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   OLG Koblenz, 17.11.2020 - 1 OWi 6 SsRs 271/20   

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OLG Koblenz, 17.11.2020 - 1 OWi 6 SsRs 271/20 (https://dejure.org/2020,49026)
OLG Koblenz, Entscheidung vom 17.11.2020 - 1 OWi 6 SsRs 271/20 (https://dejure.org/2020,49026)
OLG Koblenz, Entscheidung vom 17. November 2020 - 1 OWi 6 SsRs 271/20 (https://dejure.org/2020,49026)
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Volltextveröffentlichungen (5)

  • openjur.de
  • Justiz Rheinland-Pfalz

    Art 2 Abs 1 GG, Art 20 Abs 3 GG, Art 103 Abs 1 GG, Art 6 MRK
    Bußgeldverfahren wegen Geschwindigkeitsüberschreitung: Unterbliebene Zugänglichmachung von nicht zu den Akten gelangten Messunterlagen; Nichtspeicherung sämtlicher Rohmessdaten; Schutzbereich des rechtlichen Gehörs; Grundsatz des fairen Verfahrens; ...

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  • rechtsportal.de
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NZV 2021, 201
 
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Wird zitiert von ... (14)

  • VerfGH Rheinland-Pfalz, 13.12.2021 - VGH B 46/21

    Einsicht, Unterlagen Bußgeldverfahren, standardisiertes Messverfahren

    Dabei kann dahinstehen, ob messrelevante Eingriffe in das Geschwindigkeitsmessgerät regelmäßig dessen Neueichung zur Folge haben und die im Messprotokoll vermerkte Unversehrtheit des Eichsiegels daher ein aussagekräftiges Indiz gegen zwischen der Eichung und der Messung vorgenommene Eingriffe darstellt (vgl. hierzu OLG Koblenz, Beschluss vom 17. November 2020 - 1 OWi 6 SsRs 271/20 -, juris Rn. 64).
  • VerfGH Rheinland-Pfalz, 21.06.2021 - VGH A 39/21

    Verfassungsrecht, Verfassungsprozessrecht

    Dies folgt namentlich aus der in der Rechtsprechung kontrovers diskutierten Frage, ob es eine Verletzung des Rechts auf ein faires Verfahren darstellt, wenn die Verurteilung auf Basis eines Messergebnisses erfolgt, dessen der Messung zugrunde liegende Rohmessdaten nicht zum Zwecke der nachträglichen Überprüfbarkeit gespeichert worden sind (einen Verfassungsverstoß bejahend VerfGH Saarland, Urteil vom 5. Juli 2019 - Lv 7/17 -, AS 47, 223 [237 ff.]; anders aber die hier angegriffene Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz [BA S. 4 ff.] sowie OLG Oldenburg, Beschluss vom 9. September 2019 - 2 Ss (OWi) 233/19 -, juris Rn. 13 ff.; OLG Stuttgart, Beschluss vom 19. September 2019 - 1 Rb 28 Ss 300/19 -, juris Rn. 4; OLG Köln, Beschluss vom 27. September 2019 - III-1 RBs 339/19 -, juris Rn. 7 ff.; BayObLG, Beschluss vom 9. Dezember 2019 - 202 ObOWi 1955/19 -, juris Rn. 5 ff.; OLG Schleswig, Beschluss vom 20. Dezember 2019 - II OLG 65/19 -, juris Rn. 20 ff.; OLG Brandenburg, Beschluss vom 2. Januar 2020 - (1 Z) 53 Ss-OWi 676/19 (388/19) -, juris Rn. 12 ff.; OLG Karlsruhe, Beschluss vom 8. Januar 2020 - 3 Rb 33 Ss 763/19 -, juris Rn. 7 ff.; OLG Zweibrücken, Beschluss vom 11. Februar 2020 - 1 OWi 2 SsBs 122/19 -, juris Rn. 8 f.; KG Berlin, Beschluss vom 5. April 2020 - 3 Ws (B) 64/20 -, juris Rn. 14 ff.; OLG Bremen, Beschluss vom 6. April 2020 - 1 SsRs 10/20 -, juris Rn. 11 ff.; OLG Thüringen, Beschluss vom 23. September 2020 - 1 OLG 171 SsRs 195/19 -, juris Rn. 24 ff.; OLG Dresden, Beschluss vom 9. November 2020 - OLG 23 Ss 620/20 (Z) -, juris Rn. 8 ff.; OLG Koblenz, Beschluss vom 17. November 2020 - 1 OWi 6 SsRs 271/20 -, juris Rn. 18 ff.).
  • OLG Koblenz, 01.02.2022 - 3 OWi 32 SsBs 99/21

    ES 3.0, Rohmessdaten, Tagesmessreihe, rechtliches Gehör, Vorlage BGHn 1.007.2

    Ergeben sich aus den verfahrensgegenständlichen Daten schon keine Besonderheiten, kann daher aus Besonderheiten in anderen Falldateien grundsätzlich nicht auf eine Fehlerhaftigkeit der Messung geschlossen werden (vgl. OLG Koblenz, Beschl. 1 OWi 6 SsRs 271/20 v. 17.11.2020 - NZV 2021, 201 ff. ; 1 OWi 6 SsBs 19/18 v. 17.07.2018 - Rn. 33 n. juris; 2 SsRs 18/19 v. 11.04.2019; 3 OWi 6 SsRs 288/20 v. 10.02.2021; BayObLG, Beschl. 202 Ob OWi 1532/20 v. 04.01.2021 - DAR 2021, 104 sämtlich bezgl.
  • AG St. Ingbert, 15.09.2022 - 23 OWi 1278/22

    Geschwindigkeitsmessung, standardisiertes Messverfahren, Beschilderungsplan,

    Verkehrszeichen stellen Verwaltungsakte in Form von Allgemeinverfügungen dar und sind nach §§ 43 111, 44 VwVfG nur unwirksam, wenn sie nichtig sind, ansonsten ist ein Verwaltungsakt zu befolgen, auch wenn er fehlerhaft ist (OLG Koblenz, Beschluss vom 17. November 2020 - 1 OWi 6 SsRs 271/20).

    Die Messörtlichkeit einschließlich der Beschilderung ist durch das Messprotokoll in der Akte ausreichend dokumentiert, so dass es der Überlassung der verkehrsrechtlichen Anordnung nicht bedarf (OLG Koblenz, Beschl. v. 17.11.2020 - Az. 1 OWi 6 SsRs 271/20, juris Rn. 56).

    Sie sind nach §§ 43 111, 44 VwVfG nur unwirksam, wenn sie nichtig sind, ansonsten ist ein Verwaltungsakt zu befolgen, auch wenn er fehlerhaft ist (OLG Koblenz, Beschl. v. 17.11.2020 - Az. 1 OWi 6 SsRs 271/20, juris Rn. 57).

  • OLG Zweibrücken, 27.04.2021 - 1 OWi 2 SsRs 173/20

    Angeblicher Geschwindigkeitsverstoß: Anspruch auf Überlassung der vorhandenen

    Soweit in der Rechtsprechung einiger Oberlandesgerichte das Recht auf Einsicht in konkret vorhandene oder auch nur möglicherweise vorhandene Wartungs- und Instandsetzungsunterlagen unterschiedlich beurteilt wurde (zum Meinungsstand in der obergerichtlichen Rechtsprechung vgl. nur Niehaus, Handbuch für das straßenverkehrsrechtliche Bußgeldverfahren, 6. Aufl. Rn. 2874 m.w.N.) und in einer unterbliebenen Zugänglichmachung der von dem Betroffenen begehrten und nicht zu den (Gerichts-) Akten gelangten Messunterlagen kein Verstoß gegen den Grundsatz des fairen Verfahrens gesehen wurde (vgl. OLG Koblenz, Beschluss vom 17. November 2020 - 1 OWi 6 SsRs 271/20, juris), ist eine Divergenzvorlage an den Bundesgerichtshof gem. § 121 GVG angesichts der danach ergangenen Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 12. November 2020 (vgl. BVerfG a.a.O.) nicht geboten.
  • OLG Saarbrücken, 14.07.2022 - SsRs 30/21

    Einsicht, Herausgabe von Unterlagen, Beschilderungsplan, verkehrsrechtliche

    Zwar handelt es sich bei einer verkehrsrechtlichen Anordnung nach ihrer Bekanntgabe durch das Aufstellen der entsprechenden Beschilderung um einen Verwaltungsakt in Form einer Allgemeinverfügung (BVerwG, Urteil vom 09. Juni 1967 - VII C 18/66 -, juris; BVerwG NJW 1997, 1021; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 25. April 2022 - 8 E 120/22 -, juris; Hentschel/König/Dauer, Straßenverkehrsrecht, 46. Aufl., § 41 StVO Rdnr. 247), der grundsätzlich auch im Falle seiner Rechtswidrigkeit zu beachten ist, solange er nicht nichtig ist oder wirksam angefochten oder zurückgenommen wurde (BVerwG NJW 1967, 1627; OLG Koblenz, Beschluss vom 17. November 2020 - 1 OWi 6 SsRs 271/20.

    Soweit das Amtsgericht seine Rechtsauffassung auf die Entscheidungen des OLG Zweibrücken vom 05. Mai 2020 (Az.: 1 OWi SsBs 94/19 -) und des OLG Koblenz vom 17. November 2020 (Az.: 1 OWi 6 SsRs 271/20) stützt, übersieht es, dass diese durch die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 12. November 2020 - 2 BvR 1616/18 - überholt sind.

  • OLG Zweibrücken, 26.07.2022 - 1 OWi 2 SsBs 84/21

    Anforderungen an die Sachaufklärung im Bußgeldverfahren Erforderlichkeit der

    Die Entscheidungen des Pfälzischen Oberlandesgerichts Zweibrücken vom 05.05.2020 (1 OWi 2 SsBs 94/19) und des OLG Koblenz vom 17.11.2020 (1 OWi 6 SsRs 271/20), auf die das Amtsgericht sich gestützt habe, seien durch die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 12.11.2020 - 2 BvR 1616/18 überholt.
  • KG, 11.08.2022 - 3 Ws (B) 200/22

    Analoge Erweiterung des Zulassungsgrundes nach § 80 Abs. 1 Nr. 2 OWiG

    Es ist aber obergerichtlich geklärt, dass das hier geltend gemachte Recht auf Informationszugang nicht aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 103 Abs. 1 GG abzuleiten ist (vgl. Senat, Beschlüsse vom 27. April 2018 - 3 Ws (B) 133/18 - [juris], vom 22. September 2020 - 3 Ws (B) 182/20 - [juris m. Anm. Krenberger] und vom 3. Juni 2021 - 3 Ws (B) 148/21 - [juris]; BVerfGE 63, 45 [Spurenakten]; BGHSt 30, 131 [Spurenakten]; OLG Bremen NStZ 2021, 114; OLG Koblenz NZV 2021, 201; BayObLG DAR 2021, 104; Cierniak, zfs 2012, 664 [670]; Cierniak/Niehaus, DAR 2014, 2).
  • VerfGH Rheinland-Pfalz, 20.07.2021 - VGH B 53/20

    Elektronische Aktenführung ohne landesgesetzliche Grundlage in OWi-Sachen

    Die in Übereinstimmung mit der ständigen obergerichtlichen Rechtsprechung - dort allerdings ursprünglich noch im Hinblick auf § 110b Abs. 1 Satz 2 OWiG a.F. - vertretene Annahme der Fachgerichte, das Fehlen einer Rechtsgrundlage für die elektronische Aktenführung der Zentralen Bußgeldstelle habe nicht die Unwirksamkeit des in Papierform hergestellten und versandten Bußgeldbescheides zur Folge (vgl. hierzu neben der angegriffenen Entscheidung des Amtsgerichts [Urteilsabdruck S. 4]: OLG Koblenz, Beschlüsse vom 6. September 2016 - 1 OWi 3 SsRs 93/16 -, juris Rn. 5 f. [zu § 110b OWiG a.F.]; vom 12. Dezember 2017 - 2 OWi 4 SsRs 122/17 -, juris Rn. 14 ff. [zu § 110b OWiG a.F.]; vom 17. Juli 2018 - 1 OWi 6 SsBs 19/18 -, juris Rn. 7 f.; vom 2. Oktober 2020 - 3 OWi 6 SsBs 258/20 -, juris Rn. 8; vom 17. November 2020 - 1 OWi 6 SsRs 271/20 -, juris Rn. 10; OLG Zweibrücken, Beschluss vom 8. Januar 2020 - 1 OWi 2 SsBs 117/19 u.a. -, juris Rn. 4), erweist sich weder als schlechthin unhaltbar noch als offensichtlich sachwidrig.
  • AG Wittlich, 25.06.2021 - 36b OWi 8046 Js 27430/19

    Entfall des Fahrverbots bei langer Verfahrensdauer nicht zwingend

    Selbst wenn beispielsweise andere Messungen auffallend häufig vom Messgerät als unbrauchbar verworfen worden wären, ergäbe sich daraus kein Hinweis darauf, dass die gerade nicht vom Gerät verworfene Messung des Betroffenen im Wahrheit fehlerhaft ist (vgl. OLG Koblenz, Beschluss vom 17.11.2020, 1 OWi 6 SsRs 271/20).

    Dass diese Frage sich vorliegend ernsthaft stellt und eine dahingehende Aufklärung geboten ist, ist aber nicht ersichtlich und auch nicht von der Verteidigung vorgebracht (vgl. OLG Koblenz, Beschluss vom 17.11.2020, 1 OWi 6 SsRs 271/20).

  • AG St. Ingbert, 24.08.2021 - 23 OWi 62/21

    ProViDa-Fahrzeug muss (je nach Betriebsart) den Abstand zum vorausfahrenden

  • AG St. Ingbert, 23.06.2021 - 22 OWi 533/21

    Messung innerorts nur 32 Meter nach 30 km/h-Schild - kein Fahrverbot

  • OLG Koblenz, 13.01.2022 - 2 OWi 32 SsBs 310/21

    Verwaltungsbehörde hat Wartungsunterlagen des Messgeräts offenzulegen

  • KG, 10.01.2022 - 3 Ws (B) 310/21

    Verspätete Richterablehnung wird durch Anhörungsrüge nicht zulässig

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