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   OLG Stuttgart, 24.06.1993 - 14 U 54/92   

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https://dejure.org/1993,3543
OLG Stuttgart, 24.06.1993 - 14 U 54/92 (https://dejure.org/1993,3543)
OLG Stuttgart, Entscheidung vom 24.06.1993 - 14 U 54/92 (https://dejure.org/1993,3543)
OLG Stuttgart, Entscheidung vom 24. Juni 1993 - 14 U 54/92 (https://dejure.org/1993,3543)
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Volltextveröffentlichungen (3)

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)

    Strumaoperation; Risiko einer Stimmbandlähmung; Aufklärungspflicht; Schmerzensgeld

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • VersR 1995, 661
 
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Wird zitiert von ... (2)Neu Zitiert selbst (12)

  • BGH, 12.03.1991 - VI ZR 232/90

    Arzthaftung für aufklärungsfreie Risiken bei fehlender Grundaufklärung

    Auszug aus OLG Stuttgart, 24.06.1993 - 14 U 54/92
    Über dieses mit einer Verletzung des Nervus recurrens zusammenhängende Risiko ist der Patient in einer für ihn verständlichen Weise zu informieren (vgl. auch BGH vom 22.01.1980 - VI ZR 263/78 = VersR 1980, 428; OLG Köln MedR 1992, 40, 41 jeweils zur Stimmbandlähmung; BGH vom 12.03.1991 - VI ZR 232/90 = NJW 1991, 2346 = VersR 1991, 777 : Cauda-Lähmung).

    Da der Eingriff nicht rechtmäßig war, haften die Beklagten für alle daraus entstandenen Schadensfolgen (vgl. BGH vom 14.02.1989 - VI ZR 65/88 = BGHZ 106, 391/98; vom 12.03.1991 - VI ZR 232/90 = NJW 1991, 2346/7 zu c aa = VersR 1991, 777/8).

    Dies gilt unabhängig davon, ob diese Folgebeeinträchtigungen organisch oder durch psychische Fehlverarbeitung der Stimmbandlähmung bedingt sind (vgl. BGH vom 12.03.1991 a.a.O. mit Hinweis auf BGH vom 21.09.1982 - VI ZR 130/81 = VR 1982, 1141).

  • BGH, 22.01.1980 - VI ZR 263/78

    Ersatz eines materiellen Schadens auf Grund einer Operation - Anspruch auf

    Auszug aus OLG Stuttgart, 24.06.1993 - 14 U 54/92
    Über dieses mit einer Verletzung des Nervus recurrens zusammenhängende Risiko ist der Patient in einer für ihn verständlichen Weise zu informieren (vgl. auch BGH vom 22.01.1980 - VI ZR 263/78 = VersR 1980, 428; OLG Köln MedR 1992, 40, 41 jeweils zur Stimmbandlähmung; BGH vom 12.03.1991 - VI ZR 232/90 = NJW 1991, 2346 = VersR 1991, 777 : Cauda-Lähmung).

    Soweit der Bundesgerichtshof im Urteil vom 22.01.1980 a.a.O. die bei einer Patientin vorhandene Kenntnis über das Risiko einer Verletzung des Nervus recurrens für ausreichend angesehen und der Patientin eine Fragelast bezüglich der ihr (angeblich) nicht bekannten Auswirkungen der Nervläsion (Stimmbandlähmung) aufgebürdet hat, handelte es sich um den Sonderfall einer schon voraufgeklärten Patientin, die sich wegen des ihr bekannten Risikos einer Verletzung des Stimmbandnervs in die Behandlung von nach ihrer Meinung besonders qualifizierten Ärzten begeben hatte, um dieses Risiko zu minimieren.

  • BGH, 11.12.1990 - VI ZR 151/90

    Bereitstellen von Medikamenten durch den Krankenhausträger; Darlegung eines

    Auszug aus OLG Stuttgart, 24.06.1993 - 14 U 54/92
    Jedenfalls ergibt sich aus der erstinstanzlichen Anhörung der Klägerin zur Genüge, daß sie sich bei vollständiger Risikoaufklärung zumindest in einem Entscheidungskonflikt befunden haben würde, was bereits ausreicht (vgl. BGH vom 26.06.1990 - VI ZR 289/89 = VersR 1990, 1238 ; vom 11.12.1990 - VI ZR 151/90 = VersR 1991, 315 = NJW 1991, 1543 ).
  • BGH, 26.09.1961 - VI ZR 124/60
    Auszug aus OLG Stuttgart, 24.06.1993 - 14 U 54/92
    Weiter hat der Bundesgerichtshof bereits in einem Urteil vom 29.06.1961 (IV ZR 124/60 = VersR 1961, 1036) ausgeführt, daß vor einer Kropfoperation über das Risiko von Atembeschwerden aufzuklären sei, die sich als Folge einer Tetanie einstellen können.
  • BGH, 26.11.1991 - VI ZR 389/90

    Beweiserleichterungen bei grobem Behandlungsfehler unabhängig vom Grad

    Auszug aus OLG Stuttgart, 24.06.1993 - 14 U 54/92
    Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs dürfen die Risiken weder verharmlost noch heruntergespielt werden (vgl. BGH vom 30.09.1986 - VI ZR 172/85 = VersR 1987, 200 ; vom 26.11.1991 - VI ZR 389/90 = VersR 1992, 238/40).c) Ob das von den Beklagten vorgelegte (im Fall der Klägerin unstreitig nicht verwendete) und immerhin neben postoperativer Heiserkeit auch Sprach- und Atemstörungen nennende perimed-Formular den Aufklärungserfordernissen genügt, bedarf hier keiner Entscheidung.
  • BGH, 21.09.1982 - VI ZR 130/81

    Schadensersatz und Schmerzensgeld: Arzthaftung, Fehlerhafte Behandlung,

    Auszug aus OLG Stuttgart, 24.06.1993 - 14 U 54/92
    Dies gilt unabhängig davon, ob diese Folgebeeinträchtigungen organisch oder durch psychische Fehlverarbeitung der Stimmbandlähmung bedingt sind (vgl. BGH vom 12.03.1991 a.a.O. mit Hinweis auf BGH vom 21.09.1982 - VI ZR 130/81 = VR 1982, 1141).
  • BGH, 22.05.1981 - 4 StR 225/81

    Zur vorherigen Aufklärung des Patienten durch den Arzt bei nicht notwendigem

    Auszug aus OLG Stuttgart, 24.06.1993 - 14 U 54/92
    Etwas anderes gilt nur dann, wenn er von einer anderweitig ordnungsgemäß stattgehabten Aufklärung des Patienten überzeugt sein darf (vgl. BGH vom 22.05.1981 - 4 StR 225/81 = MedR 1983, 30 mit Hinweis auf BGH NJW 1961, 2203), was jedoch hier schon mit Rücksicht auf das völlig unausgefüllte und von der Klägerin nicht unterzeichnete Einwilligungsformular auf der Rückseite des Operationsberichts nicht angenommen werden kann.
  • BGH, 08.03.1988 - VI ZR 161/87

    Erfolglosigkeit einer Revision aufgrund der Unwesentlichkeit von entsprechenden

    Auszug aus OLG Stuttgart, 24.06.1993 - 14 U 54/92
    Infolgedessen wäre die vom Landgericht vorgenommene Plausibilitätsprüfung an sich nicht unbedingt geboten gewesen (vgl. Steffen, Neue Entwicklungslinien der BGH-Rechtsprechung zum Arzthaftungsrecht, RWS-Skript 137, 5. Aufl., S. 131 mit Hinweis auf OLG Frankfurt vom 30.04.1987 mit NA BGH vom 08.03.1988 - VI ZR 161/87 unveröffentlicht).
  • BGH, 26.09.1961 - VI ZR 225/60

    Schutzbereich und Folgeschäden

    Auszug aus OLG Stuttgart, 24.06.1993 - 14 U 54/92
    Etwas anderes gilt nur dann, wenn er von einer anderweitig ordnungsgemäß stattgehabten Aufklärung des Patienten überzeugt sein darf (vgl. BGH vom 22.05.1981 - 4 StR 225/81 = MedR 1983, 30 mit Hinweis auf BGH NJW 1961, 2203), was jedoch hier schon mit Rücksicht auf das völlig unausgefüllte und von der Klägerin nicht unterzeichnete Einwilligungsformular auf der Rückseite des Operationsberichts nicht angenommen werden kann.
  • BGH, 14.02.1989 - VI ZR 65/88

    Aufklärungspflicht des Arztes bei intraartikulärer Injektion eines

    Auszug aus OLG Stuttgart, 24.06.1993 - 14 U 54/92
    Da der Eingriff nicht rechtmäßig war, haften die Beklagten für alle daraus entstandenen Schadensfolgen (vgl. BGH vom 14.02.1989 - VI ZR 65/88 = BGHZ 106, 391/98; vom 12.03.1991 - VI ZR 232/90 = NJW 1991, 2346/7 zu c aa = VersR 1991, 777/8).
  • BGH, 30.09.1986 - VI ZR 172/85

    Schadensersatzansprüche wegen nicht wirksam erteilter Einwilligung in eine

  • BGH, 26.06.1990 - VI ZR 289/89

    Aufklärungspflicht des Arztes vor einer Operation; Darlegungs- und Beweislast bei

  • OLG Düsseldorf, 27.05.2010 - 24 U 211/09

    Anwaltsgebühren für die Korrespondenz mit dem Rechtsschutzversicherer;

    Das OLG Stuttgart (VersR 1995, 661) bestätigte ein Urteil über einen Schmerzensgeldbetrag von DM 20.000,-- (= EUR 10.225,--), der einer Patientin nach einer Stimmbandlähmung als Schadensersatz für ihren Dauerschaden (sie konnte sich in der mündlichen Verhandlung zwei Jahre nach dem schädigenden Eingriff nur mit "schwacher Stimme artikulieren") zugesprochen worden war.
  • OLG Köln, 14.06.2000 - 5 U 258/99
    Unter Berücksichtigung aller Umstände erscheint dem Senat ein Schmerzensgeld von 20.000,- DM angemessen (vgl. auch OLG Düsseldorf, Urt. v. 26. August 1982 - 8 U 15/80 -, n.v., IMM-Dat. 2/99 Nr. 1983; OLG Stuttgart, VersR 1995, 661 = IMM-Dat.
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