Rechtsprechung
   LG Saarbrücken, 19.10.2012 - 13 S 122/12   

Volltextveröffentlichungen (3)

Kurzfassungen/Presse (9)

  • unfallzeitung.de (Kurzinformation/Entscheidungsbesprechung)

    LG Saarbrücken zur Haftung beim Unfall rückwärts ausparkender Fahrzeuge

  • schadenfixblog.de (Kurzinformation)

    Kein Anscheinsbeweis bei vorkollisionärem Stillstand eines rückwärts ausparkenden Kraftfahrers - Haftung des stehenden Kfz zu 20%

  • ra-braune.de (Kurzinformation)

    Wenn’s auf dem Parkplatz kracht

  • rechtstipps.de (Kurzinformation)

    Parkplatzunfall: Vorsicht beim Rückwärtsfahren

  • anwalt-suchservice.de (Kurzinformation)

    Keine Haftung bei stehendem Fahrzeug

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Keine Haftung bei stehendem Fahrzeug

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Keine Haftung bei stehendem Fahrzeug

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Unfall mit parkendem Auto

  • kostenlose-urteile.de (Kurzmitteilung)

    Unfall auf Parkplatz: Stehender Autofahrer verschuldet keinen Unfall - LG Saarbrücken zur Haftungsverteilung bei einem Parkplatzunfall

Besprechungen u.ä.

  • unfallzeitung.de (Kurzinformation/Entscheidungsbesprechung)

    LG Saarbrücken zur Haftung beim Unfall rückwärts ausparkender Fahrzeuge

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW-RR 2013, 541
  • NZV 2013, 491



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Wird zitiert von ... (5)  

  • BGH, 15.12.2015 - VI ZR 6/15  

    Verkehrsunfallhaftung: Unanwendbarkeit des Anscheinsbeweises gegen den

    Die wohl überwiegende Auffassung stellt indes darauf ab, dass die Vorschrift primär dem Schutz des fließenden und deshalb typischerweise schnelleren Verkehrs dient und mithin bei einem Parkplatzunfall nicht unmittelbar anwendbar ist (vgl. OLG Koblenz, DAR 2000, 84; OLG Stuttgart, NJW 2004, 2255, 2256; OLG Jena, NZV 2005, 432; OLG Dresden, NZV 2007, 152; OLG Saarbrücken, NJW-RR 2015, 223 Rn. 29 ff.; LG Saarbrücken, NJW-RR 2013, 541 f.; DAR 2013, 520, 521; NJW-RR 2014, 1310; König, aaO, § 8 StVO Rn. 31a mwN).

    Da auf Parkplätzen stets mit ausparkenden und rückwärtsfahrenden Fahrzeugen zu rechnen sei, müssten Kraftfahrer hier so vorsichtig fahren, dass sie jederzeit anhalten könnten (vgl. OLG Köln, VersR 1995, 719; KGR Berlin 2000, 401, 404 und VRS 104, 24, 26; OLG Koblenz, VersR 2001, 349, 350; OLG Hamm, VRS 99, 70, 71; LG Saarbrücken, NJW-RR 2012, 476, 477 und NJW-RR 2013, 541, 542; Freymann, DAR 2013, 73, 77; König, aaO, § 8 StVO Rn. 31a und § 9 StVO Rn. 51).

  • LG Saarbrücken, 19.07.2013 - 13 S 61/13  

    Zum Rückwärtsausparken und zum Ersatz der UPE-Aufschläge

    unter Benutzung von Warnzeichen - früher unterbrochen oder notfalls ganz zurückgestellt, wenn er eine Kollision bis zum vollständigem Abschluss des Ausparkvorgangs nicht sicher ausschließen konnte (vgl. Kammer, Urteile vom 27. Mai 2011 - 13 S 25/11, Schaden-Praxis 2012, 66, und vom 19. Oktober 2012 - 13 S 122/12, NJW-RR 2013, 541).

    Nach der Rechtsprechung der Kammer findet § 9 Abs. 5 StVO auf Parkplätzen, denen - wie hier - der eindeutige Straßencharakter fehlt, und die daher allein dem ruhenden Verkehr dienen, keine unmittelbare Anwendung (vgl. Urteile vom 9. Juli 2010 aaO; vom 27. Mai 2011 aaO; vom 10. Februar 2012 aaO und vom 19. Oktober 2012 aaO, jeweils m.w.N.; ebenso OLG Koblenz, ZfS 2000, 80 f.; OLG Hamburg, VRS 98, 223; Hentschel/König/Dauer aaO § 9 StVO Rn. 51, jeweils m.w.N.; ähnlich OLG Stuttgart, NJW 2004, 2255; tendenziell a.A. OLG Hamm, NJW-RR 2013, 33 m.w.N.).

    § 9 Abs. 5 StVO dient primär dem Schutz des fließenden und deshalb typischerweise schnelleren Verkehrs (vgl. OLG Dresden, NZV 2007, 152; OLG Jena, VRS 108, 294; OLG Stuttgart aaO; OLG Koblenz aaO; Kammer, Urteil vom 19. Oktober 2012 aaO, jeweils m.w.N.).

    Da auf Parkplätzen stets mit ausparkenden und rückwärts fahrenden Fahrzeugen zu rechnen ist, müssen Kraftfahrer hier so vorsichtig fahren, dass sie jederzeit anhalten können (vgl. OLG Koblenz, VersR 2001, 349; KG, KGR 2000, 401; VRS 104, 24; OLG Köln VersR 1995, 719; OLG Hamm, VRS 99, 70; Kammer, Urteil vom 19. Oktober 2012 aaO m.w.N.).

    Entsprechend der Wertung des § 9 Abs. 5 StVO muss er sich deshalb so verhalten, dass er sein Fahrzeug notfalls sofort anhalten kann (Kammer, Urteil vom 19. Oktober 2012 aaO m.w.N.).

    Dem folgt die Kammer nicht (vgl. zuletzt Urteil vom 19. Oktober 2012 aaO m.w.N.).

    Voraussetzung ist danach das Bestehen eines allgemeinen Erfahrungssatzes, nach dem sich der Schluss auf eine bestimmte Ursache oder Wirkung aufdrängt (Kammer, Urteil vom 19. Oktober 2012 aaO; Geigel/Knerr, aaO Kap. 37 Rn. 43 m.w.N.).

    Wollen beide Verkehrsteilnehmer gleichzeitig ausparken, haben sie sich miteinander zu verständigen (vgl. Urteil der Kammer vom 19. Oktober 2012 aaO; Hentschel/König/Dauer aaO § 8 Rn. 31a).

  • LG Saarbrücken, 22.02.2013 - 13 S 202/12  

    Haftung des in zweiter Reihe haltenden Verkehrsteilnehmers, der beim Losfahren

    Das gilt etwa für § 5 Abs. 2, 4 Satz 1 StVO, für § 7 Abs. 5 Satz 1 StVO, für § 20 Abs. 2, 3 Satz 1 StVO, für § 37 Abs. 2 Nr. 1 S. 9 StVO, für Z 215 zu § 41 Abs. 1 StVO; nach ganz überwiegender Auffassung für § 9 Abs. 5 StVO (vgl. OLG Dresden, NZV 2007, 152; OLG Jena, VRS 108, 294; OLG Stuttgart aaO; OLG Koblenz aaO; Kammerurteile vom 10. Dezember 2010 - 13 S 80/10 und vom 19. Oktober 2012 - 13 S 122/12; Hentschel/König/Dauer aaO § 9 StVO Rdn.51; Burmann/Heß/Jahnke/Janker, Straßenverkehrsrecht, 22. Aufl. § 9 StVO Rdn. 67; Elsner, jurisPR-VerkR 7/2010 Anm. 3) und - mit gewissen Ausdehnungen - auch für § 10 StVO (vgl. OLG Hamm, VRS 45, 461; KG VRS 107, 96; Urteil der Kammer vom 14. November 2008 - 13 S 180/08; Hentschel/König, Straßenverkehrsrecht, 39. Aufl. § 10 StVO Rdn. 7 f.; s. hierzu aber auch Hentschel/König/Dauer aaO, 41. Aufl., § 10 Rdn. 4; Burmann/Heß/Jahnke/Janker aaO § 10 StVO Rdn. 2).

    und vom 19. Oktober 2012 - 13 S 122/12; Hentschel/König/Dauer aaO, § 8 StVO Rdn. 31a; § 9 Rdn. 51).

  • LG Saarbrücken, 19.07.2013 - 13 S 35/13  

    Zum Anscheinsbeweis bei Auffahrunfall auf der Autobahn infolge eines

    Denn es fehlt bereits an der für den Anscheinsbeweis erforderlichen Typizität des Geschehensablaufs (vgl. hierzu BGH, Urteil vom 05.11.1996 - VI ZR 343/95, VersR 1997, 205; Urteil vom 19.03.1996 - VI ZR 380/94, NJW 1996, 1828; Kammer, Urteil vom 19.10.2012 - 13 S 122/12, NJW-RR 2013, 541; Geigel/Knerr aaO Rn. 43 f. m.w.N.).
  • LG Saarbrücken, 07.06.2013 - 13 S 31/13  

    Rechts vor links auf öffentlichen Parkplätzen

    Ein Zurücktreten der Betriebsgefahr kommt deshalb auch bei Vorfahrtsverletzungen auf Parkplätzen nur ausnahmsweise in Betracht, wenn das Verschulden des Unfallgegners durch besondere Umstände erschwert ist (vgl. Kammer, Urteile vom 27.05.2011 - 13 S 25/11, Schaden-Praxis 2012, 66, und vom 19.10.2012 - 13 S 122/12, RuS 2013, 199).
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