Rechtsprechung
   LAG Hamm, 11.10.2011 - 14 Sa 543/11   

Volltextveröffentlichungen (6)

  • IWW
  • openjur.de

    Änderungsvorbehalt, Aufstiegsprämie, AGB-Kontrolle, Annahmeverzug, Aushandeln, Ausschlussfrist, Besonderheiten des Arbeitsrechts, Darlegungslast, Dienstwagen, Einflussnahme, ergänzende Vertragsauslegung, Freistellung, Fußballtrainer, geldwerter Vorteil, geltungserhaltende Reduktion, Haftungsa

  • NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)

    § 139 BGB, § ... 202 Abs. 1 BGB, §§ 293 ff. BGB, § 305 BGB, § 305c Abs. 2 BGB, § 306 BGB, § 307 BGB, § 308 Nr. 4 BGB, § 309 Nr. 7 BGB, § 310 Abs. 3 BGB, § 310 Abs. 4 Satz 2 BGB, § 615 Satz 1 BGB, § 7 Abs. 1 BUrlG, § 7 Abs. 4 BUrlG, § 4 Abs. 4 TVG
    Änderungsvorbehalt, Aufstiegsprämie, AGB-Kontrolle, Annahmeverzug, Aushandeln, Ausschlussfrist, Besonderheiten des Arbeitsrechts, Darlegungslast, Dienstwagen, Einflussnahme, ergänzende Vertragsauslegung, Freistellung, Fußballtrainer, geldwerter Vorteil, geltungserhaltende Reduktion, Haftungsausschluss, Haftungsbegrenzung, Punktprämie, Teilunwirksamkeit, Trainer, Urlaubsabgeltung, Urlaubserteilung, Verbrauchervertrag, vereinbarte Vergütung, Vorsatzhaftung, Widerrufsvorbehalt

  • RA Kotz

    Fußballcheftrainer - Arbeitsvertragsüberprüfung gemäß AGB-Kontrolle

  • hensche.de

    Freistellungsregelung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (14)

  • beck-blog (Kurzinformation)

    Unwirksame Vereinbarungen im Vertrag mit einem früheren Trainer des SC Paderborn

  • wbs-law.de (Kurzinformation)

    Arbeitsvertrag mit Fußball-Trainer

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Fußballverein muss zahlen wegen unwirksamer Vertragsklausel

  • lto.de (Kurzinformation)

    SC Paderborn-Trainer beim LAG Hamm erfolgreich: Punkt- und Aufstiegsprämien auch bei Freistellung

  • lto.de (Kurzinformation)

    SC Paderborn-Trainer beim LAG Hamm erfolgreich - Punkt- und Aufstiegsprämien auch bei Freistellung

  • otto-schmidt.de (Kurzinformation)

    Freigestellte Fußballtrainer können Anspruch auf Fortzahlung der vereinbarten Prämien haben

  • dr-bahr.com (Kurzinformation)

    Auslegung einer Vertragsklausel bei einem Fussball-Trainer

  • thorsten-blaufelder.de (Kurzinformation)

    SC Paderborn muss beurlaubten Trainer 132.000 nachzahlen

  • rechtsportlich.net (Kurzinformation)

    Gestaltung von Arbeitsverträgen mit Trainern

  • random-coil.de (Kurzinformation)

    Fußball, nicht immer ein Sommermärchen oder: wie dem SC Paderborn AGBs zum teuren Verhängnis wurden

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Auch Arbeitsverträge mit Bundesligafußballtrainern unterliegen der gerichtlichen Inhaltskontrolle

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Fußballtrainer erhält trotz Suspendierung Punkt- und Aufstiegprämien

  • juraforum.de (Kurzinformation)

    Drittliga-Fussballtrainer erhält 132.000 Euro

  • kostenlose-urteile.de (Kurzmitteilung)

    Berufung des Trainers Pavel Dotchev erfolgreich - Vertragsklauseln unwirksam - Bundesligist SC Paderborn muss an ehemaligen Trainer 132.000,- € zahlen

Besprechungen u.ä.

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NZA-RR 2012, 75



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Wird zitiert von ... (17)  

  • LAG Hamm, 25.11.2014 - 14 Sa 463/14  

    AGB-Kontrolle; Ausschlussfrist; Arbeitgeberdarlehen; Besonderheiten des

    cc) Nach der Auffassung der erkennenden Kammer des Berufungsgerichts erfassen Ausschlussfristen, welche für die "beiderseitigen Ansprüche aus diesem Vertrag", für "alle Ansprüche der Vertragsparteien aus oder im Zusammenhang mit dem Arbeitsverhältnis" oder für "alle beiderseitigen Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis und solche, die mit dem Arbeitsverhältnis in Verbindung stehen" gelten sollen, sämtliche Ansprüche aus der Haftung wegen vorsätzlicher oder fahrlässiger Schädigung ( vgl. LAG Hamm, 11. Oktober 2011, 14 Sa 543/11., juris, Rn. 243 ff., 283 f; 25. September 2012, 14 Sa 280/12, juris, Rn. 139 ff.; 1. August 2014, 14 Ta 344/14, juris, Rn. 9. ff.; 9. September 2014, 14 Sa 389/13, juris, Rn. 41 ff. ).

    Im Anschluss an die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes liegt ein Verstoß gegen § 309 Nr. 7 BGB vor, denn umfassend formulierte Ausschlussfristen stellen eine Haftungsbegrenzung für alle auf vorsätzlicher oder fahrlässiger Schädigung beruhenden Ansprüche des Arbeitnehmers gegen den Arbeitgeber als Verwender sowie dessen Erfüllungsgehilfen dar und damit auch für die in dieser Vorschrift genannten Schadensersatzansprüche ( vgl. LAG Hamm, 11. Oktober 2011, 14 Sa 543/11, juris, Rn. 277 ff.; 25. September 2012, 14 Sa 280/12, Rn. 116 ff., juris; 1. August 2014, 14 Ta 344/14, juris, Rn. 8 ).

    Eine umfassend formulierte Ausschlussfrist verstößt schließlich ohne die ausdrückliche Herausnahme der in § 309 Nr. 7 BGB genannten Ansprüche gegen das Transparenzgebot des § 307 Abs. 1 Satz 2 BGB und stellt eine unangemessene Benachteiligung gemäß § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB dar ( vgl. LAG Hamm, 11. Oktober 2011, a. a. O., Rn. 270 ff., 290; 25. September 2012, a. a. O., Rn. 162 ff.; 1. August 2014, 14 Ta 344/14, juris, Rn. 18 ff.).

    (1) Entgegen der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts werden bei Anwendung der für die Auslegung Allgemeiner Geschäftsbedingungen maßgeblichen Grundsätze von Ausschlussfristen, welche dem Wortlaut nach umfassend für alle Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis gelten sollen, insbesondere auch Ansprüche erfasst, welche auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Schädigung einer der Arbeitsvertragsparteien durch die andere beruhen ( vgl. dazu auch im Einzelnen LAG Hamm, 11. Oktober 2011, 14 Sa 543/11, Rn. 234 ff., juris; 25. September 2012, 14 Sa 280/12, Rn. 133 ff., juris, 9. September 2014, 14 Sa 389/19, juris, Rn. 32 ff. jeweils m. w. N. ).

    Weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer werden nach Anspruchsgrundlagen differenzieren, wenn eine Ausschlussfrist schon ihrem Wortlaut nach für alle Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis gelten soll ( vgl. LAG Hamm, 11. Oktober 2011, 14 Sa 543/11, juris, Rn. 243 f., 283; 25. September 2012, 14 Sa 280/12, juris, Rn. 139, 141 f.; 1. August 2014, 14 Ta 344/14, juris, Rn. 12; 9. September 2014, 14 Sa 389/13, juris, Rn. 42 ).

    Zum einen besitzen umfassend formulierte tarifvertraglicher Ausschlussfristen eine entsprechende Reichweite bis hin zu gesetzlich unabdingbaren Ansprüchen ( vgl. zum Ganzen LAG Hamm, 11. Oktober 2011, 14 Sa 543/11, juris, Rn. 241 f.; 25. September 2012, 14 Sa 280/12, juris, Rn. 140, jeweils m. w. N. zur Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts ).

    Um regelungsbedürftige außergewöhnliche oder fernliegende Fälle muss man sich deswegen keine Gedanken machen ( vgl. LAG Hamm, 11. Oktober 2011, 14 Sa 543/11, Rn. 244, juris; 25. September 2012, 14 Sa 280/12, Rn. 141., juris; 1. August 2014, 14 Ta 344/14, juris, Rn. 15; 9. September 2014, 14 Sa 389/13, juris, Rn. 47 ).

    Was die konkret betroffenen Parteien bedacht haben, sind im Übrigen für die Auslegung Allgemeiner Geschäftsbedingungen nicht zu berücksichtigende den Vertragsschluss begleitende Umstände ( vgl. LAG Hamm, 11. Oktober 2011, 14 Sa 543/11, juris, Rn. 283 f.; 25. September 2012, 14 Sa 280/12, Rn. 143 f.; 1. August 2014, 14 Ta 344/14, juris, Rn. 15; 9. September 2014, 14 Sa 389/13, juris, Rn. 48 ).

    Eine umfassend formulierte Ausschlussfrist ist eine Verkürzung der Verjährungsfrist und damit eine Haftungsbegrenzung im Sinne des § 309 Nr. 7 BGB ( vgl. LAG Hamm, 11. Oktober 2011, 14 Sa 543/11, juris, Rn. 288 f.; 25. September 2012, 14 Sa 280/12, juris, Rn. 130 f. ).

    Dann ist es widersprüchlich, unter Haftungsbegrenzungen im Sinne des § 309 Nr. 7 BGB zeitliche Begrenzungen nicht zu subsumieren und den gesetzgeberischen Willen ohne sachlichen Anlass in sein Gegenteil zu verkehren ( vgl. LAG Hamm, 11. Oktober 2011, 14 Sa 543/11, juris, Rn. 289; 25. September 2012, 14 Sa 280/12, juris, Rn. 131 ).

    Er wird nicht durch die Berücksichtigung eines hypothetischen Parteiwillens und einer nur daraus abgeleiteten Teilbarkeit vor den Folgen ihrer Unwirksamkeit geschützt ( vgl. LAG Hamm, 11. Oktober 2011, 14 Sa 543/11, juris, Rn. 259; 25. September 2012, 14 Sa 280/12, juris, Rn. 156 ).

  • LAG Hamm, 01.08.2014 - 14 Ta 344/14  

    AGB-Kontrolle; Auslegung; Ausschlussfrist; besondere Belastung; Erfolgsaussicht;

    a) Sie verstoßen damit gegen § 202 Abs. 1 BGB und sind deswegen gemäß § 134, § 306 BGB insgesamt unwirksam, weil § 139 BGB keine Anwendung findet (vgl. LAG Hamm, 11. Oktober 2011, 14 Sa 543/11, Rn. 229 ff., juris = NZA-RR 2011, 75 (Leitsatz)).

    b) Zudem stellen sie eine unangemessene Benachteiligung gemäß § 307 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB dar, denn sie weichen von wesentlichen Grundgedanken des gesetzlichen Verjährungsrechtes, wie sie in § 202 Abs. 1 BGB zum Ausdruck kommen, in nicht zu vereinbarender Weise ab (vgl. LAG Hamm, 11. Oktober 2011, a. a. O., Rn. 264 ff.).

    26. Februar 2009, Xa ZR 141/07, Rn. 17 ff., NJW 2009, 1486) ein Verstoß gegen § 309 Nr. 7 BGB vor, denn umfassend formulierte Ausschlussfristen stellen eine Haftungsbegrenzung für alle in dieser Vorschrift genannten Schadensersatzansprüche dar (vgl. LAG Hamm, 11. Oktober 2011, a. a. O., Rn. 277 ff.; 25. September 2012, 14 Sa 280/12, Rn. 116 ff., juris).

    d) Eine umfassend formulierte Ausschlussfrist verstößt schließlich ohne die ausdrückliche Herausnahme der in § 202 Abs. 1 BGB und § 309 Nr. 7 BGB genannten Ansprüche gegenTransparenzgebot des § 307 Abs. 1 Satz 2 BGB (vgl. LAG Hamm, 11. Oktober 2011, a. a. O., Rn. 270 ff., 290; 25. September 2012, a. a. O., Rn. 162 ff.).

    Sie verstoßen damit gegen § 202 Abs. 1 BGB und sind deswegen gemäß § 134, § 306 BGB insgesamt unwirksam, weil § 139 BGB keine Anwendung findet (vgl. LAG Hamm, 11. Oktober 2011, 14 Sa 543/11, Rn. 229 ff., juris = NZA-RR 2011, 75 (Leitsatz)).

    Zudem stellen sie eine unangemessene Benachteiligung gemäß § 307 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB dar, denn sie weichen von wesentlichen Grundgedanken des gesetzlichen Verjährungsrechtes, wie sie in § 202 Abs. 1 BGB zum Ausdruck kommen, in nicht zu vereinbarender Weise ab (vgl. LAG Hamm, 11. Oktober 2011, a. a. O., Rn. 264 ff.).

    Außerdem liegt im Anschluss an die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes ein Verstoß gegen § 309 Nr. 7 BGB vor, denn umfassend formulierte Ausschlussfristen stellen eine Haftungsbegrenzung für alle auf vorsätzlicher oder fahrlässiger Schädigung beruhenden Ansprüche des Arbeitnehmers gegen den Arbeitgeber als Verwender sowie dessen Erfüllungsgehilfen dar und damit auch für die in dieser Vorschrift genannten Schadensersatzansprüche (vgl. LAG Hamm, 11. Oktober 2011, a. a. O., Rn. 277 ff.; 25. September 2012, 14 Sa 280/12, Rn. 116 ff., juris).

    Eine umfassend formulierte Ausschlussfrist verstößt schließlich ohne die ausdrückliche Herausnahme der in § 202 Abs. 1 BGB und § 309 Nr. 7 BGB genannten Ansprüche gegen das Transparenzgebot des § 307 Abs. 1 Satz 2 BGB und stellt eine unangemessene Benachteiligung gemäß § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB dar (vgl. LAG Hamm, 11. Oktober 2011, a. a. O., Rn. 270 ff., 290; 25. September 2012, a. a. O., Rn. 162 ff.).

    Entgegen der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts werden bei Anwendung der für die Auslegung Allgemeiner Geschäftsbedingungen maßgeblichen Grundsätze (vgl. dazu LAG Hamm, 11. Oktober 2011, 14 Sa 543/11, Rn. 234 ff., juris; 25. September 2012, 14 Sa 280/12, Rn. 133 ff., juris, jeweils m. w. N.) von Ausschlussfristen, welche dem Wortlaut nach umfassend für alle Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis gelten sollen, insbesondere auch Ansprüche erfasst, welche auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Schädigung einer der Arbeitsvertragsparteien durch die andere beruhen.

    Zum einen besitzen umfassend formulierte tarifvertraglicher Ausschlussfristen eine entsprechende Reichweite bis hin zu gesetzlich unabdingbaren Ansprüchen (vgl. zum Ganzen LAG Hamm, 11. Oktober 2011, 14 Sa 543/11, Rn. 239 ff., juris; 25. September 2012, 14 Sa 280/12, Rn. 139 ff., juris, jeweils m. w. N.).

    Sie ist vielmehr bedingt durch das allgemeine Verständnis der regelmäßig beteiligten Verkehrskreise, dass eine ohne Einschränkung durch die Formulierung "alle beiderseitigen Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis und solche, die mit dem Arbeitsverhältnis in Verbindung stehen" bestimmte Reichweite umfassend ist (vgl. LAG Hamm, 11. Oktober 2011, 14 Sa 543/11, Rn. 244, juris; 25. September 2012, 14 Sa 280/12, Rn. 141., juris).

    Sowohl eine ergänzende Vertragsauslegung als auch die Annahme arbeitsrechtlicher Besonderheiten scheiden aus (vgl. zum Ganzen LAG Hamm, 11. Oktober 2011, 14 Sa 543/11, Rn. 255 ff., 292 ff., juris; 25. September 2012, 14 Sa 280/12, Rn. 152 ff., 165 ff., juris, jeweils m. w. N.).

    Die Bestimmung verstößt gegen das Transparenzgebot, weil sie weder die in § 202 Abs. 1 BGB noch die in § 309 Nr. 7 BGB genannten Ansprüche aus Verschuldenshaftung ausdrücklich ausnimmt (vgl. LAG Hamm, 11. Oktober 2011, 14 Sa 543/11, Rn. 270 ff., 290, juris; 25. September 2012, 14 Sa 280/12, Rn. 162 ff., juris, jeweils m. w. N.).

  • LAG Hamm, 25.09.2012 - 14 Sa 939/12  

    Darlegungs- und Beweislast bei Geltendmachung von Vergütung bei Arbeit auf Abruf

    Insoweit sei § 9 Arbeitsvertrag nicht mit der Ausschlussfrist vergleichbar, die in der vom Kläger zitierten Entscheidung der erkennenden Berufungskammer vom 11. Oktober 2011 (14 Sa 543/11) Gegenstand gewesen sei.

    Zwar ist es zutreffend, dass im vorliegenden Fall der Kläger in seiner Berufungsbegründungsschrift wie auch schon in seinem erstinstanzlichen Schriftsatz vom 4. November 2011 die Entscheidung der erkennenden Berufungskammer vom 11. Oktober 2011 (14 Sa 543/11) umfangreich wörtlich zitiert.

    Eine umfassend formulierte Ausschlussfrist verstößt gegen § 309 Nr. 7 BGB, denn eine Verkürzung der Verjährungsfristen stellt einen Haftungsausschluss bzw. eine Haftungsbegrenzung im Sinne dieser Vorschrift dar (vgl. LAG Hamm, 11. Oktober 2011, 14 Sa 543/11, juris, Rn. 288 f.).

    Bei Anwendung der für Allgemeine Geschäftsbedingungen maßgeblichen objektiven Auslegung ist dies bei einer Ausschlussfrist wie der des § 9 Abs. 1 Satz 1 Arbeitsvertrag gerade der Fall (vgl. LAG Hamm, 11. Oktober 2011, 14 Sa 543/11, juris, Rn. 282 f. i. V. m. Rn. 234 ff).

    Diese Rechtsprechung prägt bei den typischerweise an Arbeitsverträgen beteiligten Verkehrskreisen das Verständnis von individualrechtlich vereinbarten Ausschlussfristen (vgl. LAG Hamm, 11. Oktober 2011, 14 Sa 543/11, juris, Rn. 243, 283).

    Ob es sich bei einem Anspruch um einen Ausnahmefall im Arbeitsverhältnis handelt, ist dann irrelevant (vgl. LAG Hamm, 11. Oktober 2011, 14 Sa 543/11, juris, Rn. 283).

    Die Bestimmung verstößt gegen das Transparenzgebot, weil sie außer der Haftung für Vorsatz die in § 309 Nr. 7 BGB genannten Ansprüche aus Verschuldenshaftung nicht ausdrücklich ausnimmt (vgl. LAG Hamm. 11. Oktober 2011, 14 Sa 543/11, juris; Rn. 270 ff., 290).

  • LAG Hamm, 25.09.2012 - 14 Sa 280/12  

    Darlegungs- und Beweislast bei Vergütungsanspruch für Arbeit auf Abruf

    Insoweit sei § 9 Arbeitsvertrag nicht mit der Ausschlussfrist vergleichbar, die in der vom Kläger zitierten Entscheidung der erkennenden Berufungskammer vom 11. Oktober 2011 (14 Sa 543/11) Gegenstand gewesen sei.

    Zwar ist es zutreffend, dass im vorliegenden Fall der Kläger in seiner Berufungsbegründungsschrift wie auch schon in seinem erstinstanzlichen Schriftsatz vom 4. November 2011 die Entscheidung der erkennenden Berufungskammer vom 11. Oktober 2011 (14 Sa 543/11) umfangreich wörtlich zitiert.

    Eine umfassend formulierte Ausschlussfrist verstößt gegen § 309 Nr. 7 BGB, denn eine Verkürzung der Verjährungsfristen stellt einen Haftungsausschluss bzw. eine Haftungsbegrenzung im Sinne dieser Vorschrift dar (vgl. LAG Hamm, 11. Oktober 2011, 14 Sa 543/11, juris, Rn. 288 f.).

    Bei Anwendung der für Allgemeine Geschäftsbedingungen maßgeblichen objektiven Auslegung ist dies bei einer Ausschlussfrist wie der des § 9 Abs. 1 Satz 1 Arbeitsvertrag gerade der Fall (vgl. LAG Hamm, 11. Oktober 2011, 14 Sa 543/11, juris, Rn. 282 f. i. V. m. Rn. 234 ff).

    Diese Rechtsprechung prägt bei den typischerweise an Arbeitsverträgen beteiligten Verkehrskreisen das Verständnis von individualrechtlich vereinbarten Ausschlussfristen (vgl. LAG Hamm, 11. Oktober 2011, 14 Sa 543/11, juris, Rn. 243, 283).

    Ob es sich bei einem Anspruch um einen Ausnahmefall im Arbeitsverhältnis handelt, ist dann irrelevant (vgl. LAG Hamm, 11. Oktober 2011, 14 Sa 543/11, juris, Rn. 283).

    Die Bestimmung verstößt gegen das Transparenzgebot, weil sie außer der Haftung für Vorsatz die in § 309 Nr. 7 BGB genannten Ansprüche aus Verschuldenshaftung nicht ausdrücklich ausnimmt (vgl. LAG Hamm. 11. Oktober 2011, 14 Sa 543/11, juris; Rn. 270 ff., 290).

  • LAG Hamm, 09.09.2014 - 14 Sa 389/13  

    AGB; Auslegung; Ausschlussfrist; Schadensersatz; unerlaubte Handlung;

    Nach der Auffassung der erkennenden Kammer des Berufungsgerichts erfassen Ausschlussfristen, welche die für die "beiderseitigen Ansprüche aus diesem Vertrag", "alle Ansprüche der Vertragsparteien aus oder im Zusammenhang mit dem Arbeitsverhältnis" oder für "alle beiderseitigen Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis und solche, die mit dem Arbeitsverhältnis in Verbindung stehen," gelten sollen, sämtliche Ansprüche aus der Haftung wegen vorsätzlicher oder fahrlässiger Schädigung ( vgl. LAG Hamm, 11. Oktober 2011, 14 Sa 543/11, Rn. 243 ff., 283 f., juris = NZA-RR 2011, 75 (Leitsatz); 25. September 2012, 14 Sa 280/12, juris, Rn. 139 ff.; 1. August 2014, 14 Ta 344/14, juris, Rn. 9. ff. ).

    Weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer werden nach Anspruchsgrundlagen differenzieren, wenn eine Ausschlussfrist schon ihrem Wortlaut nach für alle Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis gelten soll ( vgl. LAG Hamm, 11. Oktober 2011, 14 Sa 543/11, juris, Rn. 243 f., 283; 25. September 2012, 14 Sa 280/12, juris, Rn. 139, 141 f.; 1. August 2014, 14 Ta 344/14, juris, Rn. 12 ).

    Zum einen besitzen umfassend formulierte tarifvertraglicher Ausschlussfristen eine entsprechende Reichweite bis hin zu gesetzlich unabdingbaren Ansprüchen ( vgl. zum Ganzen LAG Hamm, 11. Oktober 2011, 14 Sa 543/11, juris, Rn. 241 f.; 25. September 2012, 14 Sa 280/12, juris, Rn. 140, jeweils m. w. N. zur Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts ).

    Um regelungsbedürftige außergewöhnliche oder fernliegende Fälle muss man sich deswegen keine Gedanken machen ( vgl. LAG Hamm, 11. Oktober 2011, 14 Sa 543/11, Rn. 244, juris; 25. September 2012, 14 Sa 280/12, Rn. 141., juris; 1. August 2014, 14 Ta 344/14, juris, Rn. 15 ).

    "Außergewöhnlich" bzw. "fernliegend" ist nicht zu verwechseln mit "zahlreich", insbesondere nicht auf diese Bedeutung beschränkt ( vgl. LAG Hamm, 11. Oktober 2011, 14 Sa 543/11, juris, Rn. 283; 25. September 2012, 14 Sa 280/12, Rn. 143 f.; 1. August 2014, 14 Ta 344/14, juris, Rn. 15 ).

    Anders als die bisher sowohl vom Bundesarbeitsgericht als auch der erkennenden Kammer des Berufungsgerichts beurteilten in einer Formularvertragsklausel enthaltenen Verfallfristen, die für alle Ansprüche aus einem Arbeitsvertrag oder Arbeitsverhältnis gelten sollten und damit auch gesetzliche Ansprüche umfassten ( vgl. LAG Hamm, 11. Oktober 2011, 14 Sa 543/11, juris, Rn. 245 ), kann aufgrund der gegenständlichen Eingrenzung der Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis unter Berücksichtigung des objektiv-generalisierenden Maßstabes bei der Auslegung Allgemeiner Geschäftsbedingungen nicht davon ausgegangen werden, dass unter Zugrundelegung des Verständnisses der typischerweise am Abschluss von Arbeitsverträgen beteiligten Verkehrskreise damit alle auf dem Lebenssachverhalt "Arbeitsverhältnis" beruhenden Ansprüche von der Ausschlussfrist erfasst sein sollen.

  • ArbG Berlin, 12.08.2016 - 28 Ca 6951/16  

    Hinwirken auf die zeitgerechte Inanspruchnahme des Erholungsurlaubs seiner

    [50] S. LAG Hamm 11.10.2011 - 14 Sa 543/11 - SpuRt 2012, 163 (Volltext: "Juris") [Leitsätze 5 u. 6]: "5.
  • OLG Hamm, 23.10.2014 - 28 U 98/13  

    Fußballtrainer der 2. BL unberechtigt entlassen - Kündigungsschutzklage versäumt

    Nach der Rechtsprechung des LAG Hamm, Urt. 14 Sa 543/11 vom 11.10.2011, müsse der Arbeitgeber den Arbeitnehmer so stellen, wie die Situation sich mit einem vergleichbaren Arbeitnehmer fortentwickelt hätte.

    Zusätzlich ist eine Entbehrlichkeit des Angebots der Trainerleistung auch dann anzunehmen, wenn der Verein bereits einen Nachfolgetrainer eingestellt hat (LAG NRW NZA-RR 2012, 75 - juris-Tz. 76), was hier durch die Einstellung des Trainers G mit Wirkung ab April 2009 geschehen war, der dann seinerseits später durch den Trainer M ersetzt wurde.

    Dementsprechend werden Prämienzahlungen an Fußballtrainer in der arbeitsgerichtlichen Rechtsprechung als Entgeltbestandteile angesehen, die im Rahmen des Annahmeverzugs fortzuzahlen sind (LAG Hamm NZA-RR 2012, 75 - juris Tz. 78f).

    Wenn aber ein Arbeitnehmer durch eine vertragswidrige Suspendierung um die Chance gebracht wird, bestimmte Arbeitserfolge zu erzielen, dann darf ihm nach dem Rechtsgedanken des § 162 BGB nicht der Anspruch auf die diesbezüglichen erfolgsbezogenen Vergütungsbestandteile versagt werden (LAG NRW NZA-RR 2012, 75).

  • LAG Köln, 13.09.2018 - 4 Sa 964/17  

    Einzelfallentscheidung; verhaltens-/personenbedingte Kündigung; Auflösungsantrag

    Dabei sind alle Entgeltbestandteile zu berücksichtigen, also auch erfolgs- bzw. leistungsabhängige Vergütungsbestandteile (vgl. Landesarbeitsgericht Hamm, Urteil vom 11.10.2011 - 14 Sa 543/11, juris Rn. 77 bis 78; Preis in: Erfurter Kommentar zum Arbeitsrecht, 18. Auflage 2018, § 615 BGB Rn. 76).
  • ArbG Berlin, 06.11.2015 - 28 Ca 9517/15  

    Unwirksamkeit einer Verfallsklausel - sämtliche "Ansprüche aus dem

    [68] S. LAG Hamm 11.10.2011 - 14 Sa 543/11 - SpuRt 2012, 163 (Volltext: "Juris") [Leitsätze 5 u. 6]: "5.
  • LAG Rheinland-Pfalz, 20.02.2014 - 5 Sa 255/13  

    AGB-Kontrolle - einzelvertragliche Ausschlussfrist

    Auf die abweichende Ansicht des Landesarbeitsgerichts Hamm (11.10.2011 - 14 Sa 543/11 - Juris), auf die sich der Kläger stützt, kommt es nicht an.

    Auf die abweichende Ansicht des Landesarbeitsgerichts Hamm (11.10.2011 - 14 Sa 543/11 - Juris), auf die sich der Kläger stützt, kommt es nicht an.

  • LAG Mecklenburg-Vorpommern, 05.09.2017 - 2 Sa 26/17  

    Unwirksame arbeitsvertraglich vereinbarte Ausschlussfrist -

  • LAG Mecklenburg-Vorpommern, 17.10.2017 - 2 Sa 60/17  

    Angemessener Nachtzuschlag nach § 6 Abs. 5 ArbZG für Pflegekräfte in einem

  • LAG Mecklenburg-Vorpommern, 17.10.2017 - 2 Sa 59/17  

    Angemessener Nachtzuschlag nach § 6 Abs. 5 ArbZG für Pflegekräfte in einem

  • ArbG Hagen, 21.02.2012 - 1 Ca 1698/11  

    Aussetzen von Streitigkeiten wegen sog. "equal-pay"-Vergütung gestützt auf § 10

  • ArbG Köln, 20.05.2016 - 2 Ca 3155/15  

    Claus-Peter Wollitz gewinnt Rechtsstreit gegen Viktoria Köln

  • ArbG Bielefeld, 04.04.2012 - 6 Ca 1896/11  

    Vergütungsanspruch eines nur unzureichend informierten Arbeitnehmers bzgl. eines

  • ArbG Bielefeld, 15.02.2012 - 6 Ca 1896/11  

    Betriebsübergang, Widerspruch, Annahmeverzug des Betriebsveräußerers, Anrechnung

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