußnahme des Staates auf die Willensbildung in den Parteien und damit auf den Prozeß der politischen Willensbildung insgesamt (vgl. BVerfGE 73, 40 [87]).

    Durch öffentliche Mittel darf den einzelnen Parteien daher das Risiko des Fehlschlagens ihrer Bemühungen um eine hinreichende Unterstützung in der Wählerschaft nicht abgenommen werden (vgl. BVerfGE 73, 40 [86] in. w. N.).

    Wird dies außer acht gelassen, laufen die Parteien Gefahr, sich aus ihrer gesellschaftlichen Verwurzelung zu lösen (vgl. BVerfGE 73, 40 [88]).

    Würde der Finanzbedarf der Parteien vorwiegend oder gar völlig aus öffentlichen Mitteln gedeckt, wären die Parteien in verfassungsrechtlich nicht mehr hinnehmbarer Weise vom Staat abhängig (vgl. BVerfGE 20, 56 [102]; 73, 40 [86]).

    Jedenfalls aber ist der Gesetzgeber durch das Grundgesetz nicht gehindert, die Parteien bei der Erfüllung der ihnen durch ihren verfassungsrechtlichen Status zugewiesenen Aufgaben finanziell zu unterstützen, soweit hierdurch die von der Verfassung gewährleistete Offenheit des Prozesses der politischen Willensbildung des Volkes nicht beeinträchtigt wird (vgl. BVerfGE 73, 40 [86] m. w. N.).

    Der Gesetzgeber hat durch sie gegen den Grundsatz der Staatsfreiheit der Parteien verstoßen und dadurch zugleich die Antragstellerin in ihrem ihr durch Art. 21 GG gewährleisteten verfassungsrechtlichen Status verletzt (vgl. BVerfGE 73, 40, 66).

    Soweit danach die Verfassungswidrigkeit der 1988 erfolgten Neuregelung des Chancenausgleichs ihre Ursache in Mängeln hat, die bereits der ursprünglichen, in dem Gesetz zur Änderung des Parteiengesetzes und anderer Gesetze vom 22. Dezember 1983 (BGBl. I S. 1577) enthaltenen Fassung des § 22 a Abs. 2 PartG innewohnten, hält der Senat an der in seinem Urteil vom 14. Juli 1986 (BVerfGE 73, 40) vertretenen Auffassung nicht fest.

    Er verwehrt es dem Gesetzgeber andererseits, durch finanzielle Zuwendungen bestehende faktische Ungleichheiten der Wettbewerbschancen zu verschärfen (st. Rspr.; vgl. zuletzt BVerfGE 73, 40 [89]; 78, 350 [358] - jew. m. w. N.).

    Der Chancenausgleich wurde mit dem Ziel in das Parteiengesetz eingefügt, die durch den staatlichen Steuerverzicht bei Mitgliedsbeiträgen und Spenden hervorgerufenen Wettbewerbsverzerrungen zwischen den Parteien auszugleichen (vgl. Bericht des Innenausschusses des Deutschen Bundestages vom 29. November 1983 zu dem Entwurf eines Gesetzes über die Neuordnung der Parteienfinanzierung, BT-Drucks. 10/697, S. 8 f., im Anschluß an den Bericht der vom Bundespräsidenten berufenen Sachverständigen-Kommission zur Neuordnung der Parteienfinanzierung, 1983, S. 202; vgl. ferner, BVerfGE 73, 40 [86, 88]).

    Die nach Maßgabe des § 22 a PartG vorzunehmende Verteilung staatlicher Mittel unterschiedlichen Umfangs an die Parteien ist mit dem hier anzuwendenden strikten Gleichheitssatz nur vereinbar, wenn und soweit eine Chancenausgleichszahlung erforderlich und geeignet ist, um verfassungsrechtlich nicht hinnehmbare Wettbewerbsverzerrungen auszugleichen (vgl. dazu auch BVerfGE 73, 40 [86 ff., 89]).

    Die Mitgliedsbeiträge der politischen Parteien bewegen sich damit weit unterhalb jener Höchstgrenze von 1200 DM und bei der Zusammenveranlagung von Ehegatten 2400 DM jährlich, bis zu der nach § 34 g EStG Mitgliedsbeiträge und Spenden zu einem Abzug in Höhe von 50 v. H. der geleisteten Zahlungen von der Steuerschuld führen (vgl. dazu BVerfGE 73, 40, 75).

    Dabei geht das Gesetz von einer durchschnittlichen Steuerersparnis in Höhe von 40v.H. der geleisteten Beiträge aus (vgl. dazu BVerfGE 73, 40 [90ff.]).

    Der Staat verfälscht durch die steuerliche Begünstigung von Spenden an politische Parteien deren vorgefundene Wettbewerbslage, wenn dadurch Parteien bevorzugt werden, die eine größere Anziehungskraft auf Steuerpflichtige mit hohen Einkünften ausüben als andere Parteien (vgl. BVerfGE 8, 51 [65ff.]; 24, 300 [357ff.]; 52, 63 [88ff.]; 73, 40 [89]).

    Der Senat ist diesem Gedanken des Gesetzgebers in seinem Urteil vom 14. Juli 1986 auch grundsätzlich gefolgt (vgl. BVerfGE 73, 40 [89]).

    Abweichend von dem in seinem Urteil vom 14. Juli 1986 (BVerfGE 73, 40) eingenommenen Standpunkt, jedoch in Übereinstimmung), mit der seinerzeit von Richter Böckenförde vertretenen Abweichenden Meinung, der der Richter Mahrenholz beigetreten ist (ebenda S. 103 ff., 117), hält der Senat im übrigen dafür, daß einerseits die steuerliche Begünstigung von Spenden, die von Körperschaften geleistet werden, andererseits aber auch die steuerliche Begünstigung hoher Spenden natürlicher Personen im Blick auf das Recht des Bürgers auf gleiche Teilhabe an der politischen Willensbildung durchgreifenden verfassungsrechtlichen Bedenken ausgesetzt ist, und zwar auch dann, wenn es gelänge, einen wirksamen Ausgleich der dadurch ausgelösten Wettbewerbsverzerrungen herbeizuführen.

    Den Maßstab für die Beantwortung dieser Frage hat der Senat stets einerseits in dem Recht der Parteien auf Chancengleichheit, andererseits in dem Recht des Bürgers auf gleiche Teilhabe an der politischen Willensbildung gefunden; beide wurzeln im Gleichheitssatz in Verbindung mit dem demokratischen Prinzip und sind im Sinne einer strikten Gleichheit zu verstehen (vgl. BVerfGE 8, 5 1 [68 f.]; 24, 300 [3 60 f. ]; 52, 63 [88]; 73, 40 [71]).

    (2) Die Regelung des § 34 g EStG in der Fassung des Gesetzes vom 22. Dezember 1983 (BGBl. 1 S. 1577), die eine Steuerermäßigung auf Zuwendungen begrenzten Umfangs beschränkt und ihre Höhe unabhängig vom Steuersatz bemißt, wird verfassungsrechtlichen Anforderungen gerecht (vgl. BVerfGE 73, 40 [75 f.]).

  • BVerfG, 28.05.1993 - 2 BvF 2/90  

    Schwangerschaftsabbruch II

    Sie ist vor allem dann von Bedeutung, wenn ein bei Erlaß verfassungsmäßiges Gesetz nachträglich verfassungswidrig wird, weil sich die tatsächlichen Verhältnisse, auf die es ein wirkt, grundlegend gewandelt haben oder sich die beim Erlaß des Gesetzes verfassungsrechtlich unbedenkliche Einschätzung seiner künftigen Wirkungen später als ganz oder teilweise falsch erweist (vgl. BVerfGE 50, 290 [335, 352]; 56, 54 [78 f.]; 73, 40 [94]).
  • BVerfG, 17.01.2017 - 2 BvB 1/13  

    Kein Verbot der NPD wegen fehlender Anhaltspunkte für eine erfolgreiche

    Sie werden durch Art. 21 GG in den Rang einer verfassungsrechtlichen Institution erhoben (vgl. BVerfGE 1, 208 ; 2, 1 ; 20, 56 ; 73, 40 ; 107, 339 ) und als notwendige "Faktoren des Verfassungslebens" (BVerfGE 1, 208 ) anerkannt.
  • BVerfG, 04.05.2011 - 2 BvR 2365/09  

    Regelungen zur Sicherungsverwahrung verfassungswidrig

    Etwas anderes gilt jedoch in den Fällen, in denen die Nichtigerklärung einer Norm zu einem Zustand führt, "welcher der verfassungsmäßigen Ordnung noch weniger entsprechen würde" (BVerfGE 116, 69 ), weil ein "rechtliches Vakuum" entstünde (BVerfGE 37, 217 ) beziehungsweise Regelungslücken zu einem "Chaos" führen würden (BVerfGE 73, 40 ).

    Angesichts des mit der Sicherungsverwahrung verbundenen - verfassungswidrigen - Grundrechtseingriffs ist es geboten, für die Zeit bis zu einer detaillierten gesetzlichen Neuregelung eine Übergangsregelung zu treffen, die zwar zur Vermeidung eines rechtlichen Vakuums eine weitere Anwendung der bisherigen Vorschriften und eine Fortsetzung der anhängigen Überprüfungsverfahren erlaubt (vgl. BVerfGE 73, 40 m.w.N.), jedoch die Wahrung verfassungsrechtlicher Mindestanforderungen sicherstellt.

  • BVerfG, 09.12.2008 - 2 BvL 1/07  

    Neuregelung der "Pendlerpauschale" verfassungswidrig

    Gerichte und Verwaltungsbehörden dürfen die Norm im Umfang der festgestellten Unvereinbarkeit nicht mehr anwenden, laufende Verfahren sind auszusetzen (stRspr; vgl. BVerfGE 73, 40 ; 105, 73 ).

    Für den Zeitraum bis zu einer gesetzlichen Neuregelung bedarf es für die kontinuierliche Bewältigung des steuerlichen Massenverfahrens zur Wahrung der Funktionsfähigkeit der Finanzverwaltung einer vorläufigen, klaren und einheitlichen Übergangsregelung (vgl. BVerfGE 73, 40 m. w. N.) für Entscheidungen über die Berücksichtigung der Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte und für Familienheimfahrten.

  • BVerfG, 07.05.2013 - 2 BvR 909/06  

    Ehegattensplitting

    Werden Normen mit dem Grundgesetz für unvereinbar erklärt, hat dies grundsätzlich zur Folge, dass Gerichte und Verwaltungsbehörden diese im Umfang der festgestellten Unvereinbarkeit nicht mehr anwenden dürfen und laufende Verfahren auszusetzen sind (vgl. BVerfGE 73, 40 ; 105, 73 ; 126, 400 ; 129, 49 ; BVerfG, Beschluss des Ersten Senats vom 18. Juli 2012 - 1 BvL 16/11 -, juris, Rn. 53).

    Um zu vermeiden, dass bei den betroffenen Steuerpflichtigen wie bei den Behörden in der Zeit bis zu einer Neuregelung durch den Gesetzgeber Unsicherheit über die Rechtslage herrscht, ist es geboten, eine Übergangsregelung zu treffen (vgl. BVerfGE 37, 217 ; 61, 319 ; 73, 40 ; 92, 53 ; 103, 242 ; 107, 133 ; 122, 210 ), die sich möglichst weitgehend an das Regelungskonzept des Gesetzgebers anlehnt und damit vermeidet, dass übergangsweise ein dem Willen des Gesetzgebers offensichtlich besonders fernstehender Rechtszustand eintritt (vgl. BVerfGE 121, 108 ; 127, 132 ; 130, 131 ; s. auch BVerfGE 122, 39 ).

  • BVerfG, 19.09.2017 - 2 BvC 46/14  

    Wahlprüfungsbeschwerde gegen die Wahl zum 18. Deutschen Bundestag erfolglos

    Er verkennt insoweit, dass die Grundsätze der Chancengleichheit der Parteien und der Wahlgleichheit einen Eingriff in die vorgefundene Wettbewerbslage zwischen den politischen Parteien nicht zu rechtfertigen vermögen (vgl. BVerfGE 69, 92 ; 73, 40 ; 85, 264 ; 104, 287 ; 111, 382 ; 140, 1 ; stRspr).

    cc) Der Gesetzgeber ist verpflichtet, eine die Wahlrechtsgleichheit und die Chancengleichheit berührende Norm des Wahlrechts zu überprüfen und gegebenenfalls zu ändern, wenn die verfassungsrechtliche Rechtfertigung dieser Norm durch neue Entwicklungen infrage gestellt wird, etwa durch eine Änderung der vom Gesetzgeber vorausgesetzten tatsächlichen oder normativen Grundlagen oder dadurch, dass sich die beim Erlass der Norm hinsichtlich ihrer Auswirkungen angestellte Prognose als irrig erwiesen hat (vgl. BVerfGE 73, 40 ; 82, 322 ; 107, 286 ; 120, 82 ; 129, 300 ; 135, 259 ).

  • BVerfG, 20.12.2007 - 2 BvR 2433/04  

    Zustständigkeitsregelungen des SGB II und die Selbstverwaltungsgarantie

  • BVerfG, 06.03.2002 - 2 BvL 17/99  

    Pensionsbesteuerung

  • BVerfG, 17.06.2004 - 2 BvR 383/03  

    Rechenschaftsbericht

  • BVerfG, 06.07.2010 - 2 BvL 13/09  

    Häusliches Arbeitszimmer

  • BVerfG, 18.03.2003 - 2 BvB 1/01  

    NPD-Verbotsverfahren

  • BVerfG, 21.07.2010 - 1 BvR 611/07  

    Steuerliche Diskriminierung eingetragener Lebenspartnerschaften

  • BVerfG, 17.04.2008 - 2 BvL 4/05  

    Wählervereinigungen

  • BVerfG, 12.03.2008 - 2 BvF 4/03  

    Parteibeteiligung an Rundunkunternehmen

  • BVerfG, 04.12.2002 - 2 BvR 400/98  

    Doppelte Haushaltsführung

  • BVerfG, 19.06.2012 - 2 BvR 1397/09  

    Ungleichbehandlung von eingetragener Lebenspartnerschaft und Ehe beim

  • BVerfG, 25.09.1992 - 2 BvL 5/91  

    Grundfreibetrag

  • BVerfG, 07.10.2014 - 2 BvR 1641/11  

    Verfassungsbeschwerden in Sachen Optionskommunen nur zu geringem Teil erfolgreich

  • BVerfG, 17.11.2009 - 1 BvR 2192/05  

    Übergangsregeln vom Anrechnungs- zum Halbeinkünfteverfahren bei der

  • BVerfG, 13.06.1989 - 2 BvE 1/88  

    Wüppesahl

  • BVerfG, 18.07.2012 - 1 BvL 16/11  

    Ungleichbehandlung von Ehegatten und eingetragenen Lebenspartnern im

  • BVerfG, 26.10.2004 - 2 BvE 1/02  

    Drei-Länder-Quorum

  • BVerfG, 09.11.2011 - 2 BvC 4/10  

    „Fünf-Prozent-Sperrklausel im Europawahlrecht“

  • BVerfG, 15.07.2015 - 2 BvE 4/12  

    Unzulässige Organklage gegen die Mittelzuweisung an Fraktionen, politische

  • BVerfG, 26.02.2014 - 2 BvE 2/13  

    Drei-Prozent-Sperrklausel für Wahl zum Europäischen Parlament (§ 2 Abs 7 EuWG idF

  • BVerfG, 13.02.2008 - 2 BvK 1/07  

    Sperrklausel Kommunalwahlen

  • BVerfG, 21.06.2011 - 1 BvR 2035/07  

    Mediziner-BAföG

  • BVerfG, 15.07.2015 - 2 BvR 2292/13  

    Verfassungsbeschwerde gegen "Dritten Weg" im kirchlichen Arbeitsrecht unzulässig

  • BVerfG, 31.05.1990 - 2 BvL 12/88  

    Absatzfonds

  • BVerfG, 11.11.1998 - 2 BvL 10/95  

    Aufwandsentschädigung Ost

  • BVerwG, 18.04.1997 - 8 C 5.96  

    Unzulässige Wahlwerbung durch Bürgermeister

  • BVerfG, 21.06.1988 - 2 BvR 638/84  

    § 10b EStG

  • BVerfG, 10.04.1997 - 2 BvF 1/95  

    Überhangmandate II

  • BVerfG, 29.09.1990 - 2 BvE 1/90  

    Gesamtdeutsche Wahl

  • BVerfG, 31.01.1996 - 2 BvL 39/93  

    Auslandszuschlag

  • BGH, 28.01.1987 - 3 StR 373/86  

    Steuerliche Folgen verdeckter Parteispenden

  • BVerfG, 04.07.2012 - 2 BvC 1/11  

    Wahlberechtigung der Auslandsdeutschen

  • BVerfG, 10.10.2002 - 2 BvK 1/01  

    Aktenvorlageverlangen

  • VerfGH Rheinland-Pfalz, 08.06.2015 - VGH N 18/14  

    Kommunale Gebietsreform: Eingliederung der Verbandsgemeinde Maikammer

  • LVerfG Mecklenburg-Vorpommern, 06.05.1999 - LVerfG 2/98  

    Verdachtlose Kontrollen - sog. Schleierfahndung - Zwischenurteil

  • LVerfG Mecklenburg-Vorpommern, 14.12.2000 - LVerfG 4/99  

    Fünf-Prozent-Klausel im Kommunalwahlrecht

  • FG Niedersachsen, 21.04.2004 - 4 K 317/91  

    Vorlage zum Bundesverfassungsgericht: Gewerbesteuerpflicht von Gewerbebetrieben

  • BSG, 20.01.1999 - B 6 KA 9/98 R  

    Beschränkung - Abrechenbarkeit - vertragsärztliche Leistung -Honorarpolitik -

  • VerfG Schleswig-Holstein, 26.02.2010 - LVerfG 1/09  

    Amtsordnung - Wahl des Amtsausschusses

  • BVerfG, 11.03.2003 - 2 BvK 1/02  

    Kommunalwahl-Sperrklausel II

  • BVerfG, 20.09.2016 - 2 BvE 5/15  

    G 10-Kommission ist im Organstreitverfahren nicht parteifähig und scheitert daher

  • BVerfG, 06.12.2001 - 2 BvE 3/94  

    Ehrenamtliche Parteileistungen

  • BVerfG, 17.11.1994 - 2 BvB 1/93  

    Parteienbegriff I

  • VerfGH Saarland, 29.09.2011 - Lv 4/11  

    Wahlprüfungsbeschwerden betreffend die Wahl zum 14. Landtag des Saarlandes am

  • VerfGH Sachsen, 27.03.2009 - 74-I-08  

    Sächsische Volkspartei unterliegt im Organstreit um Beeinträchtigung ihrer

  • BFH, 24.05.2000 - II R 25/99  

    Hinterziehungszinsen zur Vermögensteuer

  • BVerfG, 27.06.1991 - 2 BvL 3/89  

    Verfassungsmäßigkeit der durch die strafbefreiende Erklärung bewirkten

  • BFH, 25.11.1987 - I R 126/85  

    Abgrenzung der Spenden an politische Parteien von den Betriebsausgaben und

  • BVerfG, 17.11.2004 - 2 BvL 18/02  

    Verf SH

  • LVerfG Mecklenburg-Vorpommern, 27.05.2003 - LVerfG 10/02  

    Fraktionsausschluss

  • BVerfG, 07.03.1989 - 2 BvQ 2/89  

    Anforderungen an die Parteifähigkeit einer politischen Partei im

  • BVerfG, 22.05.2001 - 2 BvE 1/99  

    Wahlkreiseinteilung Krefeld

  • FG Münster, 24.03.2011 - 8 K 2430/09  

    Verfassungswidrige Benachteiligung von Lebenspartnern?

  • BVerfG, 17.11.1994 - 2 BvB 2/93  

    Parteienbegriff II

  • BVerfG, 06.12.2013 - 2 BvQ 55/13  

    Eilantrag gegen SPD-Abstimmung über das Zustandekommen einer Großen Koalition

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 28.01.2005 - 19 A 3391/03  

    Erklärungserwerb nach Art. 3 Abs. 1 des Gesetzes zur Änderung des

  • BFH, 12.06.1986 - VI R 167/83  

    Land- und forstwirtschaftliche Arbeiten - Wegebau - Arbeitnehmer - Fachkraft -

  • VerfGH Berlin, 04.03.2009 - VerfGH 199/06  

    Teils wegen mangelnder unmittelbarer Betroffenheit, teils aus

  • VerfGH Nordrhein-Westfalen, 06.07.1999 - VerfGH 14/98  

    Organklagen gegen 5%-Sperrklausel im Kommunalwahlrecht erfolgreich

  • BVerfG, 17.10.1994 - 2 BvR 347/93  

    Anforderungen an die Auslegung des in Art. 19 Abs. 1 Satz 2 des Bayerischen

  • BVerwG, 18.07.1996 - 6 C 10.94  

    Keine Katholische Volltheologie als Studiengang an der Universität Frankfurt

  • BFH, 18.10.1994 - VII R 20/94  

    Entscheidung des BVerfG zur Verfassungswidrigkeit des Grundfreibetrags bedingt

  • VerfGH Nordrhein-Westfalen, 29.09.1994 - VerfGH 7/94  

    Der Verfassungsgerichtshof hält die 5 %-Sperrklausel im nordrhein-westfälischen

  • VerfGH Nordrhein-Westfalen, 19.05.1992 - VerfGH 5/91  

    Prüfungskompetenz des Verfassungsgerichtshofs - Erhöhung der

  • BGH, 24.10.2012 - IV ZR 143/11  

    Private Krankenversicherung: Verfassungswidrigkeit der Beschränkung der

  • VG Berlin, 15.05.2009 - 2 K 39.09  

    Strafzahlung gegen NPD in Höhe von ca. 1,27 Mio. Euro rechtmäßig

  • VerfGH Thüringen, 16.12.1998 - VerfGH 20/95  

    Abstrakte Normenkontrolle; PDS-Fraktion; Thüringer Abgeordnetengesetz;

  • BFH, 04.02.1987 - I R 58/86  

    Mittelbare Parteienfinanzierung - Organisation - Vorsatz - Unrechtsbewußtsein -

  • OVG Niedersachsen, 26.03.2008 - 10 LC 203/07  

    Wahlprüfung: Beeinflussung einer Bürgermeisterwahl durch ein Zeitungsinterview

  • BVerfG, 26.02.2004 - 2 BvH 1/04  

    Hamburger Wahlkampf

  • BSG, 20.01.1999 - B 6 KA 16/98 R  

    Beschränkung der Abrechenbarkeit einer Leistung nach dem EBM-Ä,

  • VerfGH Berlin, 21.09.1995 - VerfGH 12/95  

    Keine Verletzung des Rechts auf Chancengleichheit politischer Parteien durch

  • BVerfG, 21.11.1996 - 1 BvR 1862/96  

    Frist zur Erhebnung der Rechtssatzverfassungsbeschwerde

  • BFH, 02.10.1992 - VI R 11/90  

    Keine Werbungskosten durch Aufwendungen für ehrenamtliche Verbandstätigkeit

  • BVerfG, 24.06.1999 - 1 BvR 476/98  

    Subsidiarität der Verfassungsbeschwerde bei fehlender fachgerichtlicher

  • VerfGH Saarland, 08.10.2013 - Lv 16/12  

    Kommunalfinanzausgleichsgesetz muss geändert werden

  • BVerfG, 24.06.1999 - 1 BvR 137/98  

    Subsidiarität der Verfassungsbeschwerde bei fehlender fachgerichtlicher

  • BSG, 12.07.1989 - 7 RAr 56/88  

    Förderung einer Maßnahme zur Arbeitsbeschaffung gemäß den §§ 91 ff AFG durch

  • VG Bremen, 28.03.2007 - 2 V 579/07  

    Nutzung der Stadthalle Bremerhaven durch die DVU

  • OLG Dresden, 02.11.2005 - DSNot 19/05  

    Befristete Weitergeltung von § 113a BNotO a. F. und damit Rechtmäßigkeit der

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 28.01.2005 - 19 A 536/00  

    Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit durch vom türkischen Vater bewirkte

  • BVerfG, 13.01.1993 - 1 BvR 1801/92  

    Subsidiarität der Rechtssatzverfassungsbeschwerde - Überführung ihrer Ansprüche

  • BFH, 08.12.1987 - IX R 161/83  

    Sonderbeiträge eines Abgeordneten an seine politische Partei und Wahlkampfkosten

  • VGH Baden-Württemberg, 08.03.2001 - 1 S 531/01  

    Zusammenlegung von Entscheidung über Bürgerentscheid und Landtagswahl

  • VGH Hessen, 07.07.1994 - 6 UE 2724/90  

    Verletzung des kirchlichen Selbstbestimmungsrechts durch Einführung eines

  • BVerfG, 04.05.1992 - 1 BvR 1815/91  

    Subsidiarität der Rechtssatzverfassungsbeschwerde - Vorrang des fachgerichtlichen

  • VerfGH Nordrhein-Westfalen, 21.11.1995 - VerfGH 21/94  

    5 %-Klausel in der Landschaftsverbandsordnung muß überprüft werden

  • BVerfG, 20.02.1991 - 2 BvR 176/90  

    Verfassungsmäßigkeit der Versagung steuerlicher Abzugsfähigkeit von Spenden an

  • BFH, 03.06.2002 - XI B 205/01  

    Verfassungsmäßigkeit des § 34 g EStG

  • VerfGH Nordrhein-Westfalen, 06.07.1999 - VerfGH 15/98  

    Organklagen gegen 5%-Sperrklausel im Kommunalwahlrecht erfolgreich

  • BVerfG, 10.03.1995 - 1 BvR 342/95  

    Unzulässigkeit der Rechtssatzverfassungsbeschwerde mangels Rechtswegerschöpfung

  • BVerwG, 26.06.1997 - 8 B 102.97  

    Angriffe auf die materielle Rechtsauffassung der Vorinstanz im Rahmen der

  • BVerfG, 17.02.1997 - 1 BvR 48/97  

    Fehlende unmitterbare Betroffenheit bei Rechtssatzverfassungsbeschwerde

  • OVG Sachsen-Anhalt, 03.02.2016 - 4 M 168/15  

    Medienrechtliche Beanstandung wegen Öffentlichkeitsarbeit einer politischen

  • VerfGH Berlin, 15.03.1995 - VerfGH 12 A/95  

    Ablehnung des Erlasses einer eA gegen werbende Öffentlichkeitsarbeit des Senats

  • BVerfG, 22.12.1992 - 1 BvR 1758/92  

    Subsidiarität der Rechtssatzverfassungsbeschwerde - Überführung ihrer Ansprüche

  • OVG Niedersachsen, 31.07.2015 - 2 LA 226/15  

    Erstattungsanspruch für Aufwendungen zur Schülerbeförderung

  • SG Bremen, 17.01.2011 - S 22 AS 17/11  

    Höhere Hartz-IV-Leistungen erst mit neuem Gesetz // Sozialgericht Bremen weist

  • BVerfG, 07.06.1993 - 2 BvR 666/93  

    Subsidiarität der Verfassungsbeschwerde - Fehlende Rechtswegerschöpfung

  • OVG Niedersachsen, 31.07.2015 - 2 LA 225/15  

    Schülerbeförderung: Antrag auf Zulassung der Berufung; Anhörungsrügeverfahren;

  • VG Stuttgart, 27.08.2004 - 4 K 5035/03  

    Unzulässige Wahlbeeinflussung bei Wahl zum örtlichen Ärzteschaftsvorstand

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