Rechtsprechung
   OLG Koblenz, 01.02.2012 - 5 W 63/12   

Volltextveröffentlichungen

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • sandra-mihatsch.de (Kurzinformation)

    Arzt darf Mutter nicht über unheilbare Erbkrankheit der Kinder informieren

  • kahlert-padberg.de PDF (Kurzinformation)

    Keine Information an die geschiedene Ehefrau eines Patienten über eine mögliche Erbkrankheit

Besprechungen u.ä. (2)

  • arzthaftung-wegen-behandlungsfehler.de (Entscheidungsbesprechung)

    Weitergabe der Information über die Erkrankung der Angehörigen/nahestehenden Personen ohne Einwilligung des Patienten

  • slaek.de PDF (Entscheidungsbesprechung)

    BGB §§ 253, 823
    Arzthaftung für Mitteilung einer gravierenden Erbkrankheit (Chorea Huntington)

Sonstiges

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Prädiktive Gendiagnostik im Familienverband und Haftungsrecht" von Prof. Dr. Reinhard Damm, original erschienen in: MedR 2012, 705 - 710.

Hinweis zu den Links:
Zu Einträgen, die orange verlinkt sind, liegen derzeit keine weiteren Informationen vor. Sie können diese Links aber nutzen, um die Einträge beispielsweise in Ihre Merkliste aufzunehmen.

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • MDR 2012, 520



Kontextvorschau:





Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ...  

  • OLG Koblenz, 31.07.2013 - 5 U 1427/12  

    Schadensersatzansprüche der Ehefrau eines Chorea-Huntington-Patienten wegen

    Die unerwünschte Information der Kindesmutter ist auch nicht durch das Gendiagnostikgesetz , die Richtlinie der Gendiagnostik - Kommission oder eine hypothetische Einwilligung gerechtfertigt, weil ein Arzt auch das "Recht auf Nichtwissen" zu respektieren hat (gegen Kern in GesR 2012, 352).

    - dessen jetziger Berichterstatter bereits mit der Sache als Einzelrichter in dem PKH - Verfahren 5 W 63/12 befasst war und dessen Beschluss vom 1. Februar 2012 eine breite kontroverse Diskussion ausgelöst hat (vgl. GesR 2012, 164 -165 mit Anm. Kern in GesR 2012, 352; MDR 2012, 520 - 521, VersR 2012, 861 - 863 mit Anm. Jaeger; Damm in MedR 2012, 705; MedR 2012, 742 - 744, ArztR 2012, 60) - ist erwiesen (§ 286 ZPO ), dass die Äußerung des Beklagten zu einer Gesundheitsbeeinträchtigung der Klägerin führte und damit ein absolutes Recht im Sinne des § 823 Abs. 1 BGB verletzte.

    Es gab in dem PKH - Verfahren 5 W 63/12 keinen Anlass, dies näher auszudifferenzieren, wenngleich einzuräumen ist, dass die mangelnde Differenzierung Anlass für Irritationen geben konnte.

    Soweit das Landgericht in Übereinstimmung mit Kern (GesR 2012, 352) behauptet, dass "die Einwilligungsfähigkeit zumindest bei einem älteren Kind problemlos" gegeben sei, ist dies nicht einleuchtend.

    Es ist vor diesem Hintergrund kaum nachvollziehbar, wenn Kern (GesR 2012, 352, 353) meint, dass es sich sicher besser lebe, wenn man wisse, dass man zu den 50% gehört, die nicht zu den Krankheitsträgern zählen, als über diesen Umstand im Ungewissen zu sein.

    Der Senat hatte deshalb bereits im PKH - Verfahren 5 W 63/12 darauf hingewiesen, dass eine Einschaltung eines Kinderpsychologen, des Jugendamtes und - ergänzend - auch der Betreuungsbehörde in Betracht zu ziehen gewesen wäre.

Haben Sie eine Ergänzung? Oder haben Sie einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns.

Sie müssen eingeloggt sein, um diese Funktion zu nutzen.

Sie haben noch kein Nutzerkonto? In weniger als einer Minute ist es eingerichtet und Sie können sofort diese und weitere kostenlose Zusatzfunktionen nutzen.

| | Was ist die Merkfunktion?

Ablegen in

Benachrichtigen, wenn:





 Alle auswählen Alle auswählen


 


Sie können auswählen (Maus oder Pfeiltasten):
(Liste aufgrund Ihrer bisherigen Eingabe)
Komplette Übersicht