Rechtsprechung
   LG Saarbrücken, 09.03.2012 - 13 S 51/11   

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Zitiervorschläge

https://dejure.org/2012,7436
LG Saarbrücken, 09.03.2012 - 13 S 51/11 (https://dejure.org/2012,7436)
LG Saarbrücken, Entscheidung vom 09.03.2012 - 13 S 51/11 (https://dejure.org/2012,7436)
LG Saarbrücken, Entscheidung vom 09. März 2012 - 13 S 51/11 (https://dejure.org/2012,7436)
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Volltextveröffentlichungen (4)

Kurzfassungen/Presse

  • bld.de (Leitsatz/Kurzinformation)

    Für die Bemessung eines Schadens gilt § 287 ZPO auch bei Anwendung ausländischen materiellen Rechts

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW-RR 2012, 885
  • NZV 2013, 33



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Wird zitiert von ... (6)  

  • LG Saarbrücken, 11.05.2015 - 13 S 21/15

    Zur Haftung wegen eines Verkehrsunfalls nach französischem Recht

    Die Regelung findet hier Anwendung, da es sich um einen Anspruch aus einem Verkehrsunfall handelt (vgl. Kammerurteil vom 9. März 2012 - 13 S 51/11, NJW-RR 2012, 885 ff.; Geigel/Haag, Der Haftpflichtprozess, 26. Aufl. 2011, Kap. 43 Rdn. 59; Wurmnest in: jurisPK-BGB, Art. 4 Rom-II-VO Rdn. 38; Palandt/Thorn, BGB, 74. Aufl. 2015, Art. 4 (IPR) Rom II Rdn. 18), der nach dem 11. Januar 2009 entstanden ist (vgl. Art. 32 Rom II VO).

    Für die hier geltend gemachten Schäden ist Erfolgsort der Tatort - hier Frankreich (vgl. Kammerurteil vom 9. März 2012 aaO; LG Frankenthal, Urteil vom 14. April 2011 - 4 O 155/09, zitiert nach juris; Bachmeier, Regulierung von Auslandsunfällen, D/EU Rdn. 217; Palandt/Thorn aaO; Riedmeyer, zfs 2008, 602, 608).

    a) Nach Art. 124-3 Code des Assurances besteht ein Direktanspruch gegen das französische Haftpflichtversicherungsunternehmen (vgl. BGH, Urteil vom 7. Dezember 2010 - VI ZR 48/10, MDR 2011, 121; Kammerbeschluss vom 22. Juni 2012 - 13 S 12/12, DAR 2012, 465 ff.; Kammerurteil vom 9. März 2012 aaO).

    Dieser ist auch nicht dadurch ausgeschlossen, dass die Klägerin ein nach französischem Recht vorgesehenes vorprozessuales Entschädigungsverfahren nicht beschritten hätte (vgl. hierzu etwa Kammerurteil vom 9. März 2012 aaO).

    Ein Totalschadensfall, in dem Ausnahmen von diesem Grundsatz gelten (vgl. Kammerurteil vom 9. März 2012 aaO), liegt angesichts des geringen Schadens an dem Lkw der Klägerin offenkundig nicht vor.

    c) Eine Unkostenpauschale, wie sie im deutschen Recht als Schadensposition anerkannt ist, kann der Kläger nicht verlangen, da diese nach französischem Recht nicht geschuldet ist (vgl. Kammerurteil vom 9. März 2012 aaO; Neidhart aaO Rdn. 87; Jantkowiak aaO F Rdn. 191).

    a) Nach Art. 15 b) Rom-II-Verordnung richten sich die Zinsforderung als Teil des Haftungsumfangs nach dem Deliktsstatut (vgl. Kammerurteil vom 9. März 2012 aaO; LG Düsseldorf IPRspr 2011, 92; AG Frankenthal, Urteil vom 15. Oktober 2014 - 3a C 158/13, juris; wohl auch AG München zfs 2013, 566; aA LG Lübeck, IPRspr 2010, 120).

    Gemäß Art. 1153-1 Abs. 1 Code civil schuldet der Schädiger gesetzliche Zinsen (vgl. Cass. civ. 2e, Urteil vom 20. Juni 1990 - 89.10347; Kammerurteil vom 9. März 2012 aaO).

  • OLG Saarbrücken, 28.03.2019 - 4 U 18/17
    Denn ihm steht als Geschädigtem eines Verkehrsunfalls nach Art. 3 der 4. Kraftfahrzeughaftpflicht-Richtlinie in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union, also auch in Frankreich, ein Direktanspruch gegen den Haftpflichtversicherer des Schädigers zu (vgl. BGH, Urteil vom 07.12.2010 - VI ZR 48/10, VersR 2011, 774; Palandt/Thorn, BGB, 77. Aufl., Art. 18 Rom II Rn. 3; LG Saarbrücken, Urteil vom 09.03.2012 -13 S 51/11, NJW-RR 2012, 885).

    Nach Art. 4 Abs. 1 Rom II-VO ist bei Straßenverkehrsunfällen auf das Sachrecht des Tatortes, also den Unfallort abzustellen (Palandt/Thorn aaO Art. 4 Rom II Rn. 18; LG Saarbrücken NJW-RR 2012, 885; Urteil vom 11.05.2015 - 13 S 21/15, NJW 2015, 2823).

    a) Nach Art. 15 b) Rom-II-Verordnung richtet sich die Zinsforderung als Teil des Haftungsumfangs nach dem Deliktsstatut (vgl. LG Saarbrücken NJW-RR 2012, 885; NJW 2015, 2823; LG Düsseldorf IPRspr 2011, 92; AG Frankenthal, Urteil vom 15.10.2014 - 3a C 158/13, juris; AG München zfs 2013, 566; aA LG Lübeck, IPRspr 2010, 120).

  • LG Saarbrücken, 22.06.2012 - 13 S 12/12
    Der Geschädigte kann vor dem Gericht des Ortes in einem Mitgliedstaat, an dem er seinen Wohnsitz hat, eine Klage unmittelbar gegen den Versicherer des Schädigers erheben, sofern eine solche unmittelbare Klage zulässig und der Versicherer im Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats ansässig ist (Art. 11 Abs. 2 i.V.m. Art. 9 Abs. 1 b EuGVVO; Gerichtshof, Urteil vom 13. Dezember 2007 - C-463/06, Odenbreit, Slg. 2007 I-11321-1136; BGH, Urteil vom 7. Dezember 2010 - VI ZR 48/10 - VI ZR 48/10, MDR 2011, 121-121, mwN.; Urteil der Kammer vom 9. März 2012 - 13 S 51/11).

    Insbesondere besteht aufgrund der in Art. 18 der Richtlinie 2009/103/EG enthaltenen Verpflichtung in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union, mithin auch in Frankreich, ein Direktanspruch des Geschädigten gegen den Haftpflichtversicherer des Schädigers (vgl. Art. 18 Rom-II-VO, Art. 124-3 Code des Assurances; zur 4. Kraftfahrzeughaftpflicht-Richtlinie auch BGH, Urteil vom 7. Dezember 2010 aaO; Urteil der Kammer vom 9. März 2012 aaO).

  • OLG Saarbrücken, 16.01.2014 - 4 U 429/12

    Auslandsunfall: Voraussetzungen für den Ersatz des Verdienst- bzw.

    Dabei kann offen bleiben, ob insoweit, wie das Landgericht angenommen hat (Bd. II Bl. 313 d. A. unten), zu Gunsten des Geschädigten § 287 ZPO eingreift (so auch LG Saarbrücken (13. Zivilkammer) NJW-RR 2012, 885, 886 m. w. Nachw.) oder ob auch insoweit französisches Recht gilt (so LG Hanau, Urt. v. 09.06.2011 - 4 O 28/09, juris Rn. 42).
  • LG Saarbrücken, 25.06.2015 - 13 S 5/15

    Zur Haftung bei Sachschäden unter Fahrzeughaltern nach schweizerischem

    Die Regelung findet hier Anwendung, da es sich um einen Anspruch aus einem Verkehrsunfall handelt, der nach dem 11. Januar 2009 entstanden ist (vgl. Art. 32 Rom II-VO; Kammer, Urteile vom 09.03.2012 - 13 S 51/11, NJW-RR 2012, 885 ff., und vom 11.05.2015 - 13 S 21/15 m.w.N.).
  • AG Mülheim/Ruhr, 07.09.2017 - 23 C 1589/16

    Verkehrsunfall in der Schweiz - Schadensersatzansprüche

    Die Regelung findet hier Anwendung, da es sich um einen Anspruch aus einem Verkehrsunfall handelt, der nach dem 11. Januar 2009 entstanden ist (vgl. Art. 32 Rom II-VO; Kammer, Urteile vom 09.03.2012 - 13 S 51/11, NJW-RR 2012, 885 ff., und vom 11.05.2015 - 13 S 21/15 m.w.N.).
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