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   OLG Oldenburg, 12.12.1991 - 14 U 57/91   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1991,4043
OLG Oldenburg, 12.12.1991 - 14 U 57/91 (https://dejure.org/1991,4043)
OLG Oldenburg, Entscheidung vom 12.12.1991 - 14 U 57/91 (https://dejure.org/1991,4043)
OLG Oldenburg, Entscheidung vom 12. Dezember 1991 - 14 U 57/91 (https://dejure.org/1991,4043)
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Volltextveröffentlichung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)

    Unfall auf Parkplatz; Allgemeine Beweislastverteilung; Ausfahrt aus Parkbucht; Benutzung der Fahrspur; Beiderseitige Sorgfaltsanforderungen; Beweislast; Gefahrerhöhung

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)

    StVG § 17; StVO § 1
    Haftungsverteilung bei Kollision zweier Fahrzeuge auf einem öffentlichen Parkplatz

Papierfundstellen

  • VersR 1993, 496
 
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Wird zitiert von ... (8)

  • OLG Saarbrücken, 09.10.2014 - 4 U 46/14

    Haftungsverteilung bei Kfz-Unfall: Kollision auf einem Kundenparkplatz zwischen

    Zum Teil wird daher vertreten, dass dann, wenn der rückwärts Ausparkende beim Ausfahren aus einer Parkbucht mit einem an den parkenden Fahrzeugen vorbeifahrenden Benutzer der „Parkplatzfahrbahn” aus Unachtsamkeit kollidiert, dieser Unfall im fließenden Verkehr geschieht und deshalb § 9 Abs. 5 StVO (zumindest eingeschränkt) Anwendung findet (OLG Stuttgart NJW-RR 1990, 670; NJW 2004, 2255, 2256; OLG Oldenburg VRS 82 [1992], 419; OLG Frankfurt a. M. VRS 57 [1979], 207).
  • OLG Stuttgart, 17.05.2004 - 1 Ss 182/04

    Verkehrsordnungswidrigkeit: Sorgfaltsmaßstab beim Ausparken aus einer Parkbucht

    In Rechtsprechung und Literatur ist deshalb anerkannt, dass dann, wenn der rückwärts Ausparkende beim Ausfahren aus einer Parkbucht mit einem an den parkenden Fahrzeugen vorbeifahrenden Benutzer der "Parkplatzfahrbahn" aus Unachtsamkeit kollidiert, dieser Unfall im fließenden Verkehr geschieht und deshalb § 9 Abs. 5 StVO (zumindest eingeschränkt) Anwendung findet (OLG Stuttgart, NJW-RR 1990, 670 m.w.N.; OLG Oldenburg, VRS 82, 419 ff.; OLG Frankfurt, VRS 57, 207 ff.).
  • AG Bad Segeberg, 06.10.2011 - 17 C 100/11

    Schadensteilung erfolgt wegen eines Unfalls infolge einer Kollision zwischen

    Der Gegenauffassung, wonach auf Parkplätzen ausschließlich § 1 Abs. 2 StVO Anwendung finden soll (so OLG Oldenburg, Urt. v. 12.12.1991 - 14 U 57/91, VersR 1993, 496; LG Saarbrücken, Urt. v. 12.02.2010 - 13 S 239/09, juris Rn. 12; LG Saarbrücken, Urt. v. 27.05.2011 - 13 S 25/11, juris Rn. 12; AG Dieburg, Urt. v. 07.09.2005 - 21 C 48/05, SP 2006, 53; AG Stolzenau, Urt. v. 04.04.1997 - 3 C 551/95, SP 1997, 242; AG Lahnstein, Urt. v. 05.12.2001 - 2 C 472/01, SP 2002, 266) vermag das Gericht nicht zu folgen.

    Denn in diesem Fall ergäben sich sowohl für den Kläger als auch den Beklagten zu 2) aus § 1 Abs. 2 StVO besondere Sorgfaltspflichten, die denen aus §§ 9 Abs. 5, 10 StVO weitgehend angenähert sind (vgl. hierzu OLG Oldenburg, Urt. v. 12.12.1991 - 14 U 57/91, VersR 1993, 496; LG Saarbrücken, Urt. v. 07.05.2010 - 13 S 14/10, juris Rn. 23 m.w.N.).

    Auch in diesem Fall ist eine Haftungsquote von 50:50 sachgerecht (ebenso OLG Oldenburg, Urt. v. 12.12.1991 - 14 U 57/91, VersR 1993, 496; AG Dieburg, Urt. v. 07.09.2005 - 21 C 48/05, SP 2006, 53; AG Stolzenau, Urt. v. 04.04.1997 - 3 C 551/95, SP 1997, 242; AG Lahnstein, Urt. v. 05.12.2001 - 2 C 472/01, SP 2002, 266).

  • LG Bochum, 15.11.2002 - 5 S 209/02
    Zwar wird dies von einem Teil der Rechtsprechung in Zweifel gezogen, da die Fahrbahnen auf einem Parkplatz nicht den Charakter von Straßen hätten, sondern ausschließlich dem Suchen nach einem Parkplatz dienen würden, mithin stehe auf einem Parkplatz alles und allein unter dem Gebote des § 1 Abs. 2 StVO (vgl. dazu z.B.: OLG Oldenburg, DAR 1992, 304).

    Diese spezifische Rücksichtnahmepflicht verlangt von jedem Nutzer des Parkplatzes - also nicht nur dem Wartepflichtigen, sondern auch dem Bevorrechtigten -, dass dieser die Fahrbahnen auf einem Parkplatz lediglich mit Schrittgeschwindigkeit - also nur mit etwa 10 km/h - befährt und dabei ständig bremsbereit ist, um so auf auftauchende Fahrzeuge aus Einstellboxen und kreuzenden oder einmündenden Verkehrs aus untergeordneten Fahrbahnen oder ggf. auf Fußgänger auf der Fahrbahn sofort reagieren zu können (vgl. dazu z.B.: Kammergericht NZV 1988.65 (66); OLG Oldenburg VRS 63 99 (101) und DAR 1992, 304 (305); OLG Stuttgart NJW-RR 1990, 670; OLG Köln NZV 1995.401 = MDR 1995.152; vgl. dazu auch: für Tankstellengelände im Vergleich und als Parallele zu Parkplätzen: OLG Düsseldorf NZV 2002, 87 (88 ff)).

  • LG Frankfurt/Main, 16.04.2003 - 1 S 376/02

    Haftungsverteilung bei einem Unfall aufgrund eines Verstoßes gegen die

    Er brauchte auch unter Berücksichtigung der besonderen Sorgfaltsanforderungen für den Verkehr auf privaten Parkplätzen und in Parkhäusern (vgl. OLG Celle, DAR 2000, 216 ; LG Frankfurt, DAR 1999, 171 ; OLG Köln, MDR 1999, 675 und MDR 1995, 152; OLG Oldenburg, DAR 1992, 304 = VersR 1993, 496; OLG Stuttgart, NJW-RR 1990, 670) mit Verkehr von rechts wegen der klaren Einbahnregelung nicht zu rechnen.
  • LG Köln, 10.03.2009 - 11 S 97/08

    Erstattungsfähigkeit von Anwaltskosten i.R.d. Schadensabwicklung bei

    So wird teilweise vertreten (OLG Oldenburg VRS 82, 419), die Anwendbarkeit des § 10 StVO sei beim Ausfahren aus einer Parktasche zu verneinen, so dass der Sorgfaltsmaßstab des § 1 Abs. 1 StVO gelte, wonach jede Partei diejenigen Umstände beweisen müsse, die auf der anderen Seite eine Gefahrerhöhung bewirkt habe".
  • OLG Brandenburg, 01.12.1999 - 14 U 59/99
    Auf einem öffentlichen Parkplatz, auf dem die Regelungen der StVO zumindest dann auch Anwendung finden, wenn - wie hier - die auf dem Parkplatz verlaufenden Fahrbahnen, Straßencharakter haben (OLG Oldenburg VersR 1993, 496 m.w.N.), war die Beklagte gehalten, so langsam zu fahren, daß sie jederzeit bremsen und anhalten konnte.
  • AG Zeitz, 06.08.2019 - 4 C 26/19
    Diese Besonderheiten des Verkehrs auf einem öffentlichen Parkplatz, die sich aus dessen Natur und Zweckbestimmung ergeben, erfordern deshalb eine besondere und spezifische Rücksichtnahmepflicht aller Verkehrsteilnehmer (vgl. LG Bochum, Urteil vom 15. November 2002 - 5 S 209/02 -, juris; OLG Oldenburg, Urteil vom 12.12.1991 -14 U 57/91 -, juris).
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