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   OLG Saarbrücken, 31.01.2018 - 2 U 30/15   

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https://dejure.org/2018,4348
OLG Saarbrücken, 31.01.2018 - 2 U 30/15 (https://dejure.org/2018,4348)
OLG Saarbrücken, Entscheidung vom 31.01.2018 - 2 U 30/15 (https://dejure.org/2018,4348)
OLG Saarbrücken, Entscheidung vom 31. Januar 2018 - 2 U 30/15 (https://dejure.org/2018,4348)
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Volltextveröffentlichungen (4)

  • Rechtsprechungsdatenbank Saarland

    § 133 BGB, § 157 BGB, § 254 BGB, § 833 S 2 BGB
    Tierhalterhaftung: Nutztierprivileg bei Einsatz eines Pferdes zum heilpädagogischen Reiten durch gemeinnützige GmbH; Bereiten eines Pferdes auf eigene Gefahr; stillschweigender Haftungsausschluss bei Bestehen einer Tierhaftpflichtversicherung

  • Saarländisches Oberlandesgericht

    BGB § 254, BGB § 833, BGB § 834, SGB X § 116, ZPO § 256

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB § 833 S. 1; BGB § 833 S. 2
    Haftung des Halters eines in einer Jugendhilfeeinrichtung zum heilpädagogischen Reiten eingesetzten Pferdes

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)

    Haftung des Halters eines in einer Jugendhilfeeinrichtung zum heilpädagogischen Reiten eingesetzten Pferdes; Annahme eines Haftungsausschlusses bei Bestehen einer Tierhalterhaftpflichtversicherung

  • onlineurteile.de (Kurzmitteilung)

    Reiterin stürzt vom Therapiepferd - Der Arbeitgeber der Reiterin muss als Tierhalter die Behandlungskosten erstatten

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • VersR 2018, 1143
 
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Wird zitiert von ...

  • AG Brandenburg, 17.01.2020 - 31 C 278/18

    Gefährdungshaftung des Tierhalters - entgangenes Arbeitsentgelt

    Ein genereller Ausschluss der Tierhalterhaftung sowohl unter dem Gesichtspunkt des Handelns auf eigene Gefahr als auch unter Schutzzweckerwägungen ist in der höchstrichterlichen Rechtsprechung jedenfalls für Fallgestaltungen abgelehnt worden, in denen sich Personen der Tiergefahr nur vorübergehend aussetzen, ohne dabei die vollständige Herrschaft über das Tier zu übernehmen (BGH, Urteil vom 25.03.2014, Az.: VI ZR 372/13, u.a. in: NJW 2014, Seite 2434; BGH, Urteil vom 17.03.2009, Az.: VI ZR 166/08, u.a. in: VersR 2009, Seiten 693 f.; BGH, Urteil vom 28.05.1968, Az.: VI ZR 35/67, u.a. in: VersR 1968, Seiten 797 f.; OLG Saarbrücken, Urteil vom 31.01.2018, Az.: 2 U 30/15, u.a. in: VersR 2018, Seite 1143).

    Selbst eine etwaige Nutzung des Tieres durch den Dritten auch für eigene Zwecke steht dem nicht entgegen, solange sich nicht der Schwerpunkt der Nutzung des Tieres auf den Dritten verlagert (BGH, Urteil vom 25.03.2014, Az.: VI ZR 372/13, u.a. in: NJW 2014, Seite 2434; BGH, Urteil vom 19.01.1988, Az.: VI ZR 188/87, u.a. in: NJW-RR 1988, Seiten 655 f.; OLG Saarbrücken, Urteil vom 31.01.2018, Az.: 2 U 30/15, u.a. in: VersR 2018, Seite 1143, 656), wofür hier aber nichts ersichtlich ist.

    Im Übrigen kann von einem Handeln auf eigene Gefahr im Rechtssinn nur dann die Rede sein, wenn sich jemand in eine Situation drohender Eigengefährdung begibt, obwohl er die besonderen Umstände kennt, die für ihn eine konkrete Gefahrenlage begründen, ohne dass dafür ein triftiger - rechtlicher, beruflicher oder sittlicher - Grund vorliegt (BGH, Urteil vom 17.03.2009, Az.: VI ZR 166/08, u.a. in: VersR 2009, Seiten 693 f.; BGH, Urteil vom 14.03.1961, Az.: VI ZR 189/59, u.a. in: BGHZ 34, Seiten 355 ff.; OLG Saarbrücken, Urteil vom 31.01.2018, Az.: 2 U 30/15, u.a. in: VersR 2018, Seite 1143).

    Das kann etwa der Fall sein, wenn ein Tier erkennbar böser Natur ist oder erst zugeritten werden muss oder wenn der Ritt als solcher spezifischen Gefahren unterliegt, wie beispielsweise beim Springen oder bei der Fuchsjagd (BGH, Urteil vom 19.11.1991, Az.: VI ZR 69/91, u.a. in: NJW 1992, Seiten 907 f.; BGH, Urteil vom 14.07.1977, Az.: VI ZR 234/75, u.a. in: NJW 1977, Seite 2158; OLG Saarbrücken, Urteil vom 31.01.2018, Az.: 2 U 30/15, u.a. in: VersR 2018, Seite 1143).

    Das Bewusstsein der besonderen Gefährdung ist dabei jedoch stets Voraussetzung, um ein Handeln des Geschädigten auf eigene Gefahr annehmen zu können (BGH, Urteil vom 30.04.2013, Az.: VI ZR 13/12, u.a. in: NJW 2013, Seite 2661; OLG Saarbrücken, Urteil vom 31.01.2018, Az.: 2 U 30/15, u.a. in: VersR 2018, Seite 1143).

    Er bedarf im Allgemeinen einer eindeutigen Abrede (BGH, Urteil vom 14.07.1977, Az.: VI ZR 234/75, u.a. in: NJW 1977, Seiten 2158f.; OLG Saarbrücken, Urteil vom 31.01.2018, Az.: 2 U 30/15, u.a. in: VersR 2018, Seite 1143).

    Dessen Vorliegen entscheidet sich nach Inhalt und Zweck des Vertrags in Verbindung mit den Umständen des Einzelfalls (OLG Saarbrücken, Urteil vom 31.01.2018, Az.: 2 U 30/15, u.a. in: VersR 2018, Seite 1143; OLG Saarbrücken, Urteil vom 17.02.1988, Az.: 1 U 31/86, u.a. in: NJW-RR 1988, Seiten 1492 f.).

    Denn ein Haftungsverzicht, der lediglich den Versicherer entlastet, entspricht in der Regel nicht dem Willen der Beteiligten und ihrem wohlverstandenen Interesse (BGH, Urteil 09.06.1992, Az.: VI ZR 49/91, u.a. in: NJW 1992, Seiten 2474 f.; OLG Saarbrücken, Urteil vom 31.01.2018, Az.: 2 U 30/15, u.a. in: VersR 2018, Seite 1143).

    Besondere Umstände, die vorliegend eine andere Beurteilung rechtfertigen könnten, werden von dem Beklagten, welcher die Darlegungs- und Beweislast für die zum Ausschluss der Haftung nach § 833 BGB führenden Umstände trägt (BGH, Urteil vom 14.07.1977, Az.: VI ZR 234/75, u.a. in: NJW 1977, Seiten 2158f.; OLG Saarbrücken, Urteil vom 31.01.2018, Az.: 2 U 30/15, u.a. in: VersR 2018, Seite 1143), im Übrigen hier auch nicht aufgezeigt, so dass vorliegend mit der Zeugin S... weder ein ausdrücklicher noch ein stillschweigender Haftungsausschluss vereinbart wurde.

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