Rechtsprechung
   BVerfG, 31.10.1990 - 2 BvF 3/89   

Ausländerwahlrecht (Hamburg)

Art. 28 Abs. 1 Satz 1 GG i.V.m. Art. 20 Abs. 2 GG, Unzulässigkeit der Erstreckung des Kommunalwahlrechts auf Nichtdeutsche

Volltextveröffentlichungen (4)

  • DFR

    Ausländerwahlrecht II

  • Jurion

    Ausländerwahlrecht - Ausländer - Wahlrecht - Hamburg

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Verfassungswidrigkeit des Hamburgischen Gesetzes über die Wahl zu den Bezirksversammlungen

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • uni-bayreuth.de (Auszüge)

    Ausländerwahlrecht zu den Hamburger Bezirksversammlungen

Papierfundstellen

  • BVerfGE 83, 60
  • NJW 1991, 159
  • NVwZ 1991, 156 (Ls.)



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Wird zitiert von ... (83)  

  • BAG, 21.09.2016 - 10 ABR 33/15  

    Wirksamkeit einer Allgemeinverbindlicherklärung

    Das kann jedoch nur in Betracht kommen, wenn Kompetenzen gegenständlich im Einzelnen und auch ihrem Umfang nach eng begrenzt sind und die zu treffenden Entscheidungen inhaltlich soweit vorstrukturiert sind, dass sie sich etwa auf die messbar richtige Plan- oder Gesetzesdurchführung beschränken (vgl. BVerfG 31. Oktober 1990 - 2 BvF 3/89 - zu C I 2 a bb der Gründe, BVerfGE 83, 60) .

    Entscheidungen steuern die staatliche Herrschaft und müssen sich daher vom Volk herleiten lassen (vgl. BVerfG 31. Oktober 1990 - 2 BvF 3/89 - zu C I 2 a aa der Gründe, BVerfGE 83, 60) .

  • BAG, 21.09.2016 - 10 ABR 48/15  

    Wirksamkeit einer Allgemeinverbindlicherklärung

    Das kann jedoch nur in Betracht kommen, wenn Kompetenzen gegenständlich im Einzelnen und auch ihrem Umfang nach eng begrenzt sind und die zu treffenden Entscheidungen inhaltlich soweit vorstrukturiert sind, dass sie sich etwa auf die messbar richtige Plan- oder Gesetzesdurchführung beschränken (vgl. BVerfG 31. Oktober 1990 - 2 BvF 3/89 - zu C I 2 a bb der Gründe, BVerfGE 83, 60).

    Entscheidungen steuern die staatliche Herrschaft und müssen sich daher vom Volk herleiten lassen (vgl. BVerfG 31. Oktober 1990 - 2 BvF 3/89 - zu C I 2 a aa der Gründe, BVerfGE 83, 60).

  • BVerfG, 28.01.2014 - 2 BvR 1561/12  

    Verfassungsmäßigkeit der Filmabgabe nach dem Filmförderungsgesetz (juris: FFG

    Es muss sich auf den Willen des Volkes - der Gesamtheit der Bürger - zurückführen lassen und, sofern nicht das Volk selbst entscheidet, ihm gegenüber verantwortet werden (vgl. BVerfGE 77, 1 ; 83, 60 ; 93, 37 ; 107, 59 ; 130, 76 ).

    Der notwendige Zurechnungszusammenhang zwischen Volk und staatlicher Herrschaft wird vor allem durch die Wahl des Parlaments, durch die von ihm beschlossenen Gesetze als Maßstab der vollziehenden Gewalt, durch den parlamentarischen Einfluss auf die Politik der Regierung sowie durch die grundsätzliche Weisungsgebundenheit der Verwaltung gegenüber der Regierung hergestellt (vgl. BVerfGE 83, 60 ; 130, 76 ; stRspr).

    Entscheidend ist nicht die Form der demokratischen Legitimation staatlichen Handelns, sondern deren Effektivität; notwendig ist ein bestimmtes Legitimationsniveau (vgl. BVerfGE 83, 60 ; 93, 37 ; 107, 59 ; 130, 76 ).

    bb) Obwohl die Entscheidungsträger der Filmförderungsanstalt danach nicht sämtlich in vollem Umfang personell demokratisch legitimiert sind, ist das insgesamt notwendige Maß an demokratischer Legitimation (vgl. BVerfGE 83, 60 ; 93, 37 ; 107, 59 ; 130, 76 ) gewahrt.

  • BVerfG, 17.01.2017 - 2 BvB 1/13  

    Kein Verbot der NPD wegen fehlender Anhaltspunkte für eine erfolgreiche

    545 bb) Der Grundsatz der Volkssouveränität (Art. 20 Abs. 2 Satz 1 GG) erfordert daneben, dass sich alle Akte der Ausübung der Staatsgewalt auf den Willen des Volkes zurückführen lassen (vgl. BVerfGE 38, 258 ; 47, 253 ; 77, 1 ; 83, 60 ; 93, 37 ; 107, 59 ).

    Soweit das Volk die Staatsgewalt nicht selbst durch Wahlen oder Abstimmungen ausübt, sondern dies besonderen Organen (Art. 20 Abs. 2 Satz 2 GG) übertragen ist, bedarf es eines hinreichend engen Legitimationszusammenhangs, der sicherstellt, dass das Volk einen effektiven Einfluss auf die Ausübung der Staatsgewalt durch diese Organe hat (vgl. BVerfGE 83, 60 ; 89, 155 ; 93, 37 ).

    546 cc) Das Grundgesetz hat sich für das Modell der parlamentarisch-repräsentativen Demokratie entschieden, weshalb der Wahl des Parlaments bei der Herstellung des notwendigen Zurechnungszusammenhangs zwischen Volk und staatlicher Herrschaft besondere Bedeutung zukommt (vgl. BVerfGE 83, 60 ).

  • BVerfG, 05.12.2002 - 2 BvL 5/98  

    Lippeverband

    Wesentliche Teile der Organisation des Lippeverbands und der Emschergenossenschaft seien mit dem Demokratieprinzip des Grundgesetzes, wie es in der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts verstanden werde (Hinweis auf BVerfGE 47, 253 ; 52, 95 ; 77, 1 ; 83, 60 ; 93, 37 ), unvereinbar; die dafür maßgeblichen Vorschriften gehörten nicht zur verfassungsmäßigen Ordnung des Grundgesetzes.

    a) Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, auf die das Bundesverwaltungsgericht seine Vorlagebeschlüsse gestützt hat, fordert das in Art. 20 Abs. 2 und Art. 28 Abs. 1 GG verankerte demokratische Prinzip, dass alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht und von diesem in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt wird; diese bedürfen hierfür einer Legitimation, die sich auf die Gesamtheit der Bürger als Staatsvolk zurückführen lässt (vgl. BVerfGE 38, 258 ; 47, 253 ; 77, 1 ; 83, 60 ; 93, 37 ).

    Volk im Sinne dieser Verfassungsnormen und damit Legitimationssubjekt ist das jeweilige Bundes- oder Landesstaatsvolk (vgl. BVerfGE 83, 60 ).

    Als Ausübung von Staatsgewalt, die demokratischer Legitimation bedarf, stellt sich jedenfalls alles amtliche Handeln mit Entscheidungscharakter dar (vgl. BVerfGE 47, 253 ; 77, 1 ; 83, 60 ; 93, 37 ).

    Dies gilt gleichermaßen für Entscheidungen, die unmittelbar nach außen wirken, wie auch für solche, die nur behördenintern die Voraussetzungen für die Wahrnehmung der Amtsaufgaben schaffen (vgl. BVerfGE 93, 37 ), sowie für die Wahrnehmung von Mitentscheidungsbefugnissen einschließlich der Ausübung von Vorschlagsrechten (vgl. BVerfGE 83, 60 ).

    Für die unmittelbare Staatsverwaltung und die kommunale Selbstverwaltung gilt: Die verfassungsrechtlich notwendige demokratische Legitimation erfordert eine ununterbrochene Legitimationskette vom Volk zu den mit staatlichen Aufgaben betrauten Organen und Amtswaltern (vgl. BVerfGE 47, 253 ; 52, 95 ; 77, 1 ; 83, 60 ; 93, 37 ).

    Aus verfassungsrechtlicher Sicht entscheidend ist nicht die Form der demokratischen Legitimation staatlichen Handelns, sondern deren Effektivität; notwendig ist ein bestimmtes Legitimationsniveau (vgl. BVerfGE 83, 60 ; 93, 37 ).

  • BVerfG, 18.03.2014 - 2 BvR 1390/12  

    ESM/EZB

    aa) Art. 20 Abs. 2 Satz 2 GG garantiert in Verbindung mit Art. 79 Abs. 3 GG, dass sich die Wahrnehmung staatlicher Aufgaben und die Ausübung staatlicher Befugnisse auf das Staatsvolk zurückführen lassen (vgl. BVerfGE 77, 1 ; 83, 60 ; 89, 155 ; 93, 37 ; 107, 59 ; 130, 76 ) und diesem gegenüber verantwortet werden (vgl. BVerfGE 83, 60 ).

    Das gilt auch für die Wahrnehmung von Mitentscheidungsbefugnissen (vgl. BVerfGE 47, 253 ; 83, 60 ) und Mitgliedschaftsrechten in internationalen Organisationen oder der Europäischen Union.

    Demokratische Legitimation setzt dabei einen effektiven Einfluss des Staatsvolkes auf das hoheitliche Handeln voraus (vgl. BVerfGE 83, 60 ; 89, 155 ; 93, 37 ; 107, 59 ; 119, 331 ; 130, 76 ).

    In personeller Hinsicht ist ein Amtswalter demokratisch legitimiert, wenn seine Bestellung in einer ununterbrochenen Legitimationskette auf das Volk zurückgeführt werden kann (vgl. BVerfGE 52, 95 ; 68, 1 ; 77, 1 ; 83, 60 ; 130, 76 ).

    Sachlich-inhaltliche Legitimation erfährt die Ausübung von Staatsgewalt insbesondere durch parlamentarische Vorgaben für das Verwaltungshandeln, den Einfluss des Parlaments auf die Politik der Regierung sowie die grundsätzliche Weisungsgebundenheit der Verwaltung gegenüber der Regierung (vgl. BVerfGE 83, 60 ; 93, 37 ; 107, 59 ; 130, 76 ).

    Eine verminderte Legitimation über den einen Legitimationsstrang kann durch eine verstärkte Legitimation über andere Stränge ausgeglichen werden (vgl. BVerfGE 83, 60 ; 93, 37 ; 107, 59 ; 130, 76 ).

  • BVerfG, 20.12.2007 - 2 BvR 2433/04  

    Zustständigkeitsregelungen des SGB II und die Selbstverwaltungsgarantie

    Eine hinreichend klare Zuordnung von Verwaltungszuständigkeiten ist vor allem im Hinblick auf das Demokratieprinzip erforderlich, das eine ununterbrochene Legitimationskette vom Volk zu den mit staatlichen Aufgaben betrauten Organen und Amtswaltern fordert und auf diese Weise demokratische Verantwortlichkeit ermöglicht (vgl. BVerfGE 47, 253 [275]; - 52, 95 [130]; - 77, 1 [40]; - 83, 60 [72 f.]; - 93, 37 [66 f.]).

    Aus verfassungsrechtlicher Sicht ist zwar nicht die Form der demokratischen Legitimation staatlichen Handelns entscheidend, sondern deren Effektivität; notwendig ist ein bestimmtes Legitimationsniveau (vgl. BVerfGE 83, 60 [72]; - 93, 37 [66 f.]).

  • BVerfG, 12.10.1993 - 2 BvR 2134/92  

    Maastricht

    Entscheidend ist, daß ein hinreichend effektiver Gehalt an demokratischer Legitimation, ein bestimmtes Legitimationsniveau, erreicht wird (vgl. BVerfGE 83, 60 [72]).
  • StGH Bremen, 08.07.1991 - St 2/91  

    Zur Vereinbarkeit eines passiven Wahlrechts von Ausländern zu den Beiräten der

    Gemäß Art. 28 Abs. 1 Satz 1 GG sind die Grundentscheidung des Art. 20 Abs. 2 GG für die Volkssouveränität und die daraus folgenden Grundsätze der demokratischen Organisation und Legitimation von Staatsgewalt auch für die verfassungsmäßige Ordnung in den Ländern verbindlich (BVerfG vom 10.12.1974, BVerfGE 38, 258, 271; vom 15.2.1978, BVerfGE 47, 253; 272; vom 31.10.1990 - 2 BvF 3/89 -, NJW 1991, 159 f.; vom 31.10.1990 - 2 BvF 2, 6/89 -, NJW 1991, 162 f.).

    Zwar kann dafür Art. 28 Abs4 1 Satz 4 GG weder direkt noch analog herangezogen werden, da die Stadt- und Ortsteile keine Gebietskörperschaften darstellen und keine Allzuständigkeit besitzen (BVerfG vom 31.10.1990 - 2 BvF 3/89 -, NJW 1991, 159, 161).

    Für Untergliederungen der Gemeinden ist jedoch in den Ländern das Demokratieprinzip des Art. 20 Abs. 2 GG über Art. 28 Abs. 1 Satz 1 GG verbindlich (BVerfG vom 31.10.1990, a. a. O.).

    Mit der Stimmabgabe bei Wahlen betätigen sich die Bürgerinnen und Bürger als Glieder des Staatsorgans Volk im status activus (BVerfG vom 31.10.1990 - 2 BvF 3/89 -, NJW 1991, 159).

    Volk in diesem Sinne ist die Gesamtheit der in dem jeweiligen Wahlgebiet ansässigen und durch Art. 116 Abs. 1 GG begrifflich bestimmten Deutschen, so daß an Wahlen, die gemäß Art. 20 Abs. 2 GG die Ausübung von Staatsgewalt demokratisch legitimieren, nur Deutsche im Sinne des Grundgesetzes teilnehmen können (BVerfG vom 31.10.1990 - 2 BvF 3/89 -, NJW 1991, 159 ff.; vom 31.10.1990 - 2 BvF 2, 6/89 -, NJW 1991, 162 ff.).

    Ausübung von Staatsgewalt ist jedenfalls alles amtliche Handeln mit Entscheidungscharakter (BVerfG vom 15.2.1978, BVerfGE 47, 253, 273; vom 31.10.1990 - 2 BvF 3/89 -, NJW 1991, 159 f.).

    Das Bundesverfassungsgericht hat in diesem Zusammenhang den Begriff der Entscheidungsgewalt weit gefaßt und letztere auch dann bejaht, wenn sie in einem Beziehungsgefüge zu anderen Entscheidungsträgern, z. B. in Form der Mitentscheidung ausgeübt wird (vgl. BVerfG vom 11.6.1969, BVerfGE 26, 186, 196 f.; vom 15.02.1978, BVerfGE 47, 253, 274; vom 31.10.1990 - 2 BvF 3/89 -, NJW 1991, 159 f.).

    Auch die Begrenzung der Beschlußrechte durch die in Gesetzen und Rechtsvorschriften bestimmten Zuständigkeiten anderer Verwaltungsträger sowie durch den Haushaltsplan stellt keine essentielle Beeinträchtigung dar (vgl. BVerfG vom 15.2.1978, BVerfGE 47, 253, 273 f.; vom 31.10.1990 - 2 BvF 3/89 -, NJW 1991, 160).

    Damit können die Beiratsmitglieder auch bei der Ausübung der Entscheidungsbefugnisse nicht durch Richtlinien und Anordnungen des Senats beschränkt werden (vgl. auch BVerfG vom 31.10.1990 - 2 BvF 3/89 -, NJW 1991, 161).

    Die letztgenannte Entscheidung hat das Bundesverfassungsgericht im Urteil vom 31. Oktober 1990 (- 2 BvF 3/89 -) allerdings dahin interpretiert, daß geringere Anforderungen an die Legitimation zu stellen seien, wenn die Zuständigkeit eines Entscheidungsträgers nur auf einen eng umgrenzten wenig bedeutsamen Bereich gerichtet sei und außerdem einem umfassenden Evokations- oder Letztentscheidungsrecht eines übergeordneten Organs unterliege (NJW 1991, 160).

    Sie erreichen damit aber mindestens den Umfang der in Höhe von DM 650.000,-- pro Bezirk nach § 7 des Hamburgischen Bezirksverwaltungsgesetzes bereitgestellten Sondermittel, die nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts wegen ihrer Höhe bei der Beurteilung der Entscheidungsgewalt nicht zu vernachlässigen sind (BVerfG vom 31.10.1990 - 2 BvF 3/89 -, NJW 1991, 161).

    Immerhin handelt es sich auch dabei um notwendige und deshalb für die Legitimation relevante Mitentscheidungsrechte (vgl. BVerfG vom 31.10.1990 - 2 BvF 3/89 -, NJW 1991, 160 f.).

  • BVerfG, 24.05.1995 - 2 BvF 1/92  

    Mitbestimmungsgesetz Schleswig-Holstein

    Als Ausübung von Staatsgewalt, die demokratischer Legitimation bedarf, stellt sich jedenfalls alles amtliche Handeln mit Entscheidungscharakter dar (BVerfGE 83, 60 [73] = NJW 1991, 159).

    Art. 28 I 1 sind die Grundentscheidung des Art. 20 II GG für die Volkssouveränität und die daraus folgenden Grundsätze der demokratischen Organisation und Legitimation von Staatsgewalt auch für die verfassungsmäßige Ordnung in den Ländern verbindlich (vgl. BVerfGE 9, 268 [281] = NJW 1959, 1171; BVerfGE 83, 60 [71] = NJW 1991, 159 = NVwZ 1991, 156 L).

    Dieses kann bei den verschiedenen Erscheinungsformen von Staatsgewalt im allgemeinen und der vollziehenden Gewalt im besonderen unterschiedlich ausgestaltet sein; innerhalb der Exekutive ist dabei auch die Funktionenteilung zwischen der für die politische Gestaltung zuständigen, parlamentarisch verantwortlichen Regierung und der zum Gesetzesvollzug verpflichteten Verwaltung zu berücksichtigen (vgl. BVerfGE 83, 60 [71 f.] = NJW 1991, 159 m.w. Nachw.).

    b) Uneingeschränkte personelle Legitimation besitzt ein Amtsträger dann, wenn er verfassungsgemäß sein Amt im Wege einer Wahl durch das Volk oder das Parlament oder dadurch erhalten hat, daß er durch einen seinerseits personell legitimierten, unter Verantwortung gegenüber dem Parlament handelnden Amtsträger oder mit dessen Zustimmung bestellt worden ist (ununterbrochene Legitimationskette, vgl. dazu BVerfGE 83, 60 [ 73] = NJW 1991, 159).

    Als Ausübung von Staatsgewalt, die demokratischer Legitimation bedarf, stellt sich jedenfalls alles amtliches Handeln mit Entscheidungscharakter dar (BVerfGE 83, 60 [73] = NJW 1991, 159).

    Der Amtsauftrag selbst muß stets in Verantwortung gegenüber Volk und Parlament wahrgenommen werden, weil die Ausübung staatlicher Herrschaft gegenüber dem Bürger - unbeschadet möglicher Einschränkungen bei Aufgaben von besonders geringem Entscheidungsgehalt (vgl. BVerfGE 83, 60 [74] = NJW 1991, 159 unter Bezugnahme auf BVerfGE 47, 253 [274f.] = NJW 1978, 1967) - stets den demokratisch legitimierten Amtsträgern vorbehalten ist (vgl. BVerfGE 83, 60 [73f.] = NJW 1991, 159).

  • BVerfG, 18.01.2012 - 2 BvR 133/10  

    Zur Privatisierung des Maßregelvollzugs: Regelung der Anordnung von

  • BVerfG, 21.10.2014 - 2 BvE 5/11  

    Informationsrecht der Bundestagsabgeordneten über Rüstungsexporte nach der

  • VerfG Hamburg, 20.09.2005 - HVerfG 10/04  
  • BVerfG, 06.05.2014 - 2 BvR 1139/12  

    Erfolglose Verfassungsbeschwerden gegen Weinabgaben auf Bundes- und Landesebene

  • StGH Niedersachsen, 05.12.2008 - StGH 2/07  

    Teil-Privatisierung des Maßregelvollzugs und der Unterbringung psychisch Kranker

  • BVerfG, 17.07.1996 - 2 BvF 2/93  

    Südumfahrung Stendal

  • BVerfG, 30.06.2015 - 2 BvR 1282/11  

    Verleihung des Körperschaftsstatus an Religionsgemeinschaften durch Landesgesetz

  • VerfG Hamburg, 07.09.2009 - HVerfG 3/08  
  • BVerwG, 17.12.1997 - 6 C 2.97  

    Demokratieprinzip; Legitimation, organisatorisch-personell demokratische und

  • BVerfG, 05.12.2002 - 2 BvL 6/98  

    Zweifelsfragen über die Vereinbarkeit des Lippeverbandes und der

  • BVerwG, 17.12.1997 - 6 C 1.97  

    Verfassungswidrige Organisation von Wasserverbänden in NRW?

  • BVerfG, 02.06.2015 - 2 BvE 7/11  

    Parlamentarisches Informationsrecht über Unterstützungseinsätze der Bundespolizei

  • BVerfG, 26.10.1994 - 2 BvR 445/91  

    Gleichstellungsbeauftragte

  • BVerfG, 14.01.2008 - 2 BvR 1975/07  

    Erfolglose Verfassungsbeschwerde gegen die Wiedereinführung der 5%-Sperrklausel

  • BVerfG, 19.06.2012 - 2 BvE 4/11  

    Anträge im Organstreit „ESM/Euro-Plus-Pakt” erfolgreich

  • BVerfG, 31.03.2016 - 2 BvR 1576/13  

    Nichtannahmebeschluss: Zur Teilnahme von Unionsbürgern an kommunalen Abstimmungen

  • BSG, 18.03.1998 - B 6 KA 37/96 R  

    Zulassungsanspruch - Vertragsarzt - Überversorgung - Bedarfsplanung -

  • StGH Bremen, 31.01.2014 - St 1/13  

    Verfassungsrechtlichen Prüfung des Gesetzentwurfs zur Ausweitung des Wahlrechts

  • BVerwG, 27.11.2014 - 2 C 24.13  

    Anordnungsbefugnis; Auslegung; Befolgungspflicht; Beleihung; Bestimmtheit;

  • BVerwG, 26.06.1997 - 7 C 11.96  

    Zeugen Jehovas I

  • BVerwG, 17.12.1998 - 6 C 2.97  

    Demokratieprinzip - Organisatorisch-personelle Legitimation Demokratische und

  • BVerfG, 15.01.2009 - 2 BvC 4/04  

    Wahlprüfungsbeschwerde nach Bundestagsauflösung

  • VerfG Hamburg, 17.12.2003 - HVerfG 1/03  

    Auslegung des § 26 Abs. 4 Satz 1 BezVG - Letztentscheidungsrecht des Senats bei

  • VerfGH Rheinland-Pfalz, 18.04.1994 - VGH N 1/93  

    Verfassungsmäßigkeit des Personalvertretungsgesetzes Rheinland-Pfalz vom 8.

  • BVerwG, 27.03.1992 - 7 C 20.91  

    Rolle der Fraktionen

  • LVerfG Sachsen-Anhalt, 21.04.2009 - LVG 12/08  

    Beschlossene Gemeindegebietsreform verfassungsgemäß

  • StGH Bremen, 15.01.2002 - St 1/01  

    Die Gewährleistung der parlamentarischen Verantwortung und Kontrolle bei der

  • VerfGH Bayern, 12.06.2013 - 11-VII-11  

    Teilnahmemöglichkeit ausländischer Unionsbürger an kommunalen Bürgerbegehren und

  • VerfGH Berlin, 13.05.2013 - VerfGH 155/11  

    Wahlprüfungsverfahren: Drei-Prozent-Sperrklausel für Wahlen zu

  • VerfG Brandenburg, 16.12.2010 - VfGBbg 18/10  

    Teils unzulässige, im Übrigen unbegründete Verfassungsbeschwerde gegen

  • VerfGH Nordrhein-Westfalen, 26.05.2009 - VerfGH 2/09  

    Wahl von Bürgermeistern und Landräten mit relativer Mehrheit verfassungsgemäß

  • BVerwG, 22.10.2008 - 8 C 20.07  

    Landschaftsversammlung; Reserveliste; Partei; Wählergruppe; konkurrierende

  • VerfGH Nordrhein-Westfalen, 09.06.1997 - VerfGH 20/95  

    Kommunale Verfassungsbeschwerden gegen Braunkohlenplan Garzweiler II erfolglos

  • VerfGH Nordrhein-Westfalen, 18.02.2009 - VerfGH 24/08  

    Termin für Kommunalwahl // Keine Zusammenlegung mit Europawahl

  • OVG Rheinland-Pfalz, 15.03.2013 - 10 A 10573/12  

    Ausschluss aus dem Stadtrat wegen Verurteilung aufgrund einer politisch

  • BVerwG, 18.05.2010 - 3 C 21.09  

    Rechtsmittel; Revision; Rechtsmittelbegründung; Revisionsbegründung; Frist;

  • LSG Nordrhein-Westfalen, 19.01.2005 - L 11 KA 103/03  

    Anfechtungsklage der Arzneimittelherstellerin gegen Therapiehinweis in

  • BSG, 18.03.1998 - B 6 KA 78/96 R  

    Vertragsarzt - Zulassungsanspruch - Fachgebietswechsel - Überversorgung -

  • OLG Schleswig, 19.10.2005 - 2 W 120/05  

    Eintragung der Rechtsformumwandlung einer Klinik des Maßregelvollzugs in das

  • VerfGH Berlin, 19.10.1992 - VerfGH 24/92  

    Parteifähigkeit juristischer Personen und nicht rechtsfähiger Gebilde -

  • OVG Berlin-Brandenburg, 06.04.2006 - 3 B 3.99  

    Die Republikaner

  • VerfG Hamburg, 11.12.2014 - HVerfG 3/14  
  • OVG Niedersachsen, 27.06.2008 - 10 LC 194/07  

    Vorausmandat bei der Ausschussbesetzung und Spiegelbildlichkeit

  • VerfGH Sachsen, 22.02.2001 - 51-II-99  
  • VGH Hessen, 28.10.1999 - 8 UE 3683/97  

    Bürgerbegehren: inhaltliche und formale Anforderungen

  • LVerfG Sachsen-Anhalt, 27.10.1994 - LVG 14/94  

    Entscheidungsbefugnis des Landesverfassungsgerichts über mit dem Bundesrecht

  • BVerfG, 18.02.2009 - 2 BvC 9/04  

    Erledigung einer Wahlprüfungsbeschwerde bzgl der Wahl des 15. Deutschen

  • BSG, 18.03.1998 - B 6 KA 35/97 R  

    Zulassungsbeschränkungen in der vertragsärztlichen Bedarfsplanung

  • LSG Hessen, 18.06.2008 - L 4 KA 59/06  

    Betriebskostenabzug zur Finanzierung des von der Kassenärztlichen Vereinigung

  • LVerfG Sachsen-Anhalt, 21.04.2009 - LVG 118/08  

    Beschlossene Gemeindegebietsreform verfassungsgemäß

  • BVerfG, 26.02.2009 - 2 BvC 6/04  

    Erledigung einer Wahlprüfungsbeschwerde bzgl der Wahl des 15. Deutschen

  • VerfGH Sachsen, 09.11.1995 - 20-VIII-95  
  • BVerfG, 26.02.2009 - 2 BvC 1/04  

    Erledigung einer Wahlprüfungsbeschwerde bzgl der Wahl des 15. Deutschen

  • BVerfG, 18.02.2009 - 2 BvC 6/03  

    Erledigung einer Wahlprüfungsbeschwerde bzgl der Wahl des 15. Deutschen

  • BVerfG, 09.02.2009 - 2 BvC 11/04  

    Erledigung einer Wahlprüfungsbeschwerde bzgl der Wahl des 15. Deutschen

  • VerfG Hamburg, 02.07.2001 - HVerfG 3/00  

    Art. 6 Abs. 2 HV - Anwendungsbereich dieser Vorschrift - Grundsatz der

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 21.12.2010 - 13 B 1482/10  

    Anspruch auf Zulassung zu einem Studiengang aus Art. 12 GG wegen einer

  • OVG Bremen, 09.01.2014 - 2 B 198/13  

    Leistungsgrundsatz; Ortsamtsleiter; Wahlbeamter

  • VGH Bayern, 24.11.2011 - 4 N 11.1412  

    Quotenregelung im Münchener Ausländerbeirat zulässig

  • VerfG Brandenburg, 21.03.1996 - VfGBbg 18/95  

    Neugliederungsvertragsgesetz zur Vereinigung der Länder Brandenburg und Berlin zu

  • LVerfG Sachsen-Anhalt, 27.10.1994 - LVG 18/94  

    Frage der Notwendigkeit einer bestimmten Verfassungsnorm im Rahmen der Erhebung

  • BVerfG, 25.02.2010 - 2 BvC 6/07  

    Erledigung einer Wahlprüfungsbeschwerde bzgl der Wahl zum 16. Deutschen Bundestag

  • BVerfG, 06.12.2011 - 2 BvR 1470/11  

    Nichtannahmebeschluss: Unzulässigkeit der von einer ehemaligen

  • VG Düsseldorf, 14.02.1997 - 1 K 9318/96  

    Aufnahme der "Jungen Freiheit" in einen Verfassungsschutzbericht

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 21.12.2010 - 13 B 1557/10  
  • BVerfG, 19.02.1997 - 2 BvR 2621/95  

    Erfolglose Verfassungsbeschwerden im Zusammenhang mit dem kommunalen Wahlrecht

  • VerfG Hamburg, 29.05.2001 - HVerfG 3/00  

    Aufstellung zur Wahl der Bezirksversammlung nach Parteiaustritt; Ersatz eines

  • OVG Hamburg, 28.02.2000 - 8 Bf 338/99  

    Mitbestimmungsrecht des Personalrats bei der Erfassung und Auswertung der

  • VerfG Hamburg, 29.05.2001 - HVerfG 3/01  

    Beschwerde gegen Beschluss der Bürgerschaft; Einspruch gegen die Entscheidung des

  • OVG Saarland, 18.06.2012 - 2 A 448/11  

    Klage auf Zuteilung eines Medizinstudienplatzes zum WS 2010/2011; angebliche

  • VerfG Hamburg, 25.02.1998 - HVerfG 2/97  

    Hoheitlicher Charakter der Tätigkeit einer technischen Sachbearbeiterin bei einer

  • VG Hamburg, 22.01.2007 - 15 K 1833/03  

    Anspruch auf Durchführung eines Bürgerentscheids; zulässige Klageart ist die

  • FG Hamburg, 25.05.2005 - III 56/05  

    Bewertungsgesetz/Grundsteuer: Erhöhung des Grundsteuer-Hebesatzes in Hamburg

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