Rechtsprechung
   OLG Bremen, 23.02.2016 - 4 UF 186/15   

Volltextveröffentlichungen (5)

Kurzfassungen/Presse

  • Jurion (Kurzinformation)

    Vormundschaft endet mit Eintritt der Volljährigkeit

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Verfahrensgang




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Wird zitiert von ... (6)  

  • BGH, 20.12.2017 - XII ZB 333/17  

    Vormundschaft für einen minderjährigen, aber über 18 Jahre alten, unbegleiteten

    Während einige Oberlandesgerichte von der Volljährigkeit erst mit Vollendung des 21. Lebensjahres ausgehen (OLG Karlsruhe Beschluss vom 7. September 2017 - 18 WF 62/17 - juris Rn. 28 ff.; OLG Brandenburg StAZ 2017, 111; OLG Bremen Beschluss vom 23. Februar 2016 - 4 UF 186/15 - juris Rn. 9 ff.), stimmen andere mit der angefochtenen Entscheidung überein (OLG Oldenburg Beschluss vom 5. September 2017 - 13 WF 76/17 - juris Rn. 14; OLG Hamm [10. Senat für Familiensachen] Beschluss vom 3. Mai 2017 - 10 UF 6/17 - juris Rn. 17 ff.).

    Teilweise wird der Code de l´Enfant allein als Gesetzeswerk gesehen, das die Rechte von Kindern in Guinea näher regele, nur Anwendung auf Personen unter 18 Jahren finde und keine Regelungen über den Eintritt der Volljährigkeit enthalte (vgl. OLG Bremen Beschluss vom 23. Februar 2016 - 4 UF 186/15 - juris Rn. 11).

  • OLG Bremen, 07.02.2017 - 5 UF 99/16  

    Beendigung der Vormundschaft; Eintritt der Volljährigkeit nach dem Recht des

    Gemäß Art. 8 Abs. 1 der Verordnung (EG) Nr. 2201/2003 des Rates vom 27.11.2003 (EuEheVO - Brüssel IIA-VO) sind die deutschen Gerichte für das vorliegende Verfahren international zuständig (vgl. OLG Bremen, Beschl. v. 23.2.2016, Gesch.-Nr. 4 UF 186/15, juris = FamRZ 2016, 990 - nur Ls.; FamRZ 2013, 312, 313; OLG Karlsruhe, FamRZ 2015, 1820, 1822; 2182, 2183).

    Bei dieser Sachlage ist für die Zuständigkeitsfrage zu unterstellen, dass die Betroffene noch Kind i. S. des Art. 8 EuEheVO ist (vgl. BGH, NJW 2010, 873, 874; OLG Bremen, Beschl. v. 23.2.2016, Gesch.-Nr. 4 UF 186/15, juris = FamRZ 2016, 990 - nur Ls.; OLG Karlsruhe, FamRZ 2015, 2182, 2183).

    Denn für die Beendigung der Vormundschaft nach §§ 1882, 1773 BGB ist gemäß Art. 24 Abs. 1 S. 1 EGBGB die Volljährigkeit nach dem Recht des Staates zu bestimmen, dem das Mündel angehört (vgl. eingehend OLG Bremen, Beschl. v. 23.2.2016, Gesch.-Nr. 4 UF 186/15, juris = FamRZ 2016, 990 - nur Ls).

  • OLG Karlsruhe, 07.09.2017 - 18 WF 62/17  

    Internationale Zuständigkeit; Kindschaftssachen; internationales Privatrecht;

    Alternativ wäre die Minderjährigkeit des Betroffenen als doppelrelevante (Rechts-) Tatsache im Rahmen der Zuständigkeitsprüfung zu unterstellen (so OLG Bremen vom 23.02.2016 - 4 UF 186/15, [...] Rn. 2 f. sowie - allerdings für den Fall der tatsächlichen Unsicherheit über das Alter des Betroffenen - Senatsbeschluss vom 26.08.2015 - 18 UF 92/15, FamRZ 2015, 2182 , [...] Rn. 16).

    Vorliegend dürfte die Anwendbarkeit (auch) der Kollisionsnormen des KSÜ nach dessen Art. 2 allerdings daran scheitern , dass der Betroffene - anders als in dem der Entscheidung des Senats vom 26.08.2015 zu Grunde liegenden Sachverhalt: unzweifelhaft - das 18. Lebensjahr vollendet hat (siehe oben unter 2.a.bb; vgl. auch OLG Bremen vom 23.02.2016 - 4 UF 186/15 -, [...] Rn. 8).

    aa) Die Frage, wann eine Person als minderjährig gilt, beurteilt sich gemäß Art. 7 Abs. 1 EGBGB nach deren Heimatrecht (OLG Karlsruhe vom 26.08.2015 - 18 UF 92/15, FamRZ 2015, 2182 , [...] Rn. 20; zu anderen Begründungsansätzen - die aber vorliegend ebenfalls zum Heimatrecht führen würden - vgl. OLG Karlsruhe vom 23.07.2015 - 5 WF 74/15, FamRZ 2015, 1820 , [...] Rn. 13 f. sowie OLG Bremen vom 23.02.2016 - 4 UF 186/15, [...] Rn. 6 ff.).

    Dies entspricht der - soweit ersichtlich einhellig vertretenen - Auffassung in der obergerichtlichen Rechtsprechung und dem Schrifttum (vgl. etwa OLG Brandenburg vom 26.04.2016 - 13 UF 40/16, [...] Rn. 14; OLG Bremen vom 23.02.2016 - 4 UF 186/15, [...] Rn. 9; OLG Hamm vom 30.01.2015 - 6 UF 155/13, FamRZ 2015, 1635 , [...] Rn. 22; Staudinger/Hausmann, BGB , Anhang zu Art. 7 EGBGB [Stand 2013]; Bamberger/Roth/Mäsch, BeckOK- BGB , Art. 7 EGBGB Rn. 57.1 [Stand 15.06.2017]; Reithmann/Martiny/Hausmann, Internationales Vertragsrecht, 8. Auflage 2015, Rn. 7.921, zitiert nach [...]).

    Danach muss insgesamt davon ausgegangen werden, dass die Bestimmungen des Code civil für den Eintritt der Volljährigkeit weder ausdrücklich noch stillschweigend abgeändert wurden (ebenso OLG Bremen vom 23.02.2016, a.a.O., [...] Rn. 11).

  • OLG Hamm, 20.02.2018 - 4 UF 243/16  

    Guinea, Volljährigkeit

    Der Senat hat die Rechtsbeschwerde zugelassen, weil er mit seiner Entscheidung von den Entscheidungen des OLG Bremen vom 23.02.2016 - 4 UF 186/15 - (FamRZ 2016, 990), des OLG Karlsruhe vom 07.09.2017 - 18 WF 62/17 und des OLG Brandenburg vom 26.04.2016 - 13 UF 40/16- (StAZ 2017, 111) sowie des BGH vom 20.12.2017 - XII ZB 333/17 - (BeckRS 2017, 140085) abweicht, so dass zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Rechtsbeschwerdegerichts erforderlich ist.
  • OLG Oldenburg, 05.09.2017 - 13 WF 76/17  

    Vormundschaft über einen Staatsangehörigen Guineas: Maßgebliches Recht für den

    Die Vorschriften des guineischen Code civil, die eine Volljährigkeit mit 21 Jahren bestimmt haben, sind seit Inkrafttreten des Code de l'enfant nicht mehr anzuwenden (im Anschluss an OLG Hamm, Beschluss vom 12. Juli 2017 - 12 UF 217/16 und gegen OLG Bremen, Beschluss vom 23. Februar 2016 - 4 UF 186/15, FamRZ 2016, 990 [Ls.]).

    Das Familiengericht vertrat darin unter Bezugnahme auf eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Bremen (Beschluss vom 23. Februar 2016 - 4 UF 186/15, FamRZ 2016, 990) die Auffassung, dass der Beteiligte zu 1 aufgrund des anzuwendenden Rechts der Republik Guinea erst mit Vollendung des 21. Lebensjahres volljährig werde.

  • AG Bochum, 31.10.2016 - 60 F 281/16  
    Die in dem Beschluss des OLG Bremen vom 23.02.2016 (Az. 4 UF 186/15) zum Ausdruck kommende Rechtsansicht, Art. 1 des Code de l'Enfant Guineen definiere nur den Anwendungsbereich des Gesetzes, nicht aber das Volljährigkeitsalter, wird von dem Gericht aus den dargestellten Gründen nicht geteilt.
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