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   OVG Berlin-Brandenburg, 04.09.2019 - 9 S 18.18   

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OVG Berlin-Brandenburg, 04.09.2019 - 9 S 18.18 (https://dejure.org/2019,28472)
OVG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 04.09.2019 - 9 S 18.18 (https://dejure.org/2019,28472)
OVG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 04. September 2019 - 9 S 18.18 (https://dejure.org/2019,28472)
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Volltextveröffentlichungen (2)

  • Entscheidungsdatenbank Berlin-Brandenburg

    § 8 Abs 7 S 2 KAG BB, § 31 BVerfGG, § 15 VwVG BB, § 767 ZPO, § 79 Abs 2 BVerfGG
    Bestehen eines Vollstreckungshindernisses nach § 79 Abs. 2 Satz 2 BVerfGG bei der Vollstreckung aus einem Trinkwasseranschlussbeitragsbescheid

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (25)

  • VG Cottbus, 09.12.2019 - 6 L 306/18

    Schmutzwasseranschlussbeitrag

    Denn die Antragstellerin könnte sich gegen die Vollstreckung aus dem bestandskräftigen Beitragsbescheid in der Hauptsache entweder mit einer Feststellungsklage gemäß § 43 VwGO (vgl. OVG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 03.04.2007 - 2 M 53/07 -, juris, Rn. 4; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 12.01.2010 - OVG 15 B 1845/09 -, juris, Rn. 3) oder mit einer auf Einstellung der Zwangsvollstreckung gerichteten allgemeinen Leistungsklage wenden (vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 04.09.2019 - OVG 9 S 18.18 -, juris, Rn. 6).

    Für die Vollstreckungsgegenklage nach § 173 Satz 1 VwGO i. V. m § 767 Abs. 1 ZPO ist daher kein Raum mehr (vgl. BVerwG, Urteil vom 26.05.1967 - VII C 69.65 -, juris, Rn. 21; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 04.09.2019 - OVG 9 S 18.18 -, juris, Rn. 6; OVG Mecklenburg-Vorpommern, Beschluss vom 11.05.2009 - 2 M 49/09 -, juris, Rn. 9; Beschluss der Kammer vom 29.11.2011 - 6 L 131/11 -, juris Rn. 4).

    Dieser ist daher auch im einstweiligen Anordnungsverfahren, welches darauf abzielt, bis zu einer Entscheidung in der Hauptsache von Vollstreckungsmaßnahmen verschont zu bleiben, der richtige Anordnungsgegner (vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 04.09.2019 - OVG 9 S 18.18-, juris, Rn. 7; OVG Mecklenburg-Vorpommern, Beschluss vom 11.05.2009 - 2 M 49/09 -, juris, Rn. 11).

    Diesbezügliche Einwendungen muss der Schuldner gemäß § 15 VwVGBbg außerhalb des Vollstreckungsverfahrens mit den hierfür zugelassenen Rechtsmitteln verfolgen (vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 04.09.2019 - OVG 9 S 18.18 -, juris, Rn. 6; Beschluss vom 29. Februar 2012 - 9 S 53.10-, juris, Beschluss der Kammer vom 29.11.2011 - 6 L 131/11-, juris, Rn. 18, Urteil der Kammer vom 4. Mai 2017 - 6 K 531/11 -, juris; Kopp/Schenke, VwGO, 25. Aufl. 2019, § 167 Rn. 19a).

    Diese Analogie gilt auch dann, wenn durch einen stattgebenden Kammerbeschluss nach § 93c Abs. 1 Satz 1 BVerfGG eine verfassungskonforme Auslegung einer Norm vorgenommen wird (vgl. BVerwG, Urteil vom 23.01.2019 - 9 C 2/18 -, juris, Rn. 33; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 04.09.2019 - OVG 9 S 18.18 -, juris, Rn. 13; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 11.09.2018 - OVG 9 S 10.18 -, juris, Rn. 9) oder die Anwendung einer Norm auf eine bestimmte, aber eine Vielzahl von Fällen betreffende Konstellation für verfassungswidrig erklärt wird (vgl. VG Cottbus, Urteil vom 29.10.2019 - VG 6 K 707/18 -, juris, Rn. 21).

    Das trifft wegen der vierjährigen Festsetzungsfrist nach § 12 Abs. 1 Nr. 4 b KAG i. V. m. §§ 169 Abs. 2 Satz 1, 170 Abs. 1 AO nur auf Satzungen zu, die spätestens im Jahre 1999 erlassen worden sind bzw. bestimmen, dass die sachliche Beitragspflicht spätestens im Jahr 1999 entstehen sollte, wobei die rechtlich gesicherte tatsächliche Anschlussmöglichkeit ebenfalls spätestens im Jahre 1999 gegeben sein musste (sogenannte hypothetische Festsetzungsverjährung; vgl. zu den Einzelheiten OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 11. Februar 2016 - OVG 9 B 1.16 -, juris, Rn. 29 ff.; Beschluss vom 04.09.2019 - 9 S 18.18 -, juris, Rn. 11 ff.).

    Dies unterscheidet die Sache vom Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg vom 04.09.2019 (OVG 9 S 18.18), bei dem offen war, ob schon vor dem 01. Januar 2000 eine Anschlussmöglichkeit bestand.

  • OLG Brandenburg, 24.09.2019 - 2 U 21/17

    Amtshaftung eines Zweckverbandes wegen des Erlasses rechtswidriger Bescheide über

    Die Kläger führen ergänzend aus, die Begründung des Bundesgerichtshofes trage aus den Gründen der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg vom 04.09.2019, OVG 9 S 18.18, auf die Bezug genommen werde, nicht.

    Den weiterführenden Erwägungen des Oberverwaltungsgerichts, nach denen die Beitragspflicht auf den Zeitpunkt, in dem die Gemeinde oder der Zweckverband erstmals eine Beitragssatzung in Kraft setzen wollte, zurückwirken soll (OVG a.a.O.; ebenso Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 4. September 2019 - OVG 9 S 18.18 -, Rn. 18ff, juris), vermag der Senat nicht zu folgen.

  • OVG Berlin-Brandenburg, 12.11.2019 - 9 B 40.18

    Bestandskräftige "Altanschließerbescheide" müssen nicht aufgehoben werden

    Soweit der Bundesgerichtshof § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG a. F. dahin auslegt, dass die Vorschrift auch im Falle eines ersten, wegen Rechtsfehlern gescheiterten Satzungsgebungsversuchs nicht den Erlass einer wirksamen rückwirkenden Satzung erfordert (vgl. BGH, Urteil vom 27. Juni 2019 - III ZR 93/18 -, juris, Rn. 21 ff.), folgt der Senat dem nicht (vgl. Beschluss vom 4. September 2019 - OVG 9 S 18.18 -, juris, Rn. 16 ff.).
  • VG Cottbus, 11.02.2020 - 6 K 2979/17
    Denn nur bei solchen Grundstücken kann infolge der vierjährigen Festsetzungsfrist nach § 12 Abs. 1 Nr. 4 lit. b) KAG i. V. m. §§ 169 Abs. 2 Satz 1, 170 Abs. 1 AO im Zeitpunkt der Änderung von § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG (1. Februar 2004) die Lage einer Vertrauensschutz schaffenden hypothetischen Festsetzungsverjährung eingetreten sein (vgl. zu den Einzelheiten der hypothetischen Festsetzungsverjährung OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 11. Februar 2016 - OVG 9 B 1.16 -, juris Rn. 29 ff.; Beschluss vom 04. September 2019 - OVG 9 S 18.18 -, juris Rn. 11).
  • VG Cottbus, 30.01.2020 - 6 K 1361/17
    Das OVG Berlin- Brandenburg (vgl. Beschluss vom 4. September 2019 - 9 S 18.18 -, juris; Urteile vom 12. November 2019, a.a.O.) ist der dort zum Ausdruck gebrachten Auffassung des BGH nicht gefolgt; die Kammer schließt sich dem an.
  • OLG Brandenburg, 17.12.2019 - 2 U 66/17

    Erstattung von gezahlten Anschlussbeiträge im Wege des Schadensersatzes

    Den weiterführenden Erwägungen des Oberverwaltungsgerichts, nach denen die Beitragspflicht auf den Zeitpunkt, in dem die Gemeinde oder der Zweckverband erstmals eine Beitragssatzung in Kraft setzen wollte, zurückwirken soll (OVG a.a.O.; ebenso. Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 04. September 2019 - OVG 9 S 18.18 -, Rn. 18 ff., juris), vermag der Senat nicht beizutreten.
  • VG Potsdam, 20.09.2019 - 8 K 518/19

    Kanalanschlussbeiträge von Grundstücken, die im Beitrittsgebiet bereits vor dem

    Das Urteil des Bundesgerichtshofes vom 27. Juni 2019 (III ZR 93/18, juris Rn. 18 ff.), wonach § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG a.F. entgegen der Rechtsprechung des Oberverwaltungsgerichts Brandenburg (Urteil vom 8. Juni 2000 - 2 D 29/98.NE -, juris) ebenso auf den ersten rechtswirksamen Erlass einer Beitragssatzung abgestellt habe und daher weder eine verfassungsrechtlich unzulässige Rückwirkung von § 8 Abs. 2 S. 2 KAG n.F. noch eine Festsetzungsverjährung in den betreffenden Fallkonstellationen vorliege, ist demgegenüber für die Kammer nicht verbindlich (vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 4. September 2019 - 9 S 18.18 -, juris Rn. 18).

    Dabei kann es dahinstehen, ob das Bundesverfassungsgericht in seinem Beschluss vom 12. November 2015 eine bestimmte Auslegungsvariante des § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG n.F. für verfassungswidrig erklärt und eine verfassungskonforme Auslegung dieser Norm vorgenommen hat (so OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 11. September 2018 - OVG 9 S 10.18 -, juris Rn. 9; Beschluss vom 4. September 2019 - OVG 9 S 18.18 -, juris Rn. 12), oder die Anwendung der Norm auf eine bestimmte, aber eine Vielzahl von Fällen betreffende Konstellation für verfassungswidrig erklärt hat.

    Ferner findet § 79 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG nach der überzeugenden Begründung des 9. Senats des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg (Beschluss vom 11. September 2018 - OVG 9 S 10.18 -, juris Rn. 9 ff.; Beschluss vom 4. September 2019 - OVG 9 S 18.18 -, juris Rn. 12 f.; Urteile der Kammer vom 25. April 2019 - 8 K 257/17 -, juris Rn. 35; - 8 K 2236/18 -, juris Rn. 30; - 8 K 5019/16 -, juris Rn. 29; VG Cottbus, Urteil vom 20. August 2019 - 6 K 862/17 -, juris Rn. 21; a.A. OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 12. Januar 2017 - OVG 3 K 58.16 -, juris Rn. 6; VG Frankfurt [Oder], Urteil vom 18. April 2018 - 5 K 977/17 -, juris Rn. 44; Urteil vom 24. Oktober 2018 - 5 K 3943/17 -, juris Rn. 45) auch dann analoge Anwendung, wenn die verfassungskonforme Auslegung einer Norm nicht im Wege einer Senatsentscheidung des Bundesverfassungsgerichts, sondern - wie hier - in einem stattgebenden Kammerbeschluss erfolgt ist.

  • OLG Brandenburg, 17.12.2019 - 2 U 33/18

    Erstattung von gezahlten Anschlussbeiträgen im Wege des Schadensersatzes

    Den weiterführenden Erwägungen des Oberverwaltungsgerichts, nach denen die Beitragspflicht auf den Zeitpunkt, in dem die Gemeinde oder der Zweckverband erstmals eine Beitragssatzung in Kraft setzen wollte, zurückwirken soll (OVG a.a.O.; ebenso Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 04. September 2019 - OVG 9 S 18.18 -, Rn. 18 ff., juris), vermag der Senat nicht beizutreten.
  • OLG Brandenburg, 19.12.2019 - 2 U 42/18

    Parallelentscheidung zu OLG Brandenburg 2 U 33/18 v. 17.12.2019

    Die weiterführenden Erwägungen des Oberverwaltungsgerichts, nach denen die Beitragspflicht auf den Zeitpunkt, in dem die Gemeinde oder der Zweckverband erstmals eine Beitragssatzung in Kraft setzen wollte, zurückwirken soll (OVG a.a.O.; ebenso Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 04. September 2019 - OVG 9 S 18.18 -, Rn. 18 ff., juris), vermag der Senat nicht beizutreten.
  • OLG Brandenburg, 25.11.2019 - 2 U 66/18

    Schadensersatz aufgrund eines Bescheides nach DDR-Recht gezahlter

    Den weiterführenden Erwägungen des Oberverwaltungsgerichts, nach denen die Beitragspflicht auf den Zeitpunkt, in dem die Gemeinde oder der Zweckverband erstmals eine Beitragssatzung in Kraft setzen wollte, zurückwirken soll (OVG a.a.O. ebenso Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 04. September 2019 - OVG 9 S 18.18 -, Rn. 18 ff., juris) vermag der Senat nicht beizutreten.
  • OVG Berlin-Brandenburg, 12.11.2019 - 9 B 11.19

    Beitragsbescheid; Bestandskraft; Aufhebung; Wiederaufgreifen des Verfahrens;

  • VG Frankfurt/Oder, 19.02.2020 - 5 K 2572/17
  • OLG Brandenburg, 26.11.2019 - 2 U 128/18

    Parallelentscheidung zu OLG Brandenburg 2 U 39/19 v. 19.11.2019

  • OLG Brandenburg, 19.11.2019 - 2 U 39/19

    Schadensersatz aufgrund gezahlter Anschlussbeiträge

  • VG Cottbus, 19.11.2019 - 6 K 2551/17

    Beiträge

  • VG Cottbus, 29.10.2019 - 6 K 707/18

    Trinkwasserbeitrag; Anspruch auf Aufhebung der bestandkräftigen Beitragsbescheide

  • OVG Berlin-Brandenburg, 19.11.2019 - 9 N 50.19

    Heranziehung zu einem Schmutzwasseranschlussbeitrag; Rechtsgrund für die Befugnis

  • VG Frankfurt/Oder, 18.10.2019 - 5 K 67/16

    Erhebung von Trinkwasseranschlussbeiträgen; echte Rückwirkung

  • VG Frankfurt/Oder, 18.10.2019 - 5 K 68/16

    Erhebung von Anschlussbeiträgen für die Grundstücksentwässerung

  • VG Frankfurt/Oder, 26.09.2019 - 8 K 949/17

    Auch dann kein Anspruch auf Aufhebung eines bestandskräftigen Beitragsbescheides,

  • VG Frankfurt/Oder, 10.09.2019 - 5 K 2219/17

    Kanalanschlussbeiträge (Abwasserbeiträge)

  • VG Frankfurt/Oder, 26.09.2019 - 8 K 1878/16

    Aufhebung eines bestandskräftigen Kanalanschlussbeitragsbescheides in einer

  • VG Frankfurt/Oder, 13.09.2019 - 5 K 1946/18

    Rechtmäßigkeit eines Bescheids zur Festsetzung eines Trinkwasseranschlussbeitrags

  • VG Frankfurt/Oder, 06.09.2019 - 5 K 2584/17

    Wasserversorgungsbeiträge

  • VG Potsdam, 16.09.2019 - 9 K 1441/17

    Wasserversorgungsbeitrag (Erstellung der Wasserversorgung)

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