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   OLG Rostock, 06.06.2011 - 10 UF 118/09   

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https://dejure.org/2011,17095
OLG Rostock, 06.06.2011 - 10 UF 118/09 (https://dejure.org/2011,17095)
OLG Rostock, Entscheidung vom 06.06.2011 - 10 UF 118/09 (https://dejure.org/2011,17095)
OLG Rostock, Entscheidung vom 06. Juni 2011 - 10 UF 118/09 (https://dejure.org/2011,17095)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • openjur.de

    Art. 3 Abs. 1 GG; §§ 22, 31 GKG

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Verfassungrechtliche Bedenken bei Übernahme von Prozesskosten in einem Vergleich durch den Beklagen bei Haftung einer Partei und vorheriger Bewilligung von Prozesskostenhilfe

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • FamRZ 2011, 1752
 
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Wird zitiert von ... (5)

  • AG Bad Segeberg, 24.11.2014 - 17 C 22/13

    Verrechnung des vom Kläger geleisteten Gerichtskostenvorschusses mit Kostenschuld

    Die Bestimmung des § 31 Abs. 3 Satz 1 GKG i.d.F. des Zweiten Gesetzes zur Modernisierung der Justiz vom 22.12.2006 ist weder direkt noch analog anwendbar, wenn einem Übernahmeschuldner Prozesskostenhilfe bewilligt worden ist (Anschluss an OLG Düsseldorf, Beschl. v. 21.01.2010 - I-10 W 124/09 ; OLG Düsseldorf, Beschl. v. 02.03.2006 - I-24 W 10/06 ; OLG Hamburg, Beschl. v. 24.07.2012 - 4 W 64/12; OLG Hamm, Beschl. v. 11.05.2012 - I-25 W 9/12 ; OLG Koblenz, Beschl. v. 27.12.2007 - 14 W 876/07 ; OLG Naumburg, Beschl. v. 27.06.2013 - 10 W 25/13; OLG Rostock, Beschl. v. 06.06.2011 - 10 UF 118/09 ; OLG Saarbrücken, Beschl. v. 29.10.2009 - 6 WF 105/09 ; OLG Schleswig, Beschl. v. 11.07.2005 - 15 WF 202/05; OLG Zweibrücken, Beschl. v. 02.02.2010 - 4 W 2/10 ; LG Hamburg, Beschl. v. 26.06.2012 - 332 O 195/11; AG Koblenz, Beschl. v. 11.03.2011 - 134 C 2216/10 ; AG Leipzig, Beschl. v. 14.05.2008 - 335 F 1441/06 ).

    Gegen die Beschränkung des § 31 Abs. 3 GKG auf Entscheidungsschuldner bestehen auch insoweit keine verfassungsrechtlichen Bedenken, als der Gegner einer klagenden bedürftigen Partei anders als der Gegner einer bedürftigen beklagten Partei regelmäßig nicht Zweitschuldner ist (entgegen OLG Rostock, Beschl. v. 06.06.2011 - 10 UF 118/09 ; Anschluss an OLG Naumburg, Beschl. v. 27.06.2013 - 10 W 25/13).

    Auch unter Geltung des § 31 Abs. 3 GKG geht die herrschende Meinung daher davon aus, dass die Norm auf den Übernahmeschuldner weder direkt noch analog anwendbar ist ( OLG Düsseldorf, Beschl. v. 21.01.2010 - I-10 W 124/09 , Rn. 2 f.; OLG Düsseldorf, Beschl. v. 02.03.2006 - I-24 W 10/06 , JurBüro 2007, 153 , Rn. 2; OLG Hamburg, Beschl. v. 24.07.2012 - 4 W 64/12, Rn. 3; OLG Hamm, Beschl. v. 11.05.2012 - I-25 W 9/12 , NJW-RR 2012, 1150, 1151; OLG Koblenz, Beschl. v. 27.12.2007 - 14 W 876/07 , MDR 2008, 473, [...] Rn. 4; OLG Naumburg, Beschl. v. 27.06.2013 - 10 W 25/13, NJW-RR 2014, 189, [OLG Naumburg 27.06.2013 - 10 W 25/13 (KfB)] [...] Rn. 8; OLG Rostock, Beschl. v. 06.06.2011 - 10 UF 118/09 , FamRZ 2011, 1752 , Rn. 10 f.; OLG Saarbrücken, Beschl. v. 29.10.2009 - 6 WF 105/09 , AGS 2009, 596, [...] Rn. 6; OLG Schleswig, Beschl. v. 11.07.2005 - 15 WF 202/05, OLGR 2006, 32; OLG Zweibrücken, Beschl. v. 02.02.2010 - 4 W 2/10 , MDR 2010, 595, [...] Rn. 10; LG Hamburg, Beschl. v. 26.06.2012 - 332 O 195/11, Rn. 21; AG Koblenz, Beschl. v. 11.03.2011 - 134 C 2216/10 , ; AG Leipzig, Beschl. v. 14.05.2008 - 335 F 1441/06 , FamRZ 2009, 243 , Rn. 5 f.; Binz/ Dörndorfer /Petzold/Zimmermann, GKG, 2. Aufl. 2009, § 31 Rn. 6; Musielak/ Fischer , ZPO, 10. Aufl. 2013, § 123 Rn. 5; Zöller/ Geimer , ZPO, 30. Aufl. 2014, § 123 Rn. 6 f.; Fölsch , SchlHA 2013, 2, 3 f.; Hartmann , Kostengesetze, 43. Aufl. 2013, § 31 GKG Rn. 23; BeckOK-ZPO/ Kratz , Ed. 10, § 123 Rn. 3; Schneider/Thiel , NJW 2013, 3222; Wiese , NJW 2012, 3126, 3127; Prütting/Gehrlein/ Zempel / Völker , ZPO, 6. Aufl. 2014, § 123 Rn. 4; Zimmermann , ZPO, 9. Aufl. 2011, § 123 Rn. 3; widersprüchlich MünchKomm-ZPO/ Motzer , 4. Aufl. 2013, § 122 Rn. 22 a.E. mit Fn. 48, § 123 Rn. 5).

    Die sich nach der bis zum 31.07.2013 geltenden Rechtslage ergebende Schutzlücke beruht indes auf einer bewussten Entscheidung des Gesetzgebers und kann daher auch nur von diesem und nicht durch die Gerichte im Analogiewege geschlossen werden (zutreffend OLG Hamburg, Beschl. v. 24.07.2012 - 4 W 64/12, Rn. 3; OLG Rostock, Beschl. v. 06.06.2011 - 10 UF 118/09 , FamRZ 2011, 1752 , Rn. 11; OLG Zweibrücken, Beschl. v. 02.02.2010 - 4 W 2/10 , MDR 2010, 595, [...] Rn. 10; Wiese , NJW 2012, 3126, 3127).

    Soweit die Auffassung vertreten wird, die Beschränkung des § 31 Abs. 3 GKG auf Entscheidungsschuldner führe insoweit zu einer gegen Art. 3 Abs. 1 GG verstoßenden Ungleichbehandlung, als der Gegner einer klagenden bedürftigen Partei regelmäßig nicht Zweitschuldner sei und insoweit die das Verfahren veranlassende bedürftige Partei weiterhin von den durch sie verursachten Kosten freigestellt bleibe, wohingegen der Gegner einer bedürftigen beklagten Partei als Veranlassungsschuldner Zweitschuldner sei, so dass die Kostenprivilegierung der bedürftigen beklagten Partei über § 123 ZPO entfalle (so OLG Rostock, Beschl. v. 06.06.2011 - 10 UF 118/09 , FamRZ 2011, 1752 , Rn. 18 ff.), kann dem nicht gefolgt werden (ebenso OLG Naumburg, Beschl. v. 27.06.2013 - 10 W 25/13, NJW-RR 2014, 189, [OLG Naumburg 27.06.2013 - 10 W 25/13 (KfB)] [...] Rn. 10; BeckOK-ZPO/ Kratz , Ed. 14, § 123 Rn. 3.1).

  • OLG Naumburg, 27.06.2013 - 10 W 25/13

    Kostenausgleichung: Kostenregress nach Vergleich mit vereinbarter Kostenaufhebung

    Der Senat teilt auch nicht die Auffassung des OLG Rostock (Beschluss vom 06.06.2011, 10 UF 118/09, zitiert nach juris, veröffentlicht u.a.: FamRZ 2011, 1752), die Regelungen in § 22 Abs. 1 S. 1 GKG i.V.m. § 31 Abs. 3 S. 1 GKG sei verfassungswidrig, soweit sie den Kostenansatz von Gerichtskosten, welche auf einen bedürftigen Übernahmeschuldner entfallen, gegenüber dem Zweitschuldner zulassen.
  • OLG Frankfurt, 20.09.2011 - 3 WF 100/11

    Prozesskostenhilfe: Keine Übernahmehaftung der berechtigten Partei bei Vergleich

    Entsprechendes gilt für die Entscheidungen des OLG Koblenz vom 28.01.2004 (MDR 2004, 472), des OLG Düsseldorf vom 21.01.2010 (10 W 124/09) und des OLG Rostock vom 06.06.2011 (10 UF 118/09; Vorlage an das BVerfG).
  • OLG Koblenz, 10.05.2012 - 13 UF 792/10

    Verfahrenskostenhilfe: Verfassungsmäßigkeit der Haftung des

    Die §§ 21, 26 FamGKG sind verfassungsgemäß, auch soweit sie die Haftung des Beschwerdeführers als Veranlassungsschuldner für die vom Beschwerdegegner im Vergleich übernommenen Verfahrenskosten begründen, wenn diesem Verfahrenskostenhilfe bewilligt ist (entgegen OLG Rostock, Beschluss vom 6. Juni 2011, - 10 UF 118/09).

    Zwar wird in der obergerichtlichen Rechtsprechung (vgl. OLG Rostock, Beschluss vom 6. Juni 2011, - 10 UF 118/09 - recherchiert in beck-online) zum Teil die Auffassung vertreten, die Vorschriften der §§ 22, 31 GKG, die nahezu wörtlich mit den Vorschriften der §§ 21, 26 FamGKG übereinstimmen, seien verfassungswidrig.

  • OLG Frankfurt, 17.10.2011 - 6 UF 166/10
    In neuerer Zeit hat das Oberlandesgericht Rostock (Beschluss vom 06.06.2011 - 10 UF 118/09) die unterschiedliche Behandlung von mittellosen Übernahmeschuldnern und mittellosen Entscheidungsschuldnern als verfassungswidrig angesehen und die Sache dem Bundesverfassungsgericht gemäß Art. 100 Abs. 1 GG vorgelegt.
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