Rechtsprechung
   LG Köln, 07.10.2009 - 28 O 263/09   

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Zitiervorschläge

https://dejure.org/2009,25090
LG Köln, 07.10.2009 - 28 O 263/09 (https://dejure.org/2009,25090)
LG Köln, Entscheidung vom 07.10.2009 - 28 O 263/09 (https://dejure.org/2009,25090)
LG Köln, Entscheidung vom 07. Januar 2009 - 28 O 263/09 (https://dejure.org/2009,25090)
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Volltextveröffentlichungen (5)

  • openjur.de
  • NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
  • rechtambild.de

    Tod als zeitgeschichtliches Ereignis

  • Jurion(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Tod des Sohnes einer deutschen Schauspielerin durch Ertrinken im Pool auf dem Anwesen eines im Lichte der Öffentlichkeit stehenden Rockstars als Ereignis der Zeitgeschichte; Schadensersatzanspruch einer Schauspielerin aufgrund der Veröffentlichung eines Textberichts und Fotos über den Tod ihres Sohnes nach eigenen ausführlichen Äußerungen über das Unfallereignis und ihre Empfindungen; Zubilligung einer Geldentschädigung aufgrund der Ablichtung eines Paparazzi-Fotos vom Eintreffen einer Mutter am Unfallort und bei der Beerdigung ihres Sohnes; Umfang des grundrechtlich verankerten Schutzes der Privatsphäre in Abwägung mit der grundrechtlich geschützten Pressefreiheit; Schadensersatzanspruch aufgrund der Ablichtung eines im Jahre 2001 entstandenen Paparazzi-Fotos im Jahre 2008 nach bereits erfolgter und nicht beanstandeter Ablichtung im Jahre 2001

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

Papierfundstellen

  • afp 2010, 597
  • afp 2011, 102



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Wird zitiert von ...  

  • OLG Dresden, 12.07.2011 - 4 U 188/11

    Unterlassungsklage; Geldentschädigung

    d) Ein weiterer Eingriff in die Privatsphäre der Klägerin liegt darin, dass durch die Berichterstattung der Beklagten über den Suizid ihres Sohnes und die namentliche Erwähnung der Klägerin in diesem Zusammenhang ihr Recht, mit der Trauer um ihren verstorbenen Sohn allein zu bleiben und insoweit in Ruhe gelassen zu werden, verletzt wird (vgl. hierzu OLG Jena aaO; OLG Düsseldorf AfP 2000, 574; LG Köln AfP 2010, 597; allgemein zum Kernbereich BGH NJW 2011, 744).

    Eine rücksichtslose "Zwangskommerzialisierung", die durch eine Erhöhung der Geldentschädigung abgeschöpft werden müsste, ist schon angesichts des im Berichtszeitraum rückläufigen Bekanntheitsgrades der Klägerin nicht erkennbar; eine Auflagensteigerung durch die streitgegenständliche Berichterstattung hat die Klägerin nicht behauptet, die Gesamtauflage der M. in den Ausgaben Chemnitz und Dresden ist im Verhältnis zu vergleichbaren Entscheidungen (etwa LG Köln ZUM-RD 2010, 565: 770.000 Aufl. bei 2 Mio Reichweite) eher am unteren Rand anzusiedeln.

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