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   BVerwG, 01.08.2002 - 1 B 6.02   

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BVerwG, 01.08.2002 - 1 B 6.02 (https://dejure.org/2002,4698)
BVerwG, Entscheidung vom 01.08.2002 - 1 B 6.02 (https://dejure.org/2002,4698)
BVerwG, Entscheidung vom 01. August 2002 - 1 B 6.02 (https://dejure.org/2002,4698)
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Volltextveröffentlichungen (6)

  • lexetius.com
  • Bundesverwaltungsgericht

    Asylbewerber; Asylmerkmal; Motiv; objektive Gerichtetheit; politische Verfolgung; Rückkehrverweigerung; subjektiv; Wiedereinreiseverweigerung

  • Wolters Kluwer

    Wiedereinreise von Staatenlosen in ihren Aufenthaltsstaat - Politische Verfolgung auf Grund einer Rückkehrverweigerung oder Einreisesperre durch den Heimatstaat

  • Informationsverbund Asyl und Migration

    VwGO § 132 Abs. 2 Nr. 1; VwGO § 132 Abs. 2 Nr. 2
    Syrien, Kurden, Jesiden, Revisionsverfahren, Nichtzulassungsbeschwerde, Revisionsgründe, Grundsätzliche Bedeutung, Staatenlose, Einreiseverweigerung, Gerichtetheit der Maßnahme, Verfolgungsbegriff, Staatenlosenübereinkommen, Gruppenverfolgung, Religiös motivierte ...

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Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (13)

  • VGH Baden-Württemberg, 05.04.2006 - A 13 S 302/05

    Keine politische Verfolgung von Palästinensern aus dem Westjordanland

    3.1 In der Rechtsprechung ist es anerkannt, dass bei dauerhafter Einreiseverweigerung durch den Heimatstaat unter dem Gesichtspunkt einer "Aussperrung" oder "Ausgrenzung" politische Verfolgung vorliegen kann (siehe dazu allgemein BVerwG, Urteil vom 22.02.2005 - 1 C 17.03 - NVwZ 2005, 1191 m.w.N. aus der Rechtsprechung und Beschluss vom 01.08.2002 - 1 B 6/02 - Buchholz 402.25 § 1 AsylVfG Nr. 263; speziell zu Palästinensern siehe OVG Schleswig, Urteil vom 18.11.1998 - 2 L 9/96 -, InfAuslR 1999, 285; BVerwG, Urteil vom 15.10.1985 - 9 C 3/85 -, Buchholz 402.25 § 1 AsylVfG Nr. 38; BayVGH, Urteil vom 01.02.1993 - 24 B 90.30632 - juris).

    Dabei ist, wie das Bundesverwaltungsgericht gleichfalls im vorliegenden Zusammenhang entschieden hat (Beschluss vom 01.08.2002, a.a.O.) nicht auf die subjektiven Motive des Verfolgenden abzustellen, sondern auf die objektive Gerichtetheit der Maßnahme.

    Selbst wenn man hier aber im Hinblick auf die Prognosekriterien im Asylrecht über eine bloße "Momentaufnahme" hinaus auf die Prognose für "absehbare Zeit" abstellt (siehe dazu BVerwG, Urteile vom 31.03.1981 - 9 C 237/80 -, und vom 27.04.1982 - 9 C 308/81 -, Buchholz 402.24 § 28 AuslG Nrn. 27 und 37), würde es an der für die Verfolgungsrelevanz der Einreiseverweigerung notwendigen politischen "Gerichtetheit" (siehe BVerwG, Beschluss vom 01.08.2002, a.a.O.) fehlen, da Palästinensern, die im Besitz entsprechender Identitätspapiere sind, ohne weiteres die Einreise gestattet wird.

  • VG Düsseldorf, 26.10.2004 - 2 K 1372/02

    Irak, Iran, Faili-Kurden, Schiiten, Staatenlose, Gruppenverfolgung, gewöhnlicher

    BVerwG, Beschlüsse vom 1. August 2002 - 1 B 6/02 -, Buchholz 402.25 § 1 AsylVfG Nr. 263 und vom 7. Dezember 1999 - 9 B 474/99 -, Buchholz 402.25 § 1 AsylVfG Nr. 224; Urteile vom 24. Oktober 1995 - 9 C 75/95 -, NVwZ-RR 1996, 471, vom 12. Februar 1985 - 9 C 45/84 - und vom 15. Oktober 1985 - 9 C 30/85 - Buchholz 402.25 § 1 AsylVfG Nrn. 30 und 39.

    BVerwG, Beschluss vom 1. August 2002 - 1 B 6/02 -, a.a.O., m.w.N.

    Rspr., vgl. BVerwG, Beschluss vom 1. August 2002 - 1 B 6/02 -, a.a.O.; Urteil vom 24. Oktober 1995 - 9 C 75/95 -, a.a.O.

  • VG Düsseldorf, 14.09.2007 - 21 K 2318/07
    vgl. BVerwG, Urteil vom 22. Februar 2005 - 1 C 17/03 -, NVwZ 2005, 1191; Beschlüsse vom 1. August 2002 - 1 B 6/02 -, Buchholz 402.25 § 1 AsylVfG Nr. 263 und vom 7. Dezember 1999 - 9 B 474/99 -, Buchholz 402.25 § 1 AsylVfG Nr. 224; Urteile vom 24. Oktober 1995 - 9 C 75/95 -, NVwZ-RR 1996, 471, vom 12. Februar 1985 - BVerwG 9 C 45.84 - und vom 15. Oktober 1985 - 9 C 30.85 - Buchholz 402.25 § 1 AsylVfG Nrn. 30 und 39; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 5. April 2006 - A 13 S 302/05 - m.w.N., juris; speziell zu Palästinensern siehe OVG Schleswig, Urteil vom 18. November 1998 - 2 L 9/96 -, InfAuslR 1999, 285; BVerwG, Urteil vom 15. Oktober 1985 - 9 C 3/85 -, Buchholz 402.25 § 1 AsylVfG Nr. 38; Bayerischer VGH, Urteil vom 1. Februar 1993 - 24 B 90.30632 -, juris.

    vgl. BVerwG, Urteil vom 22. Februar 2005 - 1 C 17/03 -, BVerwGE 123, 18; Beschluss vom 1. August 2002 - 1 B 6/02 -, Buchholz 402.25 § 1 AsylVfG Nr. 263; Urteil vom 15. Oktober 1985 - 9 C 3/85 -, Buchholz 402.25 § 1 AsylVfG Nr. 38; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 5. April 2006 - A 13 S 302/05 -, juris.

  • VG Augsburg, 24.04.2007 - Au 5 K 05.30160

    Israel, Palästina, Palästinenser, Westbank, Westjordanland, palästinensische

    aa) In der Rechtsprechung ist es anerkannt, dass bei dauerhafter Einreiseverweigerung durch den Heimatstaat eine politische Verfolgung unter dem Gesichtspunkt einer ,,Aussperrung" oder ,,Ausgrenzung" vorliegen kann (BVerwG vom 22.02.2005 NVwZ 2005, 1191, 1192; vom 01.08.2002 Az. 1 B 6/02; vom 15.10.1985 Az. 9 C 3/85; VGH BW vom 5.4.2006 Az. A 13 S 302/05; OVG Schleswig vom 18.11.1998 Az. 2 L 9/96; BayVGH vom 01.02.1993 Az. 24 B 90.30632).

    Dabei ist nicht auf die subjektiven Motive des Verfolgenden abzustellen, sondern auf die objektive Gerichtetheit der Maßnahme (BVerwG vom 01.08.2002 a. a. O.).

    Selbst wenn man hier aber im Hinblick auf die Prognosekriterien im Asylrecht über eine bloße ,,Momentaufnahme" hinaus auf die Prognose für ,,absehbare Zeit" abstellt (BVerwG vom 27.04.1982 NVwZ 1983, 160, 161; vom 31.03.1981 Az. 9 C 237/80), würde es an der für die Verfolgungsrelevanz der Einreiseverweigerung notwendigen politischen ,,Gerichtetheit" (BVerwG vom 01.08.2002 a. a. O.) fehlen, da Palästinensern, die im Besitz entsprechender Identitätspapiere sind, ohne weiteres die Einreise gestattet wird.

  • VG Karlsruhe, 09.08.2017 - A 4 K 7750/16

    Afghanischer Asylbewerber; in Pakistan geborener Hazara; Abschiebungsandrohung

    Entsprechendes gilt für "Aussperrungen" und "Ausgrenzungen" in Gestalt von Rückkehrverweigerungen (BVerwG, Urteil vom 24.10.1995 - 9 C 75/95 -, juris Rn. 17; BVerwG, Beschluss vom 01.08.2002 - 1 B 6/02 -, juris Rn. 3; z. B. VG Berlin, Urteil vom 10.07.2017 - 34 K 197.16 A -, Rn. 48, juris zu Palästinensern im Libanon).
  • BVerwG, 24.05.2006 - 1 B 9.06

    Abschiebungsverbot; aktuell; Asylrecht; Ausgrenzungsmerkmal; Einreiseverbot;

    Im Übrigen hat das Bundesverwaltungsgericht in zahlreichen weiteren Entscheidungen an dieser Auffassung festgehalten und ausgeführt, dass nicht jede Ausbürgerung oder Aussperrung in Gestalt einer Rückkehrverweigerung eine asylrechtlich erhebliche Verfolgung darstellt, sondern dass es entscheidend darauf ankommt, ob solche Maßnahmen wegen asylerheblicher Merkmale des Betroffenen erfolgen, wobei es nicht auf die subjektiven Motive des Verfolgenden, sondern auf die objektive Gerichtetheit der Maßnahme ankommt (vgl. etwa den Beschluss des früher für das Asylrecht zuständigen 9. Senats vom 7. Dezember 1999 BVerwG 9 B 474.99 Buchholz 402.25 § 1 AsylVfG Nr. 224 m.w.N.; vgl. ferner danach etwa Beschluss vom 1. August 2002 BVerwG 1 B 6.02 Buchholz 402.25 § 1 AsylVfG Nr. 263; Urteil vom 22. Februar 2005 BVerwG 1 C 17.01 BVerwGE 123, 18 = Buchholz 402.25 § 26 AsylVfG Nr. 11 sowie zuletzt Urteil vom 12. Juli 2005 BVerwG 1 C 22.04 NVwZ 2006, 99, zur Veröffentlichung in der Entscheidungssammlung BVerwGE und in Buchholz 402.242 § 60 Abs. 1 AufenthG vorgesehen).
  • VG Berlin, 10.07.2017 - 34 K 197.16

    Asylanerkennung eines Palästinensers wegen Verfolgung in Libyen

    Das wird nach Auffassung des Bundesverwaltungsgerichts regelmäßig anzunehmen sein, wenn die Aussperrung Staatsangehörige betrifft; bei Staatenlosen liege es demgegenüber nahe, dass eine solche Maßnahme auf anderen als auf asylrelevanten Gründen beruhe, weil beispielsweise der Staat ein Interesse daran habe, die durch den Aufenthalt entstandene wirtschaftliche Belastung zu mindern oder Gefahren für die Staatssicherheit durch potentielle Unruhestifter vorzubeugen, oder weil er keine Veranlassung sehe, Staatenlose, die freiwillig das Land verlassen haben, weiterhin aufzunehmen (vgl. BVerwG, Urteil vom 24. Oktober 1995 - 9 C 75/95 -, juris Rn. 17; s.a. BVerwG, Beschluss vom 1. August 2002 - 1 B 6/02 -, juris Rn. 3).
  • OVG Mecklenburg-Vorpommern, 16.05.2007 - 3 L 54/03

    Aserbaidschan, Armenier, Staatsangehörigkeit, Ausbürgerung, Verlust, Anmeldung,

    Die Ausbürgerung muss also auf die Rasse, die Religion, die Nationalität, die Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder auf die politische Überzeugung des Asylbewerbers zielen (vgl. dazu BVerwG, B. v. 01.08.2002 - 1 B 6/02 -, Buchholz 402.25 § 1 AsylVfG Nr. 263; BVerwG, U. v. 18.02.1992 - 9 C 59/91 -, Buchholz 402, 25 § 7 AsylVfG Nr. 1; vgl. BVerwG, U. v. 22.02.2005 - 1 C 17/03 -, E 123, 18 = NVwZ 2005, 1191).
  • VG Saarlouis, 24.11.2006 - 5 K 97/05

    Asylverfahren eines staatenlosen Palästinensers aus der Westbank

    Selbst wenn man aber im Hinblick auf die Prognosekriterien im Asylrecht über eine bloße "Momentaufnahme" hinaus auf die Prognose für "absehbare Zeit" abstellt (vgl. BVerwG, Urteile vom 31.03.1981 - 9 C 237.80 -, und vom 27.04.1982 - 9 C 308.81 -, Buchholz 402.24 § 28 AuslG Nrn. 27 und 37), würde es an der für die Verfolgungsrelevanz der Einreiseverweigerung notwendigen "Gerichtetheit" (BVerwG, Beschluss vom 01.08.2002 - 1 B 6.02 -, Buchholz 402.25 § 1 AsylVfG Nr. 263) fehlen, da Palästinensern, die im Besitze entsprechender Identitätspapiere sind, ohne weiteres die Einreise gestattet wird.
  • OVG Niedersachsen, 02.08.2004 - 2 LA 342/03

    Wiedereinreiseverbot gegenüber illegal ausgereisten Staatenlosen aus Syrien

    Die Kläger haben bei ihrer Argumentation schon nicht hinreichend beachtet, dass sich das von ihnen bezeichnete Urteil des Bundesverwaltungsgerichts konkret nicht mit einem Wiedereinreiseverbot (?Aussperrung') gegenüber einem Staatenlosen, sondern mit der Ausbürgerung eines Staatsangehörigen befasst, und dass es nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (Urt. v. 24.10.1995 - BVerwG 9 C 75.95 -, NVwZ-RR 1996, 471; Beschl. v. 1.8.2002 - BVerwG 1 B 6.02 -) nahe liegt, dass eine gegenüber Staatenlosen praktizierte ?Aussperrung' - anders als bei der Ausbürgerung eines Staatsangehörigen - auf anderen als asylrelevanten Gründen beruht; die von den Klägern aus dem Urteil vom 24. Oktober 1995 (BVerwG 3.95 -, aaO, S. 602) zitierten Ausführungen beziehen sich daher in erster Linie auf die Ausbürgerung eines Staatsangehörigen, nicht aber auf die ?Aussperrung' eines Staatenlosen, wie dies auch der vom Bundesverwaltungsgericht verwendete Begriff des "staatsangehörigkeitsrechtlichen Minimums" deutlich macht, so dass schon von daher die behauptete Divergenz zu dem in diesem Verfahren nur interessierenden Wiedereinreiseverbot (?Aussperrung') gegenüber Staatenlosen nicht vorliegen kann.
  • VG Saarlouis, 27.06.2007 - 10 K 3/07

    Keine Gefährdung eines staatenlosen Palästinensers aus dem Westjordanland wegen

  • BVerwG, 04.04.2003 - 1 B 70.03

    Anforderungen an die Darlegung von Revisionszulassungsgründen - Darlegung der

  • OVG Mecklenburg-Vorpommern, 29.03.2006 - 3 L 176/01

    Aserbaidschan, Armenier, Staatsangehörigkeit, Ausbürgerung,

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