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   LG Duisburg, 10.11.2016 - 8 O 492/11   

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https://dejure.org/2016,50638
LG Duisburg, 10.11.2016 - 8 O 492/11 (https://dejure.org/2016,50638)
LG Duisburg, Entscheidung vom 10.11.2016 - 8 O 492/11 (https://dejure.org/2016,50638)
LG Duisburg, Entscheidung vom 10. November 2016 - 8 O 492/11 (https://dejure.org/2016,50638)
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Volltextveröffentlichungen (6)

  • openjur.de
  • NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Haftung des Herstellers von Kalksandsteinen wegen Herstellung von Kalksandsteinen mit Sprühabsorptionsrückständen als Kalkersatz; Einbeziehung eines Dritten in ein Vertragsverhältnis i.R.v. Schadensersatzansprüchen; Haftung des Herstellers für Produktfehler

  • rabüro.de

    Zur Haftung eines Bauprodukteherstellers wegen Inverkehrbringen von mangelhaften Kalksandsteinen

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Kalk durch Sprühabsorptionsrückstände ersetzt: Haftet der Kalksandsteinhersteller?

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • BauR 2017, 1084
 
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Wird zitiert von ...

  • LG Duisburg, 10.11.2016 - 8 O 502/11

    Deliktshaftung des Herstellers fehlerhafter Produkte; Schadenersatz wegen

    Die Kammer hat - in wesentlichen Teilen im Rahmen einer Verbindung mit dem Rechtsstreit 8 O 492/11 zur Beweisaufnahme - Beweis durch Vernehmung von Zeugen und Einholung eines mündlich erläuterten Sachverständigengutachtens erhoben.

    Die Kammer hat außerdem angeordnet, dass die schriftlichen Gutachten des Sachverständigen E M2 in den Rechtsstreiten 8 O 492/11 und 8 O 502/11 wechselseitig verwertet werden sollen.

    Insoweit wird auch auf das Gutachten des Sachverständigen E M2 vom 19. Februar 2015 im Rechtsstreit 8 O 492/11 Bezug genommen.

    Zur Dauer dieses Prozesses hat der Sachverständige erläutert, dass er zwei Bohrproben, die er in dem Rechtsstreits 8 O 492/11 im Auftrag der Kammer aus dem Keller der Eheleute G3 entnommen hat und die einen SO 3 -Masseanteil von bis zu knapp 20 % aufwiesen, mittlerweile 14 Monate in Wasser gelagert habe, ohne dass es an diesen Proben zu äußerlichen Veränderungen gekommen sei (Protokoll vom 1.9.2016, S. 3).

    C4 und E2 V2 in ihrer Stellungnahme vom 6. September 2013 (Anlage KE 44, Bl. 489 ff), des Architekten T4 in seinem Gutachten vom 19. November 2012 im selbständigen Beweisverfahren 8 OH 480/11 (Anlage K 37 im Rechtsstreit 8 O 492/11, dort Bl. 675 ff) , des Sachverständigen D in seinem Gutachten vom 3. Juni 2014 im Rechtsstreit 2 O 462/11 (Anlage K 38 im Rechtsstreit 8 O 492/11, dort Bl. 711 ff, insbesondere Bl. 723) und des Privatgutachters E2 K in seinem Begehungsprotokoll vom 30. Oktober 2015 (Anlage K 43 im Rechtsstreit 8 O 492/11, dort Bl. 870 ff), mit denen sich der Sachverständige E M2 auf Grundlage des Beschlusses der Kammer vom 30. Juni 2016 auseinandergesetzt hat.

    Schlagend für diese Einschätzung spricht aus Sicht der Kammer, dass der Sachverständige zwei der von ihm im Rechtsstreit 8 O 492/11 entnommenen Proben seinerseits einer - von der Wirklichkeit erheblich abweichenden - Extremsituation ausgesetzt hat, indem er diese Proben 14 Monate lang in Wasser gelagert hat, ohne dass sich äußerliche Veränderungen an diesen Proben zeigten.

    Dabei wiesen die Proben nach der Analyse des Sachverständigen einen Sulfatgehalt von 9, 5 Ma.-% (Proben-Nr. 8) bzw. 19, 43 Ma.-% (Proben-Nr. 1) auf (Gutachten vom 19. Februar 2015, S. 21, Zusatzheft VIII im Rechtsstreit 8 O 492/11).

    Dabei wird er vernünftigerweise - wie etwa die Kläger im Rechtsstreit 8 O 492/11- und wie unmittelbar einleuchtet eine funktionsfähige Abdichtung seines Gebäudes herstellen, bevor er ggf. beschädigtes Mauerwerk austauscht, weil andernfalls auch das neue Mauerwerk unverändert dauerhaft Feuchtigkeit ausgesetzt wäre.

    Im Termin am 21. Januar 2016 hat die Beklagte dann die Originale dieser Unterlagen vorgelegt, die vom Gericht und den Parteien in Augenschein genommen wurden und von denen dann das Gericht Kopien für die Prozessakten und die Kläger in den Rechtsstreiten 8 O 492/11 und 8 O 502/11 fertigen konnte (Protokoll vom 21. Januar 2016 S. 3 f.).

    Der Sachverständige E M2 hat zwar in seinem schriftlichen Gutachten im Rechtsstreit 8 O 492/11, das durch die Verwertung gemäß § 411a ZPO (Protokoll vom 17. September 2015, S. 1) auch Beweismittel dieses Rechtsstreits geworden ist, festgestellt, dass die von der Beklagten wegen eines höheren Sulfatanteils als 1 Gew.-% nicht der DIN 106 entsprächen (vgl. 7.6.5 der DIN 106, Anlage KE 19 im Zusatzheft V).

    Ss 2.4.2015 8 O 492/11.

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