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   OLG Hamm, 05.03.2020 - 13 U 326/18   

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OLG Hamm, 05.03.2020 - 13 U 326/18 (https://dejure.org/2020,10591)
OLG Hamm, Entscheidung vom 05.03.2020 - 13 U 326/18 (https://dejure.org/2020,10591)
OLG Hamm, Entscheidung vom 05. März 2020 - 13 U 326/18 (https://dejure.org/2020,10591)
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Wird zitiert von ... (10)

  • OLG Koblenz, 05.06.2020 - 8 U 1803/19

    Abgasskandal: Schadenersatz bei Audi SQ5 TDI mit 3-Liter-Motor

    Die für die Finanzierung eines Fahrzeuges aufgewandten Beträge sind Teil der Kosten für die Beschaffung des Fahrzeuges, mithin der für den Vertrag getätigten Aufwendungen, und daher grundsätzlich auch von dem nach §§ 249 ff. BGB im Wege der Naturalrestitution zu leistenden Schadensersatz umfasst, der hier darauf zielt, die Klägerin so zu stellen, wie sie stünde, wenn sie das streitbefangene Fahrzeug nicht erworben hätte (ebenso: Brandenburgisches OLG, Urteil vom 24.03.2020 - 2 U 37/19 -, juris Rn. 43 ; OLG Hamm, Urteil vom 05.03.2020 - 13 U 326/18 -, juris Rn. 78; OLG Stuttgart, Urteil vom 26.11.2019 - 10 U 154/19 -, juris Rn. 83; OLG Karlsruhe, Urteil vom 06.11.2019 - 13 U 37/19 -, juris Rn. 106; KG Berlin, Urteil vom 26.09.2019 - 4 U 77/18 - juris Rn. 174 ff.; Palandt/Grüneberg, BGB, 79. Aufl. 2020, § 284 Rn. 5; Reinking/Eggert a.a.O. Rn. 3841).
  • OLG Hamm, 16.03.2021 - 4 U 130/19

    Haftungsbegründende Kausalität; Ballonfinanzierung; Anschlussfinanzierung

    Allerdings ist nach der Rechtsprechung des BGH (vgl. Urteil vom 25.05.2020 - VI ZR 252/19 -, NJW 2020, 1962), der der Senat folgt, von einem haftungsbegründenden Verhalten der Beklagten auszugehen, weil sie im Rahmen einer von ihr bei der Motorenentwicklung getroffenen strategischen Entscheidung die Typgenehmigung des Fahrzeugs durch arglistige Täuschung des Kraftfahrt-Bundesamtes (im Folgenden: KBA) erschlichen, das derart bemakelte Fahrzeug alsdann in Verkehr gebracht und so die Arglosigkeit und das Vertrauen der Fahrzeugkäufer gezielt ausgenutzt hat (vgl. auch OLG Hamm, Urteil vom 05.03.2020 - 13 U 326/18 -, Rn. 45 ff.; Urteil vom 31.10.2019 - 13 U 178/18 -, Rn. 38 ff.; Urteil vom 10.09.2019 - 13 U 149/18 -, NJW-RR 2019, 1428, Rn. 43 ff., jew. zit. nach juris).

    Ein solches Verhalten ist im Verhältnis zum Kläger, der eines der bemakelten Fahrzeuge in Unkenntnis der illegalen Abschalteinrichtung erworben hat, besonders verwerflich und mit den grundlegenden Wertungen der Rechts- und Sittenordnung nicht zu vereinbaren (vgl. BGH, Urteil vom 25.05.2020 - VI ZR 252/19 -, NJW 2020, 1962, Rn. 16; vgl. zur Sittenwidrigkeit auch OLG Hamm, Urteil vom 05.03.2020 - 13 U 326/18 -, Rn. 61 mwN.; OLG Karlsruhe, Beschluss vom 05.03.2019 - 13 U 142/18 -, WM 2019, 881, Rn. 34 f.; OLG Köln, Beschluss vom 03.01.2019 - 18 U 70/18 -, NJW-RR 2019, 984, Rn. 20 ff.; vgl. auch OLG Koblenz, Urteil vom 12.06.2019 - 5 U 1318/18 -, NJW 2019, 2237, Rn. 45 ff., jew. zit. nach juris; Heese, NJW 2019, 257, 259, 262).

  • OLG Hamm, 10.12.2020 - 24 U 184/19

    Sog. Dieselskandal, sekundäre Darlegungslast

    Ein solches Verhalten ist im Verhältnis zum Fahrzeugkäufer, der eines der bemakelten Fahrzeuge in Unkenntnis der illegalen Abschalteinrichtung erwarb, besonders verwerflich und mit den grundlegenden Wertungen der Rechts- und Sittenordnung nicht zu vereinbaren (vgl. BGH, Urteil vom 25. Mai 2020 - VI ZR 252/19 - zitiert nach juris; vgl. zur Sittenwidrigkeit auch OLG Hamm, Urteil vom 5. März 2020 - 13 U 326/18 - zitiert nach juris; OLG Hamm, Urteil vom 10. September 2019 - 13 U 149/18 - zitiert nach juris OLG Karlsruhe, Urteil vom 10. November 2020 - 17 U 635/19 - zitiert nach juris; OLG Karlsruhe, Beschluss vom 5. März 2019 - 13 U 142/18 - zitiert nach juris; OLG Köln, Beschluss vom 3. Januar 2019 - 18 U 70/18 - zitiert nach juris; vgl. auch OLG Koblenz, Urteil vom 12. Juni 2019 - 5 U 1318/18 - zitiert nach juris; Heese, NJW 2019, 257 (259, 262)).

    Der Kläger muss sich aber - entgegen der zunächst in der Berufungsinstanz bis zur Berufungsrücknahme geäußerten Ansicht des Klägers - die von ihm durch die Nutzung des Fahrzeugs gezogenen Gebrauchsvorteile anrechnen lassen (vgl. BGH, Urteil vom 25. Mai 2020 - VI ZR 252/19 - NJW 2020, 1962; OLG Hamm, Urteil vom 5. März 2020 - 13 U 326/18 - zitiert nach juris; Thüringer Oberlandesgericht, Urteil vom 08. Juli 2020 - 2 U 1031/19 - zitiert nach juris).

    Die nur mittelbar auf dem Kauf beruhenden Kosten, die in gleicher Weise auch für jedes andere vom Kläger erworbene Fahrzeug angefallen wären, werden nicht mehr vom Schutzzweck der Norm erfasst (vgl. OLG Hamm, Urteil vom 05. März 2020 - I-13 U 326/18 - zitiert nach juris).

  • OLG Brandenburg, 24.06.2020 - 4 U 147/19
    Erhaltungs- und Reparaturkosten dienen hingegen der Fahrzeugnutzung und entstehen unabhängig von möglichen zulassungsrechtlichen Konsequenzen der von der Beklagten entwickelten Steuerungssoftware (so auch OLG Hamm, Urteil vom 05.03.2020 - 13 U 326/18, Rn. 111 ff., zitiert nach juris; OLG Saarbrücken, Urteil vom 14.02.2020 - 2 U 128/19, Rn. 68, zitiert nach juris).
  • OLG Hamm, 02.04.2020 - 13 U 560/18
    a) Dem Kläger steht gegen die Beklagte aus §§ 826, 31 BGB ein Schadensersatzanspruch auf Erstattung des für den Erwerb des streitgegenständlichen Fahrzeugs verauslagten Kaufpreises abzüglich eines Vorteilsausgleichs für die gezogenen Nutzungen zuzüglich der Finanzierungskosten Zug um Zug gegen Übereignung und Herausgabe des in Rede stehenden Kraftfahrzeuges zu (vgl. Senatsurteile vom 10. September 2019, 13 U 149/18, juris Rdnr. 43 ff.; vom 31. Oktober 2019, 13 U 178/18, juris Rdnr. 38 ff.; vom 5. März 2020, 13 U 326/18, nv).

    (2) Der Kläger muss sich entgegen der von ihm vertretenen Auffassung im Wege der Vorteilsausgleichung den Wert der Nutzung des Fahrzeugs mit 17.495,69 EUR anrechnen lassen, weil er mit diesem (unstreitig) 146.705 km (derzeitige Laufleistung von 226.258 km abzüglich Kilometerstand von 79.553 km bei Erwerb) gefahren ist (vgl. Senatsurteile vom 5. März 2020, 13 U 326/18, nv; vom 12. März 2020, 13 U 360/18, nv; OLG Karlsruhe, Urteil vom 6. November 2019, 13 U 37/19, juris Rdnr. 105 ff.; OLG Oldenburg, Urteil vom 21. Oktober 2019, 13 U 73/19, BeckRS 2019, 25843 Rdnr. 18; OLG München, Urteil vom 15. Oktober 2019, 24 U 797/19, BeckRS 2019, 25424 Rdnr. 79 ff.; OLG Oldenburg, Urteil vom 2. Oktober 2019, 5 U 47/19, BeckRS 2019, 23205 Rdnr. 34 ff.; OLG Naumburg, Urteil vom 27. September 2019, 7 U 24/19, BeckRS 2019, 24547 Rdnr. 96 ff.; OLG Koblenz, Urteil vom 16. September 2019, 12 U 61/19, juris Rdnr. 69 ff.; OLG Koblenz, Urteil vom 12. Juni 2019, 5 U 1318/18, juris Rdnr. 102 ff.; OLG Karlsruhe, Beschluss vom 5. März 2019, 13 U 142/18, juris Rdnr. 113 ff.).

    Diese Aufwendungen sind jedenfalls nicht durch die zum Schadensersatz verpflichtende sittenwidrige Handlung verursacht worden, sondern sind im Zusammenhang mit dem Betrieb des Fahrzeugs entstanden und dienen der weiteren Nutzbarkeit der Sache (vgl. Senatsurteil vom 5. März 2020, 13 U 326/18, nv; KG Berlin, Urteil vom 12. November 2019, juris Rdnr. 271; OLG Koblenz, Urteil vom 16. September 2019, 12 U 61/19, juris Rdnr. 79).

    Hat die Zuvielforderung aber keine Auswirkungen auf die Verweigerung der Beklagten und war daher nicht Anlass für die Zurückweisung der Beklagten, besteht grundsätzlich kein Anlass, den Annahmeverzug auszuschließen, weil die Beklagte insoweit nicht schutzwürdig ist (OLG Karlsruhe, Urteil vom 6. November 2019, 13 U 37/19, juris Rdnr. 131 f.; Senatsurteil vom 5. März 2020, 13 U 326/18, nv).

  • OLG Brandenburg, 08.07.2020 - 4 U 115/19
    Aus diesem Grund sind etwa Kosten für Dieselkraftstoff und Motoröl, mithin Stoffe, die für die Fahrzeugnutzung notwendig sind und mit ihr verbraucht werden, aber auch Kosten für Verschleißteile (wie z. B. Bremsbeläge und -scheiben), deren Austausch eine typische Nutzungsfolge ist, vom Schutzzweck des § 826 BGB nicht umfasst (vgl. OLG Hamm, Urteil vom 5. März 2020 - 13 U 326/18 -, zitiert nach juris Rn. 111 ff; OLG Saarbrücken, Urteil vom 14. Februar 2020 - 2 U 128/19 -, zitiert nach juris Rn. 68; OLG Koblenz, Urteil vom 20. November 2019 - 10 U 731/19 -, zitiert nach juris Rn. 106; Kammergericht, Urteil vom 26. September 2019 - 4 U 77/28 -, zitiert nach juris Rn. 180 - 182).
  • LG Braunschweig, 14.08.2020 - 11 O 6111/18

    Im Rahmen des sog. "Abgasskandals" kann im Falle des 1,6 l Motors vom Typ EA189

    Dieser Schutzzweck ist hier nicht betroffen, da der Kläger im Austausch für den gezahlten Kaufpreis das Fahrzeug nutzen konnte (OLG Hamm, Urteil vom 05.03.2020, 13 U 326/18, zit. nach juris, Rn. 123; ausführlich OLG Schleswig, Urteil vom 19.03.2020, 7 U 100/19, zit. nach juris, Rn. 92 ff.; vgl. zuletzt auch BGH, Urteile vom 30.07.2020, VI ZR 354/19 und VI ZR 397/19; auch in dieser zweiten wirtschaftlich sehr wichtigen Frage dagegen - "ganz klar" rechtsirrig - a. A. Heese, a.a.O.).

    Es fehlt daher jedenfalls/auch an einem Verschulden der Beklagten (§ 286 Abs. 4 BGB), weil diese die wirklich geschuldete Forderung nicht allein berechnen konnte, da sie insoweit von ihr unbekannten internen Daten abhing (vgl. OLG Hamm, Urteil vom 05.03.2020, 13 U 326/18, zit. nach juris, Rn. 125 f.).

  • OLG Hamm, 12.03.2020 - 13 U 306/18
    Gegen den - zutreffenden (vgl. Senatsurteil vom 5. März 2020 - 13 U 326/18, zur Veröffentlichung vorgesehen) - Ansatz einer 1, 3-Gebühr richtet sich weder die Beklagte noch die Klägerin.
  • OLG Hamm, 29.05.2020 - 25 U 57/19
    Hierfür spricht auch, dass sich eine vergleichbare Wertung ebenso für eine Rückabwicklung gem. § 346 BGB ergäbe, bei der die Reparaturkosten gem. § 347 Abs. 2 S. 1 BGB als notwendige Verwendungen erstattungsfähig wären (so auch OLG Hamm, Urteil vom 14. Januar 2020, 34 U 37/19, juris-Rn 101-105; a.A. Urteil vom 05. März 2020, 13 U 326/18, zur Veröffentlichung vorgesehen).
  • LAG Rheinland-Pfalz, 25.06.2020 - 2 Sa 228/19

    Überbrückungsbeihilfe nach dem TV SozSich

    Eine grundsätzlich zulässige Erweiterung des Berufungsantrags auf eine sich aus dem angefochtenen Urteil ergebende, innerhalb der Begründungsfrist aber nicht geltend gemachte Beschwer kann nach Ablauf der Berufungsbegründungsfrist nur auf schon in der Berufungsbegründung angeführte Gründe gestützt werden; anderenfalls erweist sich die Berufung hinsichtlich des erweiterten Teils als unzulässig ( vgl. BGH 14. Mai 2009 - I ZR 98/06 - Rn. 16, NJW 2009, 3722; OLG Hamm 05. März 2020 - 13 U 326/18 - Rn. 36, juris ).
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