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   OVG Berlin-Brandenburg, 18.03.2021 - 3 M 143.20, 3 M 144.20   

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https://dejure.org/2021,6297
OVG Berlin-Brandenburg, 18.03.2021 - 3 M 143.20, 3 M 144.20 (https://dejure.org/2021,6297)
OVG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 18.03.2021 - 3 M 143.20, 3 M 144.20 (https://dejure.org/2021,6297)
OVG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 18. März 2021 - 3 M 143.20, 3 M 144.20 (https://dejure.org/2021,6297)
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Wird zitiert von ... (4)

  • VGH Baden-Württemberg, 28.03.2022 - 1 S 1265/21

    M. gegen Land Baden-Württemberg wegen Feststellung der Rechtswidrigkeit

    Für die Prüfung, ob der für Wohnungsdurchsuchungen bestehende Richtervorbehalt aus Art. 13 Abs. 2 GG und § 6 Abs. 2 Satz 1 LVwVG verletzt wurde, kommt es nicht entscheidend darauf an, ob die Behörde ex ante betrachtet subjektiv eine Durchsuchung durchführen wollte, sondern ob sie ex post betrachtet objektiv eine Durchsuchung durchgeführt hat (entgegen OVG Bln.-Brbg., Beschl. v. 18.03.2021 - OVG 3 M 143/20 u.a. - juris; HambOVG, Urt. v. 18.08.2020 - 4 Bf 160/19 - NVwZ-RR 2021, 322).

    Der Umstand, dass das Zimmer sich in einer Gemeinschaftsunterkunft befindet und mehreren Personen zugewiesen wird, schließt dabei die Schaffung einer solchen Mindestprivatsphäre nicht per se aus (vgl. VG Berlin, Urt. v. 04.10.2021 - 10 K 383.19 - juris, und zum dortigen Verfahren 10 K 383.19 auch OVG Bln.-Brbg., [PKH-]Beschl. v. 18.03.2021 - OVG 3 M 143/20 u.a. - juris, m.w.N.).

    Hiervon abweichend wird unter anderem in der jüngeren verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung teils die Auffassung vertreten, dass es für das Bestehen des Richtervorbehalts aus Art. 13 Abs. 2 GG maßgeblich auf eine (hier sog.) subjektive ex ante-Betrachtung ankomme (vgl. in diesem Sinne OVG Bln.-Brbg., Beschl. v. 18.03.2021 - OVG 3 M 143/20 u.a. - juris, dort auch zum mit Art. 13 Abs. 2 GG übereinstimmenden Begriff der Durchsuchung i.S.v. § 58 Abs. 6 AufenthG; HambOVG, Urt. v. 18.08.2020 - 4 Bf 160/19 - NVwZ-RR 2021, 322).

  • VG Berlin, 04.10.2021 - 10 K 383.19
    Der Zweck des Richtervorbehalts in § 58 Abs. 6 Satz 1 AufenthG, der wiederum die verfassungsrechtliche Regelung des Art. 13 Abs. 2 GG wiedergibt, eine vorbeugende Kontrolle des Eingriffs in den privaten Lebensbereich der Wohnung auf seine Rechtmäßigkeit und insbesondere Verhältnismäßigkeit durch eine unabhängige und neutrale Instanz und somit einen präventiven Grundrechtsschutz durch Verfahren zu gewährleisten (vgl. BVerfG, Beschluss vom 16. Juni 1981 - 1 BvR 1094/80 - juris Rn. 40; Beschluss vom 16. Juni 1987 - 1 BvR 1202/84 - juris Rn. 31; Urteil vom 20. Februar 2001 - 2 BvR 1444/00 - juris Rn. 33; Beschluss vom 12. März 2019 - 2 BvR 675/14 - juris Rn. 53), spricht dafür, dass es für die Abgrenzung und das Erfordernis einer Einholung der richterlichen Durchsuchungsanordnung auf die ex-ante-Sicht der Behördenmitarbeiter ankommt (vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 18. März 2021 - OVG 3 M 143/20, Rn. 9, juris; Hamburgisches OVG, Urteil vom 18. August 2020 - 4 Bf 160/19, Rn. 33; Kunig in: von Münch/Kunig, GG, 6. Aufl. 2012, Art. 13 Rn. 26).

    Muss danach die die Abschiebung durchführende Behörde bei der Vorbereitung der Maßnahme von der Notwendigkeit, Suchhandlungen vorzunehmen, ausgehen oder ist zumindest mit solchen ernstlich zu rechnen, weil nicht absehbar ist, ob und - wenn ja - wo genau sich der aufzugreifende Ausländer in der Wohnung befindet, spricht dies dafür, dass die Maßnahme auf eine Durchsuchung abzielt, für die der Richtervorbehalt des Art. 13 Abs. 2 GG, § 58 Abs. 6 Satz 1 AufenthG greift (vgl. OVG Hamburg, Urteil vom 18. August 2020 - 4 Bf 160/19 - juris Rn. 37; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 18. März 2021 - OVG 3 M 143/20, Rn. 9, juris).

    Eine solche Sichtweise stünde im Widerspruch zu dem präventiven Schutzzweck einer richterlichen Durchsuchungsanordnung (vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 18. März 2021 - OVG 3 M 143/20 u.a., Rn. 9, juris).

  • OVG Berlin-Brandenburg, 21.02.2022 - 3 N 196.21
    Nach Bewilligung von Prozesskostenhilfe durch Beschluss des Senats vom 18. März 2021 - OVG 3 M 143/20 - (juris) hat das Verwaltungsgericht in seinem auf die mündliche Verhandlung vom 28. September 2021 ergangenen Urteil die Rechtswidrigkeit des Betretens und Durchsuchens des Zimmers festgestellt, weil es sich um eine Wohnungsdurchsuchung gehandelt habe, für die entgegen § 58 Abs. 8 AufenthG keine richterliche Anordnung vorgelegen habe.
  • VG Arnsberg, 22.07.2021 - 12 I 58/21
    vgl. OVG NRW, Beschluss vom 18. März 2021 - 18 E 221/21 -, a.a.O. (Rn. 9 f.) unter Verweis auf Oberlandesgericht (OLG) Hamm, Beschlüsse vom 13. April 2012 - I-15 W 131/12 -, juris (Rn. 14) und vom 27. Mai 2004 - 15 W 307/03 -, juris, (Rn. 4) sowie auf Verwaltungsgericht (VG) Düsseldorf, Beschluss vom 6. Oktober 2020 - 22 I 28/20 -, juris (Rn. 30) und auf VG Freiburg, Beschluss vom 2. März 2007 - 2 K 633/07 -, juris (Rn. 6); OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 18. März 2021 - OVG 3 M 143/20, OVG 3 M 144/20 -, juris (Rn. 9); a.A. OVG Bremen, Beschluss vom 5. August 2019 - 2 F 211/19 -, juris (Rn. 14).

    vgl. OVG NRW, Beschluss vom 18. März 2021 - 18 E 221/21 -, a.a.O. (Rn. 22 f.) unter Verweis auf Bundesverfassungsgericht (BVerfG), stattgebender Kammerbeschluss vom 14. Juli 2016 - 2 BvR 2474/14 -, juris (Rn. 18); OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 18. März 2021 - OVG 3 M 143/20, OVG 3 M 144/20 -, a.a.O. (Rn. 9); OVG Bremen, Beschluss vom 30. September 2019 - 2 S 262/19 -, Neue Zeitschrift für Verwaltungsrecht - Rechtsprechungsreport (NVwZ-RR) 2020, 324 ff. = juris (Rn. 19).

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