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   OVG Berlin-Brandenburg, 25.09.2017 - 1 B 14.16   

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OVG Berlin-Brandenburg, 25.09.2017 - 1 B 14.16 (https://dejure.org/2017,35809)
OVG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 25.09.2017 - 1 B 14.16 (https://dejure.org/2017,35809)
OVG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 25. September 2017 - 1 B 14.16 (https://dejure.org/2017,35809)
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Volltextveröffentlichungen (3)

Kurzfassungen/Presse (3)

  • berlin.de (Pressemitteilung)

    Gestattung des Rheingauer Weinbrunnens am Rüdesheimer Platz war rechtmäßig

  • wolterskluwer-online.de (Kurzinformation)

    Gestattung des "Rheingauer Weinbrunnens" am Rüdesheimer Platz war rechtmäßig

  • tp-presseagentur.de (Kurzinformation)

    Gestattung des Rheingauer Weinbrunnens am Rüdesheimer Platz in Berlin war rechtmäßig

Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (6)

  • VG Würzburg, 16.09.2020 - W 6 K 19.717

    Drittanfechtungsklage gegen Gaststättenerlaubnis

    Solche baurechtlichen Einwände sind im Bauverfahren, gaststättenrechtliche Einwände hingegen im Gaststättenverfahren anzubringen (ausführlich VGH BW, B.v. 4.1.2016 - 6 S 475/15 - NVwZ-RR 2016, 337 Rn. 7 ff.; OVG Berlin-Bbg, U.v. 25.9.2017 - OVG 1 B 14.16 - BeckRS 2017, 126099 Rn. 73 jeweils m.w.N.).

    Entscheidend ist letztlich, dass das Ergebnis der Prognose nach Maßgabe der getroffenen Annahmen auf der sicheren, d.h. der Realität entsprechenden Seite liegt (vgl. OVG Berlin-Bbg, U.v. 25.09.2017 - OVG 1 B 14.16 - BeckRS 2017, 126099 Rn. 38).

    Allerdings ist in der Rechtsprechung anerkannt, dass nicht ausgeschlossen ist, einzelne Vorschriften der TA Lärm entsprechend anzuwenden, soweit dies mit ihrer besonderen Eigenart vereinbar ist, wobei ihnen allerdings nicht die Funktion einer normkonkretisierenden Verwaltungsvorschrift, sondern eines antizipierten Sachverständigengutachtens zukommt (BayVGH, U.v. 25.11.2015 - 22 BV 13.1686 - juris Rn. 60; ähnlich OVG Berlin-Bbg Urt. v. 25.9.2017 - 1 B 14.16 - BeckRS 2017, 126099 Rn. 28; vgl. auch OVG NW, U.v. 23.05.2018 - 4 A 2588/14 - juris Rn. 151: TA Lärm als "Orientierungshilfe").

    Zwar sind die Immissionsrichtwerte für den Beurteilungspegel der TA Lärm bezüglich der außengastronomischen Nutzung nur entsprechend anwendbar und kann selbst bei einer geringfügigen Überschreitung der Richtwerte der TA Lärm nicht zwingend auf eine Schädlichkeit oder Unzumutbarkeit von Umwelteinwirkungen, die von einer Freiluftgaststätte ausgehen, geschlossen werden (vgl. OVG Berlin-Bbg, U.v. 25.09.2017 - OVG 1 B 14.16 - BeckRS 2017, 126099 Rn. 29 m.w.N.).

    Ob die Außengastronomie im ...markt schädliche Umwelteinwirkungen für den Kläger befürchten lässt (§ 4 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 GastG), die nicht durch Auflagen zum Schutz der Nachbargrundstücke (§ 5 Abs. 1 Nr. 3 GastG) verhindert werden können, kann deshalb mangels tragfähiger Lärmprognose weder anhand einer indiziellen Heranziehung der Lärmgrenzwerte der TA Lärm, noch im Rahmen einer umfassenden Gesamtbetrachtung (unter Einbeziehung wertender Elemente wie Herkömmlichkeit, soziale Adäquanz und allgemeine Akzeptanz) beantwortet werden (vgl. BayVGH, U.v. 25.11.2015 - 22 BV 13.1686 - juris Rn. 59; OVG Berlin-Bbg, U.v. 25.9.2017 - OVG 1 B 14.16 - BeckRS 2017, 126099 Rn. 30).

  • VG Berlin, 04.12.2019 - 4 K 191.18

    Italienisches Restaurant mit gehobener Gastronomie und Schankvorgarten in ruhiger

    Ob schädliche Umwelteinwirkungen in Form von Lärmimmissionen im Sinne von § 4 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 GastG i.V.m. § 3 Abs. 1 BImSchG vorliegen, hat die Genehmigungsbehörde anhand einer Lärmprognose zu entscheiden; entsprechendes gilt für Auflagen zum Schutz vor Lärmbelästigungen der Nachbarschaft gemäß § 5 Abs. 1 Nr. 3 GastG (OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 25. September 2017 - OVG 1 B 14.16 -, juris Rn. 35).

    Hierzu zählen auch Schankvorgärten (OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 25. September 2017, a.a.O., Rn. 37).

    Die Zumutbarkeitsgrenze ist aufgrund einer umfassenden Würdigung aller Umstände des Einzelfalls und unter Einbeziehung wertender Elemente wie Herkömmlichkeit, soziale und allgemeine Akzeptanz (OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 25. September 2017, a.a.O., Rn. 39 mit Verweis auf OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 12. Mai 2009 - 11 N 83.05 -, juris Rn. 9 m.w.N., und BayVGH, Urteil vom 25. November 2015 - 22 BV 13.1686 -, juris Rn. 59) zu bestimmen.

    Je nachdem, ob und ggf. wie deutlich sie über- oder unterschritten werden, liegt für die erforderliche Gesamtabwägung die Zumutbarkeit oder Unzumutbarkeit nahe (VG Berlin, Urteil vom 16. März 2016, a.a.O., Rn. 57; OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 25. September 2017, a.a.O., Rn. 39).

    Die Verwaltungsgerichte haben diesbezüglich zu prüfen, ob die Lärmprognose der Behörde unter Beachtung der nach Lage der Dinge einzustellenden Umstände sachgerecht ist und das daraus abzuleitende Zumutbarkeitsergebnis trägt (OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 25. September 2017, a.a.O., juris Rn. 36).

    Nach der Rechtsprechung sind "Worst-Case"-Annahmen bei der Bestandsaufnahme grundsätzlich zulässig, soweit hierdurch ein Ergebnis erzielt wird, das hinsichtlich der untersuchten Fragestellung auf der "sicheren Seite" liegt (OVG Berlin Landes Brandenburg, Beschluss vom 25. September 2017, a.a.O., Rn. 53 m.w.N.).

  • VG Neustadt, 13.08.2020 - 5 L 637/20

    "Lounge im Weinkontor" in Edenkoben darf wieder öffnen

    Dabei bestimmt sich der Begriff der Nachbarschaft in räumlicher Hinsicht nach dem Einwirkungsbereich der baulichen Anlage; die Schutzwürdigkeit des Betroffenen richtet sich nach der materiellen baurechtlichen Lage (vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 25. September 2017 - OVG 1 B 14.16 -, juris).

    Selbst bei einer geringfügigen Überschreitung der Richtwerte nach der TA Lärm könnte nicht zwingend auf eine Schädlichkeit oder Unzumutbarkeit von Umwelteinwirkungen, die von einer Außengastronomie ausgehen, geschlossen werden (vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 25. September 2017 - OVG 1 B 14.16 -, juris).

  • VG München, 15.10.2019 - M 16 K 18.126

    Öffentlich-rechtlicher Abwehranspruch innerhalb der

    Und allein in diesem Umfang, also in Bezug auf schädliche Umwelteinwirkungen i.S.d. § 3 Abs. 1 BImSchG, verleihen §§ 4 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 sowie § 5 Abs. 1 Nr. 3 GastG Drittschutz, auf deren Einhaltung die gerichtliche Überprüfung auf eine Nachbarklage gegen eine Gaststättenerlaubnis hin beschränkt ist (vgl. dazu VGH BW, B.v. 4.1.2016 - 6 S 475/15 - juris Rn. 7 ff.; OVG NRW, B.v. 3.11.2015 - 4 B 652/15 - juris Rn. 27; OVG BB, U.v. 25.9.2017 - OVG 1 B 14.16 - juris Rn. 89 f.; Michel/Kienzle/Pauly, GastG, 14. Aufl., § 4 Rn. 89 und § 5 Rn. 31).
  • VG Hannover, 24.01.2019 - 4 A 3641/18

    Anordnung gemäß § 24 BImSchG

    Die Heranziehung derartiger Regelwerke bzw. Studien ist als Erkenntnisquelle unbedenklich (OVG NRW, Urteil vom 23.05.2018 - 4 A 2588/14 -, Rn. 193, juris; OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 25.11.2017 - OVG 1 B 14.16 -, Rn. 47, juris; VG Ansbach, Beschluss vom 12.09.2014 - AN 4 S 14.01456 -, Rn. 30, juris).
  • VG Schleswig, 21.10.2019 - 12 B 50/19

    Gaststättenrecht - Antrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung

    Schutzwürdigkeit und Schutzbedürftigkeit einer Wohnnutzung auf Nachbargrundstücken richten sich danach, was aufgrund der materiell - baurechtlichen Situation billigerweise an Schutz erwartet werden darf (BVerwG, Urteil vom 25. Februar 1992 - 1 C 7/90 -, BVerwGE 90, juris, Rn. 16, m.w.N.; Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 25. September 2017 - OVG 1 B 14.16 -, juris, Rn. 36 - 37).
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