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   LG Bochum, 23.10.2014 - I-7 T 121/14   

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https://dejure.org/2014,32335
LG Bochum, 23.10.2014 - I-7 T 121/14 (https://dejure.org/2014,32335)
LG Bochum, Entscheidung vom 23.10.2014 - I-7 T 121/14 (https://dejure.org/2014,32335)
LG Bochum, Entscheidung vom 23. Januar 2014 - I-7 T 121/14 (https://dejure.org/2014,32335)
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Volltextveröffentlichungen (4)

  • openjur.de
  • NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Erinnerung des Gläubigers gegen den Ansatz von Kosten für die persönliche Zustellung der Ladung zum Termin zur Abgabe der Vermögensauskunft; Grenzen der Ermessensausübung für die Wahl der Zustellungsart bezüglich der Terminsladung; Beantragung der Bestimmung eines ...

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Verfahrensgang

  • AG Herne - 24 M 2345/13
  • LG Bochum, 23.10.2014 - I-7 T 121/14
 
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Wird zitiert von ... (7)

  • LG Halle, 19.03.2019 - 1 T 51/19
    Diese betrifft den Beginn und das Ende sowie Art und Ausmaß des Vollstreckungszugriffs (Zöller/Stöber, ZPO, 31. Aufl., vor § 704 Rn. 19; Thomas/Putzo/Seiler, ZPO, 34. Aufl., Vorbem. V § 704 Rn. 30; Glenk, Unverzichtbares Allerlei - Amt und Haftung des Gerichtsvollziehers, NJW 2014, 2315 (2315 f.); Prütting/Gehrlein/Kroppenberg, ZPO, 6. Aufl., § 753 Rn. 11 ff.; LG Bochum, Beschl. v. 23.10.2014 - I-7 T 121/14, Rn. 15, zitiert nach juris).

    Die Wahl der Zustellungsart ist ein Zwischenschritt bei der Durchführung einer laufenden Zwangsvollstreckung und fällt nicht darunter (vgl. LG Bochum, Beschl. v. 23.10.2014 - I-7 T 121/14, Rn. 15, zitiert nach juris).

    Im Interesse einer zweckmäßigen und effektiven Erledigung des Vollstreckungsablaufs ist ihm durch die Einräumung des pflichtgemäßen Ermessens die notwendige Flexibilität gegeben (vgl. Prütting/ Gehrlein/Neff, ZPO, 6. Aufl., § 154 GVG Rn. 7 und 8; LG Bochum, Beschl. v. 23.10.2014 - I-7 T 121/14, Rn. 15, zitiert nach juris; siehe auch (Schröder-Kay/Winter, Das Kostenwesen der Gerichtsvollzieher, 13. Aufl., II Nr. 100 Rn. 55, OLG Celle).

    Der § 15 GVGA als die speziellere Regelung verdeutlicht jedoch, dass die Weisung des Gläubigers nur ein Aspekt unter mehreren ist (vgl. LG Bochum, Beschl. v. 23.10.2014 - I-7 T 121/14, Rn. 15, zitiert nach juris).

    Aus der Formulierung des § 15 Abs. 2 Satz 1 GVGA "insbesondere" folgt vielmehr, dass die in der Bestimmung enthaltenen Gründe für eine persönliche Zustellung nicht abschließend sind, so dass auch weitere Erwägungen des Gerichtsvollziehers eine persönliche Zustellung erlauben (vgl. LG Karlsruhe Beschl. v. 24.3.2016 - 5 T 94/15, BeckRS 2016, 18952, beck-online; AG Köln, Beschluss vom 14.10.2014 - 288 M 857/14; OLG Stuttgart, Beschluss vom 23.02.2015 - 8 W 75/15, LG Bonn, Beschluss vom 23.10.2014 - I-7 T 121/14; andere Ansicht: Häublein, in Münchener Kommentar, ZPO, 4. Auflage 2013, § 194 Rn. 1; LG Dresden, Beschluss vom 10.07.2007 - 3 T 501/07).Prüfungsmaßstab ist demnach, ob das Ermessen überhaupt ausgeübt wurde, ob dessen Grenzen eingehalten wurden und ob alle wesentlichen Umstände Beachtung gefunden haben (vgl. OLG Karlsruhe Beschl. v. 22.7.2016 - 11 W 66/16, BeckRS 2016, 13620, beck-online; OLG Stuttgart, Beschluss vom 18. April 2016 - 8 W 63/16, juris Rn. 20).

    Dabei sollen Kriterien, die auf eine Vielzahl oder gar sämtliche Zustellungen zutreffen, für eine ordnungsgemäße Ausübung des pflichtgemäßen Ermessens im Einzelfall nicht ausreichen (vgl. hierzu LG Bochum, Beschl. v. 23.10.2014 - I-7 T 121/14, Rn. 11 m. w. N; zitiert nach juris; Musielak/Wittschier, ZPO, 11. Auflage, § 194, Rn. 2).

    Diese Auffassung lässt den Gerichtsvollzieher die persönliche Zustellung auch aus allgemeinen Erwägungen wählen (vgl. AG Neunkirchen, Beschl. v. 31.01.2014, 18 M 34/14, zitiert nach juris; zur Rechtsprechungs- und Literaturübersicht siehe auch LG Bochum, Beschl. v. 23.10.2014 - I-7 T 121/14, Rn. 12 m. w. N.; siehe auch AG Lichtenberg, Beschl. v. 20.06.2014 - 35 M 8015/14, DGVZ 2014, 205).

    Aus dieser Ansicht folgt, dass der Gerichtsvollzieher in seiner Ermessensausübung freier ist, sodass die persönliche Zustellung der Ladung zum Termin zur Vermögensauskunft häufiger pflichtgemäßem Ermessen entspricht (LG Bochum, Beschl. v. 23.10.2014 - I-7 T 121/14, Rn. 12, zitiert nach juris).

    Der Gerichtsvollzieher ist daher grundsätzlich an die Weisungen des Gläubigers, die -wie hier- ohne Vorliegen von rechtfertigenden Gründen erteilt wurden, hinsichtlich der Zustellungsart nicht gebunden (vgl. Zöller/Stöber, ZPO, 31. Aufl., § 192 Rn. 3; Prütting/Gehrlein/Tombrink/ Kessen, ZPO, 6. Aufl., § 192 Rn. 1; LG Bochum, Beschl. v. 23.10.2014 - I-7 T 121/14, Rn. 12, zitiert nach juris zur Notwendigkeit einer Begründung siehe LG Bochum, Beschl. v. 23.10.2014 - I-7 T 121/14, Rn. 16).

    Der Gerichtsvollzieher kann, worauf das LG Bochum (vgl. LG Bochum, Beschl. v. 23.10.2014 - I-7 T 121/14, Rn. 13, zitiert nach juris) zu Recht hinweist, seine Ermessensausübung auch mit Erwägungen begründen, die für eine Vielzahl von Fällen gelten.

  • OLG Koblenz, 20.10.2015 - 14 W 675/15

    Gerichtsvollzieherkosten: Kosten bei persönlicher Zustellung der Ladung zur

    Nach der Anhörung des Bezirksrevisors bei dem Landgericht Koblenz, der lediglich auf die Entscheidung des LG Bochum vom 23.10.2014 (7 T 121/14) verwies, hat das Amtsgericht am 11.2.2015 die Erinnerung zurückgewiesen, zugleich jedoch die Beschwerde zugelassen.

    Die entgegenstehende Auffassung, der Gerichtsvollzieher dürfe auf allgemeine Erwägungen und generelle Erfahrungswerte zurückgreifen (OLG Stuttgart NJW 2015, 2513; LG Bochum v. 23.10.2014, 7 T 121/14), überzeugt den Senat nicht.

  • OLG Stuttgart, 23.02.2015 - 8 W 75/15

    Gerichtsvollzieherkosten: Kostenansatz bei persönlicher Zustellung einer Ladung

    Die Wahl zwischen beiden Zustellungsarten trifft der Gerichtsvollzieher nach pflichtgemäßem Ermessen (Stöber in Zöller, ZPO, 30. Auflage 2014, § 192 ZPO Rn. 3; Häublein in Münchener Kommentar zur ZPO, 4. Auflage 2013, § 192 ZPO Rn. 2; Wittschier in Musielak, ZPO, 11. Auflage 2014, § 194 ZPO Rn. 2; Dörndorfer in Beck'scher online-Kommentar ZPO, Hrsg.: Vorwerk/Wolf, Stand 1. Januar 2015, § 192 ZPO Rn. 2; Landgericht Bochum, Beschluss vom 23. Oktober 2014, Az. 7 T 121/14, in juris; Amtsgericht Köln, Beschluss vom 14. Oktober 2014, Az. 288 M 857/14, in juris; Landgericht Offenburg DGVZ 2014, 259; Amtsgericht Homburg BeckRS 2015, 00850; Amtsgericht Limburg DGVZ 2014, 204; Amtsgericht Lichtenberg DGVZ 2014, 205; Amtsgericht Neunkirchen DGVZ 2014, 130; Amtsgericht Esslingen JurBüro 2013, 433; Landgericht Cottbus, Beschluss vom 11. Mai 2010, Az. 7 T 6/10, in juris; Landgericht Dresden, Beschluss vom 10. Juli 2007, Az. 3 T 501/07, in juris; Amtsgericht Bonn DGVZ 2006, 124; je m.w.N.; § 15 Abs. 2 GVGA).
  • OLG Karlsruhe, 22.07.2016 - 11 W 66/16

    Erinnerung gegen den Ansatz von Gerichtsvollzieherkosten: Ermessen des

    (3) Die überwiegende Meinung lehnt derartige Einschränkungen des Ermessens ab, so dass der Gerichtsvollzieher die persönliche Zustellung auch aus allgemeinen Zweckmäßigkeitserwägungen heraus wählen kann (OLG Stuttgart, Beschluss vom 18. April 2016 - 8 W 63/16, juris Rn. 16 ff.; OLG Köln, Beschluss vom 13. April 2015 - 17 W 319/14, juris Rn. 19 ff.; LG Ellwangen, Beschluss vom 12. Januar 2015 - 1 T 224/14, BeckRS 2015, 08684; LG Bochum, Beschluss vom 23. Oktober 2014 - 7 T 121/14, juris Rn. 13 ff.; LG Offenburg, Beschluss vom 17. September 2014 - 4 T 187/14, juris Rn. 5 ff; AG Leipzig, Beschluss vom 28. Januar 2015 - 431 M 23908/14, juris Rn. 23 ff.; AG Gernsbach, Beschluss vom 8. Oktober 2014 - 1 M 165/14, BeckRS 2015, 00855; BeckOK-ZPO/Utermark/Fleck, Ed. 20 § 802f Rn. 2; Prütting/Gehrlein/Meller-Hannich, ZPO 8. Aufl. § 802f Rn. 9).
  • OLG Frankfurt, 02.12.2016 - 12 W 2/16

    Ermessen des Gerichtsvollziehers bei Wahl der Zustellung

    Die wohl überwiegende Meinung lehnt derartige Einschränkungen des Ermessens ab, so dass der Gerichtsvollzieher die persönliche Zustellung auch aus allgemeinen Zweckmäßigkeitserwägungen heraus wählen kann (OLG Karlsruhe, aao; OLG Stuttgart, aao.; OLG Köln, aao.; LG Ellwangen, BeckRS 2015, 08684; LG Bochum, 7 T 121/14, juris RN 13 ff.; LG Offenburg, juris RN 5 ff; AG Otterndorf, 8 M 595/15, juris RN 4 ff; AG Leipzig, 431 M 23908/14, juris RN 23 ff.; AG Gernsbach, BeckRS 2015, 00855; BeckOK-ZPO/Utermark/Fleck, Ed. 20 § 802f Rn. 2; Prütting/Gehrlein/Meller-Hannich, ZPO, 8. Aufl. § 802f RN 9; Mroß, DGVZ 2015, 254, Anm. zu OLG Koblenz, 14 W 675/15).
  • LG Wuppertal, 19.05.2017 - 16 T 126/17
    Aus der Formulierung des § 15 Abs. 2 Satz 1 GVGA "insbesondere" folgt vielmehr, dass die in der Bestimmung enthaltenen Gründe für eine persönliche Zustellung nicht abschließend sind, so dass auch weitere Erwägungen des Gerichtsvollziehers eine persönliche Zustellung erlauben (vgl. LG Karlsruhe Beschl. v. 24.3.2016 - 5 T 94/15, BeckRS 2016, 18952, beck-online; AG Köln, Beschluss vom 14.10.2014 - 288 M 857/14; OLG Stuttgart, Beschluss vom 23.02.2015 - 8 W 75/15, LG Bonn, Beschluss vom 23.10.2014 - I-7 T 121/14; andere Ansicht: Häublein, in Münchener Kommentar, ZPO, 4. Auflage 2013, § 194 Rn. 1; LG Dresden, Beschluss vom 10.07.2007 - 3 T 501/07).
  • AG Duisburg-Hamborn, 19.08.2015 - 20 M 2676/15

    Wahl der Zustellungsart durch den Gerichtsvollzieher

    Der § 15 GVGA NRW als die speziellere Reglung für Zustellungen verdeutlich jedoch, dass die Weisung des Gläubigers nur ein Aspekt unter mehreren ist (vgl. LG Bochum, Beschluss vom 23.10.2014, Az. I-7 T 121/14 Rn. 15, zitiert nach juris).
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