Rechtsprechung
   OLG Frankfurt, 16.03.2012 - 4 UF 143/11   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2012,33181
OLG Frankfurt, 16.03.2012 - 4 UF 143/11 (https://dejure.org/2012,33181)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 16.03.2012 - 4 UF 143/11 (https://dejure.org/2012,33181)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 16. März 2012 - 4 UF 143/11 (https://dejure.org/2012,33181)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2012,33181) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.

Volltextveröffentlichungen (5)

  • openjur.de
  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz und Volltext)

    Versorgungsausgleich: Berücksichtigung von Beiträgen zu privaten Kranken- und Pflegeversicherungen im Rahmen von § 20 Abs. 1 S. 2 VersAusglG

  • hefam (Datenbank hessische Familiengerichte)

    VersAusglG 20, 27, 39, 40, 41, 53; SGB VI 106; BGB 1585b, 1613
    Versorgungsausgleich, schuldrechtlicher; Ehezeitanteil, gemischte unmittelbare und zeitratierliche Bewertung; Ehezeitanteil, Vorruhestandsregelung; Versorgungsausgleich, schuldrechtlicher, Beitrag zu privater Kranken- und Pflegeversicherung

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Berücksichtigung von Beiträgen zu privaten Kranken- und Pflegeversicherungen im Rahmen von § 20 Abs. 1 S. 2 VersAusglG

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Hinweis zu den Links:
Zu grauen Einträgen liegen derzeit keine weiteren Informationen vor. Sie können diese Links aber nutzen, um die Einträge beispielsweise in Ihre Merkliste aufzunehmen.

Verfahrensgang

 
Sortierung



Kontextvorschau





Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ... (7)

  • OLG Hamm, 22.04.2013 - 10 UF 159/12

    Durchführung des Versorgungsausgleichs; Berechnung der Ausgleichsrente gem. § 20

    § 45 Abs. 2 VersAusglG, der bei Anrechten der betrieblichen Altersversorgung eine andere Bewertung zulässt, ist nicht heranzuziehen, soweit laufende Versorgungen zu bewerten sind (vgl. OLG Frankfurt, FamRZ 2012, 1727 bei juris Langtext Rn 9).

    Der so ermittelte Wert des ausgeglichenen Teilbetrages ist vom Ausgleichswert der laufenden Versorgung abzuziehen (vgl. zum Vorstehenden: OLG Frankfurt, FamRZ 2012, 1727 bei juris Langtext Rn 32; OLG Celle, FamRZ 2011, 728, 730; Holzwarth, in: Johannsen/Henrich, a.a.O., § 20 VersAusglG Rn 41).

    Der Abzug des Teilausgleichs nach § 53 VersAusglG hat auch vor Berücksichtigung der auf den Ausgleichswert entfallenden Sozialversicherungsbeiträgen zu erfolgen (vgl. OLG Köln, FamRZ 2012, 1808f; OLG Frankfurt, FamRZ 2012, 1727 bei juris Langtext Rn 33 m.w.N.; OLG Celle, FamRZ 2011, 728, 730; Gutdeutsch, in: Bamberger/Roth, a.a.O., § 20 VersAusglG Rn 5a).

    Zu den Aufwendungen, die den Sozialversicherungsbeiträgen in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung entsprechen, gehören insbesondere die Beiträge für eine private Kranken- und Pflegeversicherung (vgl. BT-Drucks. 16/11903, S. 55; vgl. auch: OLG Frankfurt, FamRZ 2012, 1727 bei juris Langtext Rn 34; OLG Bremen, FamRZ 2012, 1723, 1724f; OLG Stuttgart, FamRZ 2011, 1870, 1871).

    Maßgeblich ist dabei der Anteil des privaten Versicherungsbeitrages, der auf einem der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung entsprechenden Leistungsumfang beruht; dabei kann auf die nach § 10 Abs. 1 Nr. 3 EStG berücksichtigungsfähigen Vorsorgeaufwendungen zurückgegriffen werden (vgl. OLG Frankfurt, FamRZ 2012, 1727 bei juris Langtext Rn 35, 39ff).

    Derartige Aufwendungen zur Krankenversicherung können nicht als Sozialversicherungsbeiträge oder vergleichbare Aufwendungen im Sinne des § 20 Abs. 1 S. 2 VersAusglG angesehen werden, weil sie abhängig von dem Umfang der Inanspruchnahme der Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung sind (vgl. zum Vorstehenden: OLG Frankfurt, FamRZ 2012, 1727 bei juris Langtext Rn 52).

    Ein Zuschuss zur Kranken- und Pflegeversicherung seitens des gesetzlichen Rentenversicherungsträgers ist allenfalls zu berücksichtigen, soweit dieser Zuschuss den auf die gesetzliche Rente entfallenden Teil der Versicherungsprämie übersteigt (vgl. OLG Frankfurt, FamRZ 2012, 1727 bei juris Langtext Rn 44ff).

    Im Falle von Beiträgen zu einer privaten Kranken- und Pflegeversicherung ergibt sich der auf die Ausgleichsrente entfallende Anteil der Krankenversicherungsbeiträge, indem die zu zahlenden Beiträge mit dem Quotienten aus Ausgleichswert und Gesamtrenteneinkommen multipliziert werden (vgl. OLG Köln, FamRZ 2012, 1808f bei juris Langtext Rn 5; OLG Frankfurt, FamRZ 2012, 1727 bei juris Langtext Rn 44; OLG Bremen, FamRZ 2012, 1723, 1725).

  • BGH, 09.12.2015 - XII ZB 586/13

    Versorgungsausgleich: Bewertungsstichtag bei einer laufenden, schuldrechtlich

    b) Mit Recht und im Einklang mit der überwiegenden Ansicht in Rechtsprechung und Literatur (vgl. OLG Hamm FamRZ 2013, 1895, 1899; OLG Frankfurt Beschluss vom 16. März 2012 - 4 UF 143/11 - juris Rn. 52; Johannsen/Henrich/Holzwarth Familienrecht 6. Aufl. § 20 VersAusglG Rn. 38; NK-BGB/Götsche 3. Aufl. § 20 VersAusglG Rn. 18; FA-FamR/Wagner/Gutdeutsch 10. Aufl. Kap. 7 Rn. 175; wohl auch Hauß/Bührer Versorgungsausgleich und Verfahren in der Praxis 2. Aufl. Rn. 602; aA BeckOK-BGB/Gutdeutsch [Stand: August 2015] § 20 VersAusglG Rn. 6) hat das Beschwerdegericht erkannt, dass Selbstbeteiligungen an Krankenbehandlungskosten keine vergleichbaren Aufwendungen im Sinne von § 20 Abs. 1 Satz 2 VersAusglG sind.

    Eine derartige Funktion übernehmen Selbstbeteiligungen an Krankheitskosten im Rahmen eines privaten Krankenversicherungstarifs gerade nicht, weil ihr Anfall - genau wie in der gesetzlichen Krankenversicherung bei den ebenfalls nicht berücksichtigungsfähigen Zuzahlungen für Arznei- und Verbandsmittel (§§ 31 Abs. 3 Satz 1, 61 Satz 1 SGB V) oder für Krankenhausbehandlungen (§§ 39 Abs. 4 Satz 1, 61 Satz 2 SGB V) - vom tatsächlichen Umfang der Inanspruchnahme medizinischer Leistungen abhängig ist (zutreffend OLG Frankfurt Beschluss vom 16. März 2012 - 4 UF 143/11 - juris Rn. 52; Johannsen/Henrich/Holzwarth Familienrecht 6. Aufl. § 20 VersAusglG Rn. 38).

    c) Hinsichtlich der Höhe der nach § 20 Abs. 1 Satz 2 VersAusglG berücksichtigungsfähigen Aufwendungen für eine private Kranken- und Pflegeversicherung entspricht es zwar einer verbreiteten Auffassung, dass - etwa mit Hilfe der zu § 10 Abs. 1 Nr. 3 EStG ergangenen Krankenversicherungsbeitragsanteil-Ermittlungsverordnung vom 11. August 2009 (BGBl. I S. 2730) - solche Prämienanteile herausgerechnet werden müssten, die ein zusätzliches und das Leistungsniveau der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung übersteigendes Leistungsspektrum abdecken (vgl. OLG Hamm FamRZ 2013, 1895, 1899; OLG Frankfurt Beschluss vom 16. März 2012 - 4 UF 143/11 - juris Rn. 52 und NJW 2015, 2672, 2673; NK-BGB/Götsche 3. Aufl. § 20 VersAusglG Rn. 18; BeckOGK/Fricke BGB [Stand: November 2015] § 20 VersAusglG Rn. 63; aA Johannsen/Henrich/Holzwarth Familienrecht 6. Aufl. § 20 VersAusglG Rn. 37).

    cc) Das Beschwerdegericht hat den auf den Ausgleichswert entfallenden Anteil der privaten Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge des Antragsgegners ermittelt, indem es die berücksichtigungsfähigen Beiträge zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung mit dem Quotienten aus Ausgleichswert und Gesamtalterseinkünften des Antragsgegners multipliziert hat (vgl. OLG Hamm FamRZ 2013, 1895, 1899; OLG Frankfurt Beschluss vom 16. März 2012 - 4 UF 143/11 - juris Rn. 44; OLG Bremen FamRZ 2012, 1723, 1725; Johannsen/Henrich/Holzwarth Familienrecht 6. Aufl. § 20 VersAusglG Rn. 39; NK-BGB/Götsche 3. Aufl. § 20 VersAusglG Rn. 18; BeckOGK/Fricke BGB [Stand: November 2015] § 20 VersAusglG Rn. 64).

    dd) Ferner hat das Beschwerdegericht den Beitragszuschuss zur privaten Krankenversicherung, der dem Antragsgegner zur gesetzlichen Altersrente in Höhe der Hälfte des allgemeinen Beitragssatzes zur gesetzlichen Krankenversicherung gezahlt wird (§ 106 Abs. 1 und Abs. 3 Satz 1 SGB VI), deshalb unberücksichtigt gelassen, weil dieser Zuschuss den bei der Quotenberechnung auf die gesetzliche Rente des Antragsgegners entfallenden Anteil an seinen Versicherungsprämien für die private Krankenversicherung nicht übersteigt (vgl. OLG Frankfurt Beschluss vom 16. März 2012 - 4 UF 143/11 - juris Rn. 44; OLG Hamm FamRZ 2013, 1895, 1899).

  • OLG Frankfurt, 24.05.2017 - 3 UF 87/16

    Verlängerter schuldrechtlicher Versorgungsausgleich

    Eine Vereinbarung der Ehegatten gemäß §§ 6 bis 8 VersAusglG, dass anstelle des gesetzlich vorgesehenen Wertausgleichs bei der Scheidung der Versorgungsausgleich nach der Scheidung durchgeführt werden soll, führt dazu, dass dem Versorgungsträger die Möglichkeit der sofortigen Kürzung des Anrechts genommen wird und sich so im Vergleich sein Versicherungsfallrisiko erhöht (vgl. Borth, Anmerkung zu AG Bayreuth, FamRZ 2012, 1727; Borth, Versorgungsausgleich, 7. Auflage 2014, Rn. 935).
  • OLG Karlsruhe, 11.10.2018 - 20 UF 153/17

    Anrechnung des ehezeitanteiligen Ruhensbetrags auf den ehezeitlichen Anteil des

    Jedoch müssten zur Ermittlung der Höhe der nach § 20 Abs. 1 Satz 2 VersAusglG berücksichtigungsfähigen Aufwendungen für eine private Kranken- und Pflegeversicherung jedenfalls - etwa mit Hilfe der zu § 10 Abs. 1 Nr. 3 EStG ergangenen Krankenversicherungsbeitragsanteil-Ermittlungsverordnung vom 11.8.2009 (BGBl. I 2009, 2730) - solche Prämienanteile herausgerechnet werden, die ein zusätzliches und das Leistungsniveau der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung übersteigendes Leistungsspektrum abdecken (vgl. OLG Hamm, FamRZ 2013, 1895 Rn. 66, 74; OLG Frankfurt FamRZ 2012, 1727 und NJW 2015, 2672 f.; Götsche in NK-BGB, § 20 VersAusglG Rn. 18; BeckOGK BGB/Fricke, Nov. 2015, § 20 VersAusglG Rn. 63; Palandt/Brudermüller, BGB, 77. Auflage 2018, § 20 VersAusglG Rn. 9; zuletzt auch OLG Karlsruhe - 2 UF 74/13 - FamRZ 2016, 984 Rn. 53).

    Dieser Abzug muss vor Berücksichtigung der auf den Ausgleichswert entfallenden Sozialversicherungsbeiträge erfolgen (Gutdeutsch in BeckOK VersAusglG § 20 Rn. 5a; OLG Frankfurt FamRZ 2012, 1727 Rn. 33, juris).

  • OLG Saarbrücken, 09.04.2015 - 6 UF 126/14

    Abänderung des öffentlich-rechtlichen in einen schuldrechtlichen

    Dies entspricht - soweit ersichtlich und mithin entgegen der (im Übrigen nicht belegten) Darstellung der Ehefrau - einhelliger Auffassung (OLG Hamm FamRZ 2013, 1895; OLG Frankfurt FamRZ 2012, 1727; ebenso Müko-BGB/Glockner, 6. Aufl., § 20 VersAusglG, Rz. 50; Holzwarth, FamRZ 2013, 1849, 1858).
  • OLG Frankfurt, 22.10.2018 - 8 UF 97/18

    Schuldrechtlicher Versorgungsausgleich (private Krankenversicherung; Verrechnung

    Hinsichtlich deren Abzugsfähigkeit gilt, dass diese nur im Umfang einer - der Sozialversicherung nach dem SGB V und dem SGB XI vergleichbaren - Basisabsicherung besteht, eine Quotierung in Bezug auf die Gesamt-(Alters-)Einkünfte des Antragsgegners vorzunehmen ist und ein Zuschuss der gesetzlichen Rentenversicherung nach § 106 SGB VI vorrangig auf den Anteil seiner Aufwendungen zu verrechnen ist, der nach der quotalen Verteilung auf die Einkünfte aus der gesetzlichen Rentenversicherung entfallen (zum Ganzen: OLG Frankfurt, Beschluss vom 16. März 2012 - 4 UF 143/11 -, juris; bestätigt durch BGH NJW 2016, 315, 1319).
  • OLG Saarbrücken, 30.04.2015 - 6 UF 126/14

    Schuldrechtlicher Versorgungsausgleich: Verhältnis zum Abänderungsantrag;

    Dies entspricht - soweit ersichtlich und mithin entgegen der (im Übrigen nicht belegten) Darstellung der Ehefrau - einhelliger Auffassung (OLG Hamm FamRZ 2013, 1895; OLG Frankfurt FamRZ 2012, 1727; ebenso Müko-BGB/Glockner, 6. Aufl., § 20 VersAusglG, Rz. 50; Holzwarth, FamRZ 2013, 1849, 1858).
Haben Sie eine Ergänzung? Oder haben Sie einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns.
Sie können auswählen (Maus oder Pfeiltasten):
(Liste aufgrund Ihrer bisherigen Eingabe)
Komplette Übersicht