Rechtsprechung
   OLG Stuttgart, 16.07.2014 - 3 U 170/13   

Volltextveröffentlichungen (10)

  • openjur.de
  • Justiz Baden-Württemberg

    Verjährunghemmung durch Mahnbescheid bei Schadensersatzanspruch aus Kapitalanlageberatung: Rechtsmissbräuchliche Berufung des Anlegers auf die Hemmungswirkung wegen Verschweigens der Zug-um-Zug-Gegenleistung im Mahnbescheidsantrag

  • ra-skwar.de

    Kapitalanlagerecht - Gegenleistung

  • RA Kotz

    Kapitalanlage - Schadensersatz und Zug-um-Zug-Übertragung

  • zip-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Keine Hemmung der Verjährung durch rechtsmissbräuchlich erschlichenen Mahnbescheid (hier: Antrag ohne Hinweis auf Gegenleistung in Form einer Zug um Zug anzubietenden Kapitalbeteiligung)

  • rabüro.de

    Zur Hemmung der Verjährung von Schadensersatzansprüchen wegen fehlerhafter Anlageberatung durch Geltendmachung im Mahnverfahren

  • WM Zeitschrift für Wirtschafts- und Bankrecht(Abodienst; oder: Einzelerwerb Volltext 11,50 €)

    Kein Berufen auf Hemmung der Verjährung durch Mahnbescheid, wenn Kapitalanleger Mahnbescheid rechtsmissbräuchlich erschlichen hat

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Hemmung der Verjährung von Schadensersatzansprüchen wegen fehlerhafter Anlageberatung durch Geltendmachung im Mahnverfahren

  • Jurion(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Hemmung der Verjährung von Schadensersatzansprüchen wegen fehlerhafter Anlageberatung durch Geltendmachung im Mahnverfahren

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (4)

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Zug um Zug zu erfüllende Schadensersatzansprüche - der Mahnbescheid und die fehlende Verjährungshemmung

  • otto-schmidt.de (Kurzinformation)

    Keine Hemmung der Verjährung bei rechtsmissbräuchlich erschlichenem Mahnbescheid

  • Jurion (Kurzinformation)

    Anleger kann sich bei Rechtsmissbrauch nicht auf Hemmung der Verjährung seines Anspruchs berufen

  • haufe.de (Kurzinformation)

    Ein rechtsmissbräuchlich erschlichener Mahnbescheid hemmt die Verjährung nicht

Besprechungen u.ä. (2)

  • ewir-online.de(Leitsatz frei, Besprechungstext 3,90 €) (Entscheidungsbesprechung)

    ZPO § 688 Abs. 2, § 690 Abs. 1; BGB §§ 199, 204, 242
    Keine Hemmung der Verjährung durch rechtsmissbräuchlich erschlichenen Mahnbescheid (hier: Antrag ohne Hinweis auf Gegenleistung in Form einer Zug um Zug anzubietenden Kapitalbeteiligung)

  • WuB Entscheidungsanmerkungen zum Wirtschafts- und Bankrecht(Abodienst; oder: Einzelerwerb 11,50 €) (Entscheidungsbesprechung)

    Rechtsmissbräuchliches Erschleichen des Mahnbescheids; keine Hemmung der Verjährung nach § 242 BGB

Hinweis zu den Links:
Zu Einträgen, die orange verlinkt sind, liegen derzeit keine weiteren Informationen vor. Sie können diese Links aber nutzen, um die Einträge beispielsweise in Ihre Merkliste aufzunehmen.

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • ZIP 2014, 2447
  • WM 2014, 1998



Kontextvorschau:





Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ... (9)  

  • BGH, 23.06.2015 - XI ZR 536/14  

    Verjährungshemmende Wirkung einer Zustellung des Mahnbescheids:

    aa) Richtig hat das Berufungsgericht dabei zum Ausgangspunkt genommen, die Zustellung des Mahnbescheids hemme trotz eines Verstoßes gegen § 688 Abs. 2 Nr. 2 ZPO (dazu sogleich unter bb 2) nach § 204 Abs. 1 Nr. 3 BGB die Verjährung (vgl. nur BGH, Urteil vom 21. Dezember 2011 - VIII ZR 157/11, WM 2012, 560 Rn. 8; OLG Koblenz, OLGR 2005, 349, 350; OLG München, Urteil vom 4. Dezember 2007 - 5 U 3479/07, juris Rn. 84 f.; OLG Stuttgart, ZIP 2014, 2447, 2449).

    (c) Die § 688 Abs. 2 Nr. 2 ZPO widerstreitende Geltendmachung des "großen" Schadensersatzes, der nur Zug um Zug gegen Herausgabe eines erlangten Vorteils zu gewähren ist, stellt, wenn der Antragsteller entgegen § 690 Abs. 1 Nr. 4 ZPO bewusst falsche Angaben macht, einen Missbrauch des Mahnverfahrens dar, der es dem Antragsteller nach § 242 BGB grundsätzlich verwehrt, sich auf die Hemmung der Verjährung durch Zustellung des Mahnbescheids zu berufen (vgl. Senatsurteil vom 5. August 2014 - XI ZR 172/13, WM 2014, 1763 Rn. 11; BGH, Urteile vom 6. Juli 1993 - VI ZR 306/92, BGHZ 123, 337, 345, vom 28. September 2004 - IX ZR 155/03, BGHZ 160, 259, 266 und vom 21. Dezember 2011 - VIII ZR 157/11, WM 2012, 560 Rn. 9 ff.; OLG Bamberg, BKR 2014, 334 Rn. 53 ff.; OLG Hamm, BKR 2015, 125 Rn. 14 ff.; OLG Stuttgart, ZIP 2014, 2447, 2448 f.; Aurich, GWR 2014, 352; Geisler, jurisPR-BGHZivilR 20/2014 Anm. 2; Guski, EWiR 2014, 779, 780; Harnos, ZBB 2015, 176, 188; Klose, NJ 2012, 384, 385; Lechner, NJW-aktuell 19/2014, S. 10; Mahler, AG 2014, R 335 f.; MünchKommZPO/Schüler, 4. Aufl., § 688 Rn. 12 aE; Sujecki, NJW 2014, 3436; aA Corzelius, EWiR 2014, 763, 764; Maier, VuR 2014, 358, 359; Reinthaler, Die Hemmung der Verjährung durch Mahnbescheid bei Ansprüchen aus der Rückabwicklung des Erwerbs von Anteilen an geschlossenen Immobilienfonds, 2010, S. 149 ff.; Schultz, NJW 2014, 827, 828 f.).

  • BGH, 16.07.2015 - III ZR 238/14  

    Hemmung der Verjährung durch Zustellung eines Mahnbescheids: Hemmungswirkung

    b) Die Berufung auf die durch Zustellung eines Mahnbescheids eingetretene Verjährungshemmung kann jedoch rechtsmissbräuchlich sein, wenn der Antrag auf Erlass des Mahnbescheids die bewusst wahrheitswidrige Erklärung enthält, dass die Gegenleistung bereits erbracht sei (s. BGH, Urteile vom 21. Dezember 2011 aaO Rn. 9 ff, vom 5. August 2014 - XI ZR 172/13, NJW 2014, 3435 Rn. 11 und vom 23. Juni 2015 aaO Rn 17 ff; OLG München, Urteil vom 4. Dezember 2007 - 5 U 3479/07, BeckRS 2010, 00584 und BKR 2015, 260, 262 Rn. 18 ff; OLG Bamberg, BKR 2014, 334, 337 Rn. 53 ff; OLG Stuttgart, WM 2014, 1998 ff; OLG Hamm, BKR 2015, 125, 127 Rn. 14 ff; vgl. auch bereits BGH, Urteil vom 28. September 2004 - IX ZR 155/03, BGHZ 160, 259, 266).
  • BGH, 16.07.2015 - III ZR 240/14  

    Hemmung der Verjährung durch Zustellung eines Mahnbescheids: Hemmungswirkung

    b) Die Berufung auf die durch Zustellung eines Mahnbescheids eingetretene Verjährungshemmung kann jedoch rechtsmissbräuchlich sein, wenn der Antrag auf Erlass des Mahnbescheids die bewusst wahrheitswidrige Erklärung enthält, dass die Gegenleistung bereits erbracht sei (s. BGH, Urteile vom 21. Dezember 2011 aaO Rn. 9 ff, vom 5. August 2014 - XI ZR 172/13, NJW 2014, 3435 Rn. 11 und vom 23. Juni 2015 aaO Rn 17 ff; OLG München, Urteil vom 4. Dezember 2007 - 5 U 3479/07, BeckRS 2010, 00584 und BKR 2015, 260, 262 Rn. 18 ff; OLG Bamberg, BKR 2014, 334, 337 Rn. 53 ff; OLG Stuttgart, WM 2014, 1998 ff; OLG Hamm, BKR 2015, 125, 127 Rn. 14 ff; vgl. auch bereits BGH, Urteil vom 28. September 2004 - IX ZR 155/03, BGHZ 160, 259, 266).
  • BGH, 16.07.2015 - III ZR 239/14  

    Hemmung der Verjährung durch Zustellung eines Mahnbescheids: Hemmungswirkung

    b) Die Berufung auf die durch Zustellung eines Mahnbescheids eingetretene Verjährungshemmung kann jedoch rechtsmissbräuchlich sein, wenn der Antrag auf Erlass des Mahnbescheids die bewusst wahrheitswidrige Erklärung enthält, dass die Gegenleistung bereits erbracht sei (s. BGH, Urteile vom 21. Dezember 2011 aaO Rn. 9 ff, vom 5. August 2014 - XI ZR 172/13, NJW 2014, 3435 Rn. 11 und vom 23. Juni 2015 aaO Rn 17 ff; OLG München, Urteil vom 4. Dezember 2007 - 5 U 3479/07, BeckRS 2010, 00584 und BKR 2015, 260, 262 Rn. 18 ff; OLG Bamberg, BKR 2014, 334, 337 Rn. 53 ff; OLG Stuttgart, WM 2014, 1998 ff; OLG Hamm, BKR 2015, 125, 127 Rn. 14 ff; vgl. auch bereits BGH, Urteil vom 28. September 2004 - IX ZR 155/03, BGHZ 160, 259, 266).
  • LG Düsseldorf, 21.11.2014 - 8 O 302/13  
    In den zuletzt genannten Fällen kann ein missbräuchliches Handeln sowohl in der Abgabe der unzutreffenden Erklärung liegen, dass der Anspruch von einer Gegenleistung abhänge, diese aber erbracht sei (vgl. OLG Bamberg, Urteil vom 4. Juni 2014 - 3 U 244/13, BKR 2014, 334 [unter II 2 b]), als auch in der - ebenfalls falschen - Erklärung, der Anspruch hänge nicht von einer Gegenleistung ab (vgl. OLG Stuttgart, Urteil vom 16. Juli 2014 - 3 U 170/13, BeckRS 2014, 17133 [unter II 2 c]).

    Im Übrigen liegt ein missbräuchliches Verhalten auch dann vor, wenn das Mahngericht über bestehende, sich aus einer rechtlichen Unsicherheit ergebende Zweifel an der Statthaftigkeit des Mahnverfahrens getäuscht wird (vgl. OLG Stuttgart, Urteil vom 16. Juli 2014 - 3 U 170/13, BeckRS 2014, 17133 [unter II 2 c]).

  • OLG Stuttgart, 06.11.2014 - 9 U 145/14  

    Verjährunghemmung durch Mahnbescheid für Schadensersatzanspruch aus

    Das Erschleichen des Mahnbescheids durch die unrichtige Angabe, die Gegenleistung sei erbracht, stellt sich daher als rechtsmissbräuchlich dar, weshalb der Kläger sich auf die Hemmungswirkung des Mahnverfahrens nicht berufen kann (vgl. OLG München, Urteil vom 04.12.2007, aaO; OLG Bamberg, Urteil vom 04.06.2014 - 3 U 244/13, BKR 2014, 334, 337 f.; OLG Stuttgart, Urteil vom 16.07.2014 - 3 U 170/13, WM 2014, 1998, 1999 f.).

    Dem steht auch nicht entgegen, dass das Oberlandesgerichts Bamberg im Urteil vom 04.06.2014 (aaO) sowie der 3. Zivilsenat des erkennenden Oberlandesgerichts im Urteil vom 16.07.2014 (aaO) bei vergleichbaren Sachverhalten wegen grundsätzlicher Bedeutung die Revision zugelassen haben, weil diese Entscheidungen vor der bezeichneten Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 05.08.2014 ergangen sind.

  • OLG Karlsruhe, 16.12.2014 - 17 U 56/14  

    Verjährungshemmung durch Mahnbescheid: Anforderungen an die Identifizierung des

    Nur bei einer entsprechenden Täuschung des Mahngerichts ist der Kläger wegen Rechtsmissbrauchs gemäß § 242 BGB gehindert, sich auf die durch Einreichung des Mahnantrages vor Ablauf der Verjährungsfrist (§§ 195, 199 Abs. 1 BGB) gemäß § 204 Abs. 1 Nr. 3 BGB, § 167 ZPO eingetretene Hemmung der von der Beklagten geltend gemachten Verjährung des erhobenen Schadensersatzanspruchs zu berufen (vgl. OLG Stuttgart, WM 2014, 1998, 1999 f.).
  • OLG Hamm, 19.11.2014 - 31 U 67/14  

    Mahnbescheid; Mahnantrag; Mahnverfahren; unrichtige Angaben; Gegenleistung;

    Richtig ist das Gegenteil (vgl. etwa OLG Bamberg, BKR 2014, 334, 337 m.w.N.; OLG Stuttgart, BeckRS 2014, 17133).
  • OLG Frankfurt, 07.01.2015 - 17 U 156/13  

    Fehlerhafte Anlageberatung bei Beteiligung an Immobilienfonds - Verjährung trotz

    Denn im Rahmen des Mahnverfahrens ist unerheblich, auf welcher rechtlichen Grundlage die Zug-um-Zug- Herausgabe zu erfolgen hat und ob diese in einem synallagmatischen Verhältnis zu der Hauptforderung steht oder es sich - wie hier - um einen Vorteilsausgleich im Rahmen des zu leistenden Schadensersatzes handelt, die bewirkt, dass die Schadensersatzpflicht der Beklagten nur und von Amts wegen zu berücksichtigen gegen Herausgabe der Vorteile erfüllt zu werden braucht (OLG Stuttgart, Urteil vom 16.07.2014 - 3 U 170/13).
Haben Sie eine Ergänzung? Oder haben Sie einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns.

Sie müssen eingeloggt sein, um diese Funktion zu nutzen.

Sie haben noch kein Nutzerkonto? In weniger als einer Minute ist es eingerichtet und Sie können sofort diese und weitere kostenlose Zusatzfunktionen nutzen.

| | Was ist die Merkfunktion?

Ablegen in

Benachrichtigen, wenn:




 Alle auswählen Alle auswählen


 


Sie können auswählen (Maus oder Pfeiltasten):
(Liste aufgrund Ihrer bisherigen Eingabe)
Komplette Übersicht